Umbau Bremsen mech. auf hydraulisch

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Wenn der Jährliche Bremsflüssigkeitswechsel nervt, nimm einfach eine Mineralölbremse.
Ist ja nicht so, das es da keine Optionen gäbe: Tektro, Magura, Shimano, sogar Trickstuff und noch jede Menge mehr stehen da zur Auswahl.
 
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Er meinte dass sich die Scheibe im Sattel schief stellt weil die BB7 Bremse ihn bauartbedingt erst mal zur Seite drückt. Das ist logisch nachvollziehbar. Das kriegst mit Ausrichten nicht weg.
Ich schon.
Was mich an denen stört ist dass die Gewinde zum Einstellen und die Hebelbetätigung korrodiert und festgammelt. Die Triketypische Zugverlegung lässt den Zug auch noch schwergängig und rubbelig werden. Also einmal pro Jahr komplett zerlegen und schmieren, dann kann sie mehrere Jahre funktionieren.
Einstellgewinde für den feststehenden Belag kenne ich, dagegen empfahl @TimB Kupferpaste (bzw. eine kupferfreie Variante davon). Was gammelt bei dir an der Hebelbetätigung? Ich habe bisher eine 8-10 Jahre alte BB7 austauschen müssen, weil die Gummimanschette zerbröselt war und die Mechanik Spiel hatte. Sonst bisher keine Probleme, trotz teilweise Winternutzung.
 

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Mhm, Is klaa. Und immer schön die Abnutzung nachführen.
lässtiges Schleifen der Scheiben, welches teilweise kaum wegzubringen ist, unterstreicht die Güte.
Einfach nur fahren. Die Belagsrückstellung durch die Dichtung erfolgt erst nach Verschleiss.
An der BB7 kann ich von Hand den Backenabstand einstellen, auch auf Reisen.
Ja musst Du auch.
Kannst aber auch ein Pino kaufen und 10 Jahre fahren ohne dich einmal um die Bremse zu kümmern.
 
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Ich glaub die Fronten sind geklärt. Ob wir dem TO mit Grabenkämpfen geholfen haben? Aber immerhin waren ein paar sachdienliche Tips (Marken, Typen, getrennt/verbunden, Pros und Cons) dabei.
 
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Mir ging's eigentlich nicht um Fronten, sondern um Technisches. Deshalb die Frage danach, was an der Hebelmechanik bei dir vergammelt war.
Wenn @Jörnimausi gern basteln oder probieren will, reicht das finde ich als Grund völlig aus. Es wäre nur schade, wenn er bekannte Fehler wiederholt und damit Teile kaputtmacht.

Die BB7 hat sicher Schwächen. Die schwergängige Einstellschraube für den festen Belag ist ein bekanntes Problem, bei linksseitiger Montage kommt an der Bremse Wasser in den Zug, und zum Nachstellen muss man an zwei Stellen drehen und macht sich garantiert die Finger dreckig. Aber das Verbiegen der Scheibe ist ein theoretisches Problem, es ist seltsamerweise auch nur bei der BB7 eine Erwähnung wert, bei Shimanos Seilzugbremsen dagegen nicht. Die festgegammelte Hebelmechanik kenne ich noch nicht, obwohl ich am Gekko zwei BB7 habe, die bisher drei Winter gesehen haben (und sonst wenig anderes), und an Hornet und Cheetah vorn je eine, die beide über mehrere Spätherbste und Frühjahre mit Salz in Berührung kamen.

Bei Hydraulik muss man am Untenlenker eben die "falsche" Lage von Geberzylinder und Ausgleichsbehälter im Auge haben. Was ich in dem Zusammenhang noch vermisse ist der Hinweis auf Hebel mit Radialkolben. Oder gibt's die nicht mehr?
Die unterirdische Haltbarkeit der HS11-Hebel habe ich selber erlebt, aber die kann man ja nicht 1:1 auf andere übertragen. Erstens waren die Zylinder aus Kunststoff und zweitens ist bei einigen Baujahren die Betätigung so ausgeführt, dass das Kolbenhinterende samt Abstreifer etwas zur Seite gezogen wird und davorstehendes Dreckwasser damit geradezu reinpumpt. Darauf achten, dass Wasser wieder rauslaufen kann oder gar nicht erst an den Zylinder herankommt, sollte man bei anderen Hebeln aber trotzdem.
 
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Ich verstehe das Problem nicht.
@starchaser hat‘s beschrieben. Ein Kolben drückt erst gegen die Scheibe, die verformt wird bis sie auf den feststehenden Belag trifft. Man kann den festen Belag entweder nah an die Scheibe stellen, um den Druckpunkt zu verbessern, aber dann schleift die Scheibe ständig. Das wird auf Dauer immer schlimmer, weil die Scheibe durch‘s ständige verbiegen nicht besser wird. Man kann den festen Belag weiter von der Scheibe entfernt einstellen, dann schleift‘s nicht ständig, aber dann muss sich die Scheibe umso mehr verbiegen, was den Druckpunkt schwammig werden lässt.
Das sind halt prinzipbedingt die Nachteile der BB7. Mit beidseitig beweglichen Kolben hat man das nicht.
 
