Velomobil in Holzbauweise

Dieses Thema im Forum "Velomobile" wurde erstellt von efeu325, 03.06.2014.

  1. Velomattes

    Velomattes

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    Sieht wirklich sehr gut aus...!
     
  2. plycar

    plycar Guest

    Super gebaut, will gern mal Probe fahren!!!
     
  3. BJoe

    BJoe

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    klasse arbeit! gefällt mir sehr gut.. aber ich stimme zu, eine verkleidung um das hinterrad würde das ganze noch abrunden.
    plant ihr einen eigenen vertrieb, komplett oder als bausatz? oder kann ich ggf. einen bauplan zum nachbau erwerben?
     
  4. fan-dan

    fan-dan

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    ooh .. einen BAUSATZ bitte..
     
  5. Stefan M

    Stefan M

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    @an die Erbauer,
    bei allem Respekt, wie genau steigt man da ein, vor allem, wie steigt man da aus ?
    Gruß Stefan
     
  6. Langhals

    Langhals

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    Lies doch mal posting #20. Da wurde Deine Frage ausführlich beantwortet.

    Gruß
    Geli
     
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  7. efeu325

    efeu325

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    hallo zusammen,
    welche fragen sind noch offen ?
    danke auch für die anregungen - radscheiben vorn sind natürlich noch dran, aber noch nicht fertig. erstmal mehr fahren.
    die geräuschkulisse innen ist völlig ok. die klappe ist über konische auflaufblöcke und gummis arretiert, die springt höchstens mal ganz leicht bei der querung von straßenbahnschienen oder kopfsteinpflaster, ansonsten herrscht stille im fahrzeug. was immer nervt sind die unteren gänge der rohloff, aber das ist ja bekannt., wahrscheinlich wirds beim nächsten mal doch eine kettenschaltung ...
    und die frage nach der kleinserie oder dem bausatz o.ä. ? ganz schwieriges thema. das fahrzeug ist komplett im rechner, 2D. der bau hat beim zweiten mal immer noch gut 200 stunden gebraucht, aber wirklich mit allem - ohne projektierung. werkstattmäßig waren vorhanden: kreissäge, abrichte, ständerbohrmaschine und die gute kataba - und einige schablonen. das velo besteht aus ca. 250 einzelteilen – bis hin zum letzten holzdübel und dem kompletten metallbau. an sich kann ich das keinem raten, der traum vom „volksrad“, gebaut auf dem küchentisch ist erstmal aus. aber mal sehen was noch draus wird.
    und zu den baufotos : da gibt’s keine zeigenswerten, projekt ist im rechner immer aktualisiert und fortgeschrieben worden. aber das anhängende vom fahrzeug mit haube kann ich noch zeigen, die ist gerade im um- und aufbau ...
     

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  8. Jack-Lee

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    Servus,

    würdest du vielleicht die Zeichnungen o.ä. als Bauanleitung veräußern? Soetwas wäre eine Prima Grundlage für ein fixes Holzvelo für Liebhaber :)

    Gruß,
    Patrick
     
  9. claas

    claas

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    Das würde ich auch gerne mit meinen Schülern nachbauen!
     
  10. DanielDüsentrieb

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    Fange doch erst mal mit was leichten an, oder willste behaupten das es ein leichteres als mein M gibt.
     
  11. claas

    claas

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    Daniel, würde ich ja gerne, denke aber es passt leider nicht ins Budget. So wie es Aussieht läuft wohl alles auf einen recht langsamen Sunrider 2 Bausatz hinaus. Aber besser sowas als gar nichts! Ich habe bei diversen Herstellern ( nur noch nicht bei Ymte und Dir) nach Bausatzkosten und der Möglichkeit einer 2. Wahl Karosse angefragt. Mehr gerne per PN!
     
  12. fan-dan

    fan-dan

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    na, alleweder style mit persenning statt klappe, ne alu schwinge statt holz, wären vereinfachungen, oder? Sicher gäbs einiges zu optimieren. Und viele teure stunden auf den küchentisch umlagern! Selbstbauer nehmen sich zeit für ihr hobby. Die kostet nix.
     
  13. BJoe

    BJoe

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    Richtig! Ich bin schon lange am suchen nach so etwas, als Velo käme für mich nur Holz und/oder Alu in Frage (bin ja sowieso ein Fan alter Segelflugzeuge in Holzbauweise).
    Ich war kurz davor mir ein Alleweder zu holen als ich das hier gelesen habe. Ich würde mich wirklich sehr gern an einen Nachbau wagen - zum Eigengebrauch natürlich.
     
