VMisten Touren

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Eine Runde um die Braunkohle
Diese Runde bin ich in etwas abgewandelter Form am Sonntag mit @leines_jk gefahren. Startpunkt ist der beliebte Platz unter der Friedrich-Ebert-Brücke in Bonn und führt über Wesseling, Brühl, den Flugplatz Nörvenich zur Geisterstadt Manheim. Von dort beginnt die Runde um den Tagbau Hambach. Am Forum :terra nova kann man eine Pause einlegen und einen Blick auf/in die gigantische Erdbewegung werfen. Kurz dahinter bietet sich die Möglichkeit (welche wir nicht genutzt haben) den Speedway :terra nova (ehemalige Fernbandtrasse) unter die Räder zu nehmen. Hat man die Sophienhöhe umrundet, biegt man hinter dem Forschungszentrum Jülich Richtung Tagebau Inden ab. Wie auf der ganzen Strecke findet man hier guten Asphalt und -zumindest als wir fuhren- wenig Verkehr. Auf der Südseite fährt man dann noch am Kraftwerk Weisweiler vorbei wieder Richtung der zweiten Geisterstadt Morschenich, den Resten den Hambacher Forst inklusive eines Protestcamps zum Ausgangspunkt in Manheim.

Track

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Linksrheinische Bonner Pflaume

... habe ich so genannt, weil die Runde eher pflaumenförmig ist— im Unterschied zu den Runden an die Ahr, die oft eher birnenmäßig aussehen.
diese hier hat etwa 310 hm laut BRouter (fast 900 hm auf meiner cyclemeter App, woran man sieht, dass sie sich nur interessant machen will).
sie ist ziemlich verkehrsarm, weil man sich in Bonn bereits auf halber Höhe des Venusberg von der Robert Koch-Straße entfernt und am Uni-Sportinstitut vorbeifährt, bevor es durch ein Stückchen des Stadtteils Venusberg in den Kottenforst geht, nach Villiprott. Hinter dem Schloss Gudenau wieder weg von der Straße auf den Wirtschaftsweg nach Holzem, dort rechts halten, die L123 überqueren und die nächste links halten — ein paar hundert Meter wassergebundene Strecke, fährt sich nicht schlecht, das einzige unbefestigte Stückchen der Route. Am Ende der unbefestigten Strecke wieder rechts, und über die Kuppe runter nach Werthoven, linker Hand das Weltraumradar. Durch den Ort und weiter nach Oedingen, das Unkelbachtal hinunter zurück an den Rhein und entlang des Flusses zurück nach Bonn.

Rundkurs 45 km
Start/Ziel: Bonn, Kaiserstr./Weberstr.
310 hm
Track ist hier

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51688 Wipperfürth
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Marienheide über Bahntrassen

Dann wildere ich 'mal ein bisschen im Bergischen. ;)
Eine Tour, die ich im Spätsommer 2019 gefahren bin. Angenehme kontinuierliche Steigungen über alte, stillgelegte Bahntrassen (Balkantrasse und Wippertalbahn). Als Zwischenstopp, da ungefähr auf der Hälfte der Strecke, bietet sich Wipperfürth an, an dessem Marktplatz ein paar Restaurants/Cafés zur Auswahl stehen. Ab Marienheide geht es dann runter nach Engelskirchen ins Aggertal, dem über Overath bis Lohmar gefolgt wird. Von da aus ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Startpunkt Siegburg/Troisdorf.
Der Wipperführter Marktplatz ist offen. Gastronomie ist auf (Nur Corona-Einschränkungen). Die Abfahrt von Marienheide nach Engelskirchen ist möglich. Leider haben sie nicht die ganze Straße erneuert sonder nur einige Stellen. In Marienheide selbst gibt es noch eine Baustelle (Ampelregelung) weil ein Kreisverkehr gebaut wird.

