Unfall mit Liegerad in Stuttgart Bad Cannstatt

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Polizei sich unter marktwirtschaftlichen Kriterien verkaufen muß,
Habe vor vielen Jahren einen Lehrgang "Marketing für Non-Profit Organisationen" besucht.
Einige Teilnehmer kamen von NGO, Sozialen Einrichtungen, viele auch aus der öffentlichen Verwaltung.

Und: Marketing für Non-Profit Organisationen unterscheidet sich von Marketing nur unwesentlich!
Die Pressearbeit der Polizeit ist halt nur eines deren Marketing-Tools.
 
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Marketing für Non-Profit Organisationen
wird auch als "Sozio-Marketing" bezeichnet. Es geht's vielleicht eher um PR, daher würde ich von NGO-PR sprechen.
Um auf die Polizei zurückzukommen: Unternehmenskommunikation ist auch für die Polizei recht und billig und oft verkauft sich die Polizei meiner Meinung nach unter Wert. Wobei eine Pressemitteilung der Polizei noch 'mal ein anderes Paar Stiefel ist (Stichwort manipulative Bereichterstattung, zumindest bei der Zeitung, im Bezug auf den Helm auch bei der Polizei) . Wie geht es eigentlich dem LR-Unfallopfer?
 
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In Holland haben die Bürger nach solchen Unfällen nicht nur diskutiert sondern sind auf die Straße gegangen und haben sich ihr Recht auf gefahrfreie Verkehrsteilnahme erstritten.
Gut, ob das jetzt genauso ablief.. Auf jeden Fall hat mich ein Video über die Verkehrsplanung in Uitrecht beindruckt, wo extrem viele und aufeinandere abgestimmte Velostrassen sowie -Parkhäuser, direkt am Bahnhof gebaut wurden. Da frage ich mich schon, wieso das in autombilabhängigen Ländern (dazu zähle ich auch die Schweiz, aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung der Autozulieferer) zumindest in Städten, die einigermassen flach sind (wobe das mit den e-bikes auch nicht mehr so relevant ist), kaum gemacht wird. In Biel sind - ein gewisser Schritt vorwärts - die Busspuren nun auch für Velofahrer nutzbar. Aber Autostrassen zu Velostrassen umzubauen beispielsweise, das scheint mir für viele undenkbar.

Ok, das ist jetzt schon sehr off-topic. Evtl. doch in einem anderen thread besser aufgehoben.
 
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Das dachte mein Sohn auch, als er anfing, Jura zu studieren. Im Verlauf des Studiums dann erfuhr er von den Dozenzen mehr darüber.
(Total OT): Und erneut lediglich nebulöse, mysteriöse Andeutungen statt klarer Aussagen. FUD verbreiten machst du wirklich gerne.
Heisst das:
- völlig normal und kein Grund zur Aufregung?
- Dein Sohn war schlecht informiert (weil er nicht gescheit gesucht hat)?
- Dein Sohn war naiv, weil er an ein stumpf mechanisches Vorgehen geglaubt hat, das es auch bei Richterernennungen nicht gibt?
- der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie?
- Richter werden auf intransparente Art und Weise berufen?
- Richter werden autokratisch auf Basis geheimer Absprachen oder politischer Befehle ernannt, ganz im Widerspruch zum offiziellen Weg?
- Es gibt einen Geheimbund, der nur politisch Genehme in Richterpositionen bringt?
- Wir werden von Reptiloiden regiert?

Aber die Auffälligkeiten bei den Polizeiberichten bleiben bestehen.
Wie @TitanWolf weiter oben mit recht grosser Meßungenauigkeit grob errechnet hat sind 2019 Helme in zwischen 7 und 8% der Polizeiberichte mit Fahrrädern zusammen erwähnt, wenn man Pressoportal.de als Grundgesamtheit nimmt. Ich würde Deine Aussage daher nicht unterschreiben - im Gegenteil. Mich würde aber interessieren: Welcher Prozentwert (oder welches andere Kriterium) müsste eigentlich unterschritten oder erfüllt sein, damit Du Deine Meinung zu "Auffälligkeiten" bzw. "Regularien/Vorgaben" (oder wie auch immer Du es nennen willst) in Sachen Helme in Polizeiberichten revidieren würdest bzw. als falsifiziert ansehen? Oder ist das weder vorgesehen noch möglich?
 
