Welches Trike würdet ihr mir empfehlen

Ich habe leider eine Behinderung, die mich extrem Geräuschempfindlich macht. Ich bin schon verschiedene Motoren gefahren und der Neodrives war bislang der mit Abstand leiseste Motor.

Dann solltest Du unbedingt ein Trike mal probefahren. Zum einen ist der Antrieb durch lange Kette, Umlenkrollen und Kettenrohre etwas lauter, zum anderen Sitz man mit dem Kopf viel näher am Hinterrad. Und auch das Tretlager ist mehr auf Ohrhöhe. Ich kann nicht beurteilen, ob das für Dich schon ein Geräuschproblem sein könnte oder ob es bestimmte Geräusche sind, die besonders anstrengend sind. Eine rasselnde Kette klingt ja anders als ein Motor.

Hier gibt es eine älteren Thread zu dem Thema:
 
Guter Einwand. Laut ist so ein Trike schon :X3:
Am Hase höre ich immer irgendwas klackern, scheppern, die Geräusche der kleinen Ketten hinten.
Im Vergleich dazu ist das Ice viel leiser, wäre da nicht die Rohloffschaltung, die ich als sehr laut empfinde in kleinen Gängen.

Und auch der gute Anhänger von hinterher ist zu hören.


Für die Augen habe ich mir übrigens eine Fahrradbrille besorgt, das ist super. Da ich auch viel abseits der Straßen fahre fliegt schon einiges an Dreck durch die Gegend.
 
... die ich als sehr laut empfinde in kleinen Gängen.
Die Rohloff "hört" nicht von ungefähr auf den Spitznamen "Kaffeemühle". Das "mahlende" Geräusch tritt vor allem in den Gängen 1 bis 7 auf und ist mehr oder weniger konstruktionsbeding - nicht wirklich laut nach meinem Empfinden, aber ab und an auch ohne Vorerkrankung schon ein wenig nervig.

Der EP 801 macht auch deutlich Geräusche, auch nicht besonders laut, aber in jeder Unterstützungsstufe. Wenn man ihn auf die Stufe "Aus" schaltet, hört man zum Vergleich gar nichts. Die lange Kette höre ich persönlich nicht, die läuft sehr sauber, auch durch das Kettenrohr, wird aber auch sehr brav regelmäßig gesäubert und mit Trockenschmierung gepflegt.

Rollgeräusch, eh klar, das ist bei meinen etwas, äh, abseitigen MTB-Reifen-Kombi bei schnellerer Fahrt mit Abstand die Hauptgeräuschquelle.

Wenn es auf dem Trail heiß her geht, schlappert auch mal das SKS-Schutzblech am (26er) Hinterrad. Die Standard-Teile sind ja nicht sooo verwindungssteif und bei einem 26er halt auch schon recht groß. Da bin ich echt am überlegen, ob ich mir nicht ein kleines Upgrade gönne, zumal mir die SKS-Teile auch nicht wirklich gefallen, gelinde gesagt.

Ab und an muss ich mal die Feststellbremse am Hinterrad nachjustieren, weil sie ein wenig vor sich hin fiept, verzichten möchte ich deswegen aber nicht auf die Bremse, ist aber auch wirklich keine große Sache, kurz am dafür vorgesehenen Rädchen zu drehen, selbst mit meinen kaputten Patschehändchen..

Am Hase höre ich immer irgendwas klackern, scheppern, die Geräusche der kleinen Ketten hinten.

Mmmhhh, ich sach jetzt nix... ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wäre nicht einmal in der Lage zu beurteilen, ob ein Gefährt noch gut in Schuss ist oder ob ich eine vielleicht eine nur schön geputzte aber technisch gesehen Schrottkiste kaufe.
Finde ich gut nachvollziehbar. Meiine Gebrauchtkäufe / wo ich involviert war (sogar wo ich Verkäufer war), waren eher enttäuschend (für den Käufer). Inzwischen habe ich mir auch ein Fahrrad vom Rahmen aus selbst aufgebaut, aber beim Gebrauchtkauf stünde ich immernoch blöd da.

