Umstieg vom S-Pedelec auf ein Velomobil?

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Hallo Velomobil Gemeinde,

aktuell fahre ich den Weg ins Geschäft (22km einfache Strecke / unter 100hm) mit einem S-Pedelec (kein Liegerad sondern aufrecht sitzend) jetzt ist es bei mir so das ich unter +2°C nicht mehr fahre. Daher bin ich schon länger am überlegen ob ich mir ein Velomobil zulegen soll. Davon das man in so einem Gefährt nicht mehr sonderlich friert konnte ich bei einer Probefahrt bereits am eigenen Leib erfahren. (und war soweit auch begeistert)
Was mich jetzt noch bissel aufhält ist tatsächlich das Thema mit der Geschwindigkeit. Bisher bin ich durch das S-Pedelec halt doch ein wenig verwöhnt konstant mit über 35 unterwegs zu sein. Hab im Forum schon einiges gelesen zum Thema Durchschnittsgeschwindigkeiten etc. ich denke mit genug Übung und Training dürfte ich annähernd an die Geschwindigkeiten vom S-Pedelec heran kommen.

Das viel größere was mich aktuell aber beschäftigt ist die Frage welches Velomobil ich mir zulegen soll. Bei der Probefahrt bin ich ein Strada und ein Quattrovelo gefahren. Beide haben mir soweit gut gefallen, wobei ich das Quattrovelo einen Tick besser fand. Jetzt ist es so das bei dem Händler auch ein gebrauchtes Strada herum steht (ca. 28tkm und 7 Jahre alt für knapp über 5000€) Neu kostet ein Quattrovelo so wie ich es will halt fast 11t€ (könnte ich aber auch über Jobrad leasen)
Die Frage ist halt nach der Haltbarkeit eines gebrauchten, ebenso habe ich immer wieder gelesen das man mit einem neuen Velomobil schneller unterwegs ist.

Bin grad echt ratlos was ich machen soll. Die Frage ist bei mir tatsächlich nicht mehr ob ein Velomobil oder nicht sondern eher welches.

Was denkt ihr lieber neu oder gebraucht?
 
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mit genug Übung und Training dürfte ich annähernd an die Geschwindigkeiten vom S-Pedelec heran kommen.
Drüber....wie lange brauchst jetzt du für deine 22km.....ich für meine 21,4km zwischen 33 und 35min mit dem QV....
 
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Drüber....wie lange brauchst jetzt du für deine 22km.....ich für meine 21,4km zwischen 33 und 35min mit dem QV....
bei mir 21km mit 3km bei 1,5%: alles zwischen. 33 und 53 min. Derzeit normal zwischen 40-46min
kommt halt extrem auf die Strecke und den Verkehr an.
zu beachten wäre auch wenn man täglich fährt, das man mit jeden Tag etwas langsamer wird bis man einen Erholungstag einlegt.
vor alllem fehlt beim VM die 2-4kW mit denen ein Spedelec anfährt.

Ich würde für den Anfang immer ein Quest empfehlen...
gibts halt gebraucht schon recht günstig und sollte möglichst keinen Wartungsstau haben.
 
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Was denkt ihr lieber neu oder gebraucht?
Erst mal Willkommen hier im Forum.

Würde auch zum gebrauchten raten.
Fahr aber noch ein paar VM's zur Probe wenn möglich. Wenn man im Richtigen sitzt, passt das wie Arsch auf Eimer;)

Erwarte aber keine Quantensprünge wenn du vom SPed in ein rein Muskelbetriebenes Fahrzeug steigst. Da heißt es richtig rein haun bis man auf Geschwindigkeit ist. Dann läufts wieder wie gewohnt. ABER, jedes abremsen oder Ampel und du fängst von vorne an. Da hast du keinen Rückenwind wie vom SPed gewohnt. Der Fahrspaß, der Wetterschutz und der Schutz vorm ausrutschen auf Eis und Co. ist jedoch so groß, dass das Grinsen nur noch schwer vom Gesicht zu bekommen ist.

Viel Glück bei der Suche und du machst sicher das richtige mit nem VM.
 
