VeloGym Trike: Erfahrungen

Salli @VELOGYM

20kg für ein strassentaugliches Trike mit Arm- und Beinantrieb empfinde ich als leicht. Da habt ihr gut optimiert.

Die Fahrt in den Dolomiten und die Zeiten sind für mich beindruckend. Wenn ich die Trittfrequenz der Testperson anschaue, dann fährt er mit Kraft den Berg hoch. Ich gehe auch mal davon aus, dass die Testperson auch abseits von Velogym Sport mit seinen Armen treibt. Somit kann ich in etwa ausrechnen, wie lange ich für diese Strecke gebraucht hätte: ca. 7-8 Stunden.

ist jetzt eine erste Serie erhältlich. ... Bei meinem Rad ...
Huch, dann habe ich diese beiden Stellen falsch interpretiert und dachte deshalb schon, er könnte ein Modell besitzen.

Dann bin ich gespannt, was die ersten Leute über das Velogym zu berichten haben. Seit ihr wieder auf der Spezi im 2025 vertreten?

Griessli
Tipsi
 
Hi @Tipsi
ja, Gewichtsoptimierung ist ein großes Thema :giggle:, nicht nur einfach. Der erste Prototyp, mit dem wir auch durch die Dolomiten düsen, wiegt noch fast 25 kg. Also die Testperson in den Dolomiten ist durchaus trainiert (Skitouren-Guide).
Wir werden höchstwahrscheinlich auf die Spezi kommen, mit Prototypen (y)
 
Meine Probefahrt heute war sehr interessant. Ich hatte mir vorgenommen, erst mal Bein- und Armantrieb separat auszuprobieren.

Die Lenkung "hakelt" noch ein wenig und die Kette - da nur ungefähr auf meine Gegebenheiten gekürzt - ist zweimal von den Zahnrädern "verschwunden" :unsure:.

ABER ich bin mit Hilfe von Armen und Beinen den kleinen Hügel am Talavera-Parkplatz hochgefahren!!! :love::love::love::love::love::love::love:

Ich finde das Radl wirklich genial, aber nachdem ich mich ja vor kurzem erst "frisch versorgt" habe mit einen Lastenrad, da ich ja auch mal was zu transportieren habe (Geschwindigkeit ist nicht so wichtig), kommt ein Kauf - leider - derzeit nicht infrage.

Georg, das habt Ihr wirklich gut gemacht! Und die restlichen Fragen werdet ihr auch lösen, da bin ich überzeugt ... (y)(y)(y)
 
(ich habe mir eben überlegt, ob ich meine Arbeitswege mit einem Pony4 mit "VeloGym-Antrieb" bewältigen könnte. Da müßten meine Arme aber wohl erst mal eine Weile trainieren ... :eek:)
 
Zuletzt bearbeitet:
So, dann mal ein Bericht zum gelungenen Fitnesstrike VELOGYM:

VORAB: Ich bin begeistert von dem Trike, von der Testfahrt, von der Philosophie der zwei Brüder Gustav und Wendelin und dem für mich sehr übezeugedem Outdoor-Multi-Fitnessgerät...

... Letzten Montag nach der Spezi hat Gustav noch einen Zwischenstopp am Bodensee gemacht, um mehreren Interessierten eine Testfahrt zu ermöglichen. Gustav meinte, sie sammeln noch Erfahrungen bevor das erste VELOGYM auf den Markt kommt. Ich habe mich sehr auf die Testfahrt gefreut. Vor allem, weil ich schon im Jahr zuvor das Projekt seit der Spezi verfolgt habe.

Zur Strecke:
Da ich mit meinem DF XL anfuhr, war für mich klar, dass ich mit Gustav die Fahrzeuge tausche. So kam es zu zwei Testfahrten auf einer 7km langen Strecke. Da das Stück auf meiner gewohnten Pendelstrecke lag, konnte ich die verschiedenen Abschnitte gut einschätzen. Der erste Teil war eine Steigung und ganz gut zum Eingewöhnen. Später ein schnelleres Stück und auf dem Rückweg ein etwas mehr befahrener Radweg mit der zuvor zurückgelegten Steigung als Abfahrt.

Das Fahrgefühl:
Wir haben ungefähr dieselben Körpermaße, sodass wir nichts einstellen mussten. Natürlich war es nicht optimal, das Tretlager würde ich noch etwas nach vorne setzten ;) Die Lenkung war etwas gewöhnungsbedürftig, aber nichts was stören würde. Nach den ersten 2km bin ich dann schon einhändig und intuitiv gefahren. Als Trike sitzt das VELOGYM satt, steif und mit tiefem, mittigen Schwerpunkt sportlich auf der Straße. Hat mir sehr gut gefallen.

