War die Zukunft schon gestern? Mein Blick auf die Spezi aus der Ferne

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Ich seh auch öfter die geradezu "nach vorn schießenden" Rentnerdrohnen und muss dabei immer an den DarwinAward denken. Verstand wird halt beim Pedelec nicht mitgeliefert. ABER Du hast wohl seeehr selten Kontakt zu richtigen Radsportlern. Ich kann heute noch mit Pedelecs mithalten, habe mit Mühe ein Drittel der Watt pro kg die ich zu Rennzeiten hatte und auch damals haben mich echte Rennradfahrer im Antritt locker stehengelassen:p
seh ich auch so...
a) haben die Pedelecs nabenmotor, der gerade von Null weg dann wenig Leistung hat (weil Leistung ja Produkt aus Drehmoment UND Drehzahl ist)
b) haben die Motoren mit Mittelmotor das "Schaltproblem" beim Beschleunigen

also ein richtig trainierter Rennradfahrer wird heute 90% aller LEGALEN Pedelecs immernoch davonbeschleunigen
gelingt ja schon mir, und ich hab laut Powertap im Antrieb nur was um 1000Watt am Liegerad
(trainierte haben da ja deutlich mehr)

Slalomfahren am Gehsteig? das kann man mit und ohne Motor...
beim Überholen wegen GEgenverkehr in eine Radkollone "Reingretschen" -> auch dafür brauchts keinen Motor..

gerade leichte Fixies und Rennräder laden zu solch Manöver extra ein
 
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ABER Du hast wohl seeehr selten Kontakt zu richtigen Radsportlern. Ich kann heute noch mit Pedelecs mithalten, habe mit Mühe ein Drittel der Watt pro kg die ich zu Rennzeiten hatte und auch damals haben mich echte Rennradfahrer im Antritt locker stehengelassen
Die Pedelecs in Österreich dürfen bis 600Watt haben ,die meisten Motoren haben hier 400W. Zusammen mit der Trittleistung des Fahrers , bezweifle ich , daß Du da immer mithalten kannst. Das Spiel geht ja 10-20 mal von Ampel zu Ampel. Und Rüpel benutzen halt den Gehweg um nach vorne zu kommen. Auf der Geraden habe ich sie eh immer , selbst mit dem Trekking-Rad , aber wenn Du in der Innenstadt fährst , mit 1,2m Radweg und anderen Radfahrern , kannst Du den Geschwindigkeitsvorteil nicht (oft) ausspielen.
 
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die maximale Leistung darf 600Watt haben, ja
in Deutschland und rest der EU sinds 250Watt S1 Dauerleistung (irgendwas um 30min) - die Spitze hingegen ist eigentlich nicht regelmentiert..
wodurch ganz genaugenommen ein BionX mit über 1000Watt Spitzenleistung in Österreich eigentlich nicht erlaubt ist,
in Deutschland mit 250Watt (Dauerleistung) aber trotz 1000Watt Peak schon

räder mit tatsächlich 250Watt maximalleistung gibts sogut wie keine
selbst der kleinste Nabenmotor am markt, den ich hatte (der Keyde mit 1,4kg) hatte original um die 400Watt Peakleistung...
(hab ich per Feile am Messshunt auf die Hälfte ca. runtergebracht, da ich finde so schöneres Fahren)

also ja: 250Watt haben die wenigsten, die meisten haben mehr - und da gibts keine Unterschiede zu Deutschland, da ja alle die gleichen Bikes und Motoren verkaufen

nur: beim Anfahren an der Kreuzung, beim Beschleunigen sind diese 600Watt oder wieviel auchimmer nicht wirklich tatsächlich anliegend...
wie gesagt: beim nabenmotor wegen der geringen Drehzahl
und bei Mittelmotor, weil man mit dem Schalten gar nicht nachkommt (und somit ebenfalls ein eher unpassander Gang verwendet wird)

bei 25km/h is ja dann auch m ehr oder weniger Schluss...
und die haben wir täglich fahrenden Radler hier im Forum doch mit leichten VM oder leichten liegerad in ~4 Sekunden geknackt..