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Mango Plus
Ich bin mit dem Mango Plus (ohne Motor) ne ganze Ecke langsamer als mit dem S-Pedelec.
Auf 14,5 km 25min mit dem S-Pedelec (Bosch CX Speed, der hilft bis 42kmh), 28 mit dem Carbon Quest und 33 mit dem Mango (hier kommt wohl der T-Faktor* ins Spiel)
Ich finde das fahren in der Stadt mit dem Up angenehmer (bessere Beschleunigung, bessere Übersicht).
Mit dem Velomobil hatte ich _weniger_ kritische Situationen (Vorfahrtnahme) als mit dem S-Pedelec.
 
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Fahren mit dem Velomobil macht viel mehr Spaß als aufrecht. Die bequeme Liegeposition, nie wieder frieren, die sportwagenartig flache Fahrposition, aus eigener Kraft so schnell sein, auf der Straße als Fahrzeug akzeptiert sein. Zusätzlich die kostenlose Motivation zur Fitness.
Deine Strecke mit den wenigen Höhenmetern liest sich ziemlich günstig fürs VM-Fahren.
Gruß,
Antoine
 
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Herzlich Willkommen hier bei den tollkühnen Frauen und Männern in ihren (f)liegenden Kisten.

22km flach sind ne schöne VM-Strecke. Hast Du wie schon geschrieben wenige Stops (deren Anzahl kann man zu Lasten der Entfernung oft reduzieren), schaffst Du mittelfristig mit Quest, QV, DF und Alpha wohl den SPedelec-Schnitt. Mango, Strada und Co. sind wohl einen Tacken langsamer, ob das am Ende für die Kaufentscheidung relevant ist, musst Du entscheiden. Bei 22 km geht es um ganz wenige Minuten.

Anfahren und Steigungen kosten Körner, machen aber auch Spaß und kommen der Fitness zu Gute.

Nach 22km biste durchgeschwitzt, ne Dusche auf der Arbeit ist von Vorteil!

Gebrauchtes Quest ist ein guter Rad, habe ich auch gemacht, der Golf unter den VM: meistgebaut, zuverlässig und kann alles relativ gut, wenn das VM gut gewartet wurde. Mach Dir die Entscheidung, welches VM es sein soll, nicht zu schwer, Hauptsache erstmal fahren.

Viel Spaß hier und auf der Straße, und erstmal keine Wunder erwarten: die ersten 1000 bis 2000 km sind zäh, wenn Du vom Up kommst. Dafür gibt es sofort die komfortable Sitzposition!
 
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Drüber....wie lange brauchst jetzt du für deine 22km.....ich für meine 21,4km zwischen 33 und 35min mit dem QV....
Also aktuell benötige ich zur Arbeit 45 Minuten und zurück ca 30.

also das ich auf ein Velomobil umsteigen will ist eigentlich schon klar. Die Frage ist nur noch welches. Rein von meiner körperlichen Statur bleibt mir nicht so viel Auswahl (bin doch ein wenig breiter gebaut als die typischen Radfahrer ;))

Nach 22km biste durchgeschwitzt, ne Dusche auf der Arbeit ist von Vorteil!
hab ich
 
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Hallo @amantido ,
ich stand im September vor der gleichen Frage - bei 25km & ca. 80hm für eine Strecke zum Arbeitsplatz. Ich habe allerdings nur ein "normales Pedelec" (25km/h).

Vorteil gebrauchtes VM: unter Umständen sehr schnell verfügbar, preiswerter
Vorteil neu: modernst mögliche Bauart und daher leichter & steifer - und das spürt man -, aber lange Lieferzeit (beim QV gefühlt ewig) & teuer.

Meine Empfehlung:
auf jeden Fall den Aufwand investieren & probefahren! Mir hat es nicht nur "aha- Erlebnisse" gebracht, was mit so einem leichten & steifen VM möglich ist, sondern mir wurde auch erst im Laufe der Probefahrten klar, worauf ich Wert lege. Letztlich habe ich mich für ein Alpha7 entschieden, auch wenn es ca. 5 Monate Lieferzeit hat.

Viel Spass!

Rodge (noch 2,5 Monate...)
 
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vor alllem fehlt beim VM die 2-4kW mit denen ein Spedelec anfährt.
Ist das ernst oder hyperbolisch gemeint ?

Mir ist kein S-Pedelec bekannt, was mit 2- 4 kW anfährt.
Die meisten S-Pedelecs haben einen Bosch Motor mit 350 W Nennleistung.
Die fahren dann mit Max. 600-700 Watt an (soweit ich noch auf dem laufenden bin)
Das schaffen auch einige Treter hier im Forum kurzzeitig, bei wesentlich leichtläufigeren Fahrzeugen, die Motoren halten diese Spitzenleistung auch nur kurz.

