Verschwindet das Auto aus der Stadt?

Kommt auf die Länge des Weges an. Für größere Mengen nehmen wir allerdings die Anhänger.
Anhang anzeigen 371447
btw:
Yet, while microplastics often make headlines, a new study is putting the spotlight on their often-ignored smaller cousins: nanoplastics. These are even smaller derivatives of microplastics — smaller than one millimeter — which are barely visible and potentially more harmful.

The new study reports a startling fact: the average liter of bottled water holds approximately 240,000 detectable plastic fragments — a figure vastly exceeding previous estimates.
Forschende der Duke University in Durham (North Carolina) konnten nun zeigen, dass dieses so genannte Nanoplastik dort zur Entstehung von Parkinson beitragen könnte. Die Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin »Science Advances«.

Ich benutze PET-Flaschen als Trinkflaschen am Trike. Aber wenn ich ne neue Flasche kauf, kipp ich das Wasser weg, spühl die Flasche gründlich aus und füll Leitungswasser ein. (hatte ich erwähnt, das ich in nem Ex-Job Produktionsmaschinen für PET-Flaschen eines der globalen Marktführer montiert hatte? PET-Flaschen benutzen ist ok, das Nanoplastic (Polyamid) kommt aus den Wasser-Filtern der Abfüllanlagen->Sorry Link verschlampt)
 
Zuletzt bearbeitet:
Anbei mal ein Artikel der Welt, in dem es auch um die Innenstädte geht, und zum Thema passt es:


Das Geschäftsmodell von Fahrradkurieren.
Ein Fahrradkurier wird aber kaum über Land fahren, sondern den Innenstadtbereich beliefern? Viele der Lieferdienste haben mehrere Orte zu beliefern und sind damit ortsübergreifend unterwegs; nicht immer nur die Großstadt denken.
 
Stop; das gilt für die Anlieferung an die Supermärkte per Lkw;

Um genau die ging es in der Diskussion.

Die realistisch erreichbare Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei Kfz-Nutzung bei 15 bis 20 km/h, und das sind in der Summe in Abhängigkeit der Größe einer "Spielstraßen"-Zone bei maximal zul. 10 km/h nicht nur ein paar Sekunden, die da im Laufe eines Monates zusammenkommen.

Unter welchen Rahmenbedingungen? In Berlin Mitte liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit gerade mal bei 11 km/h, obwohl meist 50 km/h erlaubt sind. In Hintertupfingen mit drei Bauernhöfen kannst du wahrscheinlich auch 50 knacken, wenn du es drauf anlegst.

DHL, die an jedem zweiten Haus halten, schaffen auch nicht mal Schrittgeschwindigkeit.
 
Unter welchen Rahmenbedingungen? In Berlin Mitte liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit gerade mal bei 11 km/h, obwohl meist 50 km/h erlaubt sind. In Hintertupfingen mit drei Bauernhöfen kannst du wahrscheinlich auch 50 knacken, wenn du es drauf anlegst.

DHL, die an jedem zweiten Haus halten, schaffen auch nicht mal Schrittgeschwindigkeit.
Die Rahmenbedingungen sind überall anders, denn es hängt immer davon ab, wieviele Kunden je Tour zu beliefern sind; auch ist nicht unerheblich, ob Eigenheime beliefert werden oder Mehrfamilienhäuser. Bei Eigenheimen ist die mögliche erreichbare Durchschnittsgeschwindigkeit bei 15 bis 20 km/h, (also Gesamtzeit incl. Belieferung), selten darüber. Eine 30er-Zone ist hier also unbedeutend, eine "Spielstraßen"-Zone dagegen bremst die Belieferung erheblich.
 
Nebeneinander und Miteinander
braucht Augenhöhe. Die ist in unserer Gesellschaft einfach strukturell nicht gegeben, wie man an Gesetzgebung und Vollzugsdefizit in Punkto Auto merkt. sowie bei der Finanzierung und priorisierung von Verkehrsträgern.

Solange ich als Nicht-Autobesitzer so viele Folgen des Autoverkehrs finanziell und gesundheitlich mittragen muss, bin ich nicht gewillt, dazu neutral zu bleiben.
 
... Nebeneinander und Miteinander ...
Darin verbirgt sich ein grundlegender Fehler in Deiner Argumentation. Du implizierst eine Art Gleichheit zwischen Auto- und Radverkehr, die es nicht gibt. Um es noch einmal (also nochnochnochnoch einmal) ganz platt zu sagen: Autos sind Teil eines Problems, praktisch jede Alternative dazu ist Teil einer Lösung. Hier geht es nicht um gleichberechtigte "Meinungen" oder "Lebensentwürfe". Autoverkehr macht das Leben für ALLE außerhalb der Blechwände ein bisschen beschissener ... und wird dafür in guter neoliberal-kapitalistischer Tradition systematisch subventioniert (in der Tendenz von unten nach oben, würden manche Leute behaupten ... anderes Thema).