also in Realität seh ich nicht, dass Pedelecer tatsächlich schneller beschleunigen würden, wenn ich mich jetzt ins Zeug lege
gemütlich fahrend - ja, dann schon

beim Beschleunigen treten wir ja gern mal 600Watt oder mehr rein
wo Pedelec eher starken Vorteil hat ist am Berg...

am Berg fährt niemand von uns längere Zeit mit 600Watt...
da sind eher 150-300Watt wohl die anstehen
vondaher wirken sich dann die Watt die Motor dazugibt wirklich stark aus (doppeltes Tempo bergauf)
 
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Hallo Gandalf,
Jedesmal wenn ich beobachte , daß jemand aggressiv mit einem Rad fährt ist es ein ... richtig Pedelec. Warum ist das so? Weil einer der vorher aggressiv mit einem Auto gefahren ist , er das auch mit E-Unterstützung macht. Ohne würde ihm ja die Luft ausgehen und er müsste etwas bescheidener sein.
das sehe ich anders. Das ist losgelöst vom Pedelec/HPV. Und: nicht jeder, welcher "aggressiv" fährt, ist unbedacht oder unvorsichtig. Das Credo "nach außen offensiv, nach innen defensiv" leben viele Radfahrer, der Eine so, der Andere so.

Fahrradkuriere haben nach meinem letzten Wissensstand eine erstaunlich niedrige Unfallquote, gemessen an ihren auf dem Rad absolvierten Kilometer.

Viele Grüße
Wolf
 
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Das Credo "nach außen offensiv, nach innen defensiv" leben viele Radfahrer,
seh ich auch so

Fahrradkuriere haben nach meinem letzten Wissensstand eine erstaunlich niedrige Unfallquote, gemessen an ihren auf dem Rad absolvierten Kilometer.
ich sag mal: "Fahren im Moment, mit allen Sinnen"

ein Fahrradbote der am Tag 50 mal bei rot über die Ampel fährt ist sicherer unterwegs, als die Tiefeinsteigerfahrerin (die ihn fürs Rot-fahren kritisiert), die nur 5° links und 5° rechts geradeaus vom Radweg sieht... und "Grünhörig" ist (sprich: grün = Fahren - ohne wenn und aber, ohne links und rechtsschauen)
 
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Ich will nicht Steigbügehalter für die Motorindustrie sein.
Nur zur Erinnerung: Mit einer knappen Million verkaufter elektrounterstützter Fahrräder (allein im vergangenen Jahr) sitzt diese Industrie ohnehin fest im Sattel. Da braucht niemand mehr irgendwas halten.

Es geht hier also lediglich ums Prinzip. Ist aus meiner Sicht legitim, ändert aber im Großen und Ganzen nichts.

Gruß,

Christian
 
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ein Fahrradbote der am Tag 50 mal bei rot über die Ampel fährt ist sicherer unterwegs,......
Auch wenn deine Annahme stimmen mag, sehe ich bei einer roten Ampel bei weitem kein "Kavalliers-Delikt" (ich hoffe du auch nicht !)
Derjenige der STÄNDIG über rote Ampeln fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch in erheblichen Maße Andere.

Wer das tut um schneller zu sein oder Kraft zu sparen, sollte sich mal überlegen, ob ein PEDELEC nicht das bessere Fahrzeug für ihn wäre.....:whistle:

In der Regel wird über rote Ampeln gefahren um den Schwung mitzunehmen, also um Körner einzusparen.
Ich erlebe es hier häufiger (aber nicht ständig !), dass ich mit dem Pedelec an der Ampel stehe und ein BioBiker dann bei Rot drüberfährt.