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@TarnKappe
Ich wette 50€uros (Spezi?), dass Du es nicht schaffst mit verbundenen Augen am Hebel zu detektieren ab wann der bewegliche Backen der BB7 an der Scheibe anliegt und "verbogen" wird. Im Gegenteil wirst Du erst was merken, wenn die Scheibe am Festen anliegt. Also beide Backen anliegen.
Dies ist wie @Fanfan schreibt nur ein akkademisches Problem, welches dem Druckpunktunterschied zwischen Vorder- und Hindradbremse eine Hydraulik gleich kommt.

Im Übrigen wird die Scheibe duch das "Verbiegen" auch nicht schlechter. Wer dies meint, der muss auch befürchten, dass sein Küchentisch unter der Last seines Tellers irgendwann zusammenbricht, weil auch der Teller den Tisch jedes mal verbiegt.

Ich glaub die Fronten sind geklärt. Ob wir dem TO mit Grabenkämpfen geholfen haben?
Ich empfinde das als Tiefschlag und Kapitulation. Es war bis hier her eine technisch argumentative Diskussion zur Abwägung der Vor- und Nachteile.
 
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Ich wette 50€uros (Spezi?), dass Du es nicht schaffst mit verbundenen Augen am Hebel zu detektieren ab wann der bewegliche Backen der BB7 an der Scheibe anliegt und "verbogen" wird.
...wenn du ihm nicht auch noch die Ohren verbindest. :LOL:
 
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Da ich ja selbst BB7 fahre und auch das Gefühl aus asymmetrisch ziehender Felgenbremsen kenne - wenn die Breimsen zu weit eingestellt sind, spürt man es, jedenfalls im Stand. Wenn sie richtig eingestellt sind, nicht.
 
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Ich werde meine BB7 erst mal weiter fahren und abwarten ob Probleme auftreten. Bin jetzt knapp 700 km gefahren und bis jetzt funktionieren die Bremsen hervorragend. Jetzt funktionierende Komponenten ausbauen fand ich dann auch blöd. Ich hab einmal die Bremsen nach Anleitung eingestellt und das ging recht einfach wenn man das Prinzip der einseitigen Betätigung verstanden hat.
lG Jörn
 
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Mir ist gerade noch mal was klar geworden:

Wenn es tatsächlich so wäre - wie ich behauptet habe - dass bei einseitigen Kolben, sprich "asymmetrische angefahrenen" Bremsen zunächst nur der Bremsbelag, der vom Kolben an die Scheibe gedrückt wird, wesentlich schleifen würde, bevor der feststehende Belag auch wirklich zum Greifen kommt...
Dann hieße dann ja auch, dass der bewegliche Bremsbelag in relevanter Weise mehr Abnutzung aufweisen würde bzw müsste...

Tut dieser es nicht, so ist das ein Beleg dafür , dass die Kraft beim Schleifen nicht wirklich relevant ist.

Umgekehrt ist es sich behaupten, dass ein gleichmäßiges abnutzen beider Beläge das Ergebnis einer korrekt eingestellten Bremse ist...

Richtig?
 
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Mir ist gerade noch mal was klar geworden:

Wenn es tatsächlich so wäre - wie ich behauptet habe - dass bei einseitigen Kolben, sprich "asymmetrische angefahrenen" Bremsen zunächst nur der Bremsbelag, der vom Kolben an die Scheibe gedrückt wird, wesentlich schleifen würde, bevor der feststehende Belag auch wirklich zum Greifen kommt...
Dann hieße dann ja auch, dass der bewegliche Bremsbelag in relevanter Weise mehr Abnutzung aufweisen würde bzw müsste...

Tut dieser es nicht, so ist das ein Beleg dafür , dass die Kraft beim Schleifen nicht wirklich relevant ist.

Umgekehrt ist es sich behaupten, dass ein gleichmäßiges abnutzen beider Beläge das Ergebnis einer korrekt eingestellten Bremse ist...

Richtig?
Ich denke nicht, da beim anlegen des Bremsbelag zum einen keine großen Kräfte (Reibung) wirken und wenn es zur gewünschten Verzögerung kommt beide Beläge satt anliegen. Der Effekt sollte gering sein.
Grüßle Harry
 
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Ok, verstehe, den DOT Wechsel einmal im Jahr verkaufts Du noch als wartungsarm.
Hydraulische Bremsen gibt es auch mit Mineralöl statt DOT, da gibt es das Problem nicht.

Auch ein lässtiges Schleifen der Scheiben, welches teilweise kaum wegzubringen ist, unterstreicht die Güte..
(...)
Ich will hier nichts schlecht reden, sondern würde gern eine differenzierte Sichtweise sehen.
Da kann ich scheinbaren allgemeingültigen Sätze wie den oberen nicht stehen lassen.
Deine einseitigen, pauschalen und polemischen Äusserungen strafen Deine Worte Lügen. Von einer differenzierten Sichtweise bist Du offenbar selbst sehr weit entfernt. Wie auch Deine weiteren Ausführungen zeigen. Polemik ist typischerweise kein Indiz für das Interesse an einer differenzierten Sichtweise oder Diskussion...