Nun zu den Armhebeln:
Das ist einfach nur genial! Die Bergauffahrt am Anfang habe ich erstmal mit der Schaltung herumspielen müssen, weil ich die Übersetzung ja nicht kannte. Später bin ich dann die kleinen Ritzel der Kassette gefahren, um wirklich die Arme zu beanspruchen. Bergauf bin ich dann teils ohne zu treten gefahren und wenn ich beschleunigen wollte, habe ich einfach mit getreten. Durch Variation in der Haltung des Hebels, konnte ich auch unterschiedliche Muskelpartien beanspruchen. Daumen hoch!

Das Trike:
Mit 23kg nicht das leichteste. Aber erstens ist das ein Prototyp, zweitens soll man ja auch was tun. Gustav meinte es wird auf jeden Fall noch leichter :) Die Mechanik wurde seit letztem Jahr verbessert und ist Eigenanfertigung von VELOGYM.

Fazit:
Das Trike wird seinem Namen mehr als gerecht. Es ist ein Gym auf Rädern und je nach Einstellung können nach Belieben die gewünschten Körperpartien trainiert werden. Es kann in meinen Augen auch als Reha-Gerät dienen für Patienten mit Hüft- und Knieproblemen. Es KANN auf jeden Fall Freude und ein Lächeln ins Gesicht zaubern! Und auf der Geraden konnte ich auch gut auf die 35 kmh beschleunigen.

Danke für die tolle Erfahrung!

P.S.: Wenn es ein VELOGYMMOBIL geben sollte, hat man auch gleich die Sauna zum Gym ;)
 

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"Hakelt" die Lenkung noch oder ist das behoben? Ich freue mich immer noch über meine Probefahrt, obwohl die schon einige Monate her ist.
Und dann hatten sie noch einen zweiten Prototypen, den ihnen ein Bekannter mal als Verbesserungsvorschlag gebaut hat. Im Original ist der Lenker ein Halbkreis, der ziemlich präzise sein und.bleiben muss, um durch seine Führung zu gleiten, ohne zu ruckeln. In dieser Abwandlung sind dienzwei griffe senkrechte Stangen und unten ein Gestänge für die Lenkung, ähnlich dem, das zwischen Tiller und Rädern stattfindet. Man kippt die Griffe also links und rechts, um zu lenken, statt hoch-und-runter. Leider war hier aber der Antrieb nicht rechtzeitig zur Messe fertig geworden.
Mit dem alten Lenkprinzip besteht das Problem noch. Mit dem neuen würde es wahrscheinlich nicht mehr bestehen, aber das ist bisher nur eine Idee gewesen und war auch nich nicht richtig auszuprobieren. Daneben stehend fühlte es sich aber gut an.
 
Ein potentielles Problem mit dem Kippen des Lenkers ist die Dynamik in schnellen oder unerwarteten Kurven. Wenn Du schnell nach links lenkst, wirst Du dich am Lenker nach rechts abstützen, und wenn dabei die Kurve wieder weiter wird, ist das zumindest gewöhnungsbedürftig (aber immer noch besser als wenn sie enger wird...)
Das gibt's in Ansätzen auch beim Halbkreis-Lenker, wenn man sich oben auf dem Lenker abstützt und nicht zur Seite hin. Aber man kannn sich glaube ich leichter daran gewöhnen, sich nicht von oben abzustützen, als daran, sich nicht seitlich abzustützen.
 
Könnte ein wichtiger Punkt sein! Ich schätze, auf dem Sitz hat schon einen Effekt, das man nicht nur in die Kurve rutscht, sondern auch vom Sitz rollt. Mit dem Halbkreis-Lenker kann man das rutschen abstützen, aber das Rollen nicht. Das erfirdert dann auch schon einiges an Stabilität im Körper, das abzustürtzen. Bei den "Joysticks" kann man Rollen abstützen, aber Rutschen nicht. Da kann man vielleicht noch einigermaßen mit Klickschuhen gegenhalten, wenn man die Kurbel in die optimale Stellung bringt, aber ein Sitz mit ganz viel Führung könnte sehr wichtig sein.

Andererseits denke ich an Trikes mit direkter Lenkung und Griffen hinter den Achsen, wo sich die Griffe zum Lenken seitlich bewegen und zwar nach außen, sodass ein Verrutschen die Lenkung sogar noch verstärken würde. (So auch mein Cargo-Quad) Und das funktioniert auch wunderbar und ohne Klickschuhe. (Mein Sitz ist da sogar nur ein einfach gebogenes Blech und an beiden Seiten ein Riemen zwischen oberer und unterer Ecke gespannt.) Als mal der Riemen auf einer Seite durch war, konnte ich immernoch fahren, habe die fehlende Führung des Sitzes in die eine Richtung aber durchaus beachtet.
Also alles wohl zumindest kein unlösbares Problem. :)
 
Ich bin heute mal vorbeigefahren, um zu schauen, ob es was Neues gibt. Das gibt es tatsächlich. Die beauftragten Rahmen der Kleinserie sind geliefert worden und werden aktuell aufgebaut. Optisch ähnlich dem bisher vorgestellten Prototypen, aber ausgefeilter in Detaillösungen. Den am weitesten aufgebauten Rahmen habe ich zwar noch nicht fahren können, aber es war erkennbar, dass die vormals noch bestehenden sensorischen Einschränkungen beim Lenken und Antrieb behoben wurden. Die Lenkung läuft glatt und geschmeidig, der Antrieb greift sofort. Bin gespannt auf die Probefahrt. Mich begeistert das Konzept.
 
