VM-Roll Unterthema definiere Messstrecke u. deren Nutzung

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El(mars) Loco ist sicher ziemlich besonders, bei anderen Fahrzeugen dürften die Werte für die Hilfskomponente C_v nicht so weit auseinander liegen.

Wenn man bei einzelnen Meßfahrten schon mit höherer Geschwindigkeit in den Tunnel einfährt, kann man mit mehreren Messungen einen größeren Geschwindigkeitsbereich abdecken und die Abweichungen zwischen verschiedenen möglichen Werten reduzieren.

Um das zu verdeutlichen habe ich die Grafik erweitert, nicht als Kritik. Der Unbedarfte Leser kommt nur mit Deinem Ausschnitt vielleicht auf den Gedanken, die unterschiedlichen Werte hätten überhaupt keine Auswirkung. Ob das El-Loco allerdings 3600W oder 3400W bei 90km/h braucht, kann El(ektro)mar vielleicht sogar (natürlich außerhalb des öffentlichen Verkehrsraumes :eek:) messen und so die angenommenen Konstanten korrigieren. ... Vorausgesetzt, er hat einen geeigneten El(mar)motor , und kennt dessen eta-Kennfeld über M(n^-1).... :censored:

Vom Hochrechnen halte ich sonst auch nichts.

Gruß,
Patrick
 
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Mit Speed einfahren wurde hier schon diskutiert, es bringt kaum was :
noch ein Planspiel. Einfahrt in die "Messtrecke" mit 50km/h und am Ende der Messtrecke nach ~ 32sec sind es... ~57km/h

Arnold hat auch so etwas ähnliches probiert, er hat irgendwo geschrieben das er glaube mit 40 rein ist und mit 45 raus.

Mit 50 rein wird schwierig, da ist ca. 120m vor Tunnelanfang ein Schlenker im Radweg, den möchte ich nicht mit mehr als 35 km/h fahren.

Gruß Leonardi
 
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Will ja nun kein Wasser in den Wein - äh Tunnel schütten, aber an eins sollten wir noch denken:

Der Unterschied zum Rollen im Freien, sind die Tunnelwände und ev. Decke, auf Grund derer die Luft nicht so ausweichen kann wie normal.
Draufgekommen bin ich auf Grund der Diskussion mit einem Strömungsspezialisten, welcher sagte, dass man bei Simulationsverfahren den Raum um das Fahrzeug im Abstand von u.U. mehreren Metern mit erfasst.
Ich erinnere nur an die Luftdruck-Probleme, welche man mit den ICEs hatte, welche mit 300km/h in einen Tunnel einfuhren.
Nun fahren wir zwar keine 300 und haben vermutlich auch mehr Abstand zur Tunnelwandung, aber dafür wollen wir es ja auch viel genauer wissen als die Druckschwankungen im Zuginneren.

Wie könnte man die Größe des Effekts für unsere Messungen abschätzen?
 
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Wie könnte man die Größe des Effekts für unsere Messungen abschätzen?

Experimentell könnte man durch den Pleiner Tunnel mit einem VM fahren, mit treten und den Luftdruckanstieg im Tunnel (und im VM) bei 50 km/h messen. Im Vergleich zum Stillstand und gleiche Position des Luftdrucksensors, mein GPSmap 62s hat einen drin, vielleicht gibt es Geräte mit noch besserer Auflösung. Nach dem Tunnel merkt man sich wieder den Luftdruck im Stand und fährt wieder 50 km/h im Freien, das Gefälle geht lange genug weiter so.

Wenn die Druckunterschiede gleich sind, sollte der Tunnel keinen Unterschied machen, kein höherer Fahrwiderstand mit VM im Tunnel vorliegen.

Diese Erhöhung des Luftdrucks macht bei 50 km/h etwa so viel aus, wie 3 hm atmosphärischer Druckdifferenz entsprechen. Je schneller desto höher die Druckdifferenz, gleiches im Auto selbst gemessen.

