Vor- und Nachteile unterschiedlicher Laufraddurchmesser?

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vielleicht fährt man so ein Rad nur, wenn man "blau" ist? Aber eigentlich ist die Sitzposition doch ganz klar: Am Rahmenrohr wird sich angelehnt, deshalb hat es einen großen Durchmesser. Die Hubbel bei der Achse sind für das Ablegen der Füße, getreten wird mit den Armen hinter über Kopf und mit dem Rücken/Nacken wird gelenkt. Das mit dem nach vorne/hinten schauen können wird überschätzt, das geht doch irgendwie immer... : )
 
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Ich schliesse mir denn tip an, als anfanger erst mal was gebrauchtes zu kaufen
Einspruch, Euer Ehren!
Vor allem, wenn man als Fahreinsteiger auch zu den Technikeinsteigern gehört, soll man die diversen Risikozuschläge "Gebraucht" im Kopf nicht unterschätzen. Wenn etwas nicht perfekt ist, (was ja schon bei einem neuen Spaßrad zu erwarten ist) kann es finanziell und vor allem psychologisch teuer werden.
 
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kann es finanziell und vor allem psychologisch teuer werden.
musste das leider so erleben (finanziell hielt sich das im Rahmen, aber mein erstes hat nicht richtig (zu mir?) gepasst, bei meinem letzten (gebrauchten) war ich nach Rücksprache mit dem Händler sicher, dass zumindest die Rahmenlänge die richtige ist. Zum genau Anpassen werde ich beim Händler vorbeifahren müssen.

Zurück zum Thema: ein Nachteil von grossen Reifen (insbesondere vorne und hinten): die Seitenwindempfindlichkeit. Der Vorteil Übersicht in der Stadt, insbesondere an Kreuzungen wurde glaube ich schon erwähnt.
 
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da auch gleich wieder ne Detailinfo zu Seitenwindempfindlichkeit: in 28 Rennlaufrad dann halt auf die Mega-Hochprofilfelge verzichten...
 
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Ich würde immer zu gebrauchten Rädern tendieren als Anfänger! Die kann man, ein paar Wochen später, meist für den gleichen Preis verkaufen, wie man sie eingekauft hat.
Das habe ich bei Velomobilen, Einspurern, Trikes so gemacht. Bis ich das richtige Rad für mich gefunden hatte (oder auch nicht :/ ).
Alles neu kaufen und jedes mal mit 1-2000€ Verlust verkaufen hätte mich wohl flockig in die Privatinsolvenz getrieben.
 
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Ich schliesse mir denn tip an, als anfanger erst mal was gebrauchtes zu kaufen.
Einspruch, Euer Ehren!
Vor allem, wenn man als Fahreinsteiger auch zu den Technikeinsteigern gehört, soll man die diversen Risikozuschläge "Gebraucht" im Kopf nicht unterschätzen. Wenn etwas nicht perfekt ist, (was ja schon bei einem neuen Spaßrad zu erwarten ist) kann es finanziell und vor allem psychologisch teuer werden.
Ich würde sagen das ist eine Frage von Typ, Vorwissen und Einstellung (des Interessenten, nicht nur des Rades ;) ). Das Problem für einen Liegeradeinsteiger ist ja multidimensional:
- erst mal weiss man nicht, ob die liegende Fortbewegung wirklich was für einen ist
- zweitens hat man mangels Erfahrung keine Ahnung was zu einem passt. Eine Vorauswahl anhand der Optik kann man treffen (wie ja auch hier passiert) - bloss hat das (wie wahrscheinlich jeder Liegeradfahrer bestätigen wird) nur sehr begrenzt damit zu tun, welches Rad wirklich zu einem passt. Dazu kommt noch, dass Liegeräder für einen Neueinsteiger ungeahnt variantenreich sind und eben drastisch unterschiedlich - da einen Überblick zu bekommen ist problematisch.
- teuer sind die Dinger auch noch, zumindest neu und halbwegs aktuelle Modelle
- Ausprobieren, gar verschiedene Modelle, im näheren Umfeld können die wenigsten - und wenn, kann man ja als Neuling schon froh sein, wenn man halbwegs geradeaus fahren kann und nicht direkt umfällt. Eine Langzeittauglichkeit für den eigenen Bedarf lässt sich so also auch nur begrenzt einschätzen.

