Warum Outomobil wenns auch Velomobil geht? Klimastreik 29.11.

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Wo habt ihr diese Zahlen her?
die 10.000kg waren mir noch im Gedächtnis, aber das war zu meiner Schulzeit, also doch ein paar Tage her....
Mich stört eigentlich nur, daß des Deutschen liebstes Kind als Klimakiller herhalten muß.
Ich seh mich auch, nur weil ich mit meinem VM zur Arbeit pendle, nicht als Weltverbesserer.
Es ist für mich nur die geilste Art muskelbetrieben unterwegs zu sein.
Oder macht sich hier irgendwer Gedanken darüber, wie ökologisch die Herstellung eines VM ist!?!?
 
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Es geht ja eher darum, ob eine Kfz Fahrt nötig ist. Wenn mann sich eine Übersicht über den Klimawandel und Umwelt verschafft, ist der direkte und indirekte Verkehr (warentransport) ein wesentlicher von uns (privat) beeinflussbaren Faktor .
Das Bewusstsein fehlt jedoch in der Gesellschaft.
 
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Das Bewusstsein fehlt jedoch in der Gesellschaft.
Glaub ich nichtmal.
Immer wenn ich im Laden vollgejammert werde, daß es keine Parkplätze in der Innenstadt gibt und ich die Betroffenen hinweise, daß sie doch auch mit dem Radl fahren könnten, kommt die Antwort: " ja ich weiß schon, aber...."
Das Bewußtsein, daß etwas geändert werden muß, bzw. daß man es selber ändern könnte ist schon da.
Aber es ist einfach saumäßig unbequem.
 
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Die Klimabilanz eines Fahrrads (damit meine ich jetzt den guten, deutschen Drahtesel, der bei übergewichtigen Leuten in der Garage steht in größerer Zahl als Outos) ist tatsächlich miserabel weil der hergestellt und dann nicht gefahren wird. Ein VM scheint mir einem wesentlich höheren Energieaufwand in der Fertigung zu verursachen und die verwendeten Materialien sind schlechter zu recyceln. Aber: Die Laufleistung eines VM über Lebenszeit braucht sich ja gegen ein Outo in vielen Fällen nicht zu verstecken. Also von daher ist das klar alles abhängig von der Nutzung: Fahre ich mein Fahrrad oder rostet es nur, fahre ich mein Outo ständig alleine oder wird es nur voll besetzt genutzt. Aber dort, wo ein VM eine Outofahrt ersetzt (also in den - gar nicht wenigen Fällen, wo dies geht) rockt jedes VM dermaßen gegen das Outo, das wir uns die VMs nicht schlechtreden lassen brauchen nur weil ein paar Kilo Verbundkunststoffe oder wie bei meinem Alleweder Pedelec auch noch Alu und Akkus verbaut sind.
 
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Kerosin ~ 12kW/h pro kg.

Lufthansa (509 Sitzplätze) auf ~2,5 kg/100km ~ 30kW/h pro 100km ~ 300Wh/km pro Person
Emirates (615 Sitzplätze) auf ~ 2,1 kg/100km ~ 25kW/h pro 100km ~ 250Wh/km pro Person

Damit liegt der Energiebedarf beim fliegen etwas höher als bei aktuellen E-Fz mit einer Person (Teslar ~230Wh/km).
Bei den ganzen angegebenen niedrigen Verbräuchen zu Fliegern hier sollten nicht die diversen Effekte beim Abgas-und Wasserdampfausstoß in großer Höhe unerwähnt bleiben: https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/flugreisen#textpart-3
Mit dem niedrigen Verbrauch pro 100km hab ich schon manche Airline werben sehen, dass der CO2 Ausstoß vom Kerosin den kleinsten Treibhauseffekt hat im Vergleich sagen sie dann aber nicht :)

Naja, Fliegen hin oder her, statt auf Verbraucherentscheidungen rumzureiten, sollte die Regierung einfach mal anfangen, Braunkohlekraftwerke abzuschalten... bringt am meisten in kürzester Zeit
 