Das ist auf dem Pedelec wesentlich relaxter, da hält man halt an, und fährt wieder los.
Ich habe hier noch nie einen Pedelec Fahrer gesehen, der so bewusst über rote Ampeln fährt wie WENIGE ! BioBiker.
(übrigens dann immer Männer zwischen 16 und 36)

Es gibt noch einen Punkt der für Pedelecs spricht und hier im männerlastigen Forum natürlich kaum Beachtung findet:
Auf einem Pedelec fühlen sich Frauen (insbesondere in der dunklen Jahreszeit) wesentlich sicherer, wenn sie durch "munkelige" Gegenden fahren,
da sie gut eine hohe Geschwindigkeit halten können.

Ich kenne mehrere Väter, die haben aus diesem Grunde ihren Töchtern schon mit 15 Jahren eine Verbrenner-Vespa gekauft.
Meine Tochter (16) fährt zur Arbeit im Industriegebiet mit dem Pedelec, ansonsten (Schule, Freizeit) immer mit dem BioBike.
 
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Eine hier vielleicht interessante persönliche Erfahrung. Ich fahre ein HP Gekko 26er Trike, mit einem Pedelec-Motor. Ich fahre weniger zum Vergnügen (obwohl dieses Trike zu fahren ein Vergnügen ist), aber die meisten Strecken, die ich in Berlin zurücklegen muss, fahre ich nun mit diesem Trike, auch in Innenstadtbereichen auf problematischen Strecken. Ich bekam es mit Motor zu einem guten Preis angeboten, und habe zugeschlagen, obwohl ich an für sich problemlos schneller als 25 kmh treten kann, und gar keine Motorunterstützung wollte. Und Berge gibts auch nicht so schrecklich viele hier. Aber man kommt eben an der Ampel gut weg. Dadurch hat sich mein Fahrverhalten sehr verändert. Mit den Einspurern habe ich viel mehr Ampeln in der falschen Farbe überfahren, und war aus heutiger Sicht teilweise angespannt. Aber jetzt auf dem Trike bin ich praktisch tiefenentspannt. Ich bremse freiwillig an Ampeln, ich bremse auch, wenn ich den leisesten Verdacht hege, dass mich ein Rechtsabbieger übersehen könnte, auch bei eigener Vorfahrt, ich nehme die Geschwindigkeit raus, ohne zu kampfklingeln, wenn vor mir auf dem Radweg zweie gemächlich und parlierend parallel nebeneinander fahren. Ich kann einfach bequem sitzen bleiben, in einer sehr entspannten Sitzposition, und halte manchmal sogar gerne an, um mir die Gegend anzusehen. Das ist (bequeme Sättel hin oder her) auf Einspurern nicht zu machen. Der Arsch fühlt sich zu wenig wohl. Es ist auch ein deutlicher Sicherheitsgewinn, da ich trotz ansonsten unverändertem Lebensstil (mit all dem üblichen Stress und dem Zeitmangel) nun entspannt und ohne Druck fahre. Was hilfts auch ... 3 Minuten eher ankommen, dafür aber sein Leben riskieren, und gestresst ankommen. Das brauche ich nicht mehr. Es ist ja auch meine generelle Theorie: der Mensch hetzt oft, als ob er nicht gerne unterwegs ist, insbesondere viele KFZ-ler sind ja permanent ungeduldig. Warum? Man müsste diese (scheiss, sorry) Benzinfresser mal so umgestalten, dass man sich gerne darin aufhält, Massagesitze, Hörspiele in surround-sound, was weiss ich, na ja, am besten autonomes Fahren unter Einhaltung der Höchstgeschwindigkeiten, und der Passagier kann lesen, kontemplieren oder dösen) dann wäre die Welt eine andere, auch für Fahrradfahrer. Aber ich schweife ab. Was ich sagen will, indem ich mir den Aufenthalt auf meinem Gefährt nun angenehm gemacht habe, ist der Druck weg, rasen zu müssen. Eine völlig neue Erfahrung. Zusätzlich unterstützt durch den Pedelec-Motor, der den Ampeln ihren Schrecken genommen hat. Das ist sicherlich auch bei einspur-Pedelecs ein wichtiger Faktor, bzw. könnte es sein, dass man eben freiwillig und ohne Hass bremst (was der Muskeleinsatz-Radfahrer ja äusserst ungern tut, verständlicherweise). Insofern bin ich hier auch nicht mehr ideologisch auf "bloß keine Elektrounterstützung, das kann ich selber besser" fixiert. Eine Zufallsentscheidung, weils grad so im Angebot war, die sich im Nachhinein als Segen herausgestellt hat. Klar, im Stadtverkehr lauern weitere Gefahren für Tadpole-Trikes, erst vor einigen Tagen hat mich ein Linksabbieger fast auf die Hörner genommen (keine 10 cm mehr zwischen mir und Stoßstange, au weiah, war das knapp), der abbog, weil sein Gegenverkehr staubedingt stand, und mich auf dem Radweg neben dr Autokolonne hat er nicht gesehen. Ist natürlich ein Hirni, es könnte ja auch ein Kind unterwegs sein, er muss auf jeden Fall noch mal gucken und sehr langsam fahren, bevor er den Radweg überquert, auch wenn bzw. gerade weil Lieferwagen und diese (gottverdammten, sorry) SUV-Panzer die Sicht versperren, aber das erlebe ich fast täglich, dass irgendein KFZ-ler eben genau das nicht tut. Eine weitere Lektion, das Tempo noch mehr rauszunehmen, die gottlob glimpflich ausgegangen ist. Ich glaub auch, dass das Unfallrisiko auf dem Trike im Stadtverkehr dann vergleichsweise hoch ist, wenn man so fährt wie mit einem upright gewohnt, also geht es nur mit Gelassenheit. Dass diese sich nun automatisch, wie von selbst einstellt, ist eine überraschende und schöne Erfahrung.
 
