Video mit Bosch CEO zu Leistungsbeschränkung

Ich seh kein Problem große Motoren für gewerbliche Zwecke zu verdongeln / Manipulationsmöglichkeit massiv einzuschränken.
Wer damit Geld verdienen will, den werden ein paar Euro mehr nicht schrecken.
 
Über welche Zahl an Selbstbastlern und Speziallösungen für körperliche Eingeschränkte reden wird denn?
0,1% der User oder noch weniger?
Das könnte man über Lizenzen für Hersteller lösen. Die können jetzt ja auch schon Speziallösungen programmieren lassen. Bleiben noch die 5?Selbstbauer, die dann keinen Zugriff auf superstarke Motoren hätten ….
 
Meiner Meinung nach sollte man hier ein paar Dinge voneinander unterscheiden.
Alle Fahrzeuge, die beispielsweise weniger als 25 km/h fahren und ein Gesamtgewicht von max. ±250 kg haben. Also mit und ohne Pedale.
Diese sind aufgrund ihrer geringen kinetischen Energie im Allgemeinen nicht gefährlich. Hier sollte es meiner Meinung nach lediglich eine maximale Beschleunigung geben, um die Vorhersehbarkeit zu erhöhen.

Und meiner Meinung nach kann man auch gerne über den Platz auf der Straße sprechen. Ansonsten sollte sich der Staat dort nur mit der Kontrolle der Produkthaftung und allgemeinen Themen wie Kinderarbeit, Umwelt usw. befassen, damit Hersteller und Händler verantwortungsbewusst handeln.

Und daher sollte es den Behörden untersagt sein, sich in Sicherheitsfragen einzumischen, es sei denn, es gibt beispielsweise mehr als 5 Todesfälle pro Jahr in einer Kategorie pro 10 Millionen Menschen.

Bei Fahrzeugen bis 50 km/h kann man durchaus differenziert denken. Ob man in die Pedale tritt oder nicht, sollte meiner Ansicht nach nicht unter die rechtlichen Rahmenbedingungen fallen. Höchstens eine Ausnahme für zu 100 % muskelbetriebene Fahrzeuge aus historischen Gründen. Und in Anbetracht der Tatsache, dass die Zahl der Radfahrer in dieser Kategorie relativ gering ist.
 
Und damit sind alle aktuellen Fahrradtransporter hinfällig.

Meinst Du z.B.
die Hermes-Laster, die bollernd und sehr zügig über die schmalen Fuß/Radwege durch den kleinen Park am Gievenbach neben dem Haus fahren.

Wir sind früher auch Lastenräder ohne Motor gefahren. Wieviel Watt liefert der Motor des Familien/Stadtlastenrads? Die kommerziellen Transporter, die nur Fahrräder sind, damit sie die Infrastruktur nutzen können, aber sonst eigentlich nix mehr mit Fahrrad zu tun haben, dürfen gerne extra reguliert werden.

Das rollende Stockbett für die Fahrraddemo mit 750W Motor wäre dann immer noch erlaubt.

Das ist ja genau das Ziel der Autoindustrie, so meine Meinung.

Der Autoindustrie geht das komplett am A* vorbei. E-Bikes sind deren kleinstes Problem.

und genau sowas würde schwere Lastenräder

gibt es nur, weil Motoren verbaut werden, die mehr als 250W Nenndauerleistung können.

und Mobilitätseingeschränkte massiv einschränken

wieso? Nicht Mobilitätseingeschränkte können in aller Regel auch nicht mehr als 750W treten. Von welcher Einschränkung redest Du?

und die extremen Sportteile komplett nicht einschränken -> Große Gefahr

Wenn 750W ausreichen, um ein extremes Sportteil zu sein, dann sind das praktisch alle besseren E-Bikes.

ich hatte schon Fälle, wo ich mit 800 Watt reinballern muss um nicht weggerammt zu werden.

Was waren das für Situationen?
 
Finde das Argument, dass diese Pedelecs und Roller ja so gefährlich sind, weil irgendwelche Spinner die Dinger entsperren und mit 50 durch die Gegend heizen irgendwie...sinnlos.

Mit der Argumentationskette müssen jetzt auch alle Autos verboten werden, weil es Deppen gibt, die mit Autos in der Stadt Rennen fahren.

Das der Kram manipulationssicher sein muss ist der Kernaspekt. Das würde wohl 90% des möglichen Sicherheitsgewinns bringen.
 
Finde das Argument, dass diese Pedelecs und Roller ja so gefährlich sind, weil irgendwelche Spinner die Dinger entsperren und mit 50 durch die Gegend heizen irgendwie...sinnlos.
In den Niederlanden wurden Tausende illegaler „Pedelecs“ vom Zoll eingezogen…
…in Deutschland fahren Lieferdienste damit rum.
Bestehendes Recht durchsetzen würde reichen.
Bosch geht es wohl eher um Marktzugangsvegrenzung.
Inhaltlich ergibt der Vorschlag von @Leoligt mehr Sinn.
 
aufgrund ihrer geringen kinetischen Energie im Allgemeinen nicht gefährlich
Den Begriff der kinetischen Energie hat Helge vor vielen Jahren mal in die Diskussion eingebracht. Ich fände das eine gute Sache, nicht nur für Leichtfahrzeuge, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer:
 
Finde das Argument, dass diese Pedelecs und Roller ja so gefährlich sind, weil irgendwelche Spinner die Dinger entsperren und mit 50 durch die Gegend heizen irgendwie...sinnlos.