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Ich seh mich auch, nur weil ich mit meinem VM zur Arbeit pendle, nicht als Weltverbesserer.
Es ist für mich nur die geilste Art muskelbetrieben unterwegs zu sein.
Wer sagt das es keinen Spaß machen darf, etwas für die Welt zu tun?
Ich denke, das sollte so sein, anders wird sich so schnell nichts ändern.
Oder macht sich hier irgendwer Gedanken darüber, wie ökologisch die Herstellung eines VM ist!?!?
Gedanken schon, aber anders kann man, mit heutiger Technik, keine VM um 20kg bauen.
Und auch damit "fängt" man nur Leute, denen 8kg RR zu viel langsam sind. (ok, der Wetterschutz ist auch nicht zu verachten)
;)
Dürfte jedes aktuelle KFZ schlagen, egal ob Stinker oder E.
Das Gewicht eines VM ist bei denen schon als Dämmmaterial verbaut.
Aber es ist einfach saumäßig unbequem.
Klär mich bitte auf, was am VM unbequem ist.
Ich werde es sofort in meine Überlegungen einbeziehen.
;)
Mit dem niedrigen Verbrauch pro 100km hab ich schon manche Airline werben sehen, dass der CO2 Ausstoß vom Kerosin den kleinsten Treibhauseffekt hat im Vergleich sagen sie dann aber nicht
Lügen mit wahren Zahlen.
Oder ... willst du was verstecken, halt einen Scheinwerfer drauf, dann kommt (lange) keiner auf die Idee, das du das verstecken willst.
Das klappt(e) auch beim KFZ ziemlich gut.
Wenn man sein Geld mit guten Quatalszahlen verdient und ein "nach mir die Sinflut"-Typ ist .....
in den letzten drei Jahren 20.000 Jobs in der Windkraftbranche abgebaut
Das ist eine Katatrophe, naja man muss ja auch 80.000.000.000€ für den Kohleaustieg sparen.
Wenn mann sich eine Übersicht über den Klimawandel und Umwelt verschafft
... hat, kann man nicht mehr anders, man muss was ändern oder man ist Schizophren.
Leider fehlt es den meisten an (dem Wissen über) Alternativen.

Und da sind wir bei dem
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Momentan sind die Leute auf der Straße, die den Begriff Flugscham verstehen und die ernsthaft erwägen würden, das Outo stehen zu lassen, wenn sie sich eine Alternative vorstellen könnten. Und natürlich die Veganer, die sowieso die einfachste wirksame Verhaltensänderung vorschlagen. Jedenfalls ist jetzt schon die richtige Zeit für Lösungen von Unten und nicht mehr zurücklehnen und hoffen, dass die Politik oder die Outoindustrie was tun. Daher würd ich hier gern noch mal zurück zu dem Thema, wie wir Velomobilfahrer da nicht nur mit gutem Beispiel sondern auch demonstrativ vorangehen können.

Ob die Politiker oder die Manager eines Tages merken, dass auch die (verfehlte) (Geschäfts-) Politik letztlich nur die Summe dessen ist, was sie täglich (nicht) tun und demnach genauso ein Versagen auf persönlicher Ebene ist, wie sinnlos Outo fahren oder sinnlos Fliegen oder sinnlos Tiere essen, steht auf einem anderen Blatt.
 
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Hm, ich habe darüber nachgedacht, wann & wie ICH darauf gekommen bin, mein Motorrad zu verkaufen und einen Teil meiner KFZ- Kilometer auf ein VM zu verlagern?
Erster Punkt:
ich wusste bis vor ein paar Wochen garnicht, dass man ein VM mehr oder weniger "so einfach kaufen" kann. Ich dachte bisher, es gäbe "sowetwas" nur entweder als Universitätsprojekte und / oder als Experimental- Spezialfahrzeug irgendwelcher "Snobs", die Weltrekorde erzielen wollen.
Zweiter Punkt:
als ich dann im Internet über das Alleweder "stolperte" und es dann in Köln bei Akkurad zur Probe fahren konnte, war es mir für längere und auch noch hügelige Strecken viel zu gross, zu schwer und eigentlich nur mit Motor sinnvoll zu nutzen.