3x20 wäre grundsätzlich meine Wunschgröße. Aber mangels Praxiserfahrungen konnte ich nicht beurteilen, ob diese Räder nicht zu tief liegen würden für solche Wege
Wie tief das liegt, ist nur begrenzt abhängig von der Radgröße, vor allem hinten. Die Form des Rahmens kann da viel entscheiden. Ein Ice VTX ist ein besonders niedriges und flaches Trike und hat ein großes Hinterrad. Mit einem Rahmen, der nicht tiefer zieht als die Radachsen, läde man schon recht hoch. Aber wenn man ein Schaltwerk am Hinterrad hat, dann hängt dieses abhängig von der Radachse bei kleineren Rädern sehr tief und damit im Gestrüpp. Naja gut, auch mit nur einem Ritzel und ohne Kettenspanner kommt die Kette dahinten, wo sie nicht im Rohr liegt, eher ans Gras, das man durchfährt. Das müsste sich zumindest da mit einem Abweiser aber eigentlich größtenteils abwenden lassen. (Wüsste nicht, dass es so einen Abweiser gibt, aber müsste man in Auftrag geben lassen. Oder aus dickem Draht biegen, das kriegt man vielleicht auch ohne jedes technische Verständnis hin. :) )

Nur hätte ich dann mit dem Neodrives, bei größeren Rädern, noch eher Traktionsprobleme als bei den kleinen 20 Zöller Reifen.
Ich würde meinen, Traktionsorobleme hängen eher von der Reifenbreite, dem Reifendruck und dem Reifenmodell ab. Oder meinst du wegen mehr Antriebskraft bei gleichem Drehmoment? Gibt es bei Neodrives keine getrennten Varianten für kleine Räder? Wäre dann rine Frage der Einstellung / Ansteuerung, dass man mit weniger Antriebskraft fahren kann.

auch wenn es nicht oft vorkäme, so wäre es schön zu wissen, dass ich das Rad falten kann, damit ich zumindest die Gelegenheit habe es auch einmal in einen Zug mitnehmen zu können.
Hattest du eigentlich schon irgendwo geschrieben, ob es denn wirklich ein Mehrspurer sein muss? Meine regelmäßigen Zugfahrten sind einer der Gründe, warum ich Einspurer fahre. Auch aks Faltrad, das kein Ticket braucht und im Notfall hoffentlich sogar im Bus akzeptiert würde, wenn dieser nicht voll ist. (In einem anderen Thread arbeite ich an einem Konzept für ein faltendes, das hoffentlich vom Packmaß etwas näher an normale Falträder kommt und extrem schnell und einfach zu falten ist. Das wird aber vermutlich ohne Federung und dadurch nicht so Alle-Wege-Tauglich wie mein Tox Flite, das auch schnell gefaltet ist.)
Auch auf unebenen und/oder schmalen /zweispurigen Wegen ist ein Einspuriges Fahrzeug ein Vorteil, weil man auf dem Trike zusätzlich seitlich herumgeschleudert wird und mit drei Spuren schkechter eine gute Fahrlinie findet (mit mindestens einem Rad im Gras, die Wahl, welchem Schlagloch man nicht ausweichen kann, Hängenbleiben an Engstellen, begrenzte Bodenfreiheit oder nochmal breiter, um nicht umzukippen).
Auch der Energieverbrauch sollte niedriger sein. Gerade wenn man Langstrecke auf mäßigen bis schlechten Wegen fährt, kann man sich wohlmöglich einen zusätzlichen Akku sparen.
Vor allem falls du mit Packtaschen und einem einrädrigen Anhänger klar kommst.

ich habe Fahrradwohnwagen geschrieben, weil mir eine passendere Beschreibung gefehlt hat. Allerdings wollte ich keine riesige Kiste hinter mir herziehen, wie man sie teilweise auf YouTube sieht. Ich möchte darin nicht wohnen, brauche keinen immense Dämmung, Powerbank etc etc. . Ich hatte eigentlich, dies wäre besser gewesen es direkt zu beschreiben, einen größeren Anhänger im Sinn, in welchem man seine Sachen einlagern kann und quasi wie in einem Sarg einfach nur hineinlegen zum schlafen.
Mir scheinen die noch etwas größer zu sein als die Trikes. Die sind bestimmt super praktisch, wenn man dann wirklich einen Wohnwagen ziehen will oder wenn man daraus ein "Wohnmobil" bauen möchte. Aber für letzteres fehlen mir die Fähigkeiten und nachdem ich eben gesehen habe, wie übel Steigungen schon sein können, die ich mit meinem jetzigen Fahrrad leicht hochfahren könnte, dann würde ich das vermutlich nicht wollen.
Wenn du mit einem Schnell-Zelt auskommst, kannst du auf einem Pony4 mit der Ladefläche wohlmöglich ganz ohne Anhänger auskommen. Die Federung scheint ganz ordentlich und an Reifenbreite ist wohl einiges möglich. Soll welche mit 4" Kompakt-Fatbike-Reifen geben / schon gegeben haben. Vier Räder bieten einen deutlich stabileren Stand (hinten volle Spurbreite, statt schmal zulaufend), dadurch kann es etwas höher sein udn trotzdem nicht zu leicht umkippen. Antrieb auf zwei Hinterrädern könnte bessere Traktion bieten. Gibt es mit Pinion und Nabenmotor als Zwischengetriebe, aber der größere Direktläufter passt vielleicht eher nicht. Mit Grin All Axle Motoren vorne ist es wohl schon bekannt, aber auf der Spezialradmesse hatten sie still und heimlich eines Kettenantrieb auf ein Hinterrad und Grin All Axle Motor im anderen Hinterrad. Ich denke, das kann man so bekommen. Angeblich ist der Grin auch richtig leise. (Immerhin ist es schonmal auch ein Direktläufer.)
Händler müsste es in Lübeck geben, ob noch anderswo, weiß ich jetzt nicht aus dem Kopf.
Und im Alltag kann es halt auch ein klasse Arbeitstier sein.

