Trike Touren Training+Vorbereitung für 100 km, 200 km, 300km etc. in 24/h

Ahoi.

Ich weiß nicht was in mich/uns gefahren ist, aber der Wahnsinn geht weiter.

Spontan Freitag frei genommen und jetzt steht der Plan, die Route der Industriekultur zu fahren.

Als Start und Endpunkt könnte die LAGA in Neuss dienen.

Gesamt sind das ca. 365km.

Wir gehen davon aus, dass wir um ca. 17:00 Uhr losfahren und am nächsten Tag spätesten sum 17:00 Uhr zurück sind.
Ich hatte beim letzten Mal schon gesagt, das ich mega Lust auf eine Nachtfahrt habe. Da ist alles so schön ruhig.

Wenig Zeit, viel zu planen.
Zudem muss ich noch die Radauswahl treffen. Beide haben einen kleinen Wartungsstau bzw. es muss modifiziert werden.


ICE Sprint X

  • Ggfs. Gepäckträger dran, damit ich mehr mitnehmen kann (Trinken/Essen)

  • Bremsen vorne, hören sich an als wären die Belege vollständig runter.
    Ob die Scheiben noch gut sind weiß ich da auch nicht.

  • Knacken hinten am Rad. Könnte ggfs. das Schutzblech sein, das ich neu montiert hatte oder der Sitz.
    Ich weiß es nicht und konnte es unterwegs nicht ausfindig machen.

Wild One

- Hinten den 42-406 CCU drauf
- Bremsbeläge tauschen


Da ich nicht der Mechaniker bin, beides für mich ordenltich Zeitaufwand.
Wobei ich auch beide so fahren könnte, die 365km würden die Räder packen :D
 
365 km ein Wort. Max bisher 300 km gefahren und das war schon auf den letzten 50 ausgesprochen hart.

Grüße Stefan
 
Meine Herren, ganz schön mutig. Ich drücke dir/euch die Daumen, dass ihr wieder wohlbehalten zuhause ankommt.
 
Naja, die 200km haben ja unter harten Bedingungen funktioniert. Wenn man sich die Kräfte gut einteilt, sollte das bei angenehmeren Wetter eigentlich eigentlich funktionieren.
Ob das direkt eine Woche nach dem ersten 200er sein muss, sei mal dahingestellt. Ich persönlich würde der Tour zumindest eine Woche mehr Zeit geben. Regeneration ist alles, auch wenn ich selbst schon solche Aktionen gebracht habe
 
Das ist eine Kurzschluss-Aktion.

Nur ich bin voll dabei, hab da voll Lust drauf um einfach zu schauen, wo die Grenzen liegen.
Ob es klappt, keine Ahnung. Wenn nicht, dann wird es mal wiederholt, wenn es klappt, dann ist geil und das nächste Abenteuer ruft irgendwann oder ich beende eine Karriere, die nie wirklich begonne hat :ROFLMAO:

Habe jetzt mal das Wild One fertig gemacht.
Bremsen mussten nur mal eingesellt werden.

Ist ein immenser Unterschied vom Gewicht her. Leider ist gerade aus meiner Sicht keines perfekt für die Runde.

Das Wild One ist halt, im Vergleich, echt schwer, dafür hab ich mehr Möglichkeiten Gepäck zu verstauen.
Am ICE müsste ich den Gepäckträger montieren und Seitentaschen mitnehmen. Am Wild One bekomm ich das so gerade mit dem montierten Kram hin.

Die Taschen von Radical Design packen echt einiges. Wobei ich ca. 2,7L Trinken mitnehme, ich weiß nicht wo wir nachts was bekommen.
Daher muss vor Ladenschluss noch irgendwo aufgefüllt werden.

Insgesamt bestimmt zu viel Zeug dabei, aber besser als zu wenig.
Zudem ist es kein Zeitfahren. Wir haben keinen wirklichen Druck, außer den eigenen.

Wenn wir uns 24h geben, dann muss es nur ein All-In-Schnitt von ca. 15,21 werden.
Das muss schaffbar sein.
 
Alle Achtung fur die Leistung! Was ich besonders gut finde ist deine Enschätzung dein Kollege nach Haus zu schicken. Wenn man wirklich extrem Mude ist, sind die eigene Einsichte nicht immer scharf. Auch wenn man bloss schlimmeres verhindert, es ist gut auf einander auf zu passen.