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Sehr schön beschrieben, @jungheinrich
Ist allerdings weniger eine Frage des Motors (der natürlich die Abbremsbereitschaft fördert) als der Unterschied zwischen Kurz- und Langstreckenfahrer.
Wer längere Strecken fährt heizt nicht, sondern fährt vorausschauend, lässt rollen und beschleunigt eher sanft, weil das alles Kraft spart. Wenn du etwa durch das linksrheinische Industrierevier von Dormagen bis Rheinberg fährst hast du auf der direkten Strecke jede Menge Ampeln und Verkehr. Das erzieht zu Gelassenheit.
 
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Mit den Einspurern habe ich viel mehr Ampeln in der falschen Farbe überfahren, und war aus heutiger Sicht teilweise angespannt. Aber jetzt auf dem Trike bin ich praktisch tiefenentspannt. Ich bremse freiwillig an Ampeln, ich bremse auch, wenn ich den leisesten Verdacht hege, dass mich ein Rechtsabbieger übersehen könnte, auch bei eigener Vorfahrt, ich nehme die Geschwindigkeit raus, ohne zu kampfklingeln, wenn vor mir auf dem Radweg zweie gemächlich und parlierend parallel nebeneinander fahren. Ich kann einfach bequem sitzen bleiben, in einer sehr entspannten Sitzposition, und halte manchmal sogar gerne an, um mir die Gegend anzusehen. Das ist (bequeme Sättel hin oder her) auf Einspurern nicht zu machen.
Gut erkannt: Es ist eher eine Einspurer vs Trike Frage als eine Frage des Motors, weil man auf dem Trike einfach sitzen bleiben kann und nicht einmal die Füße von den Pedalen nehmen muss. Die entspannte Haltung trägt ausserdem auch zur einer anderen mentalen Haltung bei.
Mich persönlich nervt Anfahren aus eigener Kraft übrigens nicht so sehr wegen der Kraft, die ich aufwenden muss, sondern wegen der Schikane, weil der motorisierte Verkehr auf der parallelen Fahrbahn oft ohne Halten, ohne holprige Bordsteine und ohne Verschwenkungen unterwegs sein darf. Gut, bei langen Strecken nervt es schon irgendwann, aber die fährt man mit Akku auch nicht ohne viele, lange Pausen.

