Verein zur Förderung und Verbreitung des velomobilen Radverkehrs

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Es gäbe noch einen anderen Weg zum Ziel - nämlich den eines geförderten Pilotprojektes in Kooperation mit einer Forschungseinrichtung.

https://www.lastenradtest.de/ wäre mein Vorbild, das Prinzip wäre fast 1 zu 1 übertragbar, lediglich das Zielpublikum unterscheidet sich ganz massiv. Wäre natürlich erstmal zeitlich befristet, aber nach der Förderphase könnte es natürlich weiterlaufen. Je nach Förderung wäre so ein ordentlicher Fuhrpark aus Neufahrzeugen realisierbar, die Preise sind ja ähnlich wie bei den Lastis.

Vielleicht interessieren sich sogar die DLRler für schnelle Pendlerfahrzeuge im Umlandsverkehr als Forschungsprojekt, immerhin läuft das aktuelle Projekt nur noch bis Ende 2019. Fragen kost nüscht.


Apropos, im Grund erfüllt, wie oben bereits erwähnt wurde, das VM-Forum bzw. die entsprechende Szene bereits die Kernfunktionen: Bereitstellung älterer Fahrzeuge zu nicht übertriebenen Preisen für Mitglieder mit beliebiger Leihdauer, der Wertverlust entspricht der Verleihgebühr. Die verliehenen Fahrzeuge würden tatsächlich sogar dem Gebrauchtmarkt entzogen, was bei dessen Größe sogar merklich würde.

Fazit: Lieber ein gefördertes Projekt (velogut war auch so ein Beispiel, ist inzischen ein Ladengeschäft), das dem Markt neue Fahrzeuge zuführt und die Hersteller erfreut.
 
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Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob Händler diese Aufgabe stemmen können und wollen. Dort vermute ich eher Neufahrzeuge und keinen Fahrzeugpool zur günstigen Dauermiete.
Händler bieten ja auch oft Probefahrten an, z.T. auch über einen längeren Zeitraum, meist gegen Gebühr. Wenn der Verein diesen Betrag teilweise oder ganz übernimmt, senkt das sicherlich die Hemmschwelle bei den Interessenten. Allerdings sehe ich da immer das Problem, wer für Schäden, Reparaturen und dergleichen aufkommt.
Aber solange die betroffenen Händler kein Statement dazu abgeben, ist das sowieso nur Spekulation.

Verlosungen finde ich jetzt auch nicht so überzeugend. Dann bekomme ich vielleicht ein Modell, in das ich am Ende gar nicht reinpasse oder das mir gar nicht liegt.
Ich schreib es gerne nochmal: Genau aus diesen Gründen sollen ja keine Velomobile verlost werden, sondern zweckgebundene Gutscheine für Probefahrten, wobei der Interessent sich die Fahrzeuge frei wählen kann, solange sie ein Händler vorrätig hat.
Oder es wird ein ganz bestimmtes Modell zur Verlosung ausgeschrieben, bei dem dann ganz klar gesagt wird, für welche Zielgruppe es geeignet ist. Dann beantragen eben nur Interessenten aus dieser Zielgruppe die Teilnahme an der Verlosung. Ist eher nicht für absolute Neueinsteiger geeignet, weil die gar nicht wissen können, was sie wollen und brauchen.


Vielleicht ist es leichter, wenn man das Projekt eher als Velomobilvermittlung begreift. Es gibt keine festen Standorte, der Interessierte kommt dann dorthin, wo sich ein verfügbares Velomobil befindet, das wird eingestellt, er lässt sich einweisen, dreht eine Proberunde und wenn es passt, geht es ab nach Hause.

Also quasi eine Partneragentur. Du gibst dein Profil und deine Vorstellung von deinem Traumpartner bzw Traumvelomobil ein und erhältst dann diverse Vorschläge. ;)
Ist auch denkbar und könnte klappen, aber auch hier nur mit sehr viel bürokratischem Aufwand. Alleine schon der Schreibkram mit den Interessenten und vor allem dann die ständige Aktualisierung der Daten. Das ist unglaublich viel Arbeit und wenn die nicht gemacht wird, dann schreckt veraltetes Datenmaterial die Interessenten eher ab.

Wie schon geschrieben: ich kann der Idee durchaus etwas abgewinnen, aber ich sehe die Probleme überwiegen, die dann letztlich in der Praxis auftauchen werden. Ich bleibe dabei: Wenn die Beteiligten diese Zeit nutzen, um gut sichtbar selbst zu fahren, dann bewirken sie meiner Meinung nach mehr für die Verbreitung des Velomobils, als wenn sie vor dem Computer sitzen und Daten wälzen.