Mit der Argumentationskette müssen jetzt auch alle Autos verboten werden, weil es Deppen gibt, die mit Autos in der Stadt Rennen fahren.

Das der Kram manipulationssicher sein muss ist der Kernaspekt. Das würde wohl 90% des möglichen Sicherheitsgewinns bringen.
Wie kriegst du Temuware manipulationssicher … diese Arschkrampen werden immer nen Weg finden …
Die Strafen für das Fahren im öffentlichen Straßenverkehr müssen so drastisch sein, dass selbst diese Typen das Risiko nicht eingehen! (gern auch für Arschkrampen im Auto) Ich würde mal 2 Monatsgehälter vorschlagen …
 
Ich würde mal 2 Monatsgehälter vorschlagen …
Das wären bei Schülern wie viel?
In Frankreich droht Gefängnis und eine Geldbuße von 30.000 €:
Code de la route – Article L317-1
Wer als Betreiber eines Straßenfahrzeugs, eines motorisierten Fortbewegungsmittels oder eines Fahrrads mit Tretunterstützung, für das eine bauliche Geschwindigkeitsbegrenzung vorgeschrieben ist, diese Vorschrift nicht einhält, die bauliche Geschwindigkeitsbegrenzung verändert oder als Auftraggeber die Veränderung der baulichen Geschwindigkeitsbegrenzung veranlasst oder zulässt, um es dem Fahrzeug, das Fahrzeug, das Fortbewegungsmittel oder das Fahrrad seine zulässige Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten, wird mit einem Jahr Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe von 30.000 Euro bestraft.

Der Beauftragte unterliegt denselben Strafen, wenn die Straftat auf sein persönliches Verschulden zurückzuführen ist.

Jede Person, die sich dieses Vergehens schuldig macht, muss zudem mit der Nebenstrafe des Entzugs der Fahrerlaubnis für eine Dauer von höchstens drei Jahren rechnen, wobei dieser Entzug auf das Fahren außerhalb der beruflichen Tätigkeit beschränkt werden kann.

Das Fahrzeug, die Maschine oder das Fahrrad, mit dem der Verstoß begangen wurde, wird stillgelegt und aus dem Verkehr gezogen, bis es den Vorschriften entspricht oder repariert wurde. Ein Dekret des Staatsrats legt die Anwendungsbedingungen dieses Absatzes fest.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
 
Die Strafen für das Fahren im öffentlichen Straßenverkehr müssen so drastisch sein, dass selbst diese Typen das Risiko nicht eingehen!

Fahren ohne Versicherungsschutz mit Vorsatz sind gerne mal 30 Tagessätze, im Wiederholungsfalle auch mehr (bis zu 180), ab 90 Tagessätzen ist man vorbestraft. Im Jugendstrafrecht gibt es keine Tagessätze, aber ein Verfahren gibt es trotzdem, es können Sozialstunden auferlegt werden, Meldung an die Führerscheinstelle und der Roller kann beschlagnahmt werden. Sofern die Eltern davon wissen, kann man sie auch belangen. Man müsste es nur konsequent verfolgen. Im Vergleich zu den "Arschkrampen" in Autos, die es geil finden andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden, sind die Strafen doch relativ hoch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Strafen für das Fahren im öffentlichen Straßenverkehr müssen so drastisch sein, dass selbst diese Typen das Risiko nicht eingehen! (gern auch für Arschkrampen im Auto) Ich würde mal 2 Monatsgehälter vorschlagen …
Die Strafen sind drastisch, der Handlungsspielaum des Richters geht auf bis zu einem Jahr Gefängnis, oder eben 360 Tagensätze zuzüglich Gutachterkosten etc. Das machen die Leute in der Regel ganau einmal. Man muss sie "nur" erwischen.