Es ist ja auch meine generelle Theorie: der Mensch hetzt oft, als ob er nicht gerne unterwegs ist, insbesondere viele KFZ-ler sind ja permanent ungeduldig. Warum? Man müsste diese (scheiss, sorry) Benzinfresser mal so umgestalten, dass man sich gerne darin aufhält, Massagesitze, Hörspiele in surround-sound, was weiss ich, na ja, am besten autonomes Fahren unter Einhaltung der Höchstgeschwindigkeiten, und der Passagier kann lesen, kontemplieren oder dösen) dann wäre die Welt eine andere, auch für Fahrradfahrer.
Ähm - ich dachte, die Autos wären schon rollenden Wohnzimmer und etliche der Fahrer darin lesen oder fahren im mentalen Leerlauf? Sie sind auch wirklich gern unterwegs und fühlen sich immer nur gestresst, wenn sie eben nicht mehr unterwegs sein können, sondern zu oft verkehrsbedingt stehen müssen.

Und ja, ich denke auch, dass die aktuelle deutsche Radführung für tiefe Lieger noch eine Nummer gefährlicher ist und der Verkehr durch rollende Festungen nicht übersichtlicher wird.
 
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@jungheinrich Sehr guter Beitrag (bis auf die fehlenden Absätze, was mir leider die Lesbarkeit erschwert :))
So empfinde ich es IN DER STADT genauso.

..als der Unterschied zwischen Kurz- und Langstreckenfahrer.
Absolut, bei Langstrecke (>40 km) würde ich auch ohne Motor fahren, es sei denn die Höhenmeter wären für mich unerträglich, was im Rheinland aber nicht so der Fall ist.

Aber @Jupp : Es ging hier in dem Thread ja um Fahrzeuge für den Alltagseinsatz in der Kurzstrecke, wobei @eisenherz die Kurzstrecke sogar nochmal auf
"Mini-Kurzstrecke" (<6 km und flach) und Kurzstrecke unterteilt hat.

Freizeit- und Reiseradeln ist ein ganz anderes Thema. Und Langstrecken-Arbeitspendler (also jeden Tag > 40 km) sind wohl auch hier im Forum wohl eher die Ausnahme.
 

eisenherz

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@jungheinrich … wobei @eisenherz die Kurzstrecke sogar nochmal auf
"Mini-Kurzstrecke" (<6 km und flach) und Kurzstrecke unterteilt hat…
Ich habe das nicht „unterteilt“, das ist die größte Zahl aller Fahrten. Dafür braucht kein gesunder Mensch Motorunterstützung. Die wenigen Fälle bei denen z.B. der MtVentoux auf dieser Kurzstrecke liegt spielen keine Rolle, werden hier aber beständig als Ausrede angeführt

Bräuchte ich als 20-40 Jähriger dafür tatsächlich einen Motor, und das ist ein viel zu großer Kreis der Interessierten, würde ich mir um meinen Gesundheitszustand ernsthaft Gedanken machen.

Mir geht es auch gar nicht darum dem Einzelnen Vorschriften zu machen.
Ich will darauf aufmerksam machen wie sehr der „eMobilität=gut“-Gedanke selbst bei uns schon in den Hirnen sitzt
 
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@eisenherz :
Jetzt habe ich es "gekriegt", danke.

Ich bin da von unsere Situation ausgegangen und da heißen 6 km ich stehe in der Pampa. Der nächste Supermarkt sind ca. 10 km, zu unseren Arbeitsstellen > 20. Und fast egal, wohin: Auf dem Heimweg geht es rauf. Daher fährt meine Frau ein Up-Pedelec und bei gutem Wetter damit tatsächlich ins Büro. Und ich dann demnächst mit dem Scorpion, wenn er da ist.