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zu den Polizeiberichten:
"Doch genau darin sieht Frank Überall, früher selbst Polizeireporter und heute Vorsitzender der Journalistengewerkschaft DJV, die größte Herausforderung: „Dass wir bisher Polizeimeldungen privilegiert glauben und sie einfach so weitertransportieren konnten. Und da sind wir oft nicht so richtig gewohnt, dass wir da noch mal querrecherchieren müssen.“, siehe https://www.deutschlandfunk.de/die-polizei-pr-und-social-media-den-druck-aus-dem-kessel.2907.de.html?dram:article_id=382610. Sehr interessanter Artikel des DLF, finde ich.
 
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zu den Polizeiberichten: (...)
Diese kritische Grundhaltung war früher selbstverständlicher Standard bei Journalisten und elementarer Teil der Ausbildung. Dass das heute auch vom DJV als völlig überraschende Erkenntnis verkauft wird ist symptomatisch für den Zustand des Journalismus (und damit Haltung, Selbstverständnis und Ausbildung von Journalisten) und ein Trauerspiel.

Gängig ist ein solches Hinterfragen ja z.B. beim Hinterfragen der Teilnehmerzahlen von Demonstrationen: Veranstalter sagt x, Polizei sagt (ein sehr viel niedrigeres y), manchmal sagt der Journalist z. Übrigens auch bei Fahrraddemonstrationen wie der jährlichen Sternfahrt in Berlin.
Dass Polizeiberichte hinterfragenswert sind hat sich in jüngerer Vergangenheit auch bei den Krawallen in Hamburg anlässlich des Wirtschaftsgipfels gezeigt oder bei den Protesten gegen den Tagebau im Hambacher Forst. Oder bei dem Todesfall eines Asylbewerbers in Polizeigewahrsam vor einigen Jahren in Sachsen (?). Oder oder oder. Zum Tagebau hatte sich der DJV geäussert:

01. Juli 2019
Polizeiberichte kritisch hinterfragen
Der Deutsche Journalisten-Verband ruft dazu auf, Meldungen und Informationen der Polizeibehörden in allen Fällen kritisch zu hinterfragen.
Aktueller Anlass sind Presseinformationen der Polizei über die Besetzung des Tagebaus Garzweiler durch Klimaaktivisten. „Ein Polizeibericht ist für Redaktionen eine wichtige Ausgangsinformation, mehr nicht“, erklärt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Keinesfalls dürften Schilderungen und Behauptungen solcher Berichte ungeprüft in die Medienberichterstattung Einzug halten. „Es ist kritikwürdig, dass nach der Tagebau-Erstürmung einige Medien die Behauptung der Polizei übernommen haben, 16 Polizisten seien verletzt worden. Die Recherchen eines WDR-Journalisten ergaben, dass vier Polizisten durch Fremdeinwirkung ihren Dienst nicht fortsetzen konnten."

Der DJV-Vorsitzende weist darauf hin, dass die Polizei bei Auseinandersetzungen Partei sei und nicht unparteiischer Beobachter: „Das müssen wir Journalisten immer im Hinterkopf haben, wenn wir den Polizeibericht lesen.“ Damit Redaktionen über genügend Material verfügen, seien Bilder und Informationen von Journalisten vor Ort unverzichtbar. Es sei Aufgabe der Polizei, die anwesenden Reporter in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner

Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13

Quelle

Rumgesprochen hat sich das offenbar nicht. Und auch nicht, dass das auch für Berichte über Verkehrsunfälle gilt. Die Polizei ist halt eine Quelle wie jede andere: Nicht per se glaubwürdig, nicht ohne Fehler und auch nicht ohne eigene Agenda.
 

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Gut. Es besteht also Veranlassung, Polizeiberichte kritisch zu hinterfragen. Und es gibt da einige Auffälligkeiten und Gemeinsamkeiten. Bundesweit. Obwohl das keine Bundesbehörden sind. So wie die Schulen. Es ist nicht weit hergeholt sondern begründet, hier den Ausdruck einer Struktur zu sehen. Und offenbar gibt es auch Veranlassung zur Kritik bei den Medien, die nach eigenem Bekunden nicht die nötige Distanz wahren.

