War die Zukunft schon gestern? Mein Blick auf die Spezi aus der Ferne

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...Und vielleicht bekommt man die ja mit nem „Zwischenschritt“ über das E auch zur reinen Muskelkraft?
So wie es derzeit aussieht, wird über den "Zwischenschritt" bald auch noch der letzte Radfahrer mit reinem Biomotor auf die motorisierten Räder gelotst werden. Ein Grund dafür findet sich immer: Sei es die knappe Zeit, bei uns die Berge(selbst wenn es eigentlich nur immer rund um den Chiemsee geht), Gegenwind, Seitenwind, Angst vor dem abgehängt werden, Gruppendruck(die anderen haben doch schon alle eins), die Angst, als altmodisch, verschroben oder ökofanatisch zu gelten, etc....

Vorige Woche hat mich zum ersten Mal ein junger Rennradler bergauf auf einem motorisierten Rennrad überholt, mit sanftem Surren, und heute an der Salzach ein junger, leicht übergewichtiger Teenager auf einem motorisierten MTB. Beide kamen sich anscheinend ganz toll vor. Es sei ihnen gegönnt, und es gibt wahrlich Schlimmeres, aber mich reizen halt am Radfahren die Fortbewegung aus eigener Kraft und die damit verbundenen Herausforderungen.

Vermutlich macht mich das sogar in diesem Forum zum bald ausgemusterten Dinosaurier, aber ich fahre ja auch das genau dazu passende Rad, übrigens derzeit wieder mit wachsendem Vergnügen(Radius Dino). :)
 

TitanWolf

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Ich sage dagegen, ihr könnt es perfekt machen und euch nur aus eigener Kraft fortbewegen. Mit Vorteilen für euch und andere. Nachhaltig und gesund. :)
Das ist leider eine Fehlannahme. Der Mensch ist im Vergleich zu modernen Maschinen ineffizient, seine Nahrung ist zumeist nicht "direkt" mit kurzen Wegen erzeugt, sondern über Umwege, Distanzen. Der Transport ebenfalls - sei es nun ökologisch produziert oder industrielle Fertignahrung. Selbst die Milch vom Bauernhof um die Ecke ist ein ökologisches Problem (Viehhaltung und Ackerbau, die Energie für den Körper durch Aufnahme der Produkte ist ein verschwindend geringer Anteil gegenüber der Energie, welche zur Produktion für diese Menge an Produkten notwendig ist).

Diese Annahme trifft demnach nur zu, sofern der Mensch und sein Organismus, sein Zellensystem als das "Non-Plus Ultra" betrachtet wird, als tolle, effiziente Lösung. In Wirklichkeit ist der menschliche Organismus mit Nahrungsaufnahme und Hinterlassenschaften für einen massiven Anteil der Umweltbelastung verantwortlich, und nicht seine e-Assist-Systeme.

Ich finde Sport super. Aber "besser" ist das Effizienzsystem Organismus keineswegs. Nur anders, inklusive anderen Auswirkungen auf andere Bereiche. Daher halte ich es für falsch, HPV als "reine, gute Lehre" zu verfolgen. Es ist eine Alternative mit ihren eigenen Nach- und Vorteilen.
Ist OK, Deine Meinung finde ich auch prinzipiell gut, doch ist mir Dein Standpunkt etwas zu einseitig. Ich würde diesen Standpunkt demnach nicht für mich gutheißen können. Nichtsdestotrotz: wenn Du einen Weg kennst, mehr KFZ-Nutzer in geringer Zeit auf das Fahrrad umzusatteln.. lass hören.
Vermutlich macht mich das sogar in diesem Forum zum bald ausgemusterten Dinosaurier ..
Ach Quatsch.. es wird immer diejenigen geben, welche ohne e-Assist usw. fahren wollen. Und so wird es auf der Spezi auch immer Aussteller mit reinen HPV-Lösungen geben (sowie Interessenten daran).