Mit anderen Worten: egal was man kauft, es ist ein Risiko. Kann sein dass das Rad nicht passt, kann sein, dass die liegende Fortbewegung doch nichts für einen ist. Wenn einen das nicht abschreckt gibt es vier Wege:

- Neukauf beim guten Händler nach umfänglicher Beratung und ausführlichem Test. Sicherlich die Königsklasse, aber eben auch der teuerste Weg. geht wohl erst sehr deutlich über 2000€ los und wird leicht (und meistens) erheblich teurer. Bei Fehlkauf nur mit deutlichem Abschlag wieder zu verkaufen.
- Gebrauchtkauf eines relativ jungen bzw. sehr gut erhaltenen Gebrauchten - entweder Vorführer oder ein Rad, das einst voll Euphorie erworben, aber dann doch nicht/kaum genutzt wurde und jetzt kaum gefahren mit heftigem Abschlag verkauft wird. Hier liegt der Sweetspot in Sachen Preis-Leistung. Technisches Risiko von Defekten sehr gering, mögliche Preisersparnis gegenüber einem Neukauf 1/3 - 2/3. Wiederverkauf tendenziell wertverlustfrei, wenn man es nicht ausführlich gefahren und vor allem nicht demoliert hat (und natürlich günstig genug eingekauft). Geht von deutlich über 1000€ - vielleicht 2.500€ bei den gängigen Rädern, im Ausnahmefall auch mal etwas mehr.
- Gebrauchtkauf eines gut eingerittenen Zossen. Hier liegt das Schnäppchenpotential - wenn Rad und Zustand stimmen kann für wenig Geld ein tolles Rad erworben werden, vielleicht irgendwo zwischen 700 und 1.600€. Problem: Kann auch sein, dass was dran ist und mit Pech erwirbt man eine rollende Katastrophe. Wahrscheinlich wird man ein nicht ganz aktuelles Modell erwerben und kann dabei sowohl in technische Tücken zustandshalber wie auch in Versorgungslücken was die Ersatzteilsituation angeht tappen. Und natürlich läuft man Gefahr, aus lauter Verliebtheit in die erste Liege heftig (und völlig unverhältnismässig) zu investieren (am besten noch in völlig blödsinnige Dinge :p), so dass man hinterher gleich was Besseres hätte kaufen können. Irgendwas wird man wahrscheinlich fixen müssen oder wollen, teuer muss das aber nicht sein. Wiederverkauf kann dauern und je nachdem kostenneutral oder verlustreich sein. Sozusagen das grösste Risiko, aber auch der grösstmögliche Sparfaktor wenn's gut geht. Aber wohl nur was für jemanden, der Schrauben kann und mag.
- Gebrauchtkauf eines "Uraltrades". Oft für (grosskotzig gesagt) "Spielgeld" zu haben, irgendwo bis 500€. Klar, dass es sich um alte Modelle mit ebensolcher Technik handelt, manchmal mit manchmal ohne Problemstellen. Prima zum Ausprobieren, ob eine bestimmte Bauform oder eine Liege überhaupt passt (mit Gefahr des Fehlurteils, weil Liegen halt sehr unterschiedlich sind), aber nahezu 100% Chance, dass das keine langfristige Beziehung wird. Dafür nahezu verlustfrei weiterverkaufbar (wenn man hinreichend Zeit hat und nicht oben erwähntem übermässigen Liebeswahn anheim gefallen ist).

Ich halte alle vier Wege für völlig valide. Wer jedes technische Risko vermeiden will muss halt neu kaufen, ansonsten spricht in meinen Augen fast alles für Gebraucht. Vor allem, wenn man mit realistischen Erwartungen rangeht, sich also der nötigen Lernkurve ebenso bewußt ist wie des Risikos eines Fehlkaufs sowie der Tatsache, dass gebrauchte Liegeräder sich in den seltensten Fällen verkaufen wie geschnitten Brot (gut beim Kauf, schlecht beim Verkauf ;)) und zur Not mit ein bisschen Verlust leben kann und den einkalkuliert. U.a. deswegen kann es sinnvoll sein mit einem gängigen, gemässigten Modell einzusteigen - wird vielleicht nicht 100% glücklich machen, verschafft aber Erfahrung für die nächste Runde, wird ziemlich sicher auch nicht 100% unpassend sein und man wird es auch leichter wieder los als einen Exoten. Persönlich glaube ich nicht, dass die erste Liege die Liege des Lebens ist - kommt ja durchaus vor, aber davon ausgehen würde ich nicht.
 
