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Hi chkoppi,

werde ich gerne ausrichten. Hat jemand schon Erfahrungen mit Pinion und Riemenantrieb?
Erfahrung habe ich damit nicht, allerdings riet mir Matthias Erz (Verkäufer WAW Lübeck) davon ab. Zum einen die Länge des Riemens und das komplette durchführen durch ein VM ist wohl schwierig, zum zweiten muss ja auch ein so langer und genau passender Riemen existieren (so habe ich ihn verstanden) - zudem ist anscheinend Kette immer noch die beste Wahl - Beispiel Tour de France... Da fahren ja alle noch mit Kette.

Ein Riemen ist auch nur in eine Richtung stabil, sollte er mal einen seitlichen Riss bekommen, reißt der wohl auch relativ schnell - dann stehst du da, eine Kette kann man ggf nochmal mit Werkzeug um ein Glied verkürzen, einen Riemen kleben gestaltet sich eher schwierig - das ist, was ich so darüber denke...

Gruß,
Pascal
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Finde ich gut das du auch einen WAW Probe fahren willst.
Viel Spaß in Lübeck und einen Gruß an Matthias aus der Pfalz.
Ja, die WAW-Gemeinde muss wachsen - Stephane Boving und seine Katanga Leute haben es verdient. Seit dem ersten Tag rennt das Ding problemlos - ich habe noch nie etwas in irgendeiner Form anfassen müssen - die Spur stimmt, der Motor macht was er soll, die Haube ist genial... Ich bin überzeugt...

Gruß,
Pascal
 
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Für die noch Unentschlossenen: Das WAW ist klasse. Ich habe es zum Pendeln in die Arbeit gekauft. 27km einfach, 300hm. Deshalb auch mit Pinion und Nabenmotor. Seit 15 Jahren bin ich nicht mehr Fahrrad gefahren, auch sonst kaum Sport. Mein Ziel war: Nicht langsamer als der ÖPNV (1h). Wenn es trocken ist schaffe ich die Strecke in 45min. Das WAW läuft gut und macht wirklich Laune. Ich kann es nur empfehlen. Die abnehmbaren Enden sind praktisch. Das Teil ist gut durchdacht, die Ausstattung mit Hingabe zusammengestellt (Kleinteile). Einzige Modifikation meinerseits: Löcher in der Fusslochabdeckung, damit das Wasser von vorn abfliessen kann. In 2.5 Monaten habe ich jetzt 3000 km zusammenbekommen. Und auch 5kg runter. Vielleicht geht da noch ein bisschen mehr.

Eine Frage an die Erfahrenen: Die Haube ist eigentlich gut wenns regnet. Aber wenn ich an Kreuzungen oder Kreiseln anhalten muss, beschlägt sie und ich seh ganz schlecht. Ich habe mir jetzt einen Poncho zurechtschnitten und pappe ihn mit Klett innen an den Klappdeckel. So bleibt der Kopf draussen und ich hab freie Sicht. Wirklich angenehm ist das aber auch nicht. Wie macht Ihr das? Weniger schwitzen, Ventilator unter der Haube, nicht anhalten....?
 
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Leiba x-stream
... Eine Frage an die Erfahrenen: Die Haube ist eigentlich gut wenns regnet. Aber wenn ich an Kreuzungen oder Kreiseln anhalten muss, beschlägt sie und ich seh ganz schlecht. Ich habe mir jetzt einen Poncho zurechtschnitten und pappe ihn mit Klett innen an den Klappdeckel. So bleibt der Kopf draussen und ich hab freie Sicht. Wirklich angenehm ist das aber auch nicht. Wie macht Ihr das? Weniger schwitzen, Ventilator unter der Haube, nicht anhalten....?
Bei X-Stream habe ich in Fahrt i.d.R. einen kleinen Spalt offen, da kann ich völlig unbeeinträchtigt den Verkehr bewundern. AN Kreuzungen etc. Klappe ich das Visier auf und habe unbeeinträchtigte Sicht (nebenbei zieht auch etwas die warme feuchte Luft ab), in Fahrt dann wieder wie vor. Sollte etwas angelaufen sein bläst sich das direkt wieder frei. Notfall gibt es für den seitlichen Blick ein Fingerloch in Augenhöhe auf jeder Seite, die habe ich aber noch nie für die Sicht gebraucht. Ist das beim WAW soviel anders?
 
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Unterm Fahren ist alles gut, aber im Stehen nicht. So schnell wie das seitlich beschlägt kann ich gar nicht putzen. Auch wenn ich den Spalt ganz aufmache. Da gibts noch einen durchsichtigen Bügel der die Sicht erschwert, der aber auch beschlägt und das Freiwischen nicht gerade erleichtert. Ich bin echt am überlegen, mir einen Ventilator mitzunehmen. Aber dann hab ich noch ein Teil mehr in meiner Loseteilesammlung (Werkzeug, Schläuche, Wasser, Handy, Lampe...).
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Das mit Anlaufen der Scheibe ist manchmal schon doof.
Ich habe mir einfach deswegen einen Sehschlitz quer in die Scheibe geschnitten.
Dadurch ist zumindestens immer eine klare Sicht nach vorne und das blenden der Autos bei Regen ist auch besser.
 