Viele Grüße
Wolf
 
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Einfach nur dagegen zu ätzen,
Vernuft bedeutet, E-Unterstützung da einzusetzen, wo es Sinn macht. Die Rentner E-Bike-Szene, die alle Zeit der Welt hat, beweist für mich nur, das auch die die ein E-Bike gar nicht nötig hätten und trotzdem zeigen wollen, was sie sich leisten können, damit einen E-Bike-Gruppenzwang auslösen. Damit schließen sie dann finanz oder körperlich Schwächere, die sich ein Mithaltenkönnen dann nicht mehr zutraun, von einem Gruppenraderlebnis aus. Da zeigt sich im Kleinen was auch im Großen falsch läuft. Anstatt das die Starken sich nach den Schwachen richten, wollen die Starken lieber noch stärker sein und noch mehr Stärke demonstrieren, zum Leidwesen der Schwachen. Dabei könnte gerade das E-Bike da von Nutzen sein, um eine Gruppe homogener und humaner zu machen.
 
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Einfach nur dagegen zu ätzen, weil man selbst nichts damit anfangen kann, finde ich ein nicht so toll.
Ich ätze nicht. Ich lebe es den Leuten vor. Ich fahre zur Arbeit und für die meisten Besorgungen ausschließlich mit dem Rad, ganzjährig, jeden Tag, bei jedem Wetter. Dieses Jahr bis Stand heute 4700 km. Und ich muss im Anzug arbeiten. Deswegen werde ich bei jeder Gelegenheit gegen den Mainstream argumentieren. Mehr ist nicht passiert. :)

fluxx.
 
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dich schlecht in die Sichtweise andere Radlerer reinzuversetzen.
Ich erwarte von jedem, dass er sich darauf zurück besinnt, dass er als Mensch fähig ist, sich selbst aus eigener Kraft fortzubewegen und sich nicht Dutzende von Argumenten zurecht legt, warum das nicht geht.

Keiner muss 1200 km im Monat mit dem Rad fahren. Das erwarte ich nicht.

Aber dass jemand das Rad nimmt oder läuft, wann immer möglich, das erwarte ich! (y)

fluxx.

P. S.: Das Gehen wird man den Leuten jetzt wohl mit dem E-Scooter abgewöhnen. Mit treffenden Argumenten, die stichhaltig sein werden. :D
 
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Worauf es dir ankommt, kann man an deinem Avatarbildchen erkennen:whistle:
Ich glaube darauf kommt es sehr vielen Menschen an, nur haben viele es schon aufgegeben bei dem zu bleiben, wofür die Natur uns mal gedacht hat. Ich jedenfalls schäme mich dafür, zu was ich es teilweise hab kommen lassen, manches auch aus Unwissenheit, aber ich rede mir den StatusQuo nicht schön um mein Grundbedürfniss nach umfangreicher Gesundheit zu betäuben. Ich möchte mich zukünftig wieder so gesund und fit fühlen wie möglich, das ist mir wichtiger als vieles andere.
 
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eisenherz

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Die Diskussion geht genau in die gewünschte Richtung(y)
Mehr als 60% aller Fahrten mit dem Auto sind unter 6km dafür braucht kein gesunder Mensch irgendeine Motorunterstützung

Selbst wenn man nur die Pendler nimmt, Papa & Mama-Taxis und Spaßfahrt also nicht berücksichtigt, fahren 53,4% der Pendler unter 10km


https://de.statista.com/statistik/d...utschland-nach-entfernung-zur-arbeitsstaette/


Pendler über alles kommen auch nur auf 17km - Jahrelang mein Arbeitsweg mit dem Rad


https://www.zeit.de/mobilitaet/2017-09/pendler-berufspendler-arbeit-zahl-des-tages
 
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Ach Quatsch.. es wird immer diejenigen geben, welche ohne e-Assist usw. fahren wollen.
Das mag sein, aber ich vermute, dass es immer weniger werden, und dass vor allem gerade junge Menschen, die von Anfang an mit Hilfsmotorisierung groß geworden sind, es sich gar nicht mehr vorstellen können, sich ganz aus eigener Kraft zu bewegen, siehe auch motorisierte Roller, Skateboards, etc.
Immer wenn Menschen zu technischen Hilfsmitteln greifen, gehen ursprüngliche Fähigkeiten verloren. Dank Taschenrechner können immer weniger Menschen gut Kopfrechnen, dank Navi gehen Fähigkeiten zur Orientierung verloren, dank Motor müssen Muskeln und Kreislauf weniger leisten und werden dadurch schwächer. Es mag dabei Ausnahmen geben, aber in der Tendenz wird es in diese Richtung gehen.

