Velomotion Highracer Scopa

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Sorgen macht mit das Thema "Anfahren am Berg". Ich sammele auf 100 km im Schnitt 1000 Höhenmeter, da muss man doch hin und wieder bei Steigungen um oder über 10% anfahren.
Das Fatbike Seqouia ist ja bei Schnee die Berge hoch und hat sich gut bewährt.
Bei 10% anfahren finde ICH mutig (aber hier ist halt alles flach, Brücken haben nur 3-5%) Mit der richtigen Schaltung (um die 1:1 oder eine MountainDrive von Schlumpf) sollte das gehen. Obwohl MIR dann in dem Moment ein Trike wohl lieber wäre. Eventuell kannst Du Dir mal ein Highracer probeweise für eine Woche leihen und testen wie das geht.
 
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etwas Sorgen macht mit das Thema "Anfahren am Berg". Ich sammele auf 100 km im Schnitt 1000 Höhenmeter, da muss man doch hin und wieder bei Steigungen um oder über 10% anfahren. Wie problematisch ist das mit dem recht hohen Tretlager? Könnt ihr da Entwarnung geben oder ist das ein Punkt, der Anlass sein könnte, doch noch über eine andere Rahmenform nachzudenken?
Ich fahre zwar nicht genau dieses Modell, sondern einen Eigenbau-Highracer (2× 28") von @martint. , aber die Geometrie ist ähnlich; deshalb dürften meine Erfahrungen vergleichbar sein.
Anfahren am Berg ist bei dem hohen Tretlager tatsächlich gewöhnungsbedürftig, aber mit ausreichend Übung funktioniert es schon (vorausgesetzt, man hat zuvor rechtzeitig runtergeschalten). Möglicherweise ist es bei meinem etwas schwieriger wegen des langen starren Tiller-Auslegers; ich schätze, mit UDK-Lenker (wie bei dem von Dir @mirco anvisierten Modell) dürfte es etwas einfacher sein, weil man die Lenkung besser unter Kontrolle hat. (Aber das muß ich erst noch ausprobieren, sobald ich endlich auf UDK umgerüstet habe.)
Ich gebe allerdings zu, daß Anfahren am Berg mit meinen anderen Einspurern mehr Spaß macht.

20201003_095245.jpg
 
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Bei 10% anfahren finde ICH mutig (aber hier ist halt alles flach, Brücken haben nur 3-5%) Mit der richtigen Schaltung (um die 1:1 oder eine MountainDrive von Schlumpf) sollte das gehen.
Bei uns sind 10%ige Anstiege haufenweise zu finden (anders kommt man z.B. gar nicht zu unserem Haus ;)
Man kann allerdings auch zu kleine Gänge haben: mein kleinster am Highracer ist derzeit 24Z (KB vorne) auf 42Z (Ritzel hinten); das ist zum Anfahren bei 10% Steigung zu klein, weil man mit der ersten Kurbelumdrehung nicht genügend Schwung bekommt, um den zweiten Fuß hochzunehmen...
Aber sowas kann man sich ja bequem mittels Ritzelrechner durchrechnen und Kassette und Kettenblätter entsprechend auslegen.
 
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Bei 10% anfahren finde ICH mutig (aber hier ist halt alles flach, Brücken haben nur 3-5%) Mit der richtigen Schaltung (um die 1:1 oder eine MountainDrive von Schlumpf) sollte das gehen.
Das Problem ist, den zweiten Fuß auf's Pedal zu bekommen, bevor der Schwung aus der ersten halben Kurbelumdrehung weg ist. Das fand ich mit der Hornet auch nach zwei Jahren in der Stuttgarter Gegend nicht trivial (OK, die ist nur "high" und nicht "racer", aber das Problem bleibt dasselbe). Plan B, wenn der Weg breit genug ist: Quer oder schräg zum Hang anfahren und in die Steigung hineinkurven, sobald man mit beiden Füßen Schub geben kann.
 
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Hallo Paukenschlag,

ich hatte die Bestellung damals über die Bucht gemacht, dann aber direkt mit Igor kommuniziert. Gib ihm einfach deine Körpermaße an, er berät gut in Punkto Rahmenlänge und so. Ich hatte zuerst einen Glasfaser Sitz, bin später dann aber auf Carbon umgestiegen. Allerdings in England bestellt. Sitzauflage ist keine dabei. Beim Thema Anfahren am Berg kann ich als Bremer leider keine qualifizierten Tips geben.
Grüße
 
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Danke für eure Antworten. Ich habe Igor inzwischen über die Kontaktadresse auf der Homepage angeschrieben, einen Rahmen in schwarz bestellt und wegen verfügbaren Sitzen und Auflagen nachgefragt.

Bei 10% anfahren finde ICH mutig
Das Problem ist, den zweiten Fuß auf's Pedal zu bekommen, bevor der Schwung aus der ersten halben Kurbelumdrehung weg ist. Das fand ich mit der Hornet auch nach zwei Jahren in der Stuttgarter Gegend nicht trivial
Das bestätigt meine Vermutungen. Ich werde mich an das Problem rantasten und die Strecken entsprechend wählen, eine bergtaugliche Übersetzung war sowieso geplant. Für Routen mit steilen Abschnitten gibt's ja noch das RR.

Hier gibt es einen langen Artikel über den Werdegang das Scopas und seines Bruders Sequoia aus Serbien
https://www.recumbent.news/2021/10/28/velomotion-stick-bikes-from-serbia/
Danke für den Link, wirklich ein interessanter Artikel, vor allem der Abschnitt über die Flexibilität bei der Wahl der Laufradgröße. Mit einem kleineren Laufrad vorne und einer passenden Gabel könnte man das Rad dann ja wie von @Cygnus X-1 vorgeschlagen bergtauglicher machen.

