Von Stuttgart an die Ostsee - planlos aufbrechen möglich?

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Seit März weiß ich, dass ich mein Urlaubsziel aus eigener Kraft erreichen möchte, aber chaotisch wie ich bin, habe ich mich noch kein Stück mit der Planung beschäftigt.

Lediglich neue Reifen, passende Schläuche, Handyhalterung zur Navigation und Sunroof sind bestellt.

Ich würde mir von Brouter was vorschlagen lassen, den Track aufs Smartphone spielen und losreiten. Ab dem Nachmittag werden sich dann mal Gedanken zu einer Übernachtungsmöglichkeit gemacht. Ich rechne mal mit 2 Übernachtungen.

Kommt man mit dieser Einstellung ans Ziel oder sollte man doch etwas Zeit in die Streckenplanung investieren?

Wie machen das andere Spontanübernachter? Bis wann sollte man wissen, wo man übernachten möchte? Zeltplätze scheinen wegen Corona wohl auszufallen, aber mir wäre eine Übernachtung mit richtigen Bett, Dusche und Stromanschluss ohnehin lieber.

Die Strecke verläuft von Erdmannhausen bis nach Güstrow (südlich von Rostock).
 
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Ich würde mir von Brouter was vorschlagen lassen, den Track aufs Smartphone spielen und losreiten. Ab dem Nachmittag werden sich dann mal Gedanken zu einer Übernachtungsmöglichkeit gemacht.
Genau so mache ich das auch immer. Ich finde das macht am meisten Spaß. Ich will kein Ziel zu einer bestimmten Uhrzeit erreichen müßen.
Unter einer Brücke mußte ich auch noch nie schlafen.

Leider werden die urigen Landgasthöfe immer weniger.

Die gute alte Karte würde ich auch noch mitnehmen.

Viel Spaß und Gruß
Andreas
 
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Hallo Hellrich,

ich habe es immer so gemacht, dass ich mir die Strecke ungefähr auf der Karte (diverse Online-Karten oder eben auf Papier) angeschaut habe. Des Weiteren würde ich im Forum nochmals den Streckenverlauf angeben. Der ein oder andere kann dir bestimmt noch gute Vorschläge für Streckenabschnitte geben. Unnötige Anstiege oder Stadtdurchfahrten mit hohem Verkehrsaufkommen können somit gut vermieden werden. Je nachdem wie fit du bist sind 200 km + am Tag gut machbar. Dir wünsche ich eine gute Fahrt und gutes Ankommen.

Grüße

Bulli
 
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Hallo @ Hellrich
ich stehe mehr auf genaue Vorplanung. Das schützt vor vielen Überraschungen und spart viel Reisezeit.
Schicke dir mal eine halbwegs durchgekauten Vorschlag (nicht irgendwie frei gewürfelt!).

Gesamtroute
775 km 2000Hm, BRouter sagt 26h
Ich würde rechnen 3x12h mit allen Pausen und immer sehr früh aufbrechen.
Straffe Futter- und Übernachtungsstrategie, Läden/Gasthäuser zu Hause aussuchen, Futter und weitgehend auch Getränke für den ganzen Tag mitnehmen.
Bedenke, du fährst drei Tage hintereinander ...

https://brouter.de/brouter-web/#map...,53.787951&profile=vm-forum-velomobil-schnell

Bei guten Nerven kann man in den frühen Morgenstunden auch nach Lauffen / Sontheim voll die Neckartalstraße durchbrausen, Höhe Neckargartach (bei den Kraftwerktürmen) raus und dann wieder wie eingezeichnet über die Dieselstraße – suuper flott!

Da sind auch noch einige weitere flotte Straßen für gute Nerven drin.

Um Göttingen hab ich viel Radweg gewählt, aber gezielt ausgesucht und immer mit Teer.
Göttingen Versuche und Belag
https://www.komoot.de/plan/tour/d09...EUjP7RATwCiZ1tW4A==/@51.5392888,9.9618530,12z

Ich wohne nicht weit von dir entfernt,
kannst mir bei Interesse gerne eine PN schicken…
 
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Die Spontitypen sind eher für bis 200 km am Tag gut. Mehr schaffen die meist nicht, weil sie spät losfahren, die Route nicht wirklich geplant haben und kein klares Ziel haben. Kostet alles Zeit, die nach hinten raus fehlt. Ich würde deshalb vier Tage einplanen.
Mit Erfahrung und Planung kann man die Dauer halbieren.
 