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Also ich nehme immer Antibeschlagmittel, mit denen ich die Haube innen einsprühe.
Alternativ Antibeschlagtuch oder ähnliches.
Ansonsten lasse ich die immer etwas offen stehen, damit ich durch den Schlitz schauen kann.
So richtig angelaufene Scheiben hatte ich noch nicht. Und die paar Regentropfen, die durch den Schlitz reinkommen, sind harmlos. Während der Fahrt läuft eh fast nix an. Und so lange bin ich noch nie gestanden, dass die Scheiben richtig beschlagen.

Ich habe mir für die Luftzufuhr vorn, links und rechts neben der Hupe zwei 90-mm-PC-Lüfter eingebaut.
Die sind aber mehr dafür gedacht, dass bessere Luft in dem VM ist. Gegen Beschlagen der Haube hilft das aber nicht viel.
 
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@ManniF eigentlich habe ich gar nichts gemacht, außer im Menü ein paar km/h mehr eingegeben. Fahre nicht immer so, da mir 25er Unterstützung reicht, wenn ich spät dran bin und den Zug kriegen muss, allerdings, lasse ich manchmal mehr unterstützen. ich will damit sagen, dass das mit ein paar Tastendrückerei schnell umzustellen ist.
 
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Fahre nicht immer so, da mir 25er Unterstützung reicht
Schätze, dass im Video der Motor bei ca. 40km/h "ausdreht" - also spätestens ab da keinerlei Unterstützung mehr kommt.
Wie hoch war denn der unterstützende Seitenwind auf den freien Strecken?
Die Bedeutung der Linien bei der Höhenanzeige würde mich auch noch interessieren.
Den Radweg fand ich teilweise schon grenzwertig.
 
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Moin,
bei meinem WAW geht die Motorunterstützung bis 27km/h.
Ich kann mir nicht vorstellen das da etwas geändert wurde.
Das ist ab Werk so eingestellt. Die Geräusche während des Tretens kommen vom geringen Widerstand des Nabenmotors. Bei Abfahrten oder leichtem Gefälle ist das WAW leicht und locker, Spurstabil zu fahren. Man unterschätzt einfach die neueren WAW's.
Man könnte vieleicht auch mal Probefahren und selbst die Vorteile dieses VM zu sehen. Ich stelle meins auch gerne mal zur Verfügung.
 
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Zum einen die Länge des Riemens und das komplette durchführen durch ein VM ist wohl schwierig, zum zweiten muss ja auch ein so langer und genau passender Riemen existieren (so habe ich ihn verstanden) - zudem ist anscheinend Kette immer noch die beste Wahl - Beispiel Tour de France... Da fahren ja alle noch mit Kette.
Ein Riemen ist auch nur in eine Richtung stabil, sollte er mal einen seitlichen Riss bekommen, reißt der wohl auch relativ schnell - dann stehst du da, eine Kette kann man ggf nochmal mit Werkzeug um ein Glied verkürzen, einen Riemen kleben gestaltet sich eher schwierig
Die verwendeten Riemen sind Endlosriemen, das heißt, daß sich im Riemen mehrere Windungen eines Stahl- oder heute eher Kevlarseils befinden. Dies bringt einerseits Robustheit, andererseits aber natürlich Probleme beim Einfädeln - man kann den Riemen ja nicht trennen. Zahnriemen gibt es heute in sehr kleinen Abstufungen, so daß die erhebliche Riemenvorspannung mittels einer verstellbaren Umlenkrolle erzeugt werden könnte. Eine Nabenschaltung ist daher ein Muß und höchstwahrscheinlich wird eine Hinterradfederung nicht machbar sein. Ich glaube jedoch nicht, daß man im Velomobil Zahnriemen (in relevanter Zeit) längen wird, da diese für Kräfte und Leistungen ausgelegt sind, die um Größenordnungen über denen liegen, die von uns getreten werden können.

Ich selbst bin über zehn Jahre lang denselben Riemen gefahren, bei vier- bis fünfmal Training in der Woche. Da hat sich nichts gelängt (man würde ein oder zwei Zehntelmillimeter hören und spüren, wenn der Riemen an den Zähnen aufläuft). Gut, ich hatte auch nicht soo die Belastung (und wenn, dann nur sehr kurzzeitig). Da meine aktive Zeit vor dem Internet war, ist hier der erstbeste YouTube Link von jemand anderem, damit ihr wisst, wovon ich rede.
Als Gerätewart in unserem Verein hat sich mein Vater damals (Ende der 80er) daran gemacht, die Thematik zu erforschen, so daß ich dann der erste Kunstradfahrer mit Zahnriemenantrieb war. Da habe ich dann auch schnell die Rückwärtsgewandtheit der UCI zu spüren bekommen, die den laut Reglement nicht verbotenen Zahnriemenantrieb verbieten wollte. Hat sie dann aber noch nicht getan. Deswegen: Nur weil die Tour mit Kette fährt, heißt das nicht, daß das das Optimum wäre. Evtl. ist Riemenantrieb bei denen explizit verboten, so daß niemand Zeit und Geld in die Forschung steckt. Zahnriemen am normalen Rad ist komplizierter als man denkt. Allein die Frage, wo man den Rahmen trennen kann, ohne daß er Stabilität verliert, ist nicht trivial.

Ich bin jedenfalls ein großer Fan vom Zahnriemen. Ob er im Velomobil auch sinnvoll ist...? Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, mir ein gebrauchtes Zweitvelomobil zu kaufen, und das spaßeshalber auszuprobieren.

...Mike
 
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