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Der Vorteil Übersicht in der Stadt, insbesondere an Kreuzungen wurde glaube ich schon erwähnt.
Das hängt aber weniger von den Radgrößen ab, sondern vor allem von der Sitzhöhe und Steilheit der Lehne.

Ob gebraucht oder neu, hängt auch vom technischen Geschick des Einsteigers ab. Wer bisher alles am Aufrechtrad selbst repariert und gewartet hat, wird mit runtergerittenen Bremsen und Schaltungen oder Federung eher fertig als der mit zehn Daumen an den Händen. Der Kauf eine Vorführrades ist ein guter Zwischenweg - wenn der Händler nicht hunderte Kilometer weg ist. Man zhlt einen reduzierten Preis und hat doch vollen Service. Ähnlich dürfte es beim Privatkauf sein, wenn man mit dem Verkäufer und anderen Liegradfahrern via Stammtisch Kontakt hat.
 

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Ich kann nur zu ausgiebigen Probefahrten am Einsatzort raten! Ich bin schon 2 Mal auf dem MBB von "verhinderten" Liegeradfahrern auf UPs angehalten worden, die mir ihr Leid geklagt haben. Der eine kam nach 200km noch inmer nicht richtig mit seinem Cruzbike T50 klar (hoffe der Typ stimmt) - ihm zu wackelig. Und der Andere braucht mit dem Scorpion durch Stuttgart 20min länger als mit dem Mountainbike, weil ihm an Kreuzungen die Übersicht fehlt, kann ich verstehen, ich fahre mit dem Gekko auch nicht mehr in der Stadt...
Also beim Aussuchen auch die Blickhöhe beachten - Streetmachine u.Ä. sind auch in der Stadt o.k.
 
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...aber ein Rad für Anfänger ist das nicht...
Genau das haben wir heute gemacht. Ohne Liegeraderfahrung: 5min Peregrin (war dank Sitzverstellung am einfachsten anpassbar) und dann ab aufs Comet. Ein paar mal um den Häuserblock. Zwischendurch noch Toxy ZR aber das ist viel nervöser. Die Beinlänge war leider zu kurz fürs Razz Fazz Race. Dann sind wir 30km durch die Gegend gegondelt über Hügel und kurzen Abfahrten.

Schönen Abend, mit was auch immer ihr fahrt.
Gruss Michi
 
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Ein möglicher Nachteil ist vielleicht, dass man auf Touren zwei verschiedene Schlauchgrößen mitführen muss. Wirkt sich ein größeres Hinterrad (spürbar) auf Geschwindigkeit, Fahrgefühl oder Verschleiß (höhere Drehzahl) aus?
Wie andere schon geschrieben haben bekommt man für übliche Laufradgrößen wie 622mm leichter gutes Material. Der GP4000s/GP5000 ist z.B. nicht in 406 oder 559mm verfügbar. Gleiches gilt für Felgen und Speichen. Weil die Naben praktisch alle für große Laufräder gemacht sind gibt es bei 20" manchmal auch Probleme mit Speichenbrüchen um Gewindeende wenn Felgen verwendet werden die nicht Richtungs-gebohrt sind. Du hast nichts zu deiner Körpergröße geschrieben, aber wenn es möglich ist würde ich immer zu großen Laufrädern greifen insbesondere wenn die Straßen dort wo du wohnst nicht in optimalem Zustand sind.
 
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ist die Frage vielleicht zu speziell?: ich versteh nicht ganz was an Naben von z.B. 20 Zoll Rädern anders sein soll zu 28 Zoll und dann wird im Beitrag Nr. 52 gleich drauf von der Felge und dem dazugehörigen Speichengewinde geschrieben...Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen was an kleinradtauglichen Naben anders sein soll. Oder anders gefragt: wenn ich ein Laufrad aufbaue in 20 Zoll mit einer guten 28 Zoll Rennradlaufrad Nabe, wo gibts dann Probleme (wenn an der Felge alles speichentechnisch stimmt)?
 