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Danke @Gugla den Track werde ich mal ausprobieren. Ich hätte wahrscheinlich einfach nur eine gerade Linie gezogen und mich überraschen lassen. Das Ergebnis wäre wohl nicht so doll gewesen.
@Scooterfreak deine Tagestouren sind krass. Da würde ich wohl mit einer Übernachtung auskommen. :)

Mir fehlt leider noch die Langstreckenerfahrung. Seit März habe ich zwar 4.500 km erfahren, allerdings fast nur in sportlichen Pendeleinlagen á 20 bis 25 km. Lediglich zum (ursprünglichen) Speziwochenende habe ich eine Tour nach Germersheim mit knapp 200 km absolviert. Hin bin ich bewusst entspannt gefahren und war nach knapp 3 Stunden dort. Auf dem Rückweg packte mich der Ehrgeiz und ich bin eine Spur sportlicher gefahren. Zudem gab es noch einige knackige Anstiege zu bewältigen. Am Ende bin ich nach Hause auf Sparflamme gekrochen.
 
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Man kann "planos" aufbrechen - die Richtung ist ja bekannt.
Allerdings würde ich mir vorher Gedanken machen, wie ich übernachten möchte: Zelt, Hotel, etc.

Ich war jetzt drei Wochen mit Zelt unterwegs und habe gegen Mittag erste Gedanken darüber gemacht, wo der Tag enden soll, und gegen fünf Uhr aktiv angefangen, eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Ziel waren jeweils Campingplätze.
Alternativen wären gewesen: Bauer fragen, oder einfach in der Pampa.
Fragen habe ich nicht gemacht, und von wilder Übernachtung habe ich abgesehen, weil die Nächte so kurz waren.

Hilfreich fand ich Osmand auf dem Handy, um nach Campingplätzen zu suchen.
 
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Man kann "planos" aufbrechen - die Richtung ist ja bekannt.
Allerdings würde ich mir vorher Gedanken machen, wie ich übernachten möchte: Zelt, Hotel, etc.

Ich war jetzt drei Wochen mit Zelt unterwegs und habe gegen Mittag erste Gedanken darüber gemacht, wo der Tag enden soll, und gegen fünf Uhr aktiv angefangen, eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. ...
Wir würden uns über einen Bericht freuen :)(y)
 
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Nix für Ungut, aber Du fährst auf dem Weg an so vielen geilen Orten flugs vorbei, dass Du im Grunde dann auch einen Nachtzug nehmen oder auf dem Hemtrainer strampeln könntest. Wozu nach ins zugegebeneermaßen schöne Güstrow, wenn Du mit nur halb sovielen Kilometern doppelt so viele schöne Erlebnisse erleben kannst?
 
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Auch ich schliesse mich an bei die leuten die doch etwas mehr planen. Die luftlinie moglichst folgen, fuhrt so manchmal uber komische strecken. Oder eine sehr hugelige alternative, durch viele orte oder stadte usw.

Weil es ja eine ferienreise ist, kann es auch schon sein, sich unterwegs mal was an zu sehen, mal kurz die beine bei einen kurzen spaziergang mal anders zu belasten. Ach noch ein schones ding auf langere reisen, manchmal ist die batterie vom navi etwas schneller lehr als das ziel erreicht ist.

Wenn mann nur kurzstrecken gewohnt ist kann mann die auch schnell fahren, mit dem folge das am nachmittag der (energie) tank lehr ist. Fahr das erste stuck vom tag verhaltnissmassig langsam und mit reserve. Quasi mit die bremze zu. Im ganzen komm ich damit erheblich weiter.