Erst, als ich dann hier im Velomobilforum anfing mitzulesen und die Videos von VeloAds, Saukki, @Jupp und noch einigen anderen sah, wurde mir klar, welches Potential VMs bieten!

Fazit:
wenn VMs für mehr Menschen als Alternative für PKWs in Frage kommen sollen, müssen wir dafür sorgen, dass mehr Menschen erfahren, wie prima aktuelle VMs im Alltag funktionieren. Wir müssen zeigen, dass nicht nur "irgendwelche Spinner" oder "Loser, die sich kein vernünftiges Auto leisten können" solche Fahrzeuge fahren, sondern "Menschen wie Du und ich".
Ob dann vom PKW auf VMs mit oder ohne Pedelec- Hilfsmotor umgestiegen wird - mir egal. Ich bin da nicht "fundamentalistisch veranlagt". Jedes VM ist besser, als mit 2,3t Stahl, Plastik & 250 PS unterwegs zu sein.

Euer neuer "VM- Missionar" ;),
Rodge
 
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Nö, unsere Bundesregierung hat durch ihre Politik lieber in den letzten drei Jahren 20.000 Jobs in der Windkraftbranche abgebaut: https://www.heise.de/tp/news/Windkraft-Bundesregierung-vernichtet-Arbeitsplaetze-4583053.html
Nachtrag:
Enercon baut 3000 Arbeitsplätze ab: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/enercon-101.html
Der Windkraftanlagen-Hersteller Enercon baut nach Angaben mehrerer Medien 3000 Arbeitsplätze ab. Das Unternehmen nannte als Grund die Energiepolitik der Bundesregierung.
 
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eigentlich hätte ich eine Rede halten sollen am 29.11. Allerdings hat sich erübrigt, weil ich zu ehrlich und nicht Schizophren bin (also ich habe keine geteilte Persönlichkeit, wie zahlreiche andere). Da ich mich überparteilich engagiere, bin ich auch nicht Privatperson, wenn ich vor 200-400 Personen bei der fff Spreche. Einige Lokalpolitiker haben jedoch diese geteilte Persönlichkeit, um bei der FfF zu reden!

Ich war bei der Ausarbeitung entsetzt. Neben sience, als die Wissenschaftsseite Überhaupt liefert SienceFor Futur und Klimafakten mit ihren zahlreichen Quellennachweisen und Verlinkungen eine sehr gute Basis über den wissenschaftlichen Stand des Klimawandels. Einige weiter eQuellen haben Teilaspekte noch für mich konkretisiert.
Wahrscheinlich hat kaum jemand an der Klimadiskussion teilnehmenden sich eine vergleichbare Mühe gemacht.
Ich kann nur sagen, das mich lange nicht mehr ein Thema zu betroffen gemacht hat und die Gegenargumente, die reales verkürzen, mich so sprachlos zurück lies.

Daher erlaube ich mir, auch wenn es nur sehr entfernt mit dem Thema des Forums zu tun hat, einige kurze Inhalte wiederzugeben.

Auf die Frage an anerkannte (mit wissenschaftlicher Expertise), welche Partei ein überzeugende Konzept gegen Klimawandel hat: Keine

Der erste vom Wissenschaftlichen Beirat an die Bundesregierung gerichteter Hinweis einer Klimaerwärmung gab es bereits 1978, die 1988 bereits sehr gut untermauert war.

.... es gibt derzeit 24 folgen des Klimawandels. Einige davon sind bereits sichtbar.. .... . Wenn die Trockenheit der in Brandburg auch im nächsten jähr anhält, dann ist das kein statistischer Ausreißer mehr (das wäre dann das 3. Jahr!).

... und natürlich gab es schon immer derartige Klimawandel auf der Erde - das letzt mal vor 2Mio Jahren, also die Dinos ausstarben ....

Ich würde mich trotzdem freuen, wenn am 29.11. sich ganz viel von uns sich zufällig oder nicht zufällig irgendwo treffen bei dem Klimastreik.
 

