Velomobil oder leichtes E-Fahrzeug

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@Marc war schneller

Du solltest aber noch erwähnen, das du
a- genau weißt, was für Zellen du hast.
b- genau weißt was du tust und wie du deine Zellen überwachen kannst.

Das wissen und können die meisten hier nicht.
;)
Mit einem (vor-)konfigurierten Elektroantrieb mit halbwegs genauer Akkukapazitätsanzeige* und entsprechendem Ladegerät** könnte das auch meine technisch eher uninteressierte Mutter.

*also nicht nur ne weitgehend nutzlose Batteriestatus-Anzeige mit 4 oder 5 LEDs
**das muss kein voll programmierbarer, wasserdichter Grin Tech Cycle Satiator sein. Mein €80 Ladegerät von Em3ev hat einen Schalter für 50%/90%/100%
 
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Naja, einen Akku nicht voll laden, macht ihn vermutlich schneller kaputt, da ja die Ladezyklen zählen. Wenn man jeden Tag lädt, ist er sicher rascher kaputt als wenn man ihn 1x pro Woche lädt.
Ganz im Gegenteil: Wenn du z.B. einen Sony Konion Akkublock nur auf 90% ganz langsam lädst (dauert bei weniger als 1 A bis zu 10 Std.) und nur bis auf 20% entlädst, erhöhst du seine offizielle Nutzungsdauer von normal ca. 800 Zyklen auf über 2000 Ladezyklen.
Ein Zyklus entspricht dabei immer dem Ladevorgang einer Vollkapazität, wenn er also z.B. wie bei meinem Toxy Liegerad 12 Ah hat, gilt der Stromumsatz von jeweils 12 Ah als ein Zyklus. Wenn man also nur von 40% auf 90% lädt, ist das nur ein halber Zyklus. Müsste also so ca. 4000 mal sich nutzen lassen, da sollte ich vielleicht mitzählen (jedesmal eine Kerbe in den Reifen ritzen.. ähh.. nee.. besser nicht...:whistle:).
Da ich aufgrund der langen Ladezeit vorrauschauend laden muss, lade ich halt die Nacht über, geht wunderbar. Das Ladegerät ist dabei speziell auf eine Ladeschlussspannung von 40,7 V eingestellt, bei wie gesagt absichtlich reduziertem Ladestrom.
Der Akku wird also so langsam geladen, dass er gar nicht merkt, dass er schon wieder geladen wird. Die unterstützte Reichweite ist trotz reduzierter Spanne enorm, habe ja absichtlich die Akkus mit höhere Kapazität verbaut eben um sie nicht ganz aufladen zu müssen, der Block wiegt trotzdem nur 2 Kg und unterstützt bis zu 80 Km.
(Und man kann ja auch ohne Akku-Motor-Unterstüzung noch weiterfahren, geht halt nicht mehr so rasant die Hügel hoch, hauptsache das Licht geht noch, man kommt also immer irgendwie nach Hause, das werden uns die E-Auto-Leute neiden...)

Edit: Sehe gerade das Marc und andere das schon erklärt hatten - sorry.

Dann ergänze ich damit, dass es sich bewährt hat, im Sommer mit leichten Lithium-Akkus zu fahren und im Winter mit LiFePo4-Akkus im VM, die sich auch bei Frost laden lassen (oder man nimmt den Li-Akkublock immer mit ins Haus, ist aber umständlich).
 
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Na ja, da sind auch flache Abschnitte dabei, wo der Motor einfach nichts zu tun hat, bei einem anderen Streckenprofil mit mehr Hügeln wären das vielleicht nur 40 km, also ca. 5 Wh/Km.
 
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Müsste also so ca. 4000 mal sich nutzen lassen, da sollte ich vielleicht mitzählen
trotzdem nur 2 Kg und unterstützt bis zu 80 Km.
wollte schon schreiben: "4000 Zyklen - da kannst den Akku ruhig bissal kleiner machen und dafür mehr quälen"
aber dann seh ich, dass dein Akku eh schon relativ klein und leicht ist

aber wenn man die Zahlen 4000 und "bis zu 80km" weiterspinnt..

sagen wir 50km im Schnitt, 4000mal ===> das wären 200.000km

bei 50km jeden Arbeitstag würdest du dafür ca. 17 Jahre brauchen ;)

da dürften auch die Konions den Tod durch Alterung gehen :D

vondaher: die Pflege von dir ist löblich, aber irgendwann ist der Akku nunmal hin.. ewig hält er nicht
aber klar: Kalenderlebensdauer und Zyklenlebensdauer kann man nicht getrennt voneinander betrachten.. es ist ne Summe der beiden dinge..