Auch wenn die Details noch Zeit haben: @mirco , verrätst du mir, welchen Sitz du aktuell mit welcher Auflage fährst und welche Umlenkrolle du nachgerüstet hast?
 
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Sitze gibt es auch bei Thorseat.eu. Ich würde den Easy mit der Nase vorn bevorzugen. Den hab ich auch auf meinem Scopa.
Wenn man viele Anstiege fährt, ist es gar keine schlechte Idee das Tretlager nicht so hoch zu haben.
 
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An fahren am Berg ist grad fur ein Anfanger schwierig. Das gleichgewicht zu halten bei niedrige geschwindigkeit ist nicht gerade einfach. Anfahren mit ein sehr hohes Tretlager ist auch nicht gerade einfach. Beide Kombiniert schon gar nicht. Als erfahrener Tieflieger fahrer und ziemlich Frische Hochlieger fahrer muss ich sagen das ich es einfacher finde auf demm Hochlieger bei sehr niederige geschwindigkeiten, so unter 5 km/h, das gleichgewicht zu halten.

Meine tricks wenn's wirklich schwierig geht;

Einfach in die andere richtung los fahren, Berg runter ist einfach. Wenn es dann rollt, einfach eine 180 grad kurve machen.
Quer zur hangrichtung losfahren, und sobald der zweite fuss auf das pedal ist, Berghoch schwenken.

Die Lösung fur Furchtlosen; mann sucht sich ein Baum, Posten oder ahnliches am Strassenrand, mann steigt sehr nah an diesen gegenstand ins Sattel, liegt sich hin und hält sich mit einen Hand am Gegenstand fest. Beide Fusse einklicken und los fahren. Wenn es dann schief geht, geht es aber Gnadenlos schief.

Grad am anfang mussen die Muskeln noch aufgebaut werden. Beim Liegerad fahren ist das doch was anders als auf demm Rennrad. Daher erst mal mit kurze "leichte" strecken anfangen. Etwas rum uben mit wendigkeit und langsam fahren auf ein grossen Parkplatz oder so kann helfen.

Grusse, Jeroen
 
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Ich besitze zwei Velomotions, eine mit grösse S und eine mit M.
Beide mit Ventisit Sitzauflage. Ich habe die vor zwei jahre direkt bei Igor bestellt.
Die Rahmen sind vom Steintrikes Manufaktur in Serbien.

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Igor hat gestern noch geantwortet und in einer sehr ausführlichen und informativen Mail folgendes angeboten:

- Rahmen in Größe M für 700 EUR
Neben der Farbe kann auch die Oberfläche gewählt werden - Glanz oder Matt

- Sitze von Steintrikes oder Thor, Glasfiber für 70 EUR, Carbon für 230 EUR
Ich nehme für die ersten Erfahrungen den Glasfibersitz von Steintrikes, später wird sicher noch gegen Carbon getauscht.

- Sitzauflage Ventisit Comfort 75 EUR
Die Dicke von 3 cm könnte bei dem ungefederten Rad sinnvoll sein.

Der Versand kostet 60 EUR. In den nächsten Monaten ist er öfter in Bremen und hätte mir den Rahmen auch versandkostenfrei mitgebracht, wenn das auf dem Weg liegen würde. Der Vergleich mit den ebay-Preisen lässt vermuten, das sich die Angaben ohne Mehrwertsteuer verstehen.
Morgen wird bestellt. :)

Man könnte auch eine asymmetrische Bereifung, z.B. 622x507 nehmen, dann kommen die Füße nicht so hoch.
Ein 24'' Laufrad wäre auch schnell gebaut, eine geeignete Gabel zu finden aber wahrscheinlich wesentlich schwieriger. Außerdem habe ich so kleine Laufräder aus meinen Birdy- und Brompton-Zeiten in nicht allzu guter Erinnerung.

Einfach in die andere richtung los fahren, Berg runter ist einfach.
Oder einfach eine andere Route suchen, der Weg ist schließlich das Ziel.

bei 10% Steigung anfahren fänd ich sogar mit dem Up mühsam...
Na ja, das geht schon, ab 15 % wird's bei mir spannend.

Die sind mir zu schwer. Ich fahre an fast allen Rädern doppelseitige SPD-Pedale mit einem Reflektor-Adapter auf einer Seite, der auch als "Nottatze" funktioniert - leichter und schlanker (s.u.).

Viel Spaß beim Aufbau! Und bitte Fotos...
Mit den Fotos wird's noch dauern, aber wenn du schon mal was zum gucken haben willst:

Es wird die Liegeradversion davon - schwarz mit Farbklecks...
IMG_20211009_122622.jpg

oder davon - schwarz/silber
IMG_20180418_171854.jpg
 
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@VeloFinnland Du scheinst die gleiche Intec Reiseradgabel zu haben wie ich an meinem Pedelec Aufbau. Hab meins nämlich mit einem Bafang Frontmotor ausgestattet.
 
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Das Rahmenset ist bestellt, jetzt beginnt das Warten...

Habe erfreut festgestellt, dass alle Zutaten für eine 3-fach Kurbel 46-36-26 noch in der Speisekammer lagen. Für einen ersten Aufbau als RR brauche ich dann nur noch Steuersatz, Umwerfer und Kette. Wie viele normale Ketten brauche ich, um auf die nötige Länge zu kommen? Ich würde mal auf 3 tippen.

@VeloFinnland Vielen Dank für die scharfe und gut ausgeleuchtete Seitenansicht, die ist sehr hilfreich für die weitere Vorausplanung bis der Rahmen eingetroffen ist.

Vielen Dank an alle für die freundlichen Ratschläge und Tipps. Werde mich in den nächsten Wochen dann mal fleißig durchs Forum lesen.

Grüße, Georg
 
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