  14. weltenspiegel

    weltenspiegel

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  15. efeu325

    efeu325

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    hallo zusammen,

    nach gut tausend gefahrenen kilometern mit 30kg unterm hintern und so insgesamt als neu-velomobilist hier meinerseits ein kleiner erfahrungsbericht. das „grobe“ stimmt schon mal, hinsichtlich der fahrzeugkinematik gibt es gefühlt auf jeden fall noch verbesserungsbedarf. es ist einfach verdammt schwierig, die auswirkungen der konstruierten werte z.b. der lenkkonstruktion und deren auswirkungen am gebauten fahrzeug, das dann auch noch dummerweise in bewegung ist, zu erkennen und neu abzuwägen. kritik und anregungen sind wie immer willkommen.

    erstmal das positive :

    es ist einfach ein geiles fahrgefühl, nach dem wechsel auf ein 61er kettenblatt sind maximalgeschwindigkeiten um 65km/h möglich, das mitfahren im stadtverkehr ist top, ratzbatz rauf auf 35-40km/h und schön mitrollen ...

    die konstruktion hält, 30km/h über mittelgroßes kopfsteinpflaster sind kein problem, es rasselt ordentlich im „gebälk“, sprich : es ist laut, aber ok

    der kurze radstand und der große lenkeinschlag sind für die wendigkeit in der stadt sehr gut. die lenkung reagiert sauber. derzeit bin ich allerdings schon dabei, bereits entstandenes lenkungsspiel in den holzverbindungen und -gewinden zu eliminieren. die lenkkräfte sind auch bei einem rollenden rad nicht zu unterschätzen.

    regenfahrten mit der minimalhaube und einem steckschutzblech sind gut möglich.

    zum fahren mit der rohloff ? die gleichbleibende kettenlinie und das schalten im stand sind bestimmt gute vorteile, aber kurz gesagt, vielleicht auch die einzigen. das eigengewicht und die gefühlte schwergängigkeit gegenüber einer RR-schaltung sprechen für uns gegen eine verwendung im nächsten modell – sorry rohloff, aber man spürt regelrecht den leistungsverlust.

    und damit sind wir beim negativen :

    in der typologie des fahrzeugs liegt sehr viel leistungspotential. wie effizent ist fortbewegung ? ich beneide diejenigen mit den leichten kunststofffahrzeugen und kann die materialschlacht um jede 100gramm langsam verstehen. wir sind davon ja zugegebenermaßen auch noch um mehrere kg entfernt. bei der streckenwahl lese ich verstärkt höhenlinien, den nach 50km fahrt in der hügeligen landschaft des erfurter beckens wird eine autobahnbrücke mit 5% schon kurz mal richtig anstrengend. andererseits sind auch steigungen bis 15% absolviert worden. und sobald es gerade ist oder bergab geht, geht`s bekanntlich ab. bei ausfahrten mit einem begleitenden RR ist das velomobil im gut hügeligen des thüringer-wald-vorlandes nicht langsamer, aber auch nicht schneller. es ist nicht so spritzig und braucht vergleichsweise weglänge zum geschwindigkeitsaufbau. bergfahrten bleiben wohl eher ein problem ...

    die schwitzerei ist im vergleich zum RR ja elendig, selbst wenn man bei 5°C in kurz fährt. ich kann mir echt nicht vorstellen, das die frontöffnung im evo das auch nur ansatzweise kompensiert. die üblichen, auch unsererseits gewählten öffnungen im boden erscheinen mir hier jedoch fast wirkungslos zu sein ...

    durch den bisher hoch gewählten schwerpunkt im eingefederten zustand über der fahrbahn mit ca. 21cm sitzhöhe und der gewählten spurbreite von 66cm (sturz 5°) wird`s einem bei den oben erwähnten 65km/h schon etwas mulmig ..., daraus wahrscheinlich ebenfalls resultierend muß die trittfrequenz bei geschwindigkeiten ab 45km/h relativ niedrig gehalten werden, sonst schaukelt sich das fahrzeug schnell beunruhigend auf. dadurch liegt die betonung derzeit auf einer eher kraftintensiven fahrweise, das soll aber auf dauer nicht so bleiben.
     

