Tübingen will S-Pedelecs auf Fahrradwegen freigeben

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von seemann11, 08.11.2019 um 14:13 Uhr.

  1. seemann11

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    War das Sarkasmus?

    Wenn ich mir das Verhalten von S-Pedelec Fahrern aus Radwegen betrachte, dann wünsche ich mir manchmal :censored::censored::censored:. Durch eine Legalisierung (auf welches Rechtsgrundlage will Palmer eigentlich die StVO übergehen?) wird das sicher nicht besser, höchstens mehr.
     
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  3. Christoph Moder

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    Im Artikel klingt das so, als sei die Freigabe nicht generell geplant, sondern nur mit Hilfe spezieller Schilder auf einem Netz von Schnellradwegen. Und das klingt für mich schon wie eine gute Idee: Wenn S-Pedelecs dafür sorgen, dass Radwege gebaut werden, die auf deren Geschwindigkeit ausgelegt sind, soll es mir recht sein.
     
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  4. wormwood

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    Für die gilt in/um Tübingen nicht die StVO? Sind die alle auf Privatgelände? Sachen gibt's... </ironie>
     
  5. seemann11

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    Nein.

    Wieviel S-Pedelec-Fahrer siehst du denn ständig ?
    Ich sehe max 1x im Monat ein S-Pedelec mit Kennzeichen.

    Ich könnte mir eine Erlaubnis von 45 km/h auf besonders geeigneten (Schnell-) Radwegen (Breite, Wegeführung etc.) vorstellen,
    welche besonders gekennzeichnet werden

    UND

    eine allgemeine Erlaubnis von S-Pedelecs auf allen Radwegen mit einer max. Geschwindigkeit von 25 km/h.

    Im übrigen gilt ja sowieso: "angepasste Fahrweise".
    --- Beitrag zusammengeführt, 08.11.2019 um 15:11 Uhr ---
    Genau, das ist für alle gut die sich mit gerne mit leichten 2- oder 3 Human- oder Humanhybrid-Rädern schneller als 15 km/h (aber natürlich < 45 km/h) fortbewegen.
     
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  6. Disch

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    Ich auch, wenn überhaupt, aber erst gestern hab ich mich gefragt, wieviele wohl kein Kennzeichen haben: langsamer Verkehr, etwa 35, als auf dem linksseitigen Fußweg - gegen die Fahrtrichtung - ein Radfahrer entspannt an uns vorbeizog...

    Ich find übrigens: dort wo es passt, warum nicht. Auf den meisten Radwegen sind allerdings 25 schon grenzwertig.
     
  7. seemann11

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    Das könnten dann aber auch getunte Pedelecs sein, diese gibt es viel häufiger als S-Pedelecs.
    Da das eh schon "Straftäter" sind (Führen eines KFZ ohne Pflichtversicherung) sollte man die in der Radwegdiskussion erstmal außen vorlassen.
    Das Problem des Tuning ist ein anderes und sollte natürlich verhindert werden.
     
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  8. wormwood

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    Wo habe ich behauptet, "ständig" welche zu sehen?

    Als mein Heimweg noch über den Main-Radweg R3 führte, habe ich regelmässig mind. vier verschiedene S-Pedelec Fahrer dort gesehen. Deren Fahrstil war freundlich ausgedrückt zumindest arg grenzwertig. Wobei ich auch nur von zweien wirklich sagen kann, dass das S-Pedelecs waren. Die anderen hatten kein Versicherungskennzeichen, können also auch "getunte" Pedelecs gewesen sein.

    Könntest Du oder kannst Du?

    Mit Verlaub: was sich irgendjemand vorstellen kann ist erst einmal vollkommen irrelevant. Dass Herr P. aus T. sich über geltendes Recht hinwegzusetzen gedenkt, darum geht es grade.
     
  9. seemann11

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    Das wird wohl auch ein Boris Plalmer nicht können.
    Wenn man Veränderungen will, muss man dafür kämpfen und dazu gehört auch mal Regeln infrage zu stellen.

    Und wenn es nur eine muntere PR Aktion ist, immerhin wird über das Theman debattiert.

    Gesetze sind ja nicht in Stein gemeisselt, sondern einer ständigen Wandlung unterworfen.
    --- Beitrag zusammengeführt, 08.11.2019 um 15:48 Uhr ---
    Du leitest also von 2 S-Pedelecfahrern, die du gesehen hast, die Verhaltensweise aller (anderer) S-Pedelecfahrer ab ?
     
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  10. wormwood

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    @seemann11 Wenn Du spielen willst, such Dir jemand anderen, EOD mit Dir.
     