Vor allem aber möchte ich auf einen entscheidenden Unterschied hinweisen, der oft vergessen wird: Es sind zwei völlig verschiedene Dinge, ob ein Mensch, der sich eine Fähigkeit erarbeitet hat(z.B. Bewegung aus eigener Kraft, Orientierung, Kopfrechnen, etc...), diese Fähigkeit ganz gezielt und bewusst durch technische Hilfsmittel unterstützt, oder ob ein Mensch diese Hilsfmittel nutzt, der sich diese Fähigkeiten nie erworben hat.

Wenn also jemand, der lange Jahre aus eigener Kraft Rad gefahren ist, aus ganz bestimmten Gründen auf ein Elektrofahrrad umsteigt, dann besteht durchaus die Chance, dass er die Unterstützung ganz bewusst und gezielt nutzt, ohne sich ihr auszuliefern oder von ihr abhängig zu werden. Diese Art der Nutzung halte ich für sinnvoll und unproblematisch, abgesehen davon, dass Elektro-Mobilität in der heutigen Form nie wirklich nachhaltig sein kann, sondern bestenfalls das geringere Übel darstellt.

Wenn ein Mensch dagegen von Klein auf an die Unterstützung durch die Technik gewöhnt wird, bekommt er gar nicht die Chance, seine eigenen Fähigkeiten auf natürliche Weise zu entwickeln, und sei es nur, weil die damit verbundenen Unbequemlichkeiten ihn davon abhalten werden. Wer einmal erlebt hat, wie schnell und mühelos sich seine Kräfte durch einen kleinen Handgriff zum Gashebel steigen lassen, wird kaum mehr bereit sein, sich auf mühevolle Weise die nötige Kondition zu erwerben, die ihn körperliche Bewegung als lustvoll und angenehm erleben lässt. Sicher, es mag dabei immer die eine oder andere Ausnahme geben, es wird Menschen geben, die sich selbst durchbeissen wollen, aber in der Mehrheit sehe ich eine unheilvolle Entwicklung zu immer mehr Trägheit, geistig wie körperlich, und das wird die Abhängigkeit von technischen Hilfsmitteln aller Art - und von denen, die sie den Menschen zur Verfügung stellen - immer weiter erhöhen.
Richtig und bewusst genutzt, können Motoren den Menschen durchaus zum Segen gereichen. Leider sehe ich die Gefahr, dass genau dies nicht geschieht, und wir in eine sehr unschöne neue Welt der Abhängigkeit von Techniken geraten, die wir selbst weder beeinflussen, noch wirklich verstehen können.
 

TVM

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Ich bin Ende letzten Jahres auf ein Trike umgestiegen und überlege derzeit, ob ich es elektrifiziere.

Ich bin bisher einige Male zur Arbeit per Trike/Rad gependelt. Allerdings sind es einfach je Strecke etwa 40 Km.

Daher besteht meine Pendelmix zu 85% aus ÖPNV und 15% aus Radfahren. Ich bin selbst sehr skeptisch und glaube dass die Elektrifizierung mir Erfolgserlebnisse nehmen wird, dennoch spiele ich immer öfter mit dem Gedanken, weil ich der Überzeugung bin, dass ich so noch wesentlich häufiger das Rad nehmen werde, anstatt des ÖPNV.

Ansonsten verzichte ich auf Flugreisen und besitze kein KFZ.

Schwieriges Thema also, bei welchem ich mich nicht mal mit mir selber einigen kann. Ich glaube aber, dass jeder Umsteiger von KFZ zu Pedelec ein Gewinn für Gesellschaft, Lebensqualität und Umwelt ist.

Beste Grüße
TVM
 
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Jörg, wenn du die Menschen auf´s Rad bringen möchtest, dann kommt es nicht so sehr auf die Fahrradtechnik (Spezi lässt grüßen), sondern eher auf die Infrastruktur an. Und das bekommen wir hier in unserem Forum nicht gelöst. Häns
 
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Der Messerschmitt" ist jedenfalls fertig,
Das halte ich gelinde gesagt für optimistisch. Aus meiner Sicht war das ein seriennaher Prototyp.
Hinten unvollständig, Scheibenwischer?
Die Gelenke der Hecklenkungsgeometrie sahen schon neu nicht gut gelagert aus. Keine 45 kmh-zulassung. Zu mehr Detailbetrachtung reichte meine Zeit nicht...
Mit 25 kmh möchte ich dies mindestens 1,20 m breite Retro-Ding nicht auf Radverkehrsanlagen sehen...
 