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  16. Jack-Lee

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    Servus,

    ich hoffe aus dem Projekt wird noch n bisl mehr :)
    Wäre sehr erfreut wenn man sich mal treffen könnte. Ich wohne in Berlin, meine kleine Firma sitzt in Weida.
    Per VM ja kein Problem. Oder ich schaue mit dem Milan mal vorbei und man kann gegenseitig mal testfahren :)

    Gruß,
    Patrick
     
  17. efeu325

    efeu325

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    ... stimmt, unser beitrag hört sich ein wenig nach sackgasse an, aber an dem ist es eigentlich ganz und gar nicht (das anhängende filmchen bestätigt dies hoffentlich). bevor wir aber daran gehen, die jetzige konstruktion nur in sich selbst zu verändern und hoffentlich zu verbessern, drängt es uns nochmal über grundsätzliches nachzudenken. hört sich vielleicht komisch an, aber fangen wir mal klein an : patrick, wie hoch ist den die sitzhöhe über der fahrbahn im milan ? wahrscheinlich nur so um die 12cm, oder ? wahrscheinlich bringt hier jeder einzelne cm absenkung potenzierte kipp- bzw. fahrstabilität. zur zeit sitzen wir knapp unterhalb der radachse der vorderräder. vom ansatz her wollten wir uns noch halbwegs auf aughöhe der autofahrer bewegen. doch in der praxis ist fahrstabilität, gerade auch in kurvenlagen zunehmend wichtiger. vielleicht stehen wir hier für uns am scheideweg. naja, schaun wir mal ...

     
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  18. Jack-Lee

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    Servus,

    ich war gestern wohl geistig etwas Abwesend.. Ich wohne natürlich in Gera und bin wegen des Studiums auch oft in Jena.

    Zu deinen Fragen:
    Sitzhöhe im Milan ca. 12cm. Am HiTrike ca. 22cm.
    Man kann im VM deutlich tiefer sitzen, da der Boden nicht so dick ist, wie ein Rahmen von einem Trike. Zudem kommt man in der Regel mit weniger Bodenfreiheit zurecht. Mein PKW hat auch nur 13cm (unbeladen!) in der Standardausführung. Und es gibt Leute die legen das Ding 65mm tiefer und kommen noch durch Gera.

    Mit Autos zu "konkurieren", bringt angesichts der ca. 200mal kleineren Antriebsleistung sehr wenig.
    Das Velayo ist eines der wenigen WM die das, meines erachtens, halbwegs geschafft haben. Man wird aber deutlich langsamer, schwerer und gibt die Vorteile eines Rades (z.B. der geringen Größe) zum Teil auf.
    In einem VM ist es irrelevant ob man 10-15cm höher oder tiefer sitzt, das Fahrzeug ist ansich schon groß (durch die Länge) und auffällig. Die Sicht verbessert es nur marginal, da jeder Kleinwagen mittlerweile mind. 1,5m hoch ist und man durch getönte Scheiben und hochgezogene Fensterschlitze nichts mehr durchsieht.

    Gruß,
    Patrick

    PS. wer ist überhaupt "uns" ? :p
     
  19. Hein

    Hein

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    Moin!

    Ein tolles Velomobil - sieht wirklich super aus! Ich hoffe auf noch mehr Bilder! :)

    Da Ihr die "Flugzeugbauer" auf Eurer Startseite erwähnt, kennt Ihr wahrscheinlich das hölzerne Mosquito-Velomobil schon ... die Erbauer haben erklärt, deswegen auf extremen Leichtbau gesetzt zu haben, weil sie im bergigen Elsaß wohnen. Sie haben also die Materialschlacht aufgenommen ... sind aber mit einem Frontantrieb-Delta-Chassis und extrem leichter, nicht-tragender Verkleidung deutlich vom gewohnten Bild des Velomobils abgewichen.

    Was sie mir auf der Spezi 2013 so erzählt haben:

    https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?threads/mosquito-velomobiles.25787/page-3#post-480222

    Tschüs!

    Hein
     
  20. fan-dan

    fan-dan

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    Warum Sitzhöhe als dominantes Parameter? Im Alleweder sitzt auch hoch - ist das auch so anfällig? Könnte 'einfach' ein AW Fahrwerk übernommen werden, obwohl 'weniger Holz'? Könnte ein Fahrwerk oder eine Bodengruppe aus Metall dafür das Gewicht optimieren?