Velomobil in Holzbauweise

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Na, dann muss ich auch mal suchen gehen, denn ich war auch 1988 in Traunstein und bereits 1987 in Nümbrecht dabei, mit oder ohne Sesselrad, oje?
Dein erstes Bild, in Traunstein, das auf dem Autodach, war damals nicht auch noch ein Kopf vorne Bauchlieger zu sehen, oder täusche ich mich?

Gruß
Dieter
 
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Hallo Dieter,

Bauchlieger war meines Wissens nur ein extremes Gerät von Eggert Bülk, alle anderen "durften" in Rückenlage Platz nehmen. In dem Thread in der Plauderecke " Nostalgie" kannst Du erheblich mehr alte HPVs sehen.

Gruß
Reinhard
 
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Das mag sein:),
bis 1990 bin ich noch selber Rennen mitgefahren, dann musste ich mich entscheiden: schnöder Mammon oder Ruhm und Ehre bei HPV Rennen:whistle:.
Mit meinen Männeken ( wenn es jemand interessiert einfach den Link in der Signatur anklicken;)) konnte ich Geld verdienen. Meine Gene reichten auf jeden Fall nicht aus, um beim Sport außergewöhnliches aufzubieten(n).
Meine Aufzeichnungen waren recht lückenhaft, wenn man selber Rennen fährt kann man nicht alles fotografieren.

Gruß
Reinhard
 
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Hatte der Bauchlieger nicht eine Drehschemellenkung, die ihn während des Rennens mit Schmackes in die Botanik schoss? Irgendwas war darüber mal in der TOUR...
 
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hallo zusammen,
die jungfernfahrten waren grundsätzlich erfolgreich. am 07.04. sollte es ein höhentest für die übersetzung mit vorne 70 und hinten max 36zähne sowie ein geschwindigkeitstest auf der graden werden. gefahren wurden 82km mit 710hm (erfurt über rohda, bechstedtstraß, weimar, sömmerda nach erfurt). am ende war am weimarer ettersberg bergauf bei 7% nach 500m länge die luft raus, ich habe auf 56zähne umgelegt und bin anschließend mit angenehmer frequenz den rest des berges hoch. die spreizung einer rohloff ist mit einer 11-36er kassette nicht zu erstzen, aber es ging auch mit handumwerfen. an diesem tag war es mit bft4 windig und nachmittags dazu noch recht böig. mein größtes problem war die seitenwindanfälligkeit, hier habe ich auf 40km/h abgebremst. auch konnte ich nur geringe strecken freihändig fahren - aufgrund wohl noch nicht stimmiger maße an der lenkung ging es daher nach einigen metern mit dem "flattern" los. da die radkästen recht eng sind (spaltmaß bei conti gp 12mm, bei ultremo 15mm) ist im nachgang keine wesentliche änderung der radstellung im kasten möglich. um die einwirkung des windes auf die lenkung zu verringern, baue ich gerade nochmal neue achsschenkelplatten. damit soll der nachlauf (unter last alt 25mm, neu 15mm) und vorallem den abstand zwischen lenk- und radachse in höhe achse zu verringert werden (alt ~20mm, neu ~10mm). gemessen habe ich dabei immer in der radaufstandsebene (siehe foto 7582). frage ans forum : wenn ich auf den achsen messe, messe ich da an den richtigen stellen ?
fahren direkt gegen den wind ist keine frage, da läufts ganz ruhig, 45km/h waren dort gut möglich. bergab habe ich ab 65km/h abgebremst, die neuen geschwindigkeiten müssen sich dann doch erstmal in der wahrnehmung setzen.
und : so mit hinterrad im kasten wirds dann doch auch laut, demnächst kommen ohrstöpsel dazu.
der konstruktion ist nach unserer meinung steif. entgegen der gfk-bauweise mit tragender außenhaut trägt unsere außenhaut sehr wenig, dient aber der versteifung des tretlager- und heckbereiches. die druchbiegung über den mittelkiel beträgt bei meinen 70kg 1mm, das spaltmaß der klappe in unbelastetem zustand beträgt 1 bis max 2mm, die klappenhaut ist mit der chassishaut gut flächenbündig (siehe foto 7541).
inzwischen haben wir auch das gewicht ermittelt : 26,11kg ohne sitz (der war im hüftbereich gebrochen und wird gerade verstärkt, 600gr), ohne radkappen mit kleber (200gr), ohne frontleuchte, led-blinker, verkabelung und akkus (ca. 1000gr), ohne klappenstützenmechanismus (50gr), ohne visier und haube (100gr), ohne beschichtung (500gr) - werden am ende also fahrfertig mit tacho, flaschenhalter, rücklicht (war jetzt alles schon dran) ca. 28,50kg rauskommen. und das in holz mit radkasten und langem heck !
hier für alle technikaffinen noch einige daten :
- einstieghöhe 23cm
- kettenrolle vorne fix, hinten "wanderrolle" auf welle
- sitz nicht verstellbar, geklemmt, herausnehmbar
- dann zugang zu zwei gepäckräumchen rechts/links vom radkasten auf zwischenboden
- tretlager über schlitten verstellbar 6cm
- kurbel da 7800, 170mm, pedale spd-sl, schaltung + schaltwerk sram xx, kassette sram 11-36, alle 10 gänge nutzbar, kette kmc-sl gold
- räder vorne ginko low cost, außermittig gespeicht, rad hinten american classic 210 mit felge xmd388
- dämpfer vorn velomobiel.nl mit kürzeren federn, dämpfer hinten float rp23, 3bar
- igusköpfe bzw. -lager an schwinge, lenkhebeln sowie spurstangen ohne längslenker, hier metall
- bremshebel btb mit zugspannungsregler, spiegel bumm, klingel stino
- wendekreis außen/außen 8m
- die bauzeit wird bei ca. 230 stunden ankommen