Wer sich wirklich für Velomobile, Trikes oder Liegeräder interessiert, findet auch einen Weg, so ein Rad mal auszuprobieren. Wer das nicht tut, findet Gründe und Ausreden, warum es nicht geht. Daran wird leider auch der beste Verein nichts ändern können. :)
 
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Die Ursprungsidee hat Charme, doch stellt sich auch mir die Frage, ob ..

a) ausreichend Interesse an "längerfristigem" Leihen besteht: Gerade Neulinge wollen oft "DAS Velomobil" - nur, um bei zehn Minuten Probefahrt schon festzustellen, dass es nicht passt oder ihnen nicht zusagt.

b) das bedeutende "Mehr" an Verwaltungs- und Organisationsaufwand einem deutlichen Zuwachs von Komfort für die Interessierten gegenüber dem aktuellen Stand darstellt: Momentan sind Probefahrten bei Händlern/Herstellern möglich, teils auch mehrere Stunden. Die Kosten wirken für eine Probefahrt (wozu allerdings einiges an Einstellarbeit gehört) häufig recht hoch, werden beim Kauf jedoch in vielen Fällen angerechnet. Alternativ besteht die Probefahrtmöglichkeit bei anderen Velomobilfahrern in der Nähe oder bei Events wie der Spezi, was lt. Forumsberichten durchaus in Anspruch genommen wird.

c) wo die Fahrzeuge hervorgeholt werden sollen. Ja, die angedachten "Fahrzeugquellen" las ich natürlich. Einzig kommen leichte Zweifel auf, dass ausreichend Velomobileigentümer bereit wären, ihre Zweit- und Drittvelomobile als Fuhrparkerweiterung bereit zu stellen.

d) ob die angesetzten (gerade in den letzten Beiträgen) Leihgebühren wirklich dazu taugen, ausreichend Interessenten als Leihnehmer zu gewinnen?

Viele Grüße
Wolf
 

Jag

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So wie ich den Threadersteller deute (er möge mir widersprechen) möchte er sich gerne ein VM anschaffen, ist sich aber angesichts des hohen Preises nicht sicher, ob es das auch wirklich wert ist. Er würde gerne ein VM über mehrere Wochen leihen und ausgiebig testen, damit er keinen Fehlkauf macht. Das gibt es aber nicht und deshalb will er es anbieten.
Ich sage: Ausgiebiges Lesen hier im Forum gibt eine Vorstellung, was Licht und Schatten bei VMen sind. Es werden auch die Schwächen erwähnt; die Hersteller sind hier recht inaktiv. Dann sich überlegen, welche Modelle denn für einen in Frage kommen und zum Händler und probefahren. Mir haben 20 km Probefahrt je Modell völlig gereicht.
 
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Zur Übersicht & Organisation des benötigten Fahrzeugpools scheint mir diese App geeignet
Evtl kann man ja auch Händler dafür gewinnen, Gebrauchte oder Vorführer hier ebenfalls einzutragen...

Ich bin allerdings den Weg der meisten hier gegangen: viel im Forum gelesen, ein gebrauchtes (Mango) gekauft - mit 2 Optionen im Hinterkopf:
  1. bald mit wenig Verlust verkaufen wenns gar nix für mich sein sollte
  2. auf ein neueres/schnelleres/leichteres umzusteigen, wenn der Virus mich packt.
Derzeit warte ich auf mein DF XL :D
 
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Die Ursprungsidee hat Charme, doch stellt sich auch mir die Frage, ob ..

a) ...b) ... c) ...d)
@ a) b) d) Ich bin schonmal ein VM gefahren, war ganz geil. Ich könnte mir aber nicht vorstellen ob und wie ich es in meinem Alltag nutzen könnte, da ich viele Stellen habe die nur für Einspurer gehen. Auch den Wetterschutz müsste ich halt mal unter realistischen Bedingungen ausprobieren - wieviel weniger ich fertig bin wenn ich meine Strecke mit Rad fahre oder mit VM. Für wahre Enthusiasten ist das natürlich nicht so wichtig. Aber es ging ja darum die Menschen unter den wahren Enthusiasten zu erschließen.

@ c) Das ist auch meine Frage. Wenn ich ehrlich bin, ich finde das dieser Thread in dieselbe Kerbe schlägt wie die ganzen Threads VM ist mir zu teuer lasst uns mal herbeidenken warum eigentlich alle ein VM vom Schlage eines Milans wollen und es nur nicht wissen und wie durch die dadurch schlagartig einsetzende Massenproduktion supergünstige Preise kommen würden. Das Ganze steht und fällt mit Fahrzeugspendern. Die tauchen nicht einfach auf, bloss weil das eine coole Idee für Fahrzeugprobierer wäre. Ich poste ja auch nicht im Ferrariforum und sag hey ich bin mir da nicht sicher ob ich einen Ferrari brauch, aber ihr ihr reichen Leute ihr habt doch sicher Zweitferraris, die ihr mir mal leihen könnt.
 