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Wenn die Speichenlöcher der Nabe so gestaltet sind, dass die Speichen in einem bestimmten Winkel abgehen sollen, könnte es Probleme geben, wenn von diesem Winkel abgewichen wird, was dann zu Brüchen an den Speichengewinden führt. Meiner Meinung nach ist das aber nicht auf die fehlende Eignung der Nabe für eine kleines Laufrad zurückzuführen, sondern auf einen falschen Einspeichplan mit zu vielen Kreuzungen und zu flach stehenden Speichen. Wenn bei mir eine Speiche brach, dann war immer die Spannung der Speichen zu gering, eine andere Ursache habe ich nicht erlebt.
 
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ist die Frage vielleicht zu speziell?: ich versteh nicht ganz was an Naben von z.B. 20 Zoll Rädern anders sein soll zu 28 Zoll und dann wird im Beitrag Nr. 52 gleich drauf von der Felge und dem dazugehörigen Speichengewinde geschrieben...Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen was an kleinradtauglichen Naben anders sein soll. Oder anders gefragt: wenn ich ein Laufrad aufbaue in 20 Zoll mit einer guten 28 Zoll Rennradlaufrad Nabe, wo gibts dann Probleme (wenn an der Felge alles speichentechnisch stimmt)?
Ich sehe da auch kein Problem. Doof wird's tendenziell wenn die Speichen zu kurz werden - das ist aber kein generisches Problem sondern eher eins beim Einspeichen. Grosser Hinterradmotor à la BionX im 349er Laufrad z.B. - geht aber auch, hat Riese und Müller im Birdy mit 355er Felgen verkauft im elektrischen Birdy. Ultrabreite Fat-Bike Nabe in Kombi mit schmaler 12" Felge geht wahrscheinlich nicht gut - aber warum sollte man sowas bauen wollen, wäre ja vollkommen sinnlos? Ich fahre seit vielen Jahren Räder mit kleinen Laufrädern und es gab nie ein Problem diesbezüglich. Von speziellen Naben für kleine Laufräder (abseits von schmaleren Neben ab und an z.B. 74mm statt 100mm OLD am Brompton Vorderrad z.B.) wäre mit ebensowenig bekannt wie von Problemen mit "normalen" Naben. Ich halte die Aussage daher für Blödsinn.
 
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Ich habe mich bis jetzt ein bisschen auf Modelle mit zwei unterschiedlich großen Laufrädern fokussiert (also hinten größer, z.B. HP Streetmachine). Der Haupgrund dafür ist, dass mir das optisch besser gefällt. Allerdings frage ich mich: Hat diese Konfiguration irgendwelche besonderen Vor- oder Nachteile gegenüber einer einheitlichen Radgröße (wie z.B. beim Azub MAX), oder ist es tatsächlich hauptsächlich Geschmackssache?
Zu Materialverfübgarkeit und Antrieb/Schaltung bei 20"-Hinterrädern kam schon genug, ich schreibe einfach mal was zu meinen Rädern:

Radius Hornet: ähnlich Streetmachine, hat aber indirekte Untenlenkung und in meiner Variante (Hornet II) einen etwas weicheren Hinterbau.
Das war mein bestes Stadtliegerad. Als Reiseliegerad finde ich sie auch nicht schlecht, aber wenn das der Haupteinsatzzweck ist, würde ich sie nicht nehmen. Durch den kurzen Radstand (97cm) ist sie vergleichsweise wendig, für Einkäufe ist genug Platz am Gepäckträger und vor allem am schwerpunktnah angebrachten Lowrider. Durch die Sitzhöhe und durch den relativ aufrechten Sitzwinkel war auch die Übersicht im Verkehr gut.
Weil viel Gewicht auf dem kleinen Vorderrad liegt, ist Federung vorn recht nützlich, um nicht zu sagen wichtig. Hinten sowieso. Aber durch die Vollfederung reagiert das Rad recht stark auf Anregungen durch's Treten oder durch Bodenwellen "passender" Länge. Deshalb geht beim Beschleunigen und an steileren Anstiegen relativ viel Leistung in nutzloses Schaukeln, und auf manchen ausgewaschenen Feld- oder Waldwege "hoppelt" das Rad deutlich. Durch den steilen Sitz und durch die fast komplett unter dem Sitz im Fahrtwind hängenden Packtaschen am Lowrider hat die Hornet einen recht hohen Luftwiderstand, deshalb wird sie nicht besonders schnell, eigentlich nicht schneller als ein Rennrad. Bergab 70 km/h fahren ging trotzdem gut. Auf Touren angenehm ist, dass kein Lenker das Blickfeld stört. Die Füße sind zwar da, aber aufgrund der relativ aufrechten Sitzhaltung weit unten.