Du wirst schon nicht fürs Autofahren gelyncht werden, aber dieser Kulturkampf, den Du nachschwurbelst (da, "schwurbeln", zack, ich habs gesagt), und in dem Du Dir anscheinend die Opferrolle aneignen möchtest ... magst Du den vielleicht wieder einpacken? Bitte? Es gibt wirklich keine einzige Version vom Klagelied der unterdrückten Privilegierten, die nicht peinlich ist.

Danke. Bin erst mal fertig. Jetzt wieder Stadtverschönerung und so.
Das war eine Wiederholungssendung.
 
Anbei mal ein Artikel der Welt, in dem es auch um die Innenstädte geht, und zum Thema passt es:

Die Innenstädte der grossen Städte haben neben 1A Lagen halt auch 1A Ladenmieten. Das führt zu einem einseitigen und dadurch unattraktivem Angebot. Eine Schuh-und Klamottenladen Wüste. Zudem sind es alles finanzstarke Ladenketten, so sehen die Innenstädte auch noch gleich aus, weil überall dieselben Firmennamen prangen, egal wo Du bist, völlig austauschbar. Ausserdem mangelt es an Aufenthaltsqualität, keine Sitzgelegenheit, keine Strassencafes, kein Grün, Bullenhitze im Sommer, aufgrund der grossen Gebäude zugig im Winter, keine Orte zum verweilen, nur Shoppingmarathon ohne Verschnaufpause geht da.

Wenn die Innenstadt-Händler also mangelnden Umsatz beklagen dann sollen sie halt mal eine Shopping Mall auf der grünen Wiese anschauen. Dort wird versucht Ruhezonen zu integrieren wo sich der Mensch von der Dauerbestressung durch verkaufsfördernde Ladengestaltung erholen kann bevor er sich in den nächsten Laden begibt.
 
es ist zwar voll OT, aber es liest sich so, als wenn die

ihr Plastik nach innen abslittert, wie bröseliger Lack...
OmG...
Gruß Krischan
Da splittert nix ab! Das Mikro-/Nanoplastik das in den Flaschen nachgewiesen wurde, besteht aus Polyamid (nicht PET!) und kommt aus den Wasserfiltern der Abfüllanlagen. (ich vermute daher, das auch Wasser in Glasflaschen mit Plastikteilchen kontaminiert ist)

Hatte ich doch schon weiter oben geschrieben:
PET-Flaschen benutzen ist ok, das Nanoplastic (Polyamid) kommt aus den Wasser-Filtern der Abfüllanlagen-> Sorry Link verschlampt)

Viele (die meisten?) PET-Flaschen sind innen zudem glas-beschichtet (zumindest alle Coca-Cola, Säfte, etc). Diese Schicht (3 Schichten mit zusammen unter 1/10.000mm Dicke) löst sich ebenfalls nicht von der PET-Oberfläche.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Mikro-/Nanoplastik
wird von PA übertroffen, aber Pet ist der zweitgrößte Anteil:
Ubiquitous plastic and uncertain consequences

One frequently detected type of plastic was polyethylene terephthalate (PET), commonly used in manufacturing water bottles, as well as other beverage containers and various food products. PET particles likely seep into the water due to bottle manipulation or exposure to heat. Another study suggests that repeated opening and closing of the bottle cap could also release plastic particles into the water. Surprisingly, PET was outnumbered by polyamide, a type of nylon. The researchers suspect this comes from the plastic filters used in water purification processes before bottling. Other plastics identified include polystyrene, polyvinyl chloride, and polymethyl methacrylate, all widely used in various industrial applications.
 
heute hab ich wieder mehrfach gemerkt: die Straßen in unseren Städten hier sind nicht zu eng, sondern die Autos zu groß geworden... wird mit der E-ModellPalette leider kaum besser...
 
Und "Spielstraßen" sind für Lieferdienste unwirtschaftlich; nur der Umstand, daß diese noch in der Minderheit sind, relativiert hier den erheblichen Zeitmehraufwand, der dafür benötigt wird.