  11. revelotion

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    Von allen E-Bikes da draußen machen S-Pedelecs gerade einmal 1% aus, der Rest sind normale Pedelecs. Insofern ist er Effekt der Radwegfreigabe schonmal sehr beschränkt.

    Wenn es diese Entscheidung jetzt dazu führt, dass mehr Leute vom Auto aufs S-Pedelec umsteigen, weil sie sich auf dem Radweg sicherer fühlen als auf der Straße, warum nicht?
    Schließlich ziehen Autos mit einer deutlich größeren Masse, Geschwindigkeit und viel kleinerem Sicherheitsabstand täglich an Radfahrern auf der Straße vorbei und es regt sich niemand drüber auf...
     
  12. obelix

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    gibt es überhaupt auf Deutschen Straßen? Auf der SPEZI 2019 hatte ich eine Unterhaltung mit einem Mitarbeiter von KTM?? Der sagte mir:"S-Pedelec spielen für uns überhaupt keine Rolle."
    Ob mir welche begegnen, keine Ahnung. Kann nicht behaupten das ich eins mit Nummernschild gesehen habe. Und dann soll es deswegen bessere Radwegen geben? Naja, von mir aus.
    Hoffentlich wird es etwas besser laufen wie mit E-Scootern!?
    Der Verkehrsminister wirds doch hoffentlich nicht gelesen haben??
    MfG Roland
     
  13. Fanfan

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    Im Sommer habe ich schon ein paar mehr gesehen - zwei sogar öfter, weil sie auf meiner Arbeitsstrecke in die gleiche Richtung gefahren sind.
    Aus den Beobachtungen extrapoliert: Man kann mit S-Pedelecs offensichtlich fahrradkompatibel fahren, das tut aber ebenso offensichtlich längst nicht jeder. Einen habe ich wirklich nur daran erkannt, dass er ein Kennzeichen dran hatte und auf freier Strecke aufrecht im Wind sitzend auf >40 km/h angezogen hat, zwischen anderen Radfahrern war der defensiver unterwegs als mancher Rennradfahrer. Die anderen sind so gefahren, dass im Gegenverkehr besser nichts mit mehr als 20 km/h unterwegs sein sollte, erst recht keine anderen S-Pedelecs (und in gleicher Richtung vor ihnen auch nichts, was besser verzögert als sie, z.B. kein Tieflieger).

    Deswegen halte ich das hier für realistisch:
    Das hier aber nicht...
    ...denn das sehe ich bei S-Pedelecs auf Radwegen eben nur in vereinzelten Einzelfällen:
     
  14. Manfred Agne

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    Aha. Der Herr OB hat also keine Lust mehr sich an die Strassenverkehrsordnung zu halten. Deshalb lässt er “von der Stadt Tübingen selbst entwickelte” Schilder aufstellen, die dann sein Verhalten legitimieren sollen? Ich finde das durchaus problematisch, und noch interessanter finde ich dass der Südkurier da nichts dran auszusetzen hat. Es würde mich wirklich mal interessieren, wie viele S-Pedelecs es sonst noch gibt in Tübingen, ausser dem vom Herrn Palmer. Vielleicht hat ja seine Frau auch noch eins?
     
  15. Hellrich

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    Seit 1.1.2019 ist es doch möglich "Mofas frei" an Radwegen anzubringen.
    Fallen S-Pedelecs nicht darunter?
     
  16. stan

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    m.W.: Nein. Es sei denn, es handelt sich um E-Bikes im Rechtssinne, dh, keine S-Peds.
     
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    Man könnte natürlich auch innerorts auf 30 km/h begrenzen und für Hauptverkehrsstraßen beschildert ggf. 45 km/h erlauben. Das sollte sogar im Einklang mit bestehender Straßenverkehrsordnung durchführbar sein, vermute ich.
     
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  18. stan

    stan

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    Afaik nich, da nur auf 50er Straßen Vorrang angeordnet werden darf. Bei dreißigern wird sich mit dem Zeichen für Vorrang an nur einer Kreuzung beholfen, darf aber nur 3xnacheinander stehen... Wir ham das Thema hier in Bezug auf Fahrradstraßen.
    Deutschland heiligs Blechleland...
     
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    Bei Fahrradstraßen auch?
     
  20. spargelix

    spargelix

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    @stan und OT:

    Wo steht das mit dem Vorrang nur für 50er, bei 30er maximal drei mal wiederholen?
    Ich bitte um eine Quellenangabe.

    Gruß vom spargelix
     


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