Gruß
Christoph
 
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Wie ihr seht bin ich neu hier. Gibt es einen Vorstellungsfaden für Neulinge oder etwas was ich für den Anfang wissen sollte?
Du kannst einen eigenen Vorstellungsfaden in der Plauderecke starten, und dort am besten auch mitteilen, was Dich hier besonders interessiert bzw. wozu du Hinweise, Ratschläge oder Tips hören möchtest.
Ansonsten willkommen im Forum und viel Spaß auf der Runde!
 
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Es ist mal wieder Zeit für ein Update:

Der Heimbach-Achter
160 herrliche Kilometerchen von Bonn nach Bonn über den Venusberg, Kottenforst, das Obstland und die Zülpicher Börse nach Heimbach am Rursee. Die Route hat die Form einer liegenden Acht, daher der Name (es gib auch einen Track von und nach Köln, der sieht nur nicht so schön aus, achtmäßig).
Eine tolle Velomobilstrecke, weil viel über Land auf gut rollenden Straßen, wenig Ampeln, so gut wie kein Stadtverkehr. Zwischendrin kann man es richtig gut laufen lassen, denn es gibt lange Stück ohne besondere Steigungen.
Aber es wird auch geklettert, vor allem von Kreuzau nach Nideggen und aus Nideggen wieder raus, and dann wieder von Heimbach raus auf die Höhen bei Hergarten. Dafür gibt es zwei rauschende Abfahrten, runter nach Heimbach und später runter nach Berg (mit grandiosen Blick übers Land nach Osten).

Rundtour
160 km, Start und Ziel: Bonn Rheinpavillon
ca 800 hm
Track
Film

Bildschirmfoto 2020-06-14 um 16.40.48.png
 
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Bröl-Agger-Schleife

Diese 136 km Rundtour vom Beginn des Siegdamms in Bonn-Beuel aus ist ebenfalls eine past perfekte Velomobilstrecke, denn sie nutzt die sanften Steigungen/Gefälle der Flusstäler und die im Vergleich zum Rheintal doch deutlich geringere Siedlungs- und Verkehrsdichte.
Im Unterschied zum hier gezeigten Track bin ich bis Hennef den Siegradweg gefahren, dessen Auslastung an schönen Wochenenden schon mal so sein kann, dass man lieber die gezeigte Straßenstrecke nutzt.
Ab Hennef geht es in Bröltal bis nach Bröleck, wo man links abbiegt und dem Brölbach aufwärts folgt. An der Homburger Papiermühle wieder links ab beginnt die einzig nennenswerte Steigung hoch nach Elsenroth -- knapp 3 km und nicht mal 90 hm. Hinter der Kreuzung am Ortsausgang beginnt schon die Abfahrt runter ins Tal der Wiehl in Bielstein und dort weiter nach Ründeroth an die Agger. Dann folgt man dem belebteren Aggertal, wobei der dichtere Verkehr weniger stört denn man schwimmt häufig genug mit, da es immer sanft abwärts geht.
Wir haben dann noch eine Zusatzschleife eingebaut (man könnte auch der Anger einfach bis nach Lohmar folgen und dann zurück nach Hennef oder zum Ausgangspunkt fahren) und sind bei Wahlscheid nochmal rechts abgebogen, 100 Höhenmeterchen hoch und wieder runter ins Sülztal und dort wieder rauf nach Altenrath -- dem Dörfchen am Beginn der Flughafenrunde, einer beliebten Zeitfahrstrecke in Rennradlerkreisen. Wir nehmen das schönste Stück, nämlich die Abfahrt östlich um den Flughafen und machen uns dann durch die Gemüsefelder auf den Rückweg nach Bonn.