Die realistisch erreichbare Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei Kfz-Nutzung bei 15 bis 20 km/h, und das sind in der Summe in Abhängigkeit der Größe einer "Spielstraßen"-Zone bei maximal zul. 10 km/h nicht nur ein paar Sekunden, die da im Laufe eines Monates zusammenkommen.
Ich zitiere mich mal selber;

Momentaufnahme vom 12. Juli '24:
Strecke 8,9 km, davon 2,4 km 30er Zone, Rest "Spielstraße"; aber auch nur, weil nicht alle Straßen in dieser Zone "Spielstraße" zu befahren waren, sonst kämen locker ca. 20 km zusammen;
Zeitaufwand für diese 8,9 km mit 30 Kunden, davon 1 Kunde in der 30er Zone, -> 54 Minuten, (Kundenkontakte hatte es keine);

Den Zeitmehraufwand je Monat kann sich sicher jeder ausrechenen, wenn an Stelle von 20 bis 30 km/h nur 10 km/h gefahren werden dürfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für Vergleiche fehlt mal eine Route ohne Spielstraße. Und die Frage, ob das ein repräsentatives Beispiel ist und was für ein Problem sich überhaupt ergeben soll. Und zu guter Letzt: Zum Glück fordert das auch niemand.
 
Bei uns in der nächsten Großstadt bauen sie wieder einen neuen Radweg, damit Radfahrer endlich einen Radweg mit einheitlicher Breite und Oberfläche erhalten. Nebenbei erwartet man dass der Verkehr auf der Straße zügiger wird. Na klar wird er das, wenn jetzt der Verkehr nicht mehr durch vereinzelte Fahrräder auf der Fahrbahn ausgebremst wird. Schon steigt die Durchschnittsgeschwindigkeit und der Lärm (das wird natürlich nicht erwähnt).
 
Warum sollte dadurch der reale Schnitt steigen? Der wird durch Ampeln und Verkehrsaufkommen der KFZ bestimmt.
 
braucht Augenhöhe. Die ist in unserer Gesellschaft einfach strukturell nicht gegeben,
wie man an Gesetzgebung und Vollzugsdefizit in Punkto Auto merkt. sowie bei der Finanzierung und priorisierung von Verkehrsträgern.
In vielen Städten werden und wurden Parkplätze und Fahrstreifen zu Rad- und Fußwegen umgestaltet sowie Parkgebühren erhöht.
Solange ich als Nicht-Autobesitzer so viele Folgen des Autoverkehrs finanziell und gesundheitlich mittragen muss, bin ich nicht gewillt, dazu neutral zu bleiben.
Aber wenn im Notfall ein Rettungswagen oder die Feuerwehr gebraucht wird sind Autos ganz ok? Oder sollen die auch auf Lastenfahrrad oder Rikscha umstellen?
 
In vielen Städten werden und wurden Parkplätze und Fahrstreifen zu Rad- und Fußwegen umgestaltet sowie Parkgebühren erhöht.
Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein, von Augenhöhe sind wir noch so weit weg wie ein Feldweg von der Autobahn.

Aber wenn im Notfall ein Rettungswagen oder die Feuerwehr gebraucht wird sind Autos ganz ok?
Was haben Rettungswagen und Feuerwehr mit Autos zu tun?
 
Aber wenn im Notfall ein Rettungswagen oder die Feuerwehr gebraucht wird sind Autos ganz ok? Oder sollen die auch auf Lastenfahrrad oder Rikscha umstellen?
Nicht dass es irgendetwas mit dem Thema zu tun hätte, also nur ganz nebenbei: Die können viel besser und schneller arbeiten, wenn Städte nicht durch MIV verstopft sind. Nebenbei würde auch ein Teil ihrer Arbeit wegfallen, aber wer will schon Erbsen zählen ...

Und vielleicht wollen wir noch einmal drüber nachdenken, ob "Wäh wäh wäh, wenn die Tatütata-Autos dürfen, dann will ich gefälligst auch, wäh wäh!"* wirklich ein gutes Argument ist (bzw. falls, wofür eigentlich).
* Alternativ: "Wer Infrastruktur will, die pro Tag anderthalb Einsatzfahrzeuge verkraftet, muss sich damit abfinden, dass ein paar tausend MIVler im Weg rumstehen und -fahren." Das ist doch, was Du sagen wolltest, oder?

Und wenn wir schon dabei sind, wollen wir uns vielleicht angewöhnen, alle Argumente, die wir gewohnheitsmäßig nicht explizit aussprechen, sondern immer nur mit kleinen bissigen Stammtischsprüchen andeuten, wenigstens einmal - meinetwegen auch nur gedanklich vor uns selbst - abstrakt zu machen und fertig auszusprechen. Ernsthaft, das bringt mindestens ein Bienchen in der nächsten Rhetorikstunde (und hilft auch dabei, ein bisschen Ordnung im eigenen Kopf zu halten).
 
Zurück
Oben Unten