na dann, bis auf weiteres ...
grüße aus erfurt
ingmar
 

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Servus,
beim Radhaus kannst du die hintere Seite (also die in Fahrtrichtung weiter hintenliegende) noch mit einem möglichst großen Radius versehen. Das vermindert die Schleppwirbel des Laufrades stark und macht dich nennenswert schneller.
Die Kante an der Vorderseite sollte möglichst scharfkantig sein.

Aber wirkliches schickes Teil. Ich hoff man fährt sich mal über den Weg, würde mir das Geschoss gern mal live ansehen.

Gruß,
Patrick
 
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Hallo.

Die "Bertone"-Form hat schon was. :)

Ob das bei Seitenwinden sogar ein Vorteil ist, weil der am Bug eher abreißt? Freihändig kann bei Böen sicher keiner fahren. (vielleicht Milan-Fahrer ??? )

Aber das fehlen eine Hutze hinter dem Kopf ist sicher noch ein Nachteil, evtl. auch bei Seitenwinden. Du kannst bei Deiner Konstruktion natürlich toll mit verschieden Formen und Größen experimentieren.

Messen kannst das schon so. Hilft dir aber nur zum Vergleich zu anderen Hebelanordnungen. Der tatsächliche Nachlauf und Lenkrollradius ergibt sich erst in der geraden Verlängerung der Schnur unten auf der Straße und dort im waagerechten Abstand zu Reifenaufstandspunkt. Und gilt dann nur bei Geradeausstellung.

Mach doch bei Deinen neuen Anlenkplatten mal Langlöcher zum Experimentieren. Ganz vorne in fast quer (rechtwinkelig zum Längslenker) und in der Mitte von vorne nach hinten. Dann kannst Nachlauf und Lenkrollradius relativ unabhängig verstellen. Und dann erst Gewichtsoptimierungen abfräsen.

Bei den 28kg werde ich übrigens neidisch. :)
 
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... Langlöcher zum Experimentieren.
... yep, das wär auch ein ansatz, aber nun ist es schon geändert und auch schon gefahren, weil heut so schöner wind ist. das gefühl, das ich bei seitenwind bei 40km/h hatte, kommt jetzt erst ab 55 zustande, alles super. versuch macht kluch!

