Warum Outomobil wenns auch Velomobil geht? Klimastreik 29.11.

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Die üblichen Verdächtigen kündigen den nächsten Klimastreik am 29.11. an. Mir ist grad neulich an einer Talkrunde mit Fridays for Future und Fridays for Hubraum ( https://www.br.de/mediathek/video/muenchner-runde-30102019-streit-ums-klima-protest-der-autofahrer-und-greta-kritiker-av:5d8207dc1f30060013888f22 ) wieder bewusst geworden, dass Otto-Normal (also die beiden harten Männer in der Runde) tatsächlich einfach gar keine Alternative zum Outo kennt. Und dann ist mir eingefallen, dass ich mir beim letzten Klimastreik gewünscht habe, ich hätte mein Velomobil publikumswirksam am Rand der Demo abgestellt mit einem Banner "Warum Outomobil wenn's auch Velomobil geht?"

Ich will hiermit für meine Idee werben und um Nachahmung bzw. Umgestaltung und Umsetzung der Idee bitten. Ich weiß noch nicht, ob ich an dem Datum zu Hause sein werde (also ob ich mit VM zur Demo kann) aber vielleicht macht's ja jemand anderes! Fotos hier posten ;-)
 

Lutz/Co

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Ich war bei der letzten Demo mit dem VM dabei. Ein Publikumsecho konnte ich überhaupt nicht erkennen ( naja, die Franken halt) .
Dafür viele Fahrräder mit extrem quitschender Kette und optisch sichtbar- nur 0,5 bar im Reifen. Zu wievielen Kilometern die wohl noch fähig sind....Bei der nächsten Demo sollte ich vielleicht Luftpumpe und Kettenöl mitnehmen. Wenn ich in der Straße den Kindrn ab und an mal Luft in die Reifen pumpe weil es im Haushalt nicht mal ne Fahrradpumpe gibt und ein bisschen Kettenöl an die Roststränge mache, freuen die sich jedesmal nackig, wie leicht Radfahren gehen kann..
 
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Warum Outomobil wenn's auch Velomobil geht?
Nun bin ich wahrlich kein Autobefürworter, aber leider bleibt vielen keine wirkliche Alternative.
Persönlich würde ich das Auto auch nicht verteufeln, die Hersteller haben es nur leider zum Prestigeobjekt hochstilisiert.
Ein "normales" Auto mit einem umweltverträglicheren Antriebskonzept und das ganze auch noch in einem Carsharingprojekt wäre schon die halbe Miete.
Mich wundert nach wie vor, daß die Flugzeuge nicht mal in den Fokus rücken.
10.000 kg Sprit für einen 500km Flug einer normalen Passagiermaschine sind doch auch ne Hausnummer, oder?
 
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Nun bin ich wahrlich kein Autobefürworter, aber leider bleibt vielen keine wirkliche Alternative.
Was würden die denn machen wenn es keine Autos gäbe? Ich glaube die Aussage ist so nicht ganz wahrheitsgemäß, es gibt eher keine günstigere und bequemere Alternative für ihre Situation.

Das liegt einerseits daran dass ein Großteil schon früh ein Auto anschafft und ab da das Leben immer im Hinblick darauf organisiert. Also z.B. die Lage von Wohnort und Arbeitsstätte so wählt dass es mit dem Auto möglichst gut zu fahren ist.

Andererseits ist auch das ganze Land auf Autos optimiert, z.B. zum Schwimmbad auf dem Berg führt eine Straße und es hat einen großen Parkplatz, mit Bahn oder Fahrrad ist es ganz schlecht zu erreichen.
 
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Andererseits ist auch das ganze Land auf Autos optimiert
eben drum, meine Heimatstadt bastelt gerade an einer autofreien Innenstadt und kämpft dabei gegen Windmühlen....
Naja...wird doch gemacht...verschiedene Firmen basteln mit Hochdruck an Taxidrohnen..
ja, ich weiß, unser Superminister der Andi war ja erst kürzlich in der Gegend um feierlich eine nicht flugfähige Drohne bei Airbus zu enthüllen...
um daraufhin zu verkünden, daß er sich dafür einsetzen wird die gesetzlichen Grundlagen für den Drohnen-Flugverkehr zu schaffen
wenn er dabei so erfolgreich ist, wie mit seinem Mautsystem, bleiben wir wenigstens davon verschont....
 

JKL

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.... wenn man das - n - um 180° dreht ....
:whistle:
Ein "normales" Auto mit einem umweltverträglicheren Antriebskonzept und das ganze auch noch in einem Carsharingprojekt wäre schon die halbe Miete.
Hmm, damit fahren immer noch idR 4 leere Sitze rum, wobei Carsharing aus dem Stehzeug wenigstens etwas mehr ein Fahrzeug macht.
Die Automobilindustrie geht in die völlig falsche Richtung.
Ein E-PKW braucht immer noch >200Wh/km.
Was würden die denn machen wenn es keine Autos gäbe?
Das kommt (heute) sehr auf den Wohnort an.
In der Stadt kann man auf ein Auto (fängt Auuu an, hört mit ohhh auf und in der Mitte steht ein - t - für teuer) sicher verzichten.
Im Speckgürtel wird es schon schwieriger.
Auf dem Land geht es gar nicht, da gibt es keinen ausreichenden ÖPNV mehr.
 