JKL

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Enercon baut 3000 Arbeitsplätze ab
Das "Gefällt mir" ist für die Info ... nicht für die Nachricht.

So langsam verstehe ich es nicht mehr.
Hat sich die Energie-Lobby wieder durchgesetzt und kann in 3 Jahren behaubten: Wir können den Energie-Mix leider nicht ändern, sonst geht morgen in D das Licht aus?
 

spreehertie

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Servus JKL,

Wir können den Energie-Mix leider nicht ändern, sonst geht morgen in D das Licht aus?
das wäre möglich, da in den vergangenen Jahren, bzw. Jahrzehnten nicht genügend Ideen und Konzepte für Energiespeicherung entwickelt, ausgereift (gefördert) wurden und in den ausreichenden Größenordungen zur Verfügung stehen. Ist ja vielleicht auch gewollt, wie damals der Growian.;) Damit passt die Energieerzeugung und der Verbrauch in Deutschland nicht immer richtig zusammen und unsere Nachbarn dürfen, bzw. müssen das ausgleichen und bekommen den Strom z.T. sogar sehr günstig/geschenkt. Freunde machen wir und damit nicht.

Gruß
Felix

PS: Nach meiner Einschätzung ist die größte Energiequelle immer noch, den aktuellen Energieverbrauch zu überdenken und ggf. sinnvoll zu reduzieren.
 

JKL

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Moin Felix,

Ist ja vielleicht auch gewollt, wie damals der Growian
Das denke ich auch.
Es ist für Eliten sehr leicht, das zu verzögern was sie nicht wollen, bzw (wie mit Growian) zu beweisen, das etwas nicht geht.
Nach meiner Einschätzung ist die größte Energiequelle immer noch, den aktuellen Energieverbrauch zu überdenken und ggf. sinnvoll zu reduzieren.
Das ist das Ziel, an dem ich mit meiner Gruppe seit 3 Jahren arbeite.

Gruß Jörg
 
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Nachdem der Thread jetzt seinen Weg in die Versenkung angetreten hat, fasse ich mal zusammen:
Nur wenige von uns sind der Meinung, dass Velomobile öffentlichkeitswirksam darzustellen eine gute Idee ist (es gibt sogar einmal den Erfahrungswert, dass Velomobile auf Klimademos nicht beachtet werden), obwohl aber mehrere von uns es für problematisch halten, dass die Outofahrer keine Aternative kennen und dringend eine bräuchten.
Vor allem halten wir Velomobilfahrer uns aber für vegane Reiter, weshalb wir uns über unseren Spleen - das Velomobilfahren - hinaus nicht an der großen Transformation beteiligen müssen und eine darüber hinausgehende, vegane Lebensgestaltung eher unbequem ist und die Anderen im Zugzwang sind. Zumal das Problem auf den Straßen auch weniger die ansonsten hier im Forum so viel besprochenen Outofahrer, sondern die Flugzeuge sind (die Subventionen in den Luftverkehr werden vom Umweltbundesamt höchstpersönlich übrigens schon seit Jahren öffentlich als "klimaschädlich" bezeichnet. Um hier mal nen Rahmen zu bieten...).

Ich hoffe weiterhin, dass aus dieser Unterhaltung der ein oder andere Kreative Gedanke entsprungen ist!
 
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Leitra
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AnthroTech Trike
... ich hab' den Strang jetzt nicht zu Ende gelesen, daher wiederhole ich evtl., was jemand anders schon geschrieben hat:

Nicht demonstrieren, sondern selbst anfangen, die Umwelt zu schonen: Baumwolle statt Plastiktüte, Fußgang/Fahrrad statt Öffis oder Auto, Baumwolle/Leinen etx. statt Kunstfaser undsoweiter undsoweiter undsoweiter ...

Wenn ich zu einer Demo will (z. B. die in Frankfurt war - wie komme ich da hin? Durch den Verbrauch von CO2, weil das zu Radeln zu weit ist. Definitiv. Jedenfalls für mich ...

Also geh ich da nicht hin.
 
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