Im Übrigen wird die Scheibe duch das "Verbiegen" auch nicht schlechter. Wer dies meint, der muss auch befürchten, dass sein Küchentisch unter der Last seines Tellers irgendwann zusammenbricht, weil auch der Teller den Tisch jedes mal verbiegt.
(...)
Ich empfinde das als Tiefschlag und Kapitulation. Es war bis hier her eine technisch argumentative Diskussion zur Abwägung der Vor- und Nachteile.
Lies Dir vielleicht Deine Beiträge noch mal durch und überlege, ob Du Dir an die eigene Nase fassen solltest. Als unbeteiligter Leser in diesem Thread gewann ich den Eindruck, dass die unsachlichen Nebelkerzen, die Pauschalurteile, das Leugnen von technischen Grundlagen und das persönliche Angreifen und Abqualifizieren anderer eigentlich nur von Dir kamen.
 
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Meine Antworten, die von Dir hier zusammenhanglos zitiert werden, waren Antworten auf von anderen gemachten Pauschalaussagen.

Lies Dir vielleicht Deine Beiträge noch mal durch und überlege, ob Du Dir an die eigene Nase fassen solltest. Als unbeteiligter Leser in diesem Thread gewann ich den Eindruck, dass die unsachlichen Nebelkerzen, die Pauschalurteile, das Leugnen von technischen Grundlagen und das persönliche Angreifen und Abqualifizieren anderer eigentlich nur von Dir kamen.
Sehe ich nicht so.

Ansonsten danke ich Dir für deinen intelektuellen und bereichernden Beitrag.
 
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Ich denke nicht, da beim anlegen des Bremsbelag zum einen keine großen Kräfte (Reibung) wirken und wenn es zur gewünschten Verzögerung kommt beide Beläge satt anliegen. Der Effekt sollte gering sein.
Tun sie auch nicht. Erst bei ordentlichem Druck , bei der die Bremsscheibe bereits an beiden Kolben anliegt , wird Bremskraft eingeleitet. Das kann jeder der eine Scheibenbremse hat testen. Das einseitige Anschleifen kurz vor dem Druckpunkt hat keinerlei Bremswirkung und auch keinen nennenswerten Verschleiß.

@smallwheels
Ich verstehe Deine Hartnäckigkeit nicht so ganz.
Eine Hydraulische Scheibenbremse hat den Vorteil eines exakteren Druckpunktes. Bei gekoppelten Bremsen punktet sie ebenfalls.
Ansonsten ist eine mechanische Bremse nicht schlechter als eine hydrauliche Bremse.Sie ist einfacher aufgebaut und kann auch unterwegs , mit Bordmittel , einfach repariert werden.

Lg
Gandalf
 
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@smallwheels
Ich verstehe Deine Hartnäckigkeit nicht so ganz.
Hä, welche Hartnäckigkeit? Ich habe in diesem Thread genau ein Posting geschrieben und weder für noch gegen hydraulische Scheibenbremsen argumentiert noch für oder gegen mechanische sondern darin lediglich auf den DOT-Irrtum von Gasi aufmerksam gemacht. Was daran hartnäckig sein soll musst Du mir erklären...
Eine Hydraulische Scheibenbremse hat den Vorteil eines exakteren Druckpunktes. Bei gekoppelten Bremsen punktet sie ebenfalls.
Ansonsten ist eine mechanische Bremse nicht schlechter als eine hydrauliche Bremse. Sie ist einfacher aufgebaut und kann auch unterwegs , mit Bordmittel , einfach repariert werden.
Ja, da würde ich zustimmen. Wüsste nicht, dass ich das Gegenteil behauptet hätte. Auch im Sonderfall der mechanischen Avid BB mit festem Belag auf einer Seite mag das gut funktionieren - mein Mechanikerherz findet aber das dabei notwenige Verbiegen der Bremsscheibe eine nicht schöne und unbefriedigende Lösung, egal wie gut es bremst.
 
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Hä, welche Hartnäckigkeit? Ich habe in diesem Thread genau ein Posting geschrieben und weder für noch gegen hydraulische Scheibenbremsen argumentiert noch für oder gegen mechanische sondern darin lediglich auf den DOT-Irrtum von Gasi aufmerksam gemacht. Was daran hartnäckig sein soll musst Du mir erklären...
Sorry habe das missverstanden.
 

Reinhard

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mein Mechanikerherz findet aber das dabei notwenige Verbiegen der Bremsscheibe eine nicht schöne und unbefriedigende Lösung, egal wie gut es bremst.
Der Trick ist nur, dass der feststehende Belag sehr nah an die Scheibe gebracht wird. Sozusagen hauchdünn entfernt. Wenn dann der andere Beleg gegen die Scheibe drückt, wird die Scheibe so gut wie nicht verbogen, sie kann dann seitlich nirgendwo hin.

Wenn jemand natürlich 'nen halben Zentimeter Abstand beim feststehenden Belag lässt ... Aber klar, dann ist die Bremse schuld und taugt nix ;).
 
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