Rundkurs
136 km, von/bis Bonn-Beuel bei A565
514 hm
Track
Film

Bildschirmfoto 2020-06-23 um 10.52.50.png
 
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Ich habe noch ein Video vom Heimbach-Achter gefunden:

 
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Wasserscheide: Zwischen Erft und Ahr

Diese Rundtour nimmt eine Strecke auf, die wir vor etlichen Jahren mal mit einer Gruppe Velomobile gefahren sind (da waren Pat und Uwe noch dabei, so lange ist das her). Damals sind wir über Hilberath und Todenfeld über die Berge nach Bad Münstereifel. Heute, älter und fauler, findet die Anreise über Venusberg, Kottenforst und die Dörfer statt, Flerzheim, Ramershoven, Peppenhoven, Oberdrees, Palmersheim; mit dem Berg hinter Flamersheim als der einzigen Erhebung neben dem Erklimmen des Venusbergs.
Ab Bad Münstereifel folgt der Track recht sanft der L194 auf dem rechtsseitigen Radweg bis hoch zur Wasserscheide auf knapp 500 m üNN, une dahinter rauschend runter nach Schuld an der Ahr. Der Ahr folgend gelangen wir nach Dernau, biegen jedoch kurz vor Ortseingang links ab und fahren hoch in die Weinberge, raus aus dem Ahrtal. Schöne Blicke entschädigen für die Mühen des Anstiegs. Anschließend über die Dörfer Esch, Holzweiler, Vettelhoven, Eckendorf, Fritzdorf, Arzdorf nach Villip. Hier biegt der Track rechts ab nach Godesberg und führt dort an den Rhein und zurück zum Start. Ich bin die Runde gefahren und an besagter Kreuzung geradeaus weiter und hoch nach Villiprott gefahren, um durch den Kottenforst zurück nach Bonn zu kommen, wollte an einem bestimmten Obststand vorbei.

Rundkurs,
120 km (bei letztem Stück durch den Kottenforst 116 km)
Start und Ziel am Rheinpavillon in Bonn
Track
Film, und als Bonus: alter Film

Wasserscheide 120 km.png
 
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Vielen Dank, @Jupp! Hab's ein wenig für mich angepasst (startet und endet nun an einem der Treffpunkte, die wir schonmal verwendet haben) und werde die Runde nutzen, um mal etwas mehr Höhenmeter zu trainieren!
 
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@Rodge Als Höhenmeter Training empfehle ich rheinischen Schmetterling. Bisher ist @jostein der einzige neben meiner Mickrigkeit, der den schon komplett absolviert hat. Man kann die Flügel ja auch einzeln fahren.

muss den Track hier nochmal eintragen
 
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muss den Track hier nochmal eintragen
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und hier ist der Track
man kann die vier Schleifen fahren wie man will, mein Vorschlag ist dies:
von Mehlem aus nach Oberbachem und weiter nach Werthoven
Über Oedingen und das Unkelbachtal wieder runter
nach Remagen und von dort hoch nach Birresdorf, rechts ab nach Werthoven und dort dieselbe Abfahrt wieder runter
unten nach links bis zur Fähre Rolandseck und mit der nach Bad Honnef
dort durch den Ort und das Schmelztal hoch nach Himberg
links ab am Kreisverkehr, durch den Ort und wieder links nach Ittenbach, dort links und hoch zur Margarethenhöhe
Abfahrt nach Königswinter, dort rechts ab und in Niederdollendorf wieder rechts und hoch nach Heisterbacherrott
rechts ab nach Thomasberg und weiter nach Ittenbach
dort rechts und hoch auf die Margarethenhöhe
und Schlussabfahrt nach Königswinter
am Rhein zurück zum Start

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Es gibt diese Wünsche nach längeren und flachen Routen in unserer Gegend. Schön soll es auch noch sein, gut rollen und nicht zuviel Verkehr soll es geben. Dafür ist diese Runde gemacht und getestet, der

Zülpicher Börde-Achter

Start und Ziel: Bonn, Rheinpavillon, Rathenauufer 1, 53113 Bonn
Länge: 155 km
Klettern: 465 hm (laut BRouter), im Wesentlichen die doppelte Überquerung des Ville Rückens
Track

Beschreibung:
Die Zülpicher Börde liegt zwischen Nordeifel und dem Höhenzug Ville, der das Rheintal begrenzt, ist flach bis leicht wellig und wegen des fruchtbaren Lössbodens intensiv landwirtschaftlich genutzt -- sprich: eine offene Landschaft mit nur gelegentlichen kleinen Waldstücken, wenig Schutz vor dem Wind, vielen kleinen Dörfern (aber vergleichsweise niedriger Bevölkerungsdichte), die mit einem recht dichten Straßennetz verbunden sind (das hauptsächlich im Berufsverkehr genutzt zu werden scheint), und Unmengen an geteerten Wirtschaftswegen. Perfektes Velomobilterrain.

