Velomo Quad

Jan

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Da das 4Rad von Velomo bisher noch kein eigenen thread hat, und die Infos dazu überall verstreut sind, starten wir hier mit Bildern und Infos.

☼ige Grüße

Jan
 
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Wieso braucht es Dämpfer/Federunterstützung an den vorderen (hinteren) Blattfedern?

Und wie ist die Steifigkeit des "Zwischengetriebes" wo die Kette auf die Antriebsseite geführt wird. Durfte jemand Probefahren?
 
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independent mechanic: 725987 schrieb:
Dafür ist doch die Längsstrebe, wenn ich nicht irre. Außerdem sehe ich unter dem Sitz noch eine Zugstrebe. Das fette Rohr wird auch ordentlich Biegesteif sein.


Gibt es auch Bilder in der Totalen - so daß man das Teil auch mal im Ganzen sieht?
Moin independent mechanic,

Konnte allenfalls ein Foto von vorne liefern, Fahrzeug wäre zumindest ganz drauf. Weiß aber nicht ob das OK ist, weil da
Noch Etliche Besucher drauf zu sehen sind...

MfG
 

TitanWolf

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Grüße Euch,

im Anbetracht dessen, dass ich das gute Stück zigmal die Woche sehe und auch probefahren/-sitzen kann, schreibe ich mal ein paar Infos dazu aus meiner persönlichen Sicht heraus. Einige "Full Size" Bilder kann ich Euch in den nächsten Tagen gerne knipsen und anhängen (dann sogar mit adäquater Beleuchtung :D).

Soweit ich das im Kopf habe, standen ~4000€ auf den Flyern, allerdings "ab". Kann mich jedoch auch irren - diesbezüglich bin ich auf das angewiesen, was ich mir aus Interesse selber durchlese oder anschaue.

Wieso braucht es Dämpfer/Federunterstützung an den vorderen (hinteren) Blattfedern?
Es ist geplant, die Federung sehr weich/komfortabel auszulegen. Deshalb die zusätzliche Dämpfung, um nicht eine Gummikuh zu erhalten.
"Braucht" es nicht, jedoch wurde die Ablagefläche für Zuladung im hinteren Bereich recht breit ausgelegt (es sollen gerade sperrige Güter transportiert werden können).

Hierdurch besteht, je nach Gewichtsverteilung und Fahrstil, durchaus ein Vorteil durch eine zusätzliche Dämpfung in Bezug auf Schwingungen. Es lässt sich natürlich auch ohne diese fahren, ist jedoch gerade bei der Auslegung des Hi-Q als Lastenträger eine Optimierung der Federung wie @trubby schreibt.

Im Gegensatz zu Trikes kommt zusätzlich zu der doppelten Quad-Blattfederachse auch ein nicht vorhersehbarer Gewichtsschwerpunkt zustande (entgegen dem Fahrer auf seinem Sitz, welcher kalkulierbaren Schwerpunkt und Lastverteilung bietet, ist die Ladefläche frei beladbar, auch unausgewogen).

Und wie ist die Steifigkeit des "Zwischengetriebes" wo die Kette auf die Antriebsseite geführt wird. Durfte jemand Probefahren?
Dafür ist doch die Längsstrebe, wenn ich nicht irre. Außerdem sehe ich unter dem Sitz noch eine Zugstrebe. Das fette Rohr wird auch ordentlich Biegesteif sein.
Wie @independent mechanic schreibt, ist zusätzlich zu der eingeschweißten Stabilisierungsstrebe eine Längsstrebe zwischen Hinterradachsschenkel und der "Zwischengetriebe"-Aufnahme. Auch ohne diese Längsstrebe dreht das angetriebene Hinterrad durch, bevor der Rahmen sich sicht- oder spürbar verzieht.

Mit zusätzlicher Längsstrebe sehe ich bei dieser massiven Auslegung der Aufnahme/des Rohres keinen Ansatz der Möglichkeit auf Verzug oder "Gummikuh"-Verhalten.