Hallo in die Runde,

wir haben nicht viel von uns hören lassen - aber es geht sehr viel voran und das VELOGYM wird immer ausgefeilter! :giggle:(y)
Danke @VeloziPedro für den treffenden Kurzbericht.
Natürlich melden wir uns alsbald ausführlicher mit Fotos, Videos etc. - über unseren Newsletter, aber dann auch über das tolle Forum hier!

Was eh feststeht: Wir sind auf der SPEZI 2026 in Freiburg :love: - für uns sozusagen ein Heimspiel,
da wir in der Fahrradstadt Freiburg aufgewachsen sind.
Auf bald, Ihr werdet von uns hören, beste Grüße

Für das VELOGYM-Team
Gustav
 
Fährt. :D

Antrieb funktioniert wunderbar und bietet eine schöne Performance beim Beschleunigen, zum Beispiel wenn man in den fließenden Verkehr einfädeln muss. Auch ist runterschalten beimBremsen unwichtig, weil mn zum wieder-beschleunigen mal eben die Antriebskraft erhöhen kann. Ob man im tatsächlichen Betrieb auch einen Vorteil bei der Performance hat, müsste man auf ier längeren Testfahrt im Straßenverkehr und mit Steigungen ausprobieren. Wenn ich mal wieder in Augsburg bin, möchte ich einen Ausflug nach München zur Probefahrt machen. Wenn man erstmal selbst eines hat, wird sich aber wahrscheinlich auch die Armkraft und -leistung im ersten Jahr signifikant erhöhen.
Aber Fahrperformance ist ja gar nicht das Ziel. Da würde ein leichtes Modell mit flachem Sitz und engerer Handhaltung vielleicht genauso gut oder besser abschneiden. Es geht ja eher um den Trainingseffekt. Dass man dann trotzdem der zusätzlichen Mechanik nicht langsam ist, ist dann eigentlich schon genug.
Am Anfang hatten sie eine seltene BMX-Nabe im Zwischengetriebe, die in jede Richtung einen Freilauf hat und damit die Vor-und-zurück-Bewegung des Antriebshebels in einen Kettenzug in eine Richtung umwandeln konnte. (Habe es nicht mehr genau im Kopf.) Das Ding konnte aber verhaken und blockieren. Jetzt haben sie eine eigene Welle mit drei Freiläufen, damit das ordentlich klappt.

Die Lenkung ist zumindest mal gewöhnungsbedürftig. Da wäre auch eine längere Fahrt wertvoll, um da richtig rein zu kommen. Sie sprachen selbst davon, dass die Lenkung "sehr direkt" sei. (Was auch immer das bedeutet?) Ein Kommentar war, dass es schwierig ist, gleichzeitig mit Kraft den Antriebshebel zu bedienen und mit Feingefühl die Lenkung zu rotieren. (Vielleicht wäre eine Dämpfung der Lenkbewegungen ein Lösungsansatz, um für die Lenkung mehr Kraft einzusetzen? Klingt aber nicht optimal.)
Ich sah ein Problem eher in der Form des Lenkbügels und der Handposition. Der Lenkbügel ist ja ein (etwas mehr als) Halbkreis, den man dreht wie ein großes Lenkrad, in dem man drin sitzt. Aber die Hände sitzen auf geraden Enden des Rohres. Dadurch sitzen die Hände außerhalb des Kreises oben drauf. Somit schwenken sie beim Lenken seitlich aus, statt sich nur im Kreis zu bewegen. Das verkompliziert und verfremdet die eigentlich einfache Lenkbewegungen schon ein wenig. Wenn ich nun in einer schnellen/engen Kurve mich am Trike abstütze, um nicht aus der Kurve vom Sitz zu rutschen und um den Oberkörper zum Kurveninnen zu neigen, dann stütze ich mich zum Teil mit den Händen am Lenker ab. Dieser Schub auf den Lenker, oberhalb des Lenkkreises führt aber zu einem Einfluss auf die Lenkung, die die Lenkung wieder gerade zieht. Wenn ich jedenfalls die Hände nach unten gesetzt habe, an den Übergang zwischen Rundung und geradem Griff, dann fühlte es sich direkt besser an. Persönlich könnte also eine veränderte Handhaltung schon die Lösung sein. Für das Produkt konnte ich mir vorstellen, den gerundeten Bereich etwas zu kürzen und die Handstücke denn nicht gerade raus stechen zu lassen, sondern weiter nach innen zu winkeln, sodass die Hand wieder auf der Projektion des Kreises liegt. ( @VELOGYM war das verständlich, oder soll ich eine Zeichnung versuchen?)
Mag aber sein, dass mit einer angemessenen Menge Übung eh alle Probleme verschwinden.
 
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