Hier in der großen Stadt werden regelmäßig die Leute angehalten und die Fahrzeuge kontrolliert. Aber immer noch viel zu wenig. Auf meiner täglichen Fitnessrunde durch die Parks und an der Leine lang habe ich jedesmal dieser Rollerdeppen, die mit 30-50km/h durch die Fußgänger düsen. Das ist nicht witzig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Strafen sind drastisch,
Wenn man alles zusammenrechnet:
  • Betriebserlaubnis erloschen (§ 19 StVZO): 70 EUR + 1 Punkt
  • Fahren ohne Fahrerlaubnis (§ 21 StVO): Straftat - Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 1 Jahr
  • Fahren ohne Versicherung (§ 6 PflVG): Straftat - Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 1 Jahr
  • (Unfall mit Personenschaden (Zivilrecht): Persönliche Haftung - unbegrenzt)
 
Wegen des Tempos muss ich mir wie eder eine oder ander hier an die eigenen nase fassen, weil ich ja mit 30+++ im Velomobil auf kombinierten Rad- und Fußwegen wie dem Mainradweg oder der sagenumwobenen "Rheinautobahn" herumfahre. Aus Sicht der Fußgänger und Normalradfahrer kaum was anderes. (Auf der parallelen B43 dreht sich dass dann ... die kann man zwar zumindest auf kurzen Abschnitten ganz gut fahren, aber nicht ohne dass vor allem LKW-Fahrer sauer werden, weil sie nicht vorbeikönnen.)
 
Wir hatten letztes Jahr ungefähr genauso viele Tote auf Krafträdern (mit amtlichen Kennzeichen) wie Tote auf Fahrrädern, Pedelecs und eKF zusammengenommen. Von Vergleichen mit toten Autofahrern brauchen wir gar nicht reden.
Bei den Verletzten haben alle anderen Verkehrsmittel zusammengerechnet round about genauso hohe Zahlen wie allein die Autofahrer.

Wenn wir wirklich Zahlen in die Debatte einbringen, fliegt selbige ohnehin einfach auseinander.

Das der Kram manipulationssicher sein muss ist der Kernaspekt. Das würde wohl 90% des möglichen Sicherheitsgewinns bringen.
Das bekommst Du nur hin, wenn Du den Weg der S-Pedelecs gehst. Also Einzelbetriebserlaubnis mit Verkehrstauglichkeitsgutachten, usw. Wäre eine wunderbare Maßnahme, wie sie sich VW und Co nicht besser wünschen könnten...

Stellt sich halt auch die Frage, ob der zweite Teil der Aussage wirklich wahr ist. Die allermeisten an Unfällen beteiligten Pedelecfahrer dürften nämlich vielmehr komplett manipulationsfrei unterwegs sein.
 
Man kann auch einfach den Motor auf maximal 750W limitieren (750W max aus dem Akku, nicht Nenndauerleistung).
Damit hast du die Direkt Drive Antriebe faktisch verboten.

Der Autoindustrie geht das komplett am A* vorbei. E-Bikes sind deren kleinstes Problem.
Mit dem Pedelec mit 25km/h in der 30er Zone
Mit dem 45er Roller in der Stadt (50km/h)
Mit dem L7 (kleines Auto) mit 90km/h über die Landstraße (100km/h)

Das haben sich bestimmt die Hersteller dieser Fz ausgedacht, damit man mit so nem Ding auch ja immer der Arsch der Schlange ist.

Nicht Mobilitätseingeschränkte können in aller Regel auch nicht mehr als 750W treten. Von welcher Einschränkung redest Du?
Die Einschränkung wäre, das ich dann für die Leute mit Einschränkungen keine haltbaren Fz mehr bauen darf. (siehe oben)

Gruß Jörg
 
Damit hast du die Direkt Drive Antriebe faktisch verboten.
Für Pedelecs -also Fahrräder-ja. Für mich ist der Verzicht auf eine Kette die "Ursünde" (o.k., das ist überdramatisiert) bei der Weiterentwicklung des Fahrrads.
Da braucht es eine eigene Klasse -wie such immer ausgestaltet.

Als "brauchbare Krücke" wäre die von @Leoligt vorgeschlagenen "kinetische Energie" (also Risikoabwägung nach Masse und Geschwindigkeit) für pedal- und nicht pedal-betriebene Leichtfahrzeuge eine Lösung.
Für unterstützte Fahrräder eine (Fahr-)Leistungs- oder besser Beschleunigungs-Begrenzung.

Die Fahrradbranche hat sich das Malheur selbst eingebrockt. Jahrelanges Wettrüsten um immer mehr Leistung und jetzt möchte z.B. Bosch das Einfrieren beim Status Quo.
Ich bin gegen so eine "Lex Bosch", die Firma handelt aus Eigeninteresse, aber wenn es so weiterläuft, bekommen wir eine Situation wie Anfang der 80er bei den Mofas: Helmpflicht, evtl. Altersbegrenzung oder Fahrprüfung und damit mittelfristig den Umstieg von auf eine andere Fahrzeugklasse. Bei den Mofas war das das Ende der Branche.
 
Erfreulicherweise
Ja, aber darum geht es hier nicht, sondern um den umsatzstärksten -und innovativsten- Teil der gesamten Branche.
Prüfenescheinigung und Helmpflicht für Pedelecs und die Hälfte der Firmen und Händler sind weg vom Fenster.

Hier muss eine "softe", einfache und gut zu kontrollierende Regelung her, die auch kleinen Herstellern Chancen bietet.

Wenn Du als HP Pemium-Händler demnächst die neuen Motor-Nachrüstsätze einbaust, bist Du auch Hersteller/Inverkehrbringer.
 
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