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Sehr richtig, @fluxx — und wir sollten uns auch von den E-is nicht hindern lassen, es immer wieder zu sagen.

Der Trend ist ja noch schlimmer: gegenwärtig wird die sogenannte letzte Meile elektrifiziert, damit niemand mehr zu Fuß gehen muss ... was ist daran schlecht, höre ich jetzt viele sagen, die fahren dann wenigstens kein Auto.
Doch, die können bald nichts anderes mehr als sich mit Maschinenhilfe irgendwohin transportieren zu lassen.
 
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Ich glaube aber, dass jeder Umsteiger von KFZ zu Pedelec ein Gewinn für Gesellschaft, Lebensqualität und Umwelt ist.
TVM
Kann ich voll unterschreiben. Leider gewinne ich immer mehr den Eindruck, dass die neu gekauften Pedelecs vor allem Fahrräder ersetzen und nicht Autos. Gerade hier im ländlichen Bereich werden halt nun die Pedelecs mit dem Auto zum Startort der Radtour transportiert und nicht mehr die gewöhnlichen Fahrräder.
Soll heißen: Zumindest hier bei uns ersetzen Pedelecs keine Autos sondern Fahrräder. Und im Winter oder bei schlechten Wetter sehe ich hier kaum Pedelecs, da wird auch weiterhin brav Auto gefahren, selbst bei einem gar nicht so üblen Aprilwetter wie heute.
Provokant formuliert: Die Leute kaufen wie verrückt Pedelecs aller Arten, weil sie derzeit angesagt sind und den eigenen Status erhöhen, nicht, weil sie weniger Auto fahren wollen.
 
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Kurt, die Frage ist nicht was mit dem Auto (Fahrrad oder Pedelec) transportiert wird, sondern warum es transportiert wird. In vielen Fällen liegt es daran, dass es den Leuten einfach keinen Spaß macht zusammen mit den Kfz die Straßen zu benutzen.
Jupp, von mir aus kann die letzte Meile ruhig mit dem E-Roller zurückgelegt werden, aber bitte nicht auf dem Gehweg. Da sind schon genug Radler unterwegs:D Häns
 

TitanWolf

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Doch, die können bald nichts anderes mehr als sich mit Maschinenhilfe irgendwohin transportieren zu lassen.
Na, komm.. wieviele KFZ-Nutzer parken direkt vor dem Bäcker auf Fahrbahn/Fußweg, um nur geringe Distanz laufen zu müssen? Wie einer bei zugestellter / gesperrter Fahrbahn merkt: die können durchaus laufen. Das verlernt auch keiner.. Einzig wirst Du sie nicht dazu zwingen können, zu laufen, statt ihr KFZ zu nutzen.

Und da fängt der vorherige Satz von Dir an, zu wirken:
.. was ist daran schlecht, höre ich jetzt viele sagen, die fahren dann wenigstens kein Auto.
Das trifft halt zu. Sie fahren kein KFZ mit >1 Tonne mehr, um zum Bäcker, zum Einkaufsziel zu gelangen, welches sich keine 5 km entfernt befindet. Oder nur noch selten. Somit ist die elektrifizierte "letzte Meile" ein Gewinn für alle Bürger, denn es wird um Zehnerpotenzen weniger Energie verheizt, um das gleiche Ziel zu erreichen: Mobilität.

Den Leuten ihre Individualmobilität madig zu machen wird sie weder überzeugen noch auf Deine Seite ziehen. Individualmobilität ist wichtig - ich weiß aus jahrelanger Erfahrung, wie einschränkend der persistente Verzicht auf KFZ sein kann, sobald familiäre Begleiter hinzukommen. Das will keiner dauerhaft erleben, keiner. Und die Meisten gehen den einfachsten Weg, ein durchaus reizvoller: gebrauchtes KFZ, anmelden, fertig.
Das mag sein, aber ich vermute, dass es immer weniger werden, und dass vor allem gerade junge Menschen, die von Anfang an mit Hilfsmotorisierung groß geworden sind, es sich gar nicht mehr vorstellen können, sich ganz aus eigener Kraft zu bewegen, siehe auch motorisierte Roller, Skateboards, etc.
Doch, das können diese Mitbürger sich genauso gut vorstellen, wie vor der eBoard/eScooter-Ära: kaum.
Dazumal war es häufiger das KFZ, welches eingesetzt wurde. Heute gibt es Alternativen, z.B. "M"IV mit <30 Kg eMobility-Produkten. Ein Gewinn für alle.