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Ich habe mir nicht alles durchgelesen, finde die Idee aber super. Ich habe mich auch sehr viel durchs Forum gelesen und das ein oder andere Fahrzeug Probe gefahren. Das eine bekomme ich am Samstag als gebraucht VM.
Hätte es die Möglichkeit des längeren Testfahrt schon gegeben hätte ich sie wahrscheinlich schon vor Jahren wahrgenommen. Insofern finde ich das sehr unterstützungswürdig.
Wie einige schon geschrieben haben, ist die Gründung eines Vereins nicht ganz so trivial und für das Vorhaben auch nicht erforderlich. Die Gemeinnützigkeit hängt weniger von der Rechtsform als vom Unternehmenszweck ab. Ein Verein würde es steuerrechtlich evtl. etwas vereinfachen. Dafür währe der Aufwand auf der anderen Seite aber viel höher. Man kann also auch erstmal im kleinen unbürokratischen Rahmen starten und später den Verein als e.V. anmelden.
 
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Verein: Wir haben einen Verein, der sich für Velomobiele einsetzt. Der heißt HPV. Auch dieser Verein freut sich über aktive Helfer, die selten sind. Wenn es ans Arbeiten geht, sind die Träumer am schnellsten weg!
Nun ein neuer zusätzlicher Verein für das Marketing der Hersteller aufbauen, finanziert hauptsächlich durch VM-Fahrer, die gebrauchtes (also 3000Euro aufwärts) zur Verfügung stellen!

Hilfestellung beim Ausprobieren und testen gibt es hier und auf der Spezi.

Es gibt viele Mitglieder hier, die mit Mühe, aber mit Begeisterung, sich ihr eigenes VM angeschafft haben. Wer kein Geld hat, spricht nicht gerne darüber, daher werden diese sich hier auch nicht äußern. ...

Die Werbung, zB durch app, etc wäre eine Bereicherung für den z.B. HPV. Dafür bedarf es keinen weiteren Verein.
 
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Ich bin mittlerweile von meiner Idee abgerückt. Der Aufwand für einen eigenen Verein steht wahrscheinlich in keinem sinnvollen Verhältnis.

Wie man die Velomobilisierung fördern kann, beschäftigt mich zwar immer noch. Aber das wäre dann ein Thema für einen eigenen Faden.
 
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Sozusagen ein Nachwuchsgewinnungsprogramm der Community
ich kenne das unter dem Begriff anfixen. Der erste Schuß ist noch frei oder eben subventioniert aber gleich den harten schnellen Carbon Stoff nix mit Glas oder Alu gestrecktes. Und dann wenn sie nach einigen hundert Kilometer voll auf Droge sind das Velomobil wieder einziehen und auf kalten Entzug setzen.
Klar die rennen auf Turkey gleich zum nächsten einschlägigen Dealer und dann hängen die Junkies monatelang im Wartezimmerthread rum.
Bleibt zu hoffen dass es da am Ende nicht auch noch zur Beschaffungskriminalität kommt.
Last euch nichts einreden von wegen nur ein Alleweder! Alu ist nur die Einstiegsdroge ich selbst bin längst auch auf Glas umgestiegen und sehe mich früher oder später auch bei Carbon landen

Thomas (im fünften Jahr auf VM )
 
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Warum denn leihen?
Viel zu kompliziert!

Es muss doch einfach ein Velomobil gebaut werden, dass nicht mehr als ein E Bike kostet!

Der Fahrrad-markt boomt!

Jetzt kann man hier richtig Kohle machen.

Stattdessen friemeln die Genies an Velos herum, die den allgemeinen Markt nicht ansprechen und dazu unerschwinglich sind.

Der Vertrieb scheint zu fehlen.
Bis jemand das erkennt und es macht!
Und sich eine goldene Nase damit verdient

Denn eins ist auch klar:

Kein Bike bekommt so viel Aufmerksamkeit und Interesse, wie ein Velomobil!
Warum das nicht nutzen???
 

Jag

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Der Vertrieb scheint zu fehlen.
Es gibt doch mittlerweile Händler.
Ich weiß nicht, wie Deine Fahrradrealität in Deiner Gegend aussieht. Hier kann ich am Wochenende bei schönem Wetter durchaus mal öfter Radfahrer sehen. Aber das war es dann auch. Ein Bruchteil von den Autos, die in derselben Zeit rumfahren.
Die Leute wollen nicht schwitzen. Aber genau das tuen sie in VMen (und überhitzen u.U. trotzdem).
 

Reinhard

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spz

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Auch "die Chinesen" werden kein vernünftiges VM unter 3k€ bei uns auf den Markt bringen. Die Stückzahlen werden für eine wirkliche Massenfertigung zu gering sein und billige China RRs und MTBs haben den Markt bei uns auch nicht überrollt. Da sind die Qualitätsansprüche der potenziellen Kunden einfach zu hoch und der "Baumarktkunde" wird keine 3k€ für etwas ausgeben bei dem er selber treten muss.
 
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