Grusse, Jeroen
 
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Wozu nach ins zugegebeneermaßen schöne Güstrow, wenn Du mit nur halb sovielen Kilometern doppelt so viele schöne Erlebnisse erleben kannst?
Weil Selbstwirksamkeit eine Antriebsfeder des Menschen ist und jeder diese Selbstwirksamkeit anders definiert und erlebt. Ich habe mir zu Studienzeiten auch gerne entfernte Ziele gesteckt, die ich per Rad erreichen wollte. Und um die Strecke dahin habe ich mir erstmal wenig Gedanken gemacht, wohl aber unterwegs viele schöne Orte gefunden, die ich dann halt später noch mal aufgesucht habe. Auf die Art habe ich mir einen recht beachtlichen Radius aus eigener Kraft erschlossen, ohne vielleicht jeden Stein am Wegesrand persönlich zu kennen. Dennoch sieht und erlebt man doch per Rad die Strecke ganz anders als im (Nacht-)Zug, das Dahergleiten auf langen, unbekannten Strecken allein kann schon glücklich machen. Beim Heimtrainer fällt zusätzlich zur Unterwegserfahrung auch noch das Ziel weg, das ist also absolut keine Alternative.

Gruß,
Martin
 
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In meinem Urlaub wollte ich meine Mutter besuchen (Luftlinie fast 400 km). Auf dem Hinweg bin ich auf Fernradwegen entlang von Eder, Fulda und Weser gefahren. Dabei bin ich durch interessante Orte gekommen. Da ich jedoch alleine war, hatte ich in fast allen Städten das Problem, dass ich das Rad nirgendwo länger abstellen konnte, ohne Gefahr zu laufen, dass sich jemand für mein Gepäck interessieren würde. Also bin ich meist durch Orte durchgefahren, habe allenfalls mal eine kleine Runde gedreht, nur um wiederholt festzustellen, dass Stadtverkehr mit voll bepacktem Flevo eine Herausforderung ist.

Auf dem Rückweg bin ich einfach der groben Himmelsrichtung gefolgt, habe hier und da Abstecher gemacht, wenn mich etwas interessierte. Irgendwie war der Rückweg interessanter.

Das stundenlange, einsame Dahingleiten durch die Landschaft war sehr entspannend.
 
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Ich war jetzt drei Wochen mit Zelt unterwegs und habe gegen Mittag erste Gedanken darüber gemacht, wo der Tag enden soll, und gegen fünf Uhr aktiv angefangen, eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Ziel waren jeweils Campingplätze.
So ähnlich habe ich das bisher auch immer gemacht. Am Vorabend oder beim Frühstück überlegen, bis wohin ich mit dem nächsten Ritt ungefähr kommen möchte (und wo es in der Nähe Plätze gibt), und dann auf der Etappe entweder mit Sicherheit bis ungefähr 5 ankommen (ja, manche Zeltplätze sind sehr stolz auf die strikte Einhaltung ihrer Öffnungs-, also insbesondere Schließzeiten) oder -- falls es später werden könnte -- von unterwegs anrufen und nachfragen bzw. Bescheid geben.

Allerdings war das bisher alles vor Corona. Jetzt könnte das Camping-Angebot kleiner ausfallen ... was sich auch ziemlich unmittelbar auf das Angebot an sonstigen Übernachtungsmöglichkeiten auswirken kann. Also lieber ein bisschen eher nach Übernachtungsmöglichkeiten gucken und eventuell Noch-Ferien-Gebiete umfahren (zeitlich oder räumlich), falls die Möglichkeit besteht.
 

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manche Zeltplätze sind sehr stolz auf die strikte Einhaltung ihrer Öffnungs-, also insbesondere Schließzeiten
Bin dort oben auch schon (per Auto) an der ab 18:00 geschlossenen Schranke abgeperlt. Die stehen eher auf stationären "Camping"tourismus nix mit auf der Durchreise mal schnell übernachten. Spät kommen, früh gehen? Da könnte ja jeder kommen.
 

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@ planlos: Wenn man alleine reisst wieso sollte man sich in ein Korsett zwängen. Vorausbuchen womöglich. Nä danke. Allein kannst fahren wohin du willst, so schnell du willst, so weit wie du willst (oder magst) und ab 17:00 fängst mal an Gedanken zu machen wie weit Du noch fahren willst und suchst Dir die passende Übernachtung dazu.
 
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