Panasonic Mittelmotor S-Pedelecs fahren mit 350 W an.

Bis vor kurzem lag die Maximal-Nennleistung von S-Pedelecs bei 500 W.
Diese Leistung hatten aber nur die (selteneren) DD Motoren (BionX,GoSwiss).
Die Fuhren dann (kurz) mit ca. 800-900 W an.

Nun gibt es diese S-Pedelec Regel nicht mehr, die maximal Grenze der Nennleisung für E-Bikes liegt somit bei 4 kW, die aber kein einziger S-Pedelec Hersteller nutzt.

Die allerstärksten „S-Pedelecs“ von Stromer haben nun 850 Nenndauerleistung, werden also mit (geschätzt) ca. 1 kW anfahren, das ist schon sauschnell für ein Fahrrad.

Mein Alleweder A6 wird mit 25 A, 52V angefahren, das sind 1,3 kW und schiebt die 50 kg Kiste schon sehr ordentlich vorwärts. Der Controller regelt dann sehr schnell auf 5-10 A runter, die Max.-Leistung liegt also auch nur sehr kurz an.

Aber alles nix mit 2-4 kW
 
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Ist das ernst oder hyperbolisch gemeint ?

Mir ist kein S-Pedelec bekannt, was mit 2- 4 kW anfährt.
Ok, 2-4kW ist natürlich übertrieben*. :)

Werte um die 1,2-1,5kW erscheinen mir aber durchaus stimmig (hab kein S-Pedelec).

Die meisten S-Pedelecs haben einen Bosch Motor mit 350 W Nennleistung.
Die fahren dann mit Max. 600-700 Watt an (soweit ich noch auf dem laufenden bin)
Das schaffen auch einige Treter hier im Forum kurzzeitig, bei wesentlich leichtläufigeren Fahrzeugen, die Motoren halten diese Spitzenleistung auch nur kurz.
Spiel mal ein bisschen mit http://infotom.de/kreuzotter dann wirst du schnell sehen, das ein S-Pedelec keine 350W "Nennleistung"** haben kann.
Mit nem Mountainbike brauchst du etwa 530W um auf 40km/h zu kommen.

Panasonic Mittelmotor S-Pedelecs fahren mit 350 W an.
Schon kleine, legale, 25km/h Nabenmotore in Pedelecs mit 36V Akkus fahren mit 600-700W Eingangsleistung an.

*2-4kW schaffen die verwendeten Akkus nicht und bei den Motoren müsste man ein wenig "nachrüsten" um sie für diese Leistung standfest zu bekommen

**die angegebene Nennleistung bei Elektromotoren ist ein völlig aus der Luft gegriffener Wert, der nichts mit der Realität zu tun hat.
Lies mal hier, da ist es gut auf den Punkt gebracht: https://www.ebikes.ca/learn/power-ratings.html
Die "250W Nennleistung" im Gesetzestext ist auf das komplette technische Unverständnis der meisten daran Beteiligten zurückzuführen. Der in der Kommision anwesende Mitarbeiter eines deutschen Pedelec-Antrieb Herstellers (Heinzmann?) hat zu Glück dazu geschwiegen und sich warscheinlich innerlich weggelacht.
 
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@Marc Ich kenne Kreuzotter und auch die ganzen Diskussionen und Prüfverfahren zur Nenndauerleistung.

Die Bosch Dinger fahren ja auch keine 45 km/h, und die Mountain Bikes mit deren Motor erst recht nicht.
Und die alten Panasonic S sowieso nicht.
Die Grace easys auch nicht.
Selbst beim BionX 500 HS Motor ist es schwierig dauerhaft 45 km/ h zu fahren.

Darum hat Stromer die Leistung ja erhöht, die wollten das einzige S bauen, was der Normalo Treter dauerhaft auf 45 km/h halten kann.

Ich will mich auch jetzt nicht über ein paar Watt rauf oder runter streiten, aber 2-4 kW hat kein S-Pedelec.
 