***

Alternativ könnte man im Tunnel an der Tunnelwand ein Drucksensor aufstellen und schnell vorbeifahren, wenn kein mbar Druckdifferenz dann kein messbarer Luftschwall und keine Beeinflussung würde ich sagen. Da muss der Druckmesser aber schnell messen um eventuell etwas festzustellen.

***

Wie rechnerisch überschlagen, da könnte man die Leute unten anrufen: http://www.dlr.de/as/desktopdefault.aspx/tabid-4702/7791_read-26419/
soll ich ?

***

http://www.heise.de/video/artikel/Fliegende-Zuege-Die-Aerodynamik-der-neuen-ICE-1510944.html Lösung für Seitenwindanfälligkeit bei Tunnelausfahrt ...:ROFLMAO:
sind das nicht die gleichen Leute aus Göttingen, mal wegen Lösungen fragen ?

Gruß Leonardi
 

Elmi

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Will ja nun kein Wasser in den Wein - äh Tunnel schütten, aber an eins sollten wir noch denken:

Der Unterschied zum Rollen im Freien, sind die Tunnelwände und ev. Decke, auf Grund derer die Luft nicht so ausweichen kann wie normal.
Draufgekommen bin ich auf Grund der Diskussion mit einem Strömungsspezialisten, welcher sagte, dass man bei Simulationsverfahren den Raum um das Fahrzeug im Abstand von u.U. mehreren Metern mit erfasst...
Experimentell könnte man durch den Pleiner Tunnel mit einem VM fahren, mit treten und den Luftdruckanstieg im Tunnel (und im VM) bei 50 km/h messen. Im Vergleich zum Stillstand und gleiche Position des Luftdrucksensors, mein GPSmap 62s hat einen drin, vielleicht gibt es Geräte mit noch besserer Auflösung. Nach dem Tunnel merkt man sich wieder den Luftdruck im Stand und fährt wieder 50 km/h im Freien, das Gefälle geht lange genug weiter so...

wenn ihr mir beweisen könnt... mit XY-Grapher und Solver und sonstigen Kurvenbiegern

dass Gras schneller wächst wenn man daran zieht

Dann erst, und nur dann, mach ich mir Gedanken darüber :sneaky: :D :ROFLMAO:

Nu geh ich wieder ins beheizte Nachtlager. Der Pleiner Tunnel-FlederVirus hat mich schubweise und Tageweise immer noch gut im Griff o_O

ps. ersatzweise das Windmessrad beobachten wenn ein VM vorbei fährt. Wer misst die Masseträgheit des Windrades mit dem Dremel, zur Messfehlerabschätzung?
 
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Wie rechnerisch überschlagen, da könnte man die Leute unten anrufen: http://www.dlr.de/as/desktopdefault.aspx/tabid-4702/7791_read-26419/
soll ich ?
Also ich habe gerade mit Dr. Ehrenfried telefoniert, seine Hinweise:
-VM 0,5qm zu Tunnelfläche 15 qm, da ist das Sperrverhältnis 1:30
-Das VM verdrängt die Luft um das Fahrzeug nach hinten und zwar max. 1/30 der Luft im mittel, die nach vorn verdrängt wird (wie ein Kolben vorstellen)
-bei 50 km/h wäre die max. Rückströmgeschwindigkeit 50Km/h :30 = 1,...km/h = 0,5 m/s
1.) ist schon eine Grundströmung die meistens höher ist
2.) die Rückströmung ist nicht gleichmäßig sondern in Wandnähe viel weniger deshalb kein Einfluss

Druckmessung an Wand wird nichts anzeigen wenn weniger als 1m/s strömt, weil die Druckdifferenz proport. zur (Strömungsgeschwind)^2
Man kann Kerzen an Tunnelwand stellen und schauen ob nachdem VM vorbei ist, sich die Flamme bewegt, wenn dann erst eine Weile nach Durchfahrt.

Kerze zeigt noch cm/s Geschwindigkeit an oder einen Faden nehmen.

Auf diese Kolbenartig gedachte Weise könnte man es auch Überschlagsmäßig ausgleichsrechnen, aber dann muss auch Tunnel einseitig zugehangen werden....

Gruß Leonardi
 
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