Beim Radhaus kannst du die hintere Seite noch mit einem möglichst großen Radius versehen
... danke für den tip, ist bereits, soweit es die unterkonstruktion hergab, gemacht.
 
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Aber das fehlen eine Hutze hinter dem Kopf ist sicher noch ein Nachteil
... das wollt ich ganz bewußt nicht. wenn da der kopf nicht exakt in der hutzenmulde und immer auf derselben höhe ist, wird das ding doch auch eher zum nachteil. überall polsterungen mit dicken schaumstoffen. das "ditte" ist ein konsequentes kopfdraußenmodell, zur not kommt die haube aus modell "ditte zwo" drüber und da beschlägt dann auch nichts und man fährt sowieso ein bischen langsamer bei regen ... und die haube kostet 7euro und nicht 700! und wenn`s gut rollt, verschwinde ich immer mehr im chassis .
es gibt aber auch einen entwurf, bei dem sich die haube aus der klappe gleich entwickelt, ist dann aber fix, man kann dann (sommer) klappe gegen (winter) klappe wechseln ...
 
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Die Hutze erfüllt mehrere Funktionen.
In der richtigen Form fängt sie die Wirbel hinter dem Kopf ein und macht schneller, auch wenn der Kopf nicht direkt anliegt.
Und bei einem Überschlag hast du 28 kg weniger auf dem Kopf.
Probiers doch einfach mal aus. (also nicht den Überschlag). :)
 
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... macht mir direkt Lust, nochmal über den Rennsteig zu radeln
... na dann, auf übern kamm, besucher sind herzlich willkommen, probefahren möglich bis größe 1,80m, schuhgröße bis 45 mtb, schulter max. 45cm, gewicht max. 75kg.

heute nochmal bilder vom finale (oh, mit gartengerät !)
was wurde inzwischen geändert ?
- radkappen sind drauf, flächenbündige verschraubung aus eigenbau
- hinten nun auch zx ultremo und es wird schneller und schneller ...
- rücklicht ist nun lupine rotlicht, wegen der bremslichtfunktion, klasse teil
- reflektoren sind dran
als nächstes steht ein weiterer rolltest an ...
 

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kann man aus der Bauzeit einen eventuellen Preis eines (oder einer? :)) eventuell zu kaufenden 'dritte ditte' interpolieren, oder ist das Prototoyp Bauzeit, oder gar die Bauzeit für den Küchentisch - Bausatz?
 
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kann man aus der Bauzeit einen eventuellen Preis eines (oder einer? :)) eventuell zu kaufenden 'dritte ditte' interpolieren, oder ist das Prototoyp Bauzeit, oder gar die Bauzeit für den Küchentisch - Bausatz?
... die angegebene bauzeit ist die reine bauzeit ohne planung, einkauf und schablonenbau. wir sind erstmal froh, das "ditte" so gut ankommt und als ergebnis der rolltests eine weitaus schnelleres fahrzeug herausgekommen ist. das heck ist wirklich entscheidend, das war eine schöne erfahrung ! das 3. "ditte" ist als seriennaher prototyp zu verstehen, da steckt schon einiges an erfahrung drin, vorallem die neue, auf allen bildern nicht sichtbare hölzerne schwinge ist top (anmerkung : der radkasten hat nur 40mm lichte breite und es schleift bei 40 im kreisel nix !) aber sorry, jetzt heißt es für uns kurz luftholen und erstmal selber fahren und genießen. es gab bereits einige anfragen bezüglich verkauf und klar ist, ein preis muß sich auch immer mit anderen anbietern messen können. wie schon mal betont, der bau nach konfektionsgröße ist ja ganz schön, aber der manuelle aufwand ist dann doch einfach enorm. einen bausatz zum selberkleben wird es nicht geben, die grenze wäre der chassisbau mit schwinge und allen eigengefertigten metallbauteilen, so daß am ende die fahrradzukaufteile beim käufer blieben. hier kann er dann je nach geldbeutel auch das endgewicht noch beeinflußen. also : heute kein preis, ich vertage die antwort auf später ...
 