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Ich hatte mir erst kürzlich so ein Speed- Pedelec- Geschoss geliehen, um die Wirkung von Visieren an verschiedenen Helmen auszuprobieren. Mir egal, wieviel Watt Spitze das waren. Das Teil ging ab wie die Wutz. Im Innenstadt - "stop and go" von Ampel zu Ampel kommt da kein VM in Sachen Beschleunigung mit. Ich hab' erstmal einen leichten Wheelie gemacht - unbeabsichtigt natürlich - da ich mich bewusst aufrecht gesetzt hatte, um die Luftanströmung auf das Helmvisier an die Kopfhaltung im VM anzupassen :sneaky:.
 
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Ja klar, im stop and Go sind die S Pedelecs jedem VM bei Normalo Tretern weit überlegen,
ob das nachher am Schnitt was ändert liegt im wesentlichen an der Streckenführung.( und natürlich der Tretkraft des Fahrers)

Ich fahre mit meinem S Pedelec einen langjährigen Schnitt von 25 km/h, aber bei ausschließlich Großstadtverkehr.
Der TO ist deutlich schneller......
 
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@Marc Ich kenne Kreuzotter und auch die ganzen Diskussionen und Prüfverfahren zur Nenndauerleistung.
Ja warum schreibst du dann sowas wie oben? (n)

Die Bosch Dinger fahren ja auch keine 45 km/h, und die Mountain Bikes mit deren Motor erst recht nicht.
Und die alten Panasonic S sowieso nicht.
Die Grace easys auch nicht.
Selbst beim BionX 500 HS Motor ist es schwierig dauerhaft 45 km/ h zu fahren.
Deshalb hatte ich ja auch 40km/h bei der Berechnung mit Kreuzotter eingegeben. ;)

Ich will mich auch jetzt nicht über ein paar Watt rauf oder runter streiten, aber 2-4 kW hat kein S-Pedelec.
Ich hatte ein paar Minuten später im obigen posting 1,2-1,5kW als warscheinliche Leistung nachgetragen.
 
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Hallo @amantido, die wichtige Entscheidung für ein VM ist bei dir ja schon gefallen(y)

Bei mir war das sehr ähnlich. Meine Pendelstrecke zur Arbeit bin ich vor dem VM mit dem E-MTB gefahren. Ich habe 21km mit 150hm rauf und 250hm runter auf dem Hinweg.
Mit den QV schaffe ich mittlerweile die gleichen Fahrzeiten wie mit dem E-Bike.
Von einem 30er Schnitt bin ich allerdings weit weg. Das liegt aber an meiner Strecke, die kaum Geschwindigkeitsmitnahme am Ende von Gefällen zulässt.
Ich hab am Anfang zu viel erwartet und Steigungen mit dem VM unterschätzt! Deshalb: bei Probefahrten unbedingt Steigungen fahren!

Ob neu oder gebraucht musst du selber wissen. Mit Jobrad bist du halt 3 Jahre mit deinen VM verheiratet. Wenn es dann nicht 100%ig passt, können die lang werden.

Der Spaßfaktor im VM ist allerdings unbezahlbar:giggle:, und alles andere ist schon gesagt worden.

Viel Glück bei deiner Entscheidung.
Grüße, mobi73
 
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Erstmal mit etwas gebrauchtem austesten, welche Kriterien wichtig sind, ist vielleicht nicht doof. Das kannste dann ein Jahr fahren und dann mit den Erfahrungen (und vielleicht verringerten Körpermaßen) entscheiden, welches du dir neu leistest. Während du dann auf die Lieferung wartest, kannst du einen neuen Käufer für das Gebrauchte suchen.
Bei der Wahl des Modells kommt es ja auch drauf an, was dir / auf deiner Strecke mehr bringt. Aerodynamik: Höchstgeschwindigkeit/Krafteinsatz in der Ebene/leicht bergab. Gewicht: Anfahren und vor allem bergauf. Steifheit und Effizienz des Antriebs: Großer Krafteinzatz (also eher nach dem Training wichtig ;)). Kurvenlage: ob man vor den Kurven durch Bremsen Kraft verschwenden muss. Federung: Ob man bestimmte Streckenabschnitte nicht mit voller Geschwindigkeit fahren kann/will. Und so weiter und so weiter.
Also welches Modell richtug ist, kann dir halt keiner sagen, also auch nicht, ob du gebraucht was findest, was dir richtig ist. Neu hat man foch etwas mehr Auswahl.
 
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