Zum Hungerrast erinnere ich mich auch noch deine Aussage; ich muss besser auf mein Körper hören. Dann ist es zu spät. Du musst dich angewohnen auch ohne Hunger regelmassig was rein zu stopfen. Nicht erst wenn der Magen knurrt, dann ist es reichlich zu spät. Den Hungerrast ensteht nicht 15 minuten vorher, eher 1,5 stunden oder länger. Es hilft auch Variation zu haben, nicht nur Riegel, nimm z.b. auch gerne diese Obstpuree tutchen aus das Kindernahrung regal, suss, salz, Nusse, fett, bisschen Obst/Gemuse, nen fertig Salat.

Zum thema Trinken unterwegs, Tankstellen können auch 24 stunden geöffnet haben, es lohnt sich aber das genau zu recherchieren. Bei viele geht nachts nur Tankautomat. Fur Deutschland gibt es noch ein App trinkwasser unterwegs. Friedhofe haben meist auch Trinkwasser, und sind offen zuganglich. Mal jemand Fragen geht auch, aber nachts um 4.00 wurde ich mich nicht trauen irgendwo zu klingeln.

Da die Route bekannt ist, lassen sich auch die moglichkeiten fur Abend/nachtliche Verpflegung und oder Pause untersuchen. Erinnere mich noch gut die Schnitzel mit Pommes die ich um 22.00 uhr bei ne Tankstelle annex Truckerrestaurant kaufen könnte. Beim normalen Restaurant, keine chance. Pizza/döner buden haben abends auch mal länger auf. Der eine Supermarkt schliesst um 20.00 der andere 22.00 uhr. Es kann helfen so was ein bisschen zu Planen. Googlemaps, Streetview kann auch helfen. Kann sein das man damit ne Schutzhutte, Tankstelle, Unterstand, bequemen Bank findet.
 
Alle Achtung fur die Leistung! Was ich besonders gut finde ist deine Enschätzung dein Kollege nach Haus zu schicken. Wenn man wirklich extrem Mude ist, sind die eigene Einsichte nicht immer scharf. Auch wenn man bloss schlimmeres verhindert, es ist gut auf einander auf zu passen.

Zum Hungerrast erinnere ich mich auch noch deine Aussage; ich muss besser auf mein Körper hören. Dann ist es zu spät. Du musst dich angewohnen auch ohne Hunger regelmassig was rein zu stopfen. Nicht erst wenn der Magen knurrt, dann ist es reichlich zu spät. Den Hungerrast ensteht nicht 15 minuten vorher, eher 1,5 stunden oder länger. Es hilft auch Variation zu haben, nicht nur Riegel, nimm z.b. auch gerne diese Obstpuree tutchen aus das Kindernahrung regal, suss, salz, Nusse, fett, bisschen Obst/Gemuse, nen fertig Salat.

Zum thema Trinken unterwegs, Tankstellen können auch 24 stunden geöffnet haben, es lohnt sich aber das genau zu recherchieren. Bei viele geht nachts nur Tankautomat. Fur Deutschland gibt es noch ein App trinkwasser unterwegs. Friedhofe haben meist auch Trinkwasser, und sind offen zuganglich. Mal jemand Fragen geht auch, aber nachts um 4.00 wurde ich mich nicht trauen irgendwo zu klingeln.

Da die Route bekannt ist, lassen sich auch die moglichkeiten fur Abend/nachtliche Verpflegung und oder Pause untersuchen. Erinnere mich noch gut die Schnitzel mit Pommes die ich um 22.00 uhr bei ne Tankstelle annex Truckerrestaurant kaufen könnte. Beim normalen Restaurant, keine chance. Pizza/döner buden haben abends auch mal länger auf. Der eine Supermarkt schliesst um 20.00 der andere 22.00 uhr. Es kann helfen so was ein bisschen zu Planen. Googlemaps, Streetview kann auch helfen. Kann sein das man damit ne Schutzhutte, Tankstelle, Unterstand, bequemen Bank findet.
für Verpflegung empfehle ich den gpx tack auf https://onroutemap.de/en/ hochzuladen. Da sieht man auch die Öffnungszeiten, absolut geniales Tool.
Den erzeugten gpx wieder gen Garmin, die map auf dem Smartphone auf, ist super.

Um nicht ins Defizit zu kommen, trinke ich viel Kohlenhydrat Plörre plus paar Riegel, dann Switch ich auf Apfelsaftschorle und meist irgendwas nicht süsses festes und zum Schluss wird Cola (letzten 30-50 km) getrunken.

Grüße Stefan
 
Danke euch.

Wir planen derzeit pro Stunde eine kurze Snack-Pause zu machen. Wasser entlang der Route ist jetzt auch weitestgehend gesichert. Entweder Geschäfte, Tankstellen, Friedhöfe oder auch mal ein McDonalds. Dann ggfs. mit einem kleinen Umweg.