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da gibt es keinen ausreichenden ÖPNV mehr.
Ja, hier in der Gegend liegen zwar noch die Schienen aber da fährt schon lange kein Zug mehr.
Wozu auch, das Auto wurde für jedermann erschwinglich und es gibt ja nix bequemeres....
[DOUBLEPOST=1573154498][/DOUBLEPOST]
das finde ich jetzt nichtmal so schlimm, aber Fahrzeuge vollstopft mit allem was die Welt nicht braucht und über zwei Tonnen Masse find ich persönlich voll überflüssig
 
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Mich wundert nach wie vor, daß die Flugzeuge nicht mal in den Fokus rücken.
10.000 kg Sprit für einen 500km Flug einer normalen Passagiermaschine sind doch auch ne Hausnummer, oder?
Ja, Vorallen eine falsche.:cool:
Keine Frage das gewisse Kurzstreckenverbindungen auf die Schiene gehören, aber 10t Kerosin auf 500km ist ein komplett falsches Verhältnis.
Ein A380 braucht für die Strecke Frankfurt - N.Y. etwa 80t +\-.
 
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Na ja, 6,5t auf 500km .....
Wo habt ihr diese Zahlen her? Ja ich weiss. 80/6200*500 :whistle:
Was wäre die Alternative zum Flug über solche Entfernungen?
Aber ein A380 fliegt keine Kurz und Mittelstrecken.
Da sieht es dann beim Verbrauch ganz anders aus.
 
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Jau, haha Danke, das liest sich alles unterhaltsam! Ein Flugzeug braucht im Startschub 4 Liter pro Sekunde. Im Cruise weniger. Gut ausgelastete Langstreckenflüge brauchen >3 Liter pro 100km pro Passagier (freigesetzt in der oberen Troposphäre). Je kürzer ein Flug, desto mehr Treibstoff pro Flugstrecke im Durchschnitt. Also alles so Daumenwerte für die Grössenordnung. Und wenn ein Flugzeug nicht rappelvoll ist, ist die Bilanz erst so richtig schade.
 

JKL

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Aber ein A380 fliegt keine Kurz und Mittelstrecken.
Da sieht es dann beim Verbrauch ganz anders aus.
Das ist auch wieder ein bisschen Lügen mit wahren Zahlen.
:whistle:

Teilt man die ~1290 Liter pro 100km durch die Sitzplätze kommt man mit -
- Lufthansa (509) auf ~2,5 Liter/100km
- Emirates (615) auf ~ 2,1 Liter/100km
So gerechnet ist das schon fast grün.
;)
Was wäre die Alternative zum Flug für solche Entfernungen?
Wie Christoph Kolumbus?
:whistle:
Aber ein A380 fliegt keine Kurz und Mittelstrecken.
Da sieht es dann beim Verbrauch ganz anders aus.
Stimmt, da sieht die Rechnung vermutlich schlechter aus.
:(

Edit: @Rocketeer war schneller.

Was auch an den Usern und nicht-Usern liegt, das typische Henne-und-Ei Problem...
Ja, das sollte aber kein Grund sein den ÖNPV weiter auszudünnen.
Mehr wäre besser.
 
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Das ist auch wieder ein bisschen Lügen mit wahren Zahlen.
:whistle:

Teilt man die ~1290 Liter pro 100km durch die Sitzplätze kommt man mit -
...

Stimmt, da sieht die Rechnung vermutlich schlechter aus.
:(
Sei mir nicht böse, aber das ist alles falsch.:eek:

6,5 Tonnen sind keine 6500 Liter, da JET A1 (der Flugzeugtreibstoff) eine spezifische Dichte von 0,8kg/ltr hat, sondern etwa 8100 ltr.

Wenn wir jetzt die 500km Kurzstrecke mit Start, Reiseflug und Anflug betrachten (hab hier leider gerade nur Daten von einer alten Boeing 737-300) ergiebt sich ein Verbrauch von ca. 2 Tonnen Sprit.
Bei einer Entfernung von 1000km zwischen Start und Ziel, einer Distanz die mit der Bahn mindestens eine Tagesreise wird, beträgt der Verbrauch für diese Strecke um die 3 Tonnen.

Zwischen diesem Flugzeugmuster und den aktuellen Neos von Airbus liegen 30 Jahre Triebwerksentwicklung.

Soweit mein Ausflug in die spannende Welt der Luftfahrt.:cool::whistle:
 

JKL

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Sei mir nicht böse, aber das ist alles falsch.
Ich bin bestimmt nicht böse, wenn man mich verbessert nachdem ich Quatsch geschrieben habe.
Ich bitte darum.
(y)

Mit dem Beispiel wollte ich in Richtung Verbrauch pro km pro Person, da man nur das wirklich vergleichen kann.

Kerosin ~ 12kW/h pro kg.

Lufthansa (509 Sitzplätze) auf ~2,5 kg/100km ~ 30kW/h pro 100km ~ 300Wh/km pro Person
Emirates (615 Sitzplätze) auf ~ 2,1 kg/100km ~ 25kW/h pro 100km ~ 250Wh/km pro Person

Damit liegt der Energiebedarf beim fliegen etwas höher als bei aktuellen E-Fz mit einer Person (Teslar ~230Wh/km).
 
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