Ich würde nur im Notfall ohne Motorunterstützung fahren
Je effizienter das Fahrzeug, desto qeniger kommt man wegen leerwr Batterie zum Notfall. :D Wie sehr du dich gerade auf Reise auf die Akkufüllung verlassen müssen willst, musste halt sehen. Wenn das Fahrrad auch ohne Unterstützung gut rollt, kann man eher mal sagen "Oh, das wird knapp. Ich lasse den Motor jetzt in der Ebene aus, damit ich an der letzten Steigung noch was im Akku habe."

Mit Norddeutschland meine ich jenen Ort, an welchem ich nicht weiter nördlich fahren könnte ohne ziemlich nasse Füße zu bekommen.
Das ist aber nicht der "Echte Norden™". Oder ist in Dänemark immer so viel Regen, dass man da nasse Füße bekommt?

Und auch das Tretlager ist mehr auf Ohrhöhe
Hat die Höhe viel Bedeutung? Kommt es nicht eher auf die Entfernung an? Und wenn man schnell fährt, dass der Fahrwind die Entfernung effektiv quasi verringert.

Dann solltest Du unbedingt ein Trike mal probefahren. Zum einen ist der Antrieb durch lange Kette, Umlenkrollen und Kettenrohre etwas lauter
Da ist was dran und das gilt für die meisten Liegeräder. Knicklenker oder MBB wie Flevobike (, Python, Airbike) und Cruzbike haben einen direkteren Antrieb ohne Umlenkungen und Kettenrohre. Man sitzt auch nicht mit dem Ohr direkt über dem Kettenantrieb. Wenn man hinten einen Nabenmotor reinsetzt, sotzt man da natürlich immer noch drüber. Geht auch vorne rein, aber hinten wäre sinnvoll. Oder in den Anhänger, dann ist er wieder weiter weg! Cruzbike A4x wäre das neue Tourennodell für alle Wege mit Hinterradfederungvm und viel Gepäckmöglichkeit.

Das "mahlende" Geräusch tritt vor allem in den Gängen 1 bis 7 auf und ist mehr oder weniger konstruktionsbeding - nicht wirklich laut nach meinem Empfinden,
Hängt auch davon ab, wie stark man pedaliert. Wenn ich mal runterschalte und doll beschleunige, nehme ich immer an, dass die Umgebung denkt, ich hätte einen Motor eingeschaltet. :P

Alternative Nabenschaltung wäre von 3x3 die Nine oder wenn's reicht die neue Six. Die sollen deutlich mehr Eingangsdrehmoment abkönnen als die Rohloff, also stärkere Tretlagermotoren. Bei der Six erinnere ich mich an die Aussage, dass sie total leise sei, das sollte wohl auf die Nine ähnlich zutreffen. Müsste man aber nachträglich einbauen (lassen), weil noch selten angeboten wurd und bisher in keinem Liegerad, soweit ich weiß.
 
Hier mal ein Link zur Spezialradmesse
Der nächste Termin ist am

24. + 25. April 2027​


Noch mal zu den Geräuschen der Rohloff: Ich habe die Rohloff an meinem alten MTB, und am Kettwiesel. Die Alte ist etwas lauter als die Neue, als störend empfinde ich die Geräusche keinesfalls. Dazu kommt, die Rohloff wird im Laufe der Zeit deutlich leiser.
 
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