"Upcycling" - Nicht nur bergauf...

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Eine vor Jahren im Straßengraben gefundene Automatte versorgte schon viele Räder von uns mit Schmutzfängern, die auch lang genug sind.
Mit Ösen vom Baumarkt, oben doppelt gelegt und Kabelbindern hält ein solcher am Schutzblechbügel.
Das ist echt riskant !

Habe selbst einen Fahrradunfall beobachtet, dessen Auslöser ein blockierendes Vorderrad war. Das kam zustande durch einen Schmutzfänger wie in deinem Bild, das bergab sich irgendwie zwischen das Schutzblech und den Reifen verklemmte.
Irgendwann stauchte sich dann das Schutzblech und das Vorderrad stand schlagartig still. Der Fahrer ging über den Lenker und hat sich schwer verletzt ! Also bitte sowas nicht machen...
 
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Habe selbst einen Fahrradunfall beobachtet, dessen Auslöser ein blockierendes Vorderrad war.
Der Fahrer ging über den Lenker und hat sich schwer verletzt !
Das kommt bei liegemd Radelnden ausgesprochen selten vor. ;)
Für alle anderen gibt es Befestigungsklips für die Schutzbleche, die solche Blockaden durch Auslösen verhindern, denn auch Gegenstände von außen können sich zwischen Reifen und Schutzblech verklemmen.
 
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Stoff einer alten Jeans.
mmmh, wassersaug, still vor sich hinmoder, lieber nicht. Für Folien und Gummi hats sinnvolle Einsatzmöglichkeiten ;)

sieht die Anbringung vorbildlich aus. Ich würde jede unter das Schutzblechtüdelgefahr ausschließen.
Das ist echt riskant !
da fehlt ein fetter Konjunktiv. Auch wenn man zusätzlich den oberen Bereich breiter lassen und das Läppchen herumlegen könnte.
Gute Fahrt, Gruß Krischan
 
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das mit dem Stichsägenblatt funktioniert übrigens, und noch besser für Fahrradrahmen-rohre... war die Offenbarung für mich, nachdem ich mich zuvor meistens mit der PUK Säge ans Werk gemacht hatte : )
 
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@Krischan :
Ich muss @VTom zustimmen. Wenn aus irgendeinem Grund (Vibration, Fremdkörper, Ast, Gummilappen ...) der Drahtbügel Kontakt zum Reifen bekommt und mit Reibung vom drehenden Rad mitgenommen wird, zieht er sich immer fester zu und blockiert das Rad. Das ist eine saugefährliche Situation, die man nur durch passendes Design im Voraus abfangen kann. So ein Ding braucht eine leichtgängige Sollbruchstelle.
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@Klaus d.L. :
Im Prinzip ja, die lösbaren Befestigungsclips gibts. Nur würden die bei der Anwendung von @Spatlap nicht funktionieren.
Die lockeren Clips brauchen einen durchgehenden Kotflügel, der das Verschieben in Umfangsrichtung verhindert.
Spatlab braucht für den "Nur Drahtbügel" eine wirklich steife Befestigung.

Dass Du die Blockiergefahr bei Liegeradlern als nicht relevant anschaust, lasse ich mal lieber unkommentiert.
Ich mag kein unkontrolliert blockierendes Rad, weder am Lieger oder noch am Mehrspurer.
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Gruß, Harald
 
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Deshalb würde ich auch nicht empfehlen, z.B. Federstahldrat mit der "Seitenschneiderklinge" zu schneiden (oder soll ich quetschen schreiben?).
Ich schneide/quetsche fast alles Drahtförmige mit dem Seitenschneider. Da gibt es große Qualitätsunterschiede die nicht proportional zum Preis sein müssen. Mein uralter, vielbenutzter Seitenschneider von Gedore schneidet wie am ersten Tag, der neuere, teuerere von Knipex hat schon einige Ausbrüche.
 
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Danke für den Hinweis (solche Kommentare liebe ich!).
Dann korrigiere ich mich:
Deshalb würde ich auch nicht empfehlen, z.B. Federstahldrat mit der "Seitenschneiderklinge" eines anderen Werkeugs als einem Gedore Seitenschneider zu schneiden. ;)

Abgesehen davon ging es um Seitenschneiderklingen von Kombizangen (deshalb die Anführungszeichen). Es ging um die relativ geringe Härte, aber hohe Zähigkeit des Zangenmaterials (da kann sich die Schneide verformen). Dein Knipex-Seitenschneider hat vermutlich eine sehr harte Klinge, das führt dann beim Schneiden harter Materialien zu Ausbrüchen.
 