(Und man kann ja auch ohne Akku-Motor-Unterstüzung noch weiterfahren, geht halt nicht mehr so rasant die Hügel hoch, hauptsache das Licht geht noch, man kommt also immer irgendwie nach Hause, das werden uns die E-Auto-Leute neiden...)
davor haben viele im Pedelec-Forum fürchterliche Angst...
das Schlimmste was passieren kann, ist dass einem der Strom ausgeht.. oh-gott-oh-gott
deshalb am besten den Akku immer gleich doppelt so groß wie nötig dimensionieren
*Ironie*

Dann ergänze ich damit, dass es sich bewährt hat, im Sommer mit leichten Lithium-Akkus zu fahren und im Winter mit LiFePo4-Akkus im VM, die sich auch bei Frost laden lassen (oder man nimmt den Li-Akkublock immer mit ins Haus, ist aber umständlich).
gute Idee...
macht man mit den Reifen ja auch, passende zur passenden Gelegenheit/Jahreszeit
 
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Dies war doch der Faden, der hauptsächlich ins Elektrische abgetrieben ist.
Morgen bringt de FAZ als Aufmacher im Reiseblatt diesen längeren Artikel:

Man wird doch mal ins Gestrüpp ausweichen können

Dort, wo Wanderer und Mountainbiker sich begegnen, prallen einander widersprechende Welten aufeinander. Ein Problem, das sich mit ein bisschen Rücksicht von beiden Seiten lösen lässt? Ganz so einfach ist es nicht. Von Gerhard Fitzthum

Ich empfehle die Lektüre, es geht um das Eindringen von immer mehr E-MTB auf die Wanderpfade der Alpen, die Haltung des Alpenvereins dazu und endet mit dem Plädoyer des Autors, dem ich mich voll anschließe:
„Tretfahrzeuge mit Zusatzmotor haben auf schmalen Bergwegen, auf Wiesen, Weiden und Gipfeln so wenig zu suchen wie Elektroroller auf dem Gehsteig oder selbstfahrende Bobbycars in Kindergärten.“
 
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Ich frag mich wie die Wanderer und BioBiker zu den Trails hinkommen, wandernd? fahrradfahrend? wohl eher nicht. Also immer schön den Ball flach halten :D
Oder geht es darum Pfründe zu verteidigen um nicht teilen zu müssen?
 
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Ich frag mich wie die Wanderer und BioBiker zu den Trails hinkommen, wandernd? fahrradfahrend? wohl eher nicht. Also immer schön den Ball flach halten :D
Oder geht es darum Pfründe zu verteidigen um nicht teilen zu müssen?
In meinem Fall zu Fuß oder mit der Seilbahn. E-MTB Gruppen auf Pfaden am Berg nerven noch mehr als Touristen auf E-Scootern.
 
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wie die Wanderer und BioBiker zu den Trails hinkommen, wandernd? fahrradfahrend? wohl eher nicht.
:confused:
Das Wort "trail" hat mit Bergsteigen oder Bergradfahren nichts aber schon gar nichts zu tun. Bergsteiger bzw. Radler bewegen sich nicht in einem nur für sie angelegtem Getto, zu dem sie extra gekarrt werden müssen, sondern auf tradtionell entstandenen Wegen. Das was du meinst, sind die sogenannten "Destinationen", die zur Bespaßung von Touristen angelegt werden.
Für mich ist Bergsteigen z. B. folgendes: Zugfahrt nach Lenggries, von dort mit dem Bus nach Pertisau. Dann gehe ich das Falzturntal hinter -sogenannter Talhatscher- und steige aufs Sonnjoch. Abstieg in die Eng, anschließend mit dem Bus wieder zurück. Dazu brauche ich meine Ausrüstung, meine Füße und Zeit. Sonst nichts.
Oder geht es darum Pfründe zu verteidigen um nicht teilen zu müssen?
Garantiert nicht! Es geht darum die letzten noch einigermassen naturbelassenen Regionen diese Planeten zu schützen.
 
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Um nochmal auf das Thema „Velomobil oder leichtes E-Fahrzeug“ zurück zukommen:
Welche Vorschriften bzw. Normen muss ein leichtes E-Fahrzeug erfüllen, wenn es innerhalb der Pedelec/EPAC Definition bleibt, also als Fahrrad eingeordnet wird?

(EN 15194:2017 + EN 14764 gelten ja nur mit einer Sattelhöhe von 635 mm oder mehr ;-)
 
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Welche Vorschriften bzw. Normen muss ein leichtes E-Fahrzeug erfüllen, wenn es innerhalb der Pedelec/EPAC Definition bleibt, also als Fahrrad eingeordnet wird?
Wir können ja mal sammeln. Ich fang mit dem Fahrradgedönse an:
  • § 63a StVZO: mindestens 2 Räder, durch die Muskelkraft auf ihm befindlicher Personen mit Hilfe von Pedalen oder Handkurbeln angetrieben, E-Motor mit max. Nenndauerleistung von 0,25 kW, Unterstützung nur beim Treten, progressiv verringert bis max. 25 km/h
  • § 64a StVZO: helltönende Glocke / Keine anderen Einrichtungen für Schallzeichen angebracht
  • § 65 Abs. 1 StVZO: 2 voneinander unabhängige Bremsen
  • § 67 StVZO: „Lichttechnische Einrichtungen an Fahrrädern“
 
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