Viele Grüße
Wolf
 
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Ich habe mir einen Flyer vom Hi - Q mitgenommen und zitiere daraus:

Ergonomie ab 19 kg / Sitzhöhe 37 cm / Tretlager 41 cm

Preis z. b. mit Pinion f. 4950 € / 21 kg

Mich würden weitere technische Daten interessieren wie

Spurweite, Radstand, Länge vorderer Reifenpunkt bis Ende Transportfläche (bekomme ich das Quad in meinen Kombi PKW?), Gesamtlänge;

Entfaltung mit den wählbaren Gangschaltungen, Entfaltung im 1. Gang?

zulässiges Fahrergewicht, zulässiges Gewicht auf der Transportplatte, Länge und Breite der Transportplatte (bekomme ich 4 Bier/Wasserkästen auf die Transportplatte?)

kann ich einen Kindersitz auf der Transportplatte montieren?
 
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Servus,

hier mal ein paar Infos zu dem Rad. :)

Das Quad, wie es auf der Messe stand, ist unser derzeitiger Versuchsträger.
So wie das QuadVelomobil welches grade entsteht.
Wir werden das "Offene" Quad hauptsächlich als Lastenrad konstruieren und optimieren. Mit Sattelzugauflieger für Schwerlasttransporte im 3stelligen Gewichtsbereich, möglichen Rikschabetrieb, Kindermitnahme, usw. usw.
Als Antrieb war vorgesehen das hinten links der Kettenantrieb und hinten rechts ein E-Motor für Vortrieb sorgen. Die Sache mit dem E-Motor haben wir aber erst mit dem Anbieter auf der Spezi genauer absprechen können. Durch Herr Schmidt hätten wir sogar die Möglichkeit 2 Motoren (dafür kleinere) zu verbauen die dann sogar Antischlupfregelung und Rekuperation ermöglichen. Wenn man das Rad als "Zugmaschine" nutzt, ist das nicht unpraktisch.

Die Bremsen vorn werden noch auf 90mm umgebaut. Für bergige Gegenden dann mit den "Kühltürmchen" von Gingko. Die Bremsleistung ist das höher als von 200er Scheiben.
Gewicht derzeit beträgt, mit Pinion, knapp 21kg. Zukünftiges Ziel, mit Kettenschaltung, soll bei ca. 18kg liegen. Zuladung soll aber dennoch so hoch bleiben. 125kg Fahrer + 85kg Gepäck. Mit Aufliegeranhänger ist nach oben sogut wie keine Grenze gesetzt. Geplant wird erstmal mit 180kg.

Spurweite ist gleich unserer Trikes, Gesamtbreite knapp 80cm.

@Rheinknie : Die Antriebssteifigkeit ist überraschend gut, haben ja selbst schon einige Testfahrten absolviert.
Die Hinterachse wird aber nocheinmal mit einem komplett anderen Konzept aufgebaut und dann wird verglichen (Längslenker gegen die hier gezeigte Konstruktion)
Die Dämpfer sind eingebaut um das Fahrwerk auf die extrem unterschiedlichen Zuladungsgewichte anzupassen. 65kg Fahrer oder 120kg Fahrer + 40kg Gepäck erfordert extrem anders abgestimmte Federhärten und Dämpfungsraten.
Vorn kann "nur" die Dämpfung eingestellt werden, hinten Dämpfung und Federhärte (letzteres mit Elastomerblöcken die zwischen Feder und Kasten hin und her geschoben werden können)

Beim Preis können wir uns noch nicht 100% festnageln lassen. Angedacht waren um die 5000€. Je nach Konzept, das sich dann durchsetzt, kann es etwas weniger oder ein gutes Stück mehr werden.

@Gerhard Naujok : Da das hier noch ein Prototyp ist, werden sich die meisten Daten noch ändern bis zum serienreifen Produkt. Und die Kiste hinten ist frei gestaltbar, somit sind da feste Maße eher untauglich. Ist aber so ausgelegt das 4 Wasser/Bierkisten draufpassen. Kindersitz usw. ist natürlich auch montierbar.
Bei den Gangschaltungen soll Pinion (9fach, 12fach und 18fach. 636% Übersetzungsbandbreite) und Kettenschaltung vorgesehen werden.