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Habe selbst einen Fahrradunfall beobachtet,
Habe mir nach dem Unfall das Fahrrad genau angesehen. Man möchte nicht glauben wie sich ein Schutzblech fast wie eine Ziehharmonika hinter der Gabel verformen und aufstauchen kann. Der Mann der hier verunglückte blieb bewusstlos auf der Strasse liegen, ein Notarzt transportierte ihn dann ab. Hätte so etwas nicht für möglich gehalten, wenn ich es nicht selbst gesehen hätte...
Darum ist es ratsam gerade mit dem Schutzblech sorgfältig zu sein, lieber ein paar Tropfen mehr abbekommen als so einen Unfall erleben zu müssen. (geschah ca. 1990 in der Nähe von Erlangen)
 
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Man möchte nicht glauben wie sich ein Schutzblech fast wie eine Ziehharmonika hinter der Gabel verformen und aufstauchen kann.
Das war schon Thema, als ich noch Aufrechtfahrrad fuhr - in den 80ern des vergangenen Jahrhunderts. Und spätestens seitdem gibt es die Sekuclips und den Trick, die Befestigungspunkte der unteren Streben so hoch zu wählen, dass diese nicht waagerecht verlaufen und sich so der Abstand Reifen - Schutzblech im Falle des Falles vergrößert.

Dass Du die Blockiergefahr bei Liegeradlern als nicht relevant anschaust, lasse ich mal lieber unkommentiert.
Hättest Du es mal - oder zuvor richtig gelesen: Das Szenario "kopfüber über den Lenker" halte ich für nicht relevant.
Und lasst uns Scheibenräder vorne fordern, denn es sind auch schon Leute böse gestürzt, bei denen sich ein Gegenstand von außen zwischen Speichen und Gabel verklemmte.
 
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@Krischan :
Ich muss @VTom zustimmen. Wenn aus irgendeinem Grund (Vibration, Fremdkörper, Ast, Gummilappen ...) der Drahtbügel Kontakt zum Reifen bekommt und mit Reibung vom drehenden Rad mitgenommen wird, zieht er sich immer fester zu und blockiert das Rad. Das ist eine saugefährliche Situation, die man nur durch passendes Design im Voraus abfangen kann. So ein Ding braucht eine leichtgängige Sollbruchstelle.
Die heutigen Schutzblechstreben haben so eine Stelle normalerweise in der Befestigung am Ausfallende.
Die lässt sich auch einige Male wieder zusammenstecken. Das "durfte" ich bei der Cheetah vorn schon mehrfach ausprobieren, allerdings nicht weil das Schutzblech vom Rad mitgenommen wurde, sondern weil es hinten sehr weit heruntergezogen ist und hin und wieder an einem Bordstein hängenbleibt.
@Klaus d.L. :
Im Prinzip ja, die lösbaren Befestigungsclips gibts. Nur würden die bei der Anwendung von @Spatlap nicht funktionieren.
Das könnte, wenn's dumm kommt, auch auf die eben genannten Schutzblechstreben zutreffen. Dagegen, dass der Lappen bis in die Gabel oder in die Bremsbrücke mitgenommen wird und sich dort zwischen Reifen und Schutzblechrest verkeilt, können die nicht helfen.

Ich hab mich bei geringem Tempo mal mit der Cheetah halb auf die Seite gelegt, weil am hinteren Schutzblech die vorderste Befestigung (unten in der Bremsbrücke der Schwinge) gebrochen ist. Das Schutzblech konnte dann mit den beiden Strebenpaaren frei vor- und zurückschwingen, und weil die Schraublöcher für die Streben am Ausfallende hinter der Radachse liegen, ist es beim Vorschwingen an den Reifen gekommen und mitgenommen worden. Das Hinterrad hat blockiert und ist unter mir weggerutscht, und die hintere Strebe hat links und rechts leichte Dellen ins Felgenhorn gedrückt.
Innen glatte Schurtzbleche hätten vielleicht nur stark geschliffen. Bei den damals verbauten curana c-lite laufen aber 3,5mm dicke Stahlstreben unter(!) dem Schutzblech entlang, und es gibt einen um die Strebe greifenden Kunststoffclip, das kann einfach nicht anders als am Reifen hängenzubleiben...
 

irg

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Ich schneide Speichen und viele andere, auch harte, Drähte mit einer Rabitzzange, das ist eine stärker übersetzte Beißzange. Meine ist, glaube ich, von Knipex, also nicht teuer und hält seit dem Dachbodenausbau vor über 20 Jahren.

Was beim Abzwicken praktisch ist: Einmal eine Rille hinein kneifen, danach um 90° verdreht noch einmal zwicken. Das spart viel Kraft. Leichten Drehen oder Biegen dabei ist auch hilfreich, so lange die Speiche dabei nicht verbogen wird, wenn sie gerade bleiben soll.

lg!
georg
 
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