Für diese Ultrakurzstrecken < 6 km kann ich verstehen, warum Du einen Motor überflüssig findest. Und wenn ich an die lange vergangenen Tage meiner Jugend denke: Da kam auch keiner auf die Idee, für die fünf Kilometer in die TH nach einem Motor zu rufen, auch wenn es am Schluss eine wirklich knackige Steigung gibt.

In meinem aktuellen Zustand würde ich mir auch dafür einen Motor wünschen. Vielleicht gibt sich das, wenn ich wieder besser im Training bin.

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Mit den Einspurern habe ich viel mehr Ampeln in der falschen Farbe überfahren, und war aus heutiger Sicht teilweise angespannt. .
ja, ähnliches hab ich vorher geschrieben:

meine eigene persönliche Erfahrung ist, dass ich mit dem Pedelec - da man es sich beim Beschleunigen leichter machen kann - eher mal zurückstecke.. eher mal ne orange Ampel orange sein lasse und stehen bleibe
beim normalen Rad is schon mal so, dass - wenn man Schwung hat (auch beim Überholen) abwiegt, ob es sich auszahlt runterzubremsen, oder nicht doch noch reinzutreten und schnell zu überholen..
am Pedelec bin ich diesbezüglich eigentlich "gmiatlicher" unterwegs
das allerdings, da bin ich nicht unbedingt der gleichen Meinung:
Ich glaub auch, dass das Unfallrisiko auf dem Trike im Stadtverkehr dann vergleichsweise hoch ist, wenn man so fährt wie mit einem upright gewohnt, also geht es nur mit Gelassenheit.
wenn man "zu gemütlich" herumgondelt, sinkt die Aufmerksamkeit fürs ganze Geschehen..
bisschen "Anspannung" ist nicht schlecht
wenn ich zügig oder sehr zügig unterwegs bin, steigt die Aufmerksamkeit für das Geschehen.. ich nenns mal "Spinnensinn" oder "Hyper-Awareness"
zu entspannt, da schweifft dann schon mal die Aufmerksamkeit davon

bissal wie Autobahnfahren vs. Fahren auf der kurvigen landstraße...
Gefahr für Sekundenschlaf ist bei der Autobahn wos nur geradeausgeht höher

sehr entspannten Sitzposition, und halte manchmal sogar gerne an, um mir die Gegend anzusehen. Das ist (bequeme Sättel hin oder her) auf Einspurern nicht zu machen. Der Arsch fühlt sich zu wenig wohl.
da würde ich noch anmerken, dass es auch ein wenig an den verschiedenen Liegerädern liegt...
ein hohes Liegerad - da muss man gerade als kleiner Mensch - die Beine weit runterhängen lassen, was nicht so wirklich bequem ist..
mein Fujin ist ein Lowracer (Aber nicht ganz so tief) - da kann man schon mal auch bequem stehen bleiben, KOpf zurücklehnen, "handbremse" reingeben und mal 2 Minuten gemütlich am Donauufer stehen, bis die Sonne untergegangen ist
klar, Trike ist noch ein Stück bequemer
[DOUBLEPOST=1558080151][/DOUBLEPOST]
Absolut, bei Langstrecke (>40 km) würde ich auch ohne Motor fahren, es sei denn die Höhenmeter wären für mich unerträglich, was im Rheinland aber nicht so der Fall ist.
hmmm.. versteh ich ned ganz, warum auf kurzer STrecke Motor ok ist, auf langer aber eher nicht..
ich hab gerade bei längeren Touren (z.b. 500km an 2 Tagen) den Motor sehr geschätzt...

hier in diesem Forum werd ich dafür ausgebuht, weil ja nicht 100% eigene LEistung erbracht, somit nix wert
im Pedelec-Forum wiederum krieg ich zu hören: "bei so wenig Stromverbrauch und einsatz des MOtors zahlt es sich gar nicht aus" (Verbrauch: am Trike auf Tour ~2Wh/km)
tatsächlich macht aber auch nur 2Wh/km Verbrauch im Schnitt einen enormen Unterschied

also Motor auf langstrecke hab ich als sehr gut und gesünder empfunden
 
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