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hallo zusammen,
hier wieder mal eine meldung zum aktuellen stand bei den „holzbauern“. für alle vm-oldies ist das folgende wahrscheinlich nix neues, ich schreib einfach mal so runter, was aus der zeit seit der fertigstellung hängen geblieben ist. in den letzten sieben wochen ist das „dritte ditte“ rund 1000 kliometer gelaufen: immer die selben 65km-runden im flachland, aber auch bergige strecken incl. fahrten zur arbeit, mal auch 120km am stück. gleich vorweg das fazit: ich verkauf all meine anderen räder und fahr nur noch velomobil - naja nee, so wird’s dann doch nicht enden. aber diese fahrzeugart ist einfach überragend. die reisegeschwindigkeit mit gepäck im flachen bis leicht hügeligen gelände liegt beim fahren ohne große körperliche last bei 40 bis 45km/h, mit gut last sind 55 bis 60km/h über längere zeit drin - man muß nur immer nahrung nachschieben, dann kann man fahren, fahren, fahren. am überraschendsten ist starker seitenwind, da wird’s gleich noch mal schneller, das fetzt, wie man da "unter dem wind" drunter durch fährt. gegenwind oder rückenwind sind im prinzip egal und salopp gesagt, in ihrer wirkung im vergleich zum „niederrad“ vernachlässigbar. guter straßenbelag ist absolut motivierend, streckenkenntnis über steigungen ist sehr von vorteil, da kann man noch mal richtig schwung holen und eine längere rampe mit i.m. 5% ist dann gar kein so großes problem. mit der 70/36-übersetzung ist bei 10% steigung über 20m weglänge bei mir schluß, die 70/11 reichen bis 65km/h, danach tret ich ins leere und rolle nur noch. die maximalgeschwindigkeit liegt derzeit bei 92,4km/h in einer 8% abfahrt – super wenn man da so ein 50cm3-moped (s50) bei 80km/h überholt. durch die von anderen verkehrsteilnehmern völlig unterschätzte "spritzigkeit" eines velomobils sind ampelstarts z.b. gegen diese asiatischen roller auch klasse: nach 200m fährt man denen mit 55km/h ganz langsam davon. die akzeptanz im straßenraum würde ich als „wohlwollend“ beschreiben, das "ding" fällt schon raus und dann noch diese geschwindigkeiten ? klaro müssen manche auch zeigen, das sie das in den augen dieser autogenerierten gesellschaft „hochwertigere“ fahrzeug lenken, aber jungs : dieses fossil betriebene auto ist überholt, gegen ein velomobil schrott von gestern ! – naja ok, für lange strecken mit viel gepäck schon auch sehr sinnvoll. genug polemik - aber die spielt irgendwie immer mit, es ist wie immer ein plädoyer für ein fortbewegungsmittel mit zukunft. und wenn man mal irgendwo rumsteht : das "holz", liebe freunde, das kommt an - is ebend keene plastekiste ! - aber in "plaste" wohl das beste, was man aus erdöl machen kann.
mein wichtigster tip, sprich absolut wichtig : die spur muß zu 100% stimmen, einen satz ultremos hab ich mir aufgrund einer abweichung von „nur“ 1mm bereits abgefahren. der mm ist allein der wechsel von 28 auf 23mm breite reifen – das hab ich völlig unterschätzt. die kräfte auf den sitz sind auch größer als gedacht, irgendwann begann er im hüftbereich zwischen den bohrungen zu brechen, da gabs einen geänderten neuen. konstruktiv bzw. ausstattungsmäßig wurden ansonsten keine änderungen mehr vorgenommen und damit ende ich mit besten grüßen an alle velomobilisten
ingmar aus erfurt
 

c_a

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Lass ganz das Teil, wenn Du so durch die Kante knallst.
Nicht das es irgendwo mal nach verbranntem Holz riecht ;)
 
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