Nicht die "perfekte" Lösung, da diese nonexistent ist.. Daher die effizienteste Möglichkeit, einen bedeutenden Anteil selbstentschieden auf den energetisch effizienteren Weg zu leiten. (y)
Aber dass jemand das Rad nimmt oder läuft, wann immer möglich, das erwarte ich! (y)
Viel Erfolg bei dieser Erwartungshaltung! Meiner Einschätzung nach wird diese Erwartung bei Menschen nicht zum Ziel führen. Besser finde ich die Reduktion der verheizten Energie dank massearmen eMobility-Lösungen.
Ich fahre zur Arbeit und für die meisten Besorgungen ausschließlich mit dem Rad, ganzjährig, jeden Tag, bei jedem Wetter.
Finde ich gut, ich halte es seit Dutzenden Jahren genauso, Mobilität mit Rad, Boards, div. Rollern, div. anderen Mobilitätslösungen, keinen KFZ - außer als Mitfahrer.

Doch wird dieses Vorleben keine größere Anzahl der Mitbürger davon überzeugen, ihr KFZ stehenzulassen. Daher begrüße ich energetisch weit effizientere Fahrer-Fahrzeug-Ratios auf E-Basis. Diese boomen - zum Glück.

Viele Grüße
Wolf
 
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E-Mobilität im Fahrradsektor ist eine positive, bessere Alternative zum KFZ oder E-KFZ. Immer im Hinterkopf behalten, dass jemand, welcher mit einem ~20-50 Kg (S)-Pedelec herumfährt, nicht zeitgleich hinter einem ~1+ Tonnen KFZ-Lenkrad sitzen kann. Das alleine optimiert die Mobilitätseffizienz beachtlich.
Hi Wolf,

da bist Du aber sehr blauäugig. Wer mit dem Messerschmitt auf der Strandpromenade in Spanien dahingondelt, ist natürlich vorher mit dem SUV mit fettem Anhänger erstmal da hin gebraust und fährt hinterher wieder zurück. Wer so wie Du meinst pendelt, macht das mit dem 45er Pedelec mit oder ohne Versicherungskennzeichen nur bei schönem Wetter und käme nicht auf die Idee, das mit einem Messerschmitt oder ähnlichem zu machen.
Man siehts an Jupp: Da wird ernsthaft geplant, mit einem Dodge Ram mit 4-VM-Anhänger als Besenwagen zweimal über die Alpen zu gondeln. Vom ausgestoßenen CO2 könnte die ganze Truppe im Auto die Tour fahren - soweit zum Umweltschutz durch schnelle Velomobile.

Hinten unvollständig, Scheibenwischer?
unnötig, bei Regen wird der doch nicht bewegt. Im jetzigen Zustand noch nichtmal bei Wind.

Andererseits, wenn er ein paar Wochen Rad fährt wird sich sein Gesundheitszustand drastisch bessern
Du meinst als Mobilisierungsmaßnahme nach einem Schlaganfall? So ein Rotationsgasgriff macht nicht fit, eher fett.


Gruß,

Tim
 
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Jetzt mal ohne Gemaule:
Diese Videos bilden auch nur eine Minderheit der Neuheiten ab.
Ich war fasziniert von den Monstern von Hase, werde mir das µE an den Milan nageln und habe bei einem Bierchen das tolle Faltgelenk bei Azub bewundert - echt zum Verlieben.
Das Alpha7 war da, das After7 ebenso, El Loco war wieder ausgestellt neben einem Milan, Velomo hatte wieder tolle Räder dastehen. Das Evo R(+?) war hübsch, die elektrische Schaltung zum Selberprogrammieren toll für zerlegbare Räder und Eigenkonstruktionen.
Falträder à la Brompton aber in schick waren neu da, Harald wieder mal Spitzentüftelei mit seinemWindkanalsimulator. Das Plycarmobil mal in echt zu sehen, Knicklenkerworkshop für die ganz spinnerten Leute.
@andy war ganz geflasht, wie schnell sein gebraucht erworbener Einspurer ist - davon bräuchte man mehr. Die W&W sind gut zu fahren, aber einfach auf gemütliches Gondeln eingestellt. Lichtblick: Sprichwörtlich Hunderte, die hinten im Park ihre ersten Fahrversuche mit dem Liegerad machten. Dieses Jahr erfreulich viele, die trotz Unsicherheit und Gleichgewichtsschwierigkeiten sich mehrmals ums Rondell kämpften.
Viele Kinder, die wie die Verrückten mit den Trikes im Kreis flitzten, ganz alleine und mit wahnsinniger Freude an der Bewegung.
HPVT diesmal mit Streetmachine mit und ohne Windwrap und mit Speedmachine am Start.
Das Qwiggle zum zweiten Mal da für die letzten hundert Meter. ICE Trikes mit nur zwei Pedelecs am ganzen Stand, dafür gegenüber bei Akkurad das alltagstaugliche Allewedder A6 in Kleinkraftradversion - das ersetzt dann wirklich ein Auto.
Gingko mit gewohnt gutem Service und demnächst wohl noch mehr Qualitätsprodukten im Portfolio. Varibikes in allen Variationen inkl. Schwimmversion als Trainingsgeräten (das trainiert dann wirklich).