Der hier gezeigte Achter geht von Bonn, Rheinpavillon aus, erklimmt den Venusberg um sich aus Südost an die Börde heranzutasten. Die Annäherung ist besonders schön, denn aus dem Meckenheim/Rheinbacher Raum fällt das Land Richtung Norden leicht ab, treffend beobachtet von einem VMisten: kilometerlang 60 km/h fahren mit 40 Watt (das entsprechend effiziente VM vorausgesetzt, natürlich). Nach Erftüberquerung wird ausgangs Klein-Vernich nach gut 38 km der strategische Punkt des Achters erreicht: hier gilt es, nicht die Orientierung zu verlieren ... denn man möchte bei km 123 ungefähr am selben Punkt erneut vorbeikommen.

Kreuzpunkt.png

Rechts am Militärflughafen Nörvenich entlang und durch Blatzheim hindurch wird nach 65 km das Geisterdorf Mannheim erreicht, dessen Bewohner wegen des vorrückenden Braunkohletagebaus umgesiedelt wurden -- ein deprimierender (und aus heutiger Sicht anachronistischer) Ort südlich der Reste des früher einmal stattlichen Hambacher Forstes, Teil der "Burge", einem ehemals großen Waldgebiet zwischen Jülicher Börde und Zülpicher Börde. Der Hambacher Forst wird ebenfalls Meter für Meter von den Braunkohlebaggern gefressen, um damit den Strom für die vielen Pedelecs an Rhein und Ruhr zu erzeugen (Vorsicht, Sarkasmus)!
Von hier wendet sich der Track westwärts und passiert das ebenfalls nahezu völlig verlassene Morschenich, und dreht bei Ellen Richtung Südosten, um Düren mit gebotenem Abstand östlich zu passieren. Leider wird die Landstraße als Abkürzung zwischen A4 und A1 genutzt, was viel Verkehr und entsprechendes Gedrängel durch Kraftfahrer bedeutet -- ein rechtsseitiger Radweg ganz ordentlicher Qualität hilft streckenweise; ab Frauwüllesheim wird es jedoch ruhiger, viel ruhiger. Bei der Abfahrt nach Füssenich spätestens bemerkt man, dass man seit der Wendung nach Süden stetig leicht angestiegen ist, sehr sanft, so dass die Fahrt noch immer zügig voranging.
Ab Füssenich, nach etwa 96 km beginnt mit dem Abzweig nach Juntersdorf die Umfahrung von Zülpich, auf schönen kleinen Straßen, aber mit zwei Steigungen, die im Ort und deshalb kaum mit Schwung zu nehmen sind, und einigen Wellen. Dafür wird man mit Blicken in die Eifel sowie über die Zülpicher Börde belohnt -- in der Ferne taucht bei km 100 auch das Siebengebirge am Horizont auf.
Einige Kilometer später, in Enzen, wendet sich der Track nach Nordost, das dritte Drittel des Achters beginnt. Es führt ziemlich schnörkellos Richtung Heimat, versetzt nur einmal ein paar Kilometer nach rechts über einen gut zu fahrenden Wirtschaftsweg, um bei Lommersum eine schönere Annäherung an Weilerswist zu erreichen. Die Grundtendenz ist leichtes Gefälle, die Straßen sind von guter Qualität, es rollt richtig gut. Ab Weilerswist ist alles Routine: am Dobscheider Hof über die Ville nach Rösberg, runter ins Rheintal nach Sechtem, und über Urfeld und Hersel zurück nach Bonn.

Zuelpicher-Boerde-flach.png
 
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