Waagerechten „Ausleger“ als Unterstützung für Koffer - Carbonschlauch?

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Mal eine Frage an die versierteren Selbstbauer hier: Ich habe einen Heckkoffer aus Carbon für mein Pelso hier, der ist
- filigran und leicht
- derzeit mittels dreier Verschaubungen am Sitz befestigt

Obwohl ich die Fläche auf der Innenseite des Koffers mit einigen Blechen flächenmäßig vergrößert habe, ist sonnenklar, dass dieser Koffer auch bei nur Brevet-typisch leichter Beladung schon bei der ersten ordentlichen Rüttelstrecke übers Kopfsteinpflaster das Zeitliche segnen wird. Insofern die Überlegung, ihn nicht wie bisher und eigentlich vorgesehen aufzuhängen, sondern dem Rad nach hinten quasi einen waagerechten Steert mit breiterer Auflagefläche zu verpassen und den Koffer stattdessen mit der Aussparung fürs Hinterrad auf diesem zu platzieren. Die Unterseite dieser Aussparung ist sowohl vom Material wie auch der Formgebung der stabilste Teil des ganzen Koffers, außerdem würden die Kräfte viel besser eingeleitet.

Das Ganze soll natürlich nicht allzu schwer werden und sollte von der Formgebung möglichst genau passen, von daher gingen meine Gedanken in Richtung eines Carbonschlauchs, aber ich habe keine Erfahrung damit. Klingt das machbar und falls ja, wie sollte der etwa dimensioniert sein (Durchmesser, Gewebe)? Ich möchte allerdings aus verschiedenen Gründen keine Form bauen, falls das vermeidbar ist. Das Bauteil ist von außen quasi nicht zu sehen, die Optik wäre mir egal.
Also könnte man einen solchen Carbonschlauch in den umgedrehten Heckkoffer einlegen, und nur leicht von innen aufblasen, so dass er nicht kollabiert, aber ohne den Anpressdruck einer richtigen Form?

Hat hier jemand Ahnung davon?
 
Hab zufallig etwas ahnliches gebaut. Es gibt diese MTB Sattelstutzengepackträger. Nur sind die Schwer. Es gibt coole Bikepacking Arschraketen nur wacklen die. Da könnte man doch mal...

Zufallig hatt das mir zugelaufenes Trekkingrad eine 26mm Sattelstutze, wo prima ein 25,6mm Vorbau dran passt. Das ist also ein stuck 1 zoll Vorbau, da ein 32mm Elektrorohr drauf geschoben, und eine lage Carbon Schlauch druber. Dieses Weisse mit die stuckchen Eisstabchen ist die Stelle wo ich das Elektrorohr aufgewarmt hab, und es gebogen habe. Daher ist es dort dunner geworden. Das federte dann ein bisschen viel, mit viel Zuladung. (Mehrere 1,5 Liter Saftpackungen)

Die beide grosse Rucksackseitentaschen 10-12 liter pro stuck, die haben Schlaufen wo dann die zwei Esche Querholzer reingefadelt werden. Noch nicht beim Bikepacken getestet, dafur aber beim Einkaufen. So 10 kg geht gut seitlich prima stabil, nur hoch runter federte etwas zuviel an die dunnere Stelle. Die kriegt nach dicker machen irgendwann noch ne zweite Lage.





Ich hab gern was stabiles als Kern, und das Elektrorohr ist relativ dunnwandig und daher leicht. Ein Fahrradschlauch wurde mir zu instabil sein, muss die Form auch 24 standen halten. Mit Heissluft warm gemacht lässt Elektrorohr sich formen. So hab ich es auch flacher gemacht fur die Querholzer. Mit etwas Sorgfaltigkeit könnte man die Oberseite von ein warmes 32er Rohr auch flach drucken. Hinten dran hab ich ein anderes Esche Querstabchen dran laminiert, erst geklebt, dann mittig etwas Carbon druber. Macht ein T mit das dickere Rohr, dient als Lichtbefestigung, Reflectoraufnahme. Da kann ich das Rad dran aufheben.