Nebenbei: wenn man Richter werden möchte, muss man sich frühzeitig politisch positionieren und eingliedern. Die entscheidende Instanz sind die Parteien.
 
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Nebenbei: wenn man Richter werden möchte, muss man sich frühzeitig politisch positionieren und eingliedern. Die entscheidende Instanz sind die Parteien.
eine Behauptung, aber zumindest klar Stellung bezogen. Kenne selber nur einen Richter persönlich, da hatte ich ganz und gar nicht den "parteipolitischen" Eindruck, aber das ist halt eine Einzelerfahrung, die mich zumindest bei solchen Pauschalverurteilungen distanziert sein lässt. Bei Grossprojekten wie Stuttgart21, dem Kollaps der Rheintallinie oder jenem Berliner Flughafen habe ich eher den Eindruck, dass hier das Parteibuch welcher Couleur auch immer entscheidend ist. Nun sind wir denke ich schon weit weg weg vom Thema....
 

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Wenn Richter schon derart gleichgeschaltet sind, wie sieht das dann bzgl. der Pressestellen aus?
 
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Da hier immer wieder der Faden gekapert wird und man vom Hölzchen zum Stöckchen kommt, das alles aber nichts mehr mit dem Unfall zu tun hat, bin ich raus.

Es ist zu hoffen, daß es einige Fori noch irgendwann lernen, wie man einen eigenen Faden aufmach. Zum Bleistift über Berichterstattung in der Presse. Einige Helm Fäden gibt es ja schon, werden aber scheinbar nicht gefunden bzw genutzt.

Faden kapern scheint ja viel mehr Aufmerksamkeit zu erregen.
 

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Es gab einen Zeitungsbericht. Den Radfahrer kennt hier niemand. Was darf man denn hier besprechen, ohne den Thread gekapert zu haben?
 
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@Reinhard, @kelin oder @Andreas:
Könnte einer von euch bitte die irrelevanten Teile des Fadens in die Kontroversen Themen verschieben? Am besten neben den guten alten "Rechtsstaat"-Thread:rolleyes: ... da gehört er hin.
Dankeschön,
Thomas
 

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Es ist also irrelevant, dass über solche Unfälle immer wieder in verharmlosender Art und Weise berichtet wird aber gerne irrelevantes mit einfließt?

Was sind denn Deine Erwartungen an die Diskussion rund um einen Unfallbericht? Bringe Dich ein.
 
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Es gab einen Zeitungsbericht. Den Radfahrer kennt hier niemand. Was darf man denn hier besprechen, ohne den Thread gekapert zu haben?
Genau wegen dieser Art von Argumentation bin ich jetzt entgültig raus.

Hier geht es um Unfälle durch rücksichtslose Autofahrer bzw der Info über einen bestimmten Unfall und nicht um Helme oder Redaktionen und Reporter.

Gegen Infos über ähnliche Unfälle wäre ja nichts einzuwenden aber das restliche andere Gerede macht den oder auch andere Fäden teilweise sehr schwer zu kesen.

Aber wenn man das dir erst erklären muß, ist es eh vergebens.
 

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Ich denke, dass die Berichterstattung solche Unfälle begünstigt. Eben weil die Darstellung verharmlosend und unsachlich ist. Mit einer solchen Berichterstattung fördert man die Rücksichtlosigkeit von Kraftfahrern. Das gehört zu den Unfallursachen. An die möchte man aber nicht ran.
 
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Hallo Sascha,
es gibt hier einige Menschen, die es als respektlos gegenüber dem Unfallopfer oder als nicht zielführend bezüglich der Diskussion um Unfallursachen empfinden, wenn ein Diskutant diesen Anlass nutzt, um fortwährend seinen Frust um angebliche Gleichschaltung in Politik, Verwaltung und Presse rauszuhauen. Dafür (wenn das schon sein muss, bitteschön) sind die Kontroversen Themen da.
Aber wenn man das dir erst erklären muß, ist es eh vergebens.
Ich versuchs trotzdem mal: MACH DAZU EINEN EIGENEN FADEN AUF! BITTE!
Grüße,
Thomas
 
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