Es gab sehr viel zu sehen auf der Messe, besonders aber viele nette Leute.

Gruß,

Tim
 

TitanWolf

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Moin Tim,
da bist Du aber sehr blauäugig.
das sehe ich etwas anders, denn nicht jeder Pedelec-Besitzer (oder allgemein Nutzer eines eMobility-Maschinchens) fährt auch SUV. Der "Nachwuchs" verzichtet gerne aufs KFZ (verglichen mit der vorherigen Generation, zumindest).

Klar: die gibt es. Andererseits: wenn jemand alternativ mit dem SUV zur Eisdiele fahren, dort auf der Fahrbahn, halb auf dem Gehweg parken und dann in Ruhe auf der Veranda sein Eis verzehren würde.. dann ist es mir schon lieber, er fährt mit dem SUV samt Messerschmitt-Roller zum Parkplatz und von dort zur Eisdiele. Schon, weil die Passanten und anderen Verkehrsteilnehmer dann noch vorbeikommen. :)
.. und käme nicht auf die Idee, das mit einem Messerschmitt oder ähnlichem zu machen.
Hängt immer von den Nutzungsanforderungen des Nutzers ab.. Und davon, was er kennt, zu zahlen bereit ist, ob er die Aufmerksamkeit möchte, ob er evtl. die Optik einfach ansprechend findet.. gibt so viele Gründe. Sehe keinen Grund, wieso es zwangsläufig ein X-tausend € Rennrad sein müsste, wenn er seine Nutzungsanforderungen besser mit einem Messerschmitt erfüllen kann.
.. soweit zum Umweltschutz durch schnelle Velomobile.
Meine Lebenserfahrung gibt mir zu denken, dass nicht jeder Nutzer ein SUV-fahrender Schönwetterfahrer sein wird, hieraus extrapoliere ich, dass die Ökobilanz sich bessert, wenn Velomobile erworben werden. Was in einem einzigen KFZ an bedenklichen oder schwierig herzustellenden / verarbeitungsaufwendigen Materialarten steckt.. an Zeit, an Automatisierung, an schlechten Umweltbedingungen in div. Fertigungsländern. Und: eine gute CFK/GFK Karosse altert nicht ähnlich, wie es max. 1,2mm Blechwandstärke trotz Beschichtung im Alltag würde. Oxidation ist kaum vorhanden (wenn, dann an den einlaminierten Metallteilen).

Viele Grüße
Wolf
 
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Was in einem einzigen KFZ an bedenklichen oder schwierig herzustellenden / verarbeitungsaufwendigen Materialarten steckt.. an Zeit, an Automatisierung, an schlechten Umweltbedingungen in div. Fertigungsländern.
Ein KFZ ist im Gegensatz zum Carbon-VM recyclebar.
dass die Ökobilanz sich bessert, wenn Velomobile erworben werden.
Es ging jetzt aber um die Gefährte aus dem Video. Bis auf das Ecvelo und die "klassischen" Velomobile kann da nichts die Ökobilanz verbessern. Lichtblicke habe ich dann im zweiten Post genannt: Probefahrradparcours (den Elektroparcours gibts ja auch), Kiddies, viele Selbstfahrer, Zweisitzer und andere Basteleien, die auch selbst gefahren werden können.

Gruß,

Tim
 
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