Optima Cheetah: Die Art Fahrrad (Lowracer) kann man aus der Hornet entwickeln, indem man den Sitz tiefer und flacher legt. Das Tretlager muss dazu auch ein bisschen runter, deshalb ist der Rahmen um das Vorderrad herumgeknickt oder -gebogen, und damit der Sitz Platz hat, müssen die Räder weiter auseinander. Der Lenker hat auch keinen Platz mehr unter dem Sitz und wandert als UDK oder Tiller nach oben. Heraus kommt ein Radtyp, der meistens als Rennrad oder schnelles, leichtes Tourenrad gebaut wird (eher wurde). Hat deutlich weniger Luftwiderstand, weil viel hintereinander statt übereinander liegt. Durch den niedrigen Schwerpunkt ist das Lenkgefühl anders, Lenkbewegungen erzeugen schneller große Schräglagen. Das ist ein bisschen wie Kartfahren und kann Spaß machen, aber ich finde es ab 50 km/h aufwärts nervös.
Allzu wendig sind die Räder trotzdem nicht, dafür sorgt einerseits der längere Radstand und andererseits die große Überlappung zwischen Fuß und Vorderrad. Durch den niedrigen, flachen Sitz ist außerdem die Übersicht im Verkehr schlecht, mit den niedrigsten Modellen kann man nichtmal über Motorhauben gucken, und Touren zwischen Feldern sind nur mäßig interessant, weil man die Ähren fast auf Augenhöhe hat. Ich weiß nicht, ob außer mir noch jemand freiwillig so ein Rad in der Stadt fährt, obwohl noch ein höheres Rad einsatzbereit ist. Auch Gepäck ist etwas schwieriger, vor allem wenn das Rad hinten gefedert ist.
Federung vermisse ich hier weniger (die Cheetah hat hinten eine, aber die habe ich quasi ausgeschaltet). Liegt vielleicht auch an der Kopfhöhe, Unebenheiten heben nur die Räder an, aber sorgen kaum für ein Vor- und Zurückwerfen des Kopfes. Auf trockenem Kies und auf nassem Asphalt kann ich relativ leicht das Hinterrad an die Traktionsgrenze bringen. Meistens stört das nur kurz, aber ich musste auch schonmal an 10-12%igen Steigungen schieben oder im Gras neben dem Kies anfahren.

Flux S Max: ähnlich dem Azub Max, für mich das beste Reiserad bisher (dafür habe ich es auch gekauft). Gegenüber der Hornet wurde vor allem Platz für ein großes Vorderrad geschaffen. Dazu musste das Steuerrohr weiter vor und der Rahmen vorn höher. Wo beim Lowracer das Hinterrad nach hinten gewandert ist, ist hier quasi das Vorderrad nach vorn gewandert. Das Rad ist für meine 1,86m Körperlänge sicher nicht zu klein, und mit Untenlenker braucht Auf- und Absteigen etwas Übung.
Das Tretlager muss gegenüber der Hornet auch höher, sonst kommt zu oft der Fuß an den Reifen, aber das bietet auch die Chance, die gesamte Sitzhaltung etwas nach hinten zu kippen, so dass der Fahrer weniger im Wind steht. Dadurch etwas schneller, aber nicht auf dem Niveau von Lowracern oder Highracern. Auch nicht so wendig wie die Hornet, dafür laufruhiger, und die Übersicht ist genauso gut. Das große Vorderrad rollt über Kies, Gras und ähnliches besser drüber als ein 20"-Rad, aber die Federung vorn finde ich hier wichtiger als an der Cheetah, denn auch hier ist der Kopf höher und der Sitz geht an Bodenwellen oben stärker vor und zurück.
 
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