DSC_0245_001.jpeg



Gruß,
Patrick
 
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Sehr schön, da bin ich schon gespannt wie die Entwicklung weiter geht! beim Bullit werden für die Ladeflöche Honeycomb-Platten eingestetzt, die sind extrem Leicht und Stabil, eventuell könnte man ja so bei der Ladefläche noch einiges an Gewicht sparen?

Was ich gut fände wäre eine Achsaufnahme, dass man einen normalen Pedelec Nabenmotor via Kette an das rechte Hinterrad ankoppeln kann, so wären die Elektroumbauten simpel und man könnte Standard Motoren verwenden und durch einfache Übersetzungsänderungen auch noch an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen :)
 
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Wir verwenden standardmotoren.. Die gibts auch einseitig aufgehangen.
Da jetzt noch mit Nabenmotor und Kette zu hantieren bringt nur Gewicht, Verschleiß und Flex.
 
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Wir verwenden standardmotoren.. Die gibts auch einseitig aufgehangen.
Da jetzt noch mit Nabenmotor und Kette zu hantieren bringt nur Gewicht, Verschleiß und Flex.
Ok, hast dazu ein paar Infos?

Wenn Du Reku schreibst Denke ich an 5kg Direktläufer... Die Drücken das Gewicht massiv nach oben und laufen bei ausgeschaltetem Antrieb nicht leicht und das Rad wird ein E-Panzer.

Der Nabeneibau macht für Schwerlastamwendungen absolut Sinn. Aber ich wäre sehr vorsichtig mich der Willkühr eines einzelnen Antriebherstellers aus zu setzen.
Die China Antriebslösungen sind inzwischen sehr ausgereift günstig und schnell und einfach zu reparieren. Da wäre es schön wenn man einfach Standardware reinhängen könnte.

Ein kleiner Getriebemotor mit Akku und allem Zubehör ist mit 5kg Mehrgewicht machbar, da liegst Du beim Direktläufer sicher mit dem Motor allein schon drüber.

Bedenkt auch, dass man bei einem Nabeneinbau in der Drehzahl fest ist, da müssen dann diverse Wicklungen verfügbar sein, sonst macht das keinen Spaß. Bei der Kettenlösung hast Du ne bessere Fahrdynamik, da keine ungefederte Maße und die Übersetzung kann durch einen Ritzeltausch einfach geändert werden(z.b. für Bergfahrten mit Last oder Geschwindigkeitsanhebung )

Sonst muss man den Motor tauschen oder die Akkuspannung ändern, was bei geschlossenen Systemen garnicht geht...
 
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Die Hinterachse wird aber nocheinmal mit einem komplett anderen Konzept aufgebaut und dann wird verglichen (Längslenker gegen die hier gezeigte Konstruktion)
Ja, laß dir da mal nochwas anderes einfallen. Wenn man Sekundärzug- und Leertrumm gegeneinanderzieht, macht das Hinterrad schon ganz schön lenk-lenk.

Greets, Martin
 
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Ja, laß dir da mal nochwas anderes einfallen. Wenn man Sekundärzug- und Leertrumm gegeneinanderzieht, macht das Hinterrad schon ganz schön lenk-lenk.

Greets, Martin
Wenn man die Lenkachse richtig legt nicht.. Derzeit gibts zum "Krafteinleitungspunkt" ja fast 15mm Abstand. Lenkt erstaunlicherweise dennoch sogut wie garnicht mit.
Längslenker (wie ich sie auf der Spezi jetzt auch an den Hase-Trikes gesehen habe) sind da aber die sinnvollere Alternative.

@--freeride-- : Die Motoren kommen von DMG movement. Die gibts schon ne ganze weile.. Ein späteres umrüsten auf Mittelmotor ist auch kein Problem.

Gruß,
Patrick
 
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