Das PVC rohr bleibt einfach drin, damit man das Carbonrohr nicht zerquetscht, und so viel wiegt es nicht. Incl die beide Seitentaschen aus dickes Cordura 1 kg.

Finde so keine Detailbilder vom Pelso von die obere Sitzbefestigung. Oder von den unbekannten Heckkoffer. Da gehen auch die beide Stange runter. Auch dort könnte man eine T Form machen irgendwie. Man hatt da naturlich eine etwa 35 cm langen Hebel der auf die horizontale Stange arbeitet. Wurde daher zwei oder mehr Befestigungsstellen bevorzugen die Vertikal moglichst weit aus einander sind. Vorbau in dickwandigen Sattelstutzen machen meine 10-15 kg bestimmt mit. Wurde etwas ausdenken womit das Gewicht moglichst grossflachig verteilt wird. Eine breitere Version von so was, wurde ich das nicht zutrauen.


Ich arbeite gern mit Carbon schlauch da es sich relativ einfach verwenden lasst. OK das Gewebe lauft nicht 100% gerade, aber fur diese Belastung reicht es. Allerdings, muss die Basis sehr glatt sein, das Gewebe ist relativ lose gewoben. Man zieht da leicht ein Loch rein.
 
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so ohne Foto (also bitte mit Bild!) ist natürlich rein spekulatius, aber mein Koffer hält seit 6Jahren mit 2 M6 Schrauben bis 40kg Zuladung, ohne Zwischenlagen oder Verstärkung
Glasfaser, kein Carbon.
IMG_20260418_170100391.jpg
Gruß Krischan
 
Ich habe einen Heckkoffer aus Carbon
Der Stabilität nach hast Du wohl eine Heckverkleidung, die Du jetzt zum Koffer upgraden willst. ;)

Carbonschlauch hat diagonale Fasern. Das ist für Biegung nicht optimal, aber Schlauch ist für ein Rohr leichter zu verarbeiten als um einen Kern gewickelte Gewebelagen. Du könntest aus Styrodur einen Kern schnitzen, der mit zwei Lagen Fahrradschlauch drumherum gut in den Raddurchlauf der Verkleidung passt; eine Gummilage bleibt gegen Knarzen und Poltern nachher drin, die andere wird durch Kohlefaserlaminat ersetzt.
Ich würde neben dem Schlauch noch UD-Gelege nehmen und zuerst das längs auf den Kern legen, dann eine Lage Schlauch drüberziehen. Mehrere Lagen Schlauch übereinander gibt leicht Falten (genau wie mehrere Lagen Gewebe drumgewickelt), und das Gelege hat schnurgerade Fasern direkt in der Hauptlastrichtung. Eine Lage Schlauch ist zumindest da, wo die größte Hebelwirkung ist, wahrscheinlich zu wenig.

Hast Du einen Plan, wie Du den Steert am Rahmen und die Verkleidung am Steert befestigst?
 
Was fur nen Heck ist es, braucht das ein Ausleger weil es wirklich nicht am Sitz geschraubt werden kann?

Diameter, Form tut sehr viel deswegen ist ja mein Ausleger am dunnsten Punkt spurbar, und sichtbar am weichsten. Bei verdopplung vom diameter geht der Steifheit factor 4 hoch, oder war es 8 fach? Wie sieht ein versagen bei ein Rohr aus, meist dellt da was ein. Mit ein stabilen Kern mussen die Krafte hallt noch was höher sein.
 
Ich hatte für diesen Koffer überlegt, (so als Dummy, sorry, wenn das Käse ist),
Kofferrückseite und Sitz mit Trennband abzukleben, den Koffer anzuschrauben, so dass zumindest die Schraubstellen bündig sind.
Dann die Lücke drumherum mit Tape abzudichten und mit Harz aufzufüllen. Anschliessend hat man entweder einen "Adapter" oder
eine Form dafür. Mehrgewicht cirka 300-500g.

Wenn Du den Thormensch direkt anschreibst, wird er Dir sicher Support leisten, der war per Whatsapp sehr freundlich.
 
Mir ist etwas Unvorhergesehenes dazwischengekommen, entschuldigt, ich muss noch um etwas Geduld bitten, aber vielen Dank schon einmal für die Antworten!
 
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