Ich habe kurzfristig noch Powerbars gekauft. Haben wir beide noch nicht verwendet, wird am Ende der Tour erfolgen. Wir möchten ungern, dass uns das ggfs. am Anfang der Tour auf dem Magen schlägt.

Für die Tour habe ich wieder Elektrolytepulver dabei, das ich ins Wasser mische.
Zudem ein paar Koffeeinbrausebeutel.

Erinnere mich noch gut die Schnitzel mit Pommes die ich um 22.00 uhr bei ne Tankstelle annex Truckerrestaurant kaufen könnte.
Das würde die Tour für mich womöglich beenden, danach wäre ich platt und fall ins Suppenkoma :ROFLMAO:
Ich kenn das nach Pommes-Currywurst, danach kommt bei mir der Hammer.


ür Verpflegung empfehle ich den gpx tack auf https://onroutemap.de/en/ hochzuladen.
Sehr coole Empfehlung.
 
Morgen geht es los.
Wahrscheinlich erst um 17:00 - 17:30 Uhr.

Wir sind jetzt bei 355km + ca. 5km Anfahrt zum Treffpunkt = 360km.
Bei der ursprünglichen Route hat Komoot ein paar Klopper reingehauen, die ich korrigiert habe.
Teils irgendwelche unsinnige Wege oder Zick-Zack-Fahrten (drei Mal über eine Brücke hin und zurück).

Trike
Auch wenn ich das Wild One vollends fertig gemacht habe ich heute umgeplant. Ich nehme das ICE Sprint X, da es einfach leichter ist und ich damit den letzten 100er und 200er gefahren bin. Das Wild One plane ich in Zukunft, wenn es nicht Knall auf Knall geht.
Zudem plane ich da mal ohne den Gepäckträger, benötige jedoch noch eine Kopfstütze.

Bremsen
Wollte heute noch die Bremsbeläge beim ICE tauschen, da dies dringend nötig ist. Hatte auch vorher geschaut, dass die mit den Tektro Volans kompatibel sind. Sind sie aber nicht, hab ich jedoch erst gemerkt, als der Bremssattel runter war. Alles wieder zusammengebaut und den alten Belag rein, muss für die Tour reichen :D.


Gepäck / Essen / Trinken

Essen / Trinken
  • Salzbrezeln
  • 20 verschiedene Riegel
  • 2 Bleche Mageritha-Pizza (hat der Kollege gemacht).
  • Verschieden Kekse
  • Gummibärchen
  • Powerbars
  • Koffeinpulver

Fürs Trinken habe ich noch eine 2L-Trinkblase gekauft.
Die passt wunderbar in die FastBack 70LS Hydration Pack (https://t-cycle.com/en-de/products/fastback-70ls-hydration-pack).

Insgesamt habe ich damit Platz für 3,5L.
1,5L werden mit Elektrolyte-Pulver gefüllt, die 2L bleiben pur.

Trinken decken wir uns unterwegs weiter ein.

Sonstiges Gepäck

Der Kollege nimmt nichts mit. Ich habe den Grundbums dabei. Flickzeug, Ersatzschlauch, Kettennieter, Zange usw.
Ansonten landen noch Powerbanks, Geld und Kleinkram in einer Tasche.


Wetter & Kleidung

Im Vergleich zum letzten Samstag, ist die Temperatur ja jetzt ordentlich gefallen.
Leider haben wir beim losfahren stärkeren Wind bis hin zu Böen von bis zu 48km/h. Das könnte sich auch weiter so ziehen.
Freitag liegen wir dann bei etwa 15 km/h, sofern alles so bleibt wie es ist. Nicht ganz das was ich gern hätte, aber da muss man durch.

Davon ab, soll es ganz schön werden.

Für die Nachtfahrt wird es ggfs. bisschen knackig, da die Temperatur bis zu 14 Grad runtergehen soll.
Ich wollte nicht viel Kleidung mitnehmen, daher hantiere ich mit einer kurzen Radler, einen Übershort, einen Musekshirt, einem dünnen langarmshirt, ein T-Shirt und maximal eine Weste darüber (alles radtaugliche Kleidung, keine Bauwolle etc.).

Weiterer Verlauf
Ich schau m al wie es sich mit den Pausen und unserer Zeit verhält.
Ggfs. poste ich zwischendurch hier den aktuellen Stand und ob wir noch dran sind oder etwas dazwischen gekommen ist.


Fotos
Das "Ich versuche mich mal an ca. 360km"-ICE Sprint X.
 

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Viel Erfolg!!!

Darf man vorsichtig fragen, wie alt Du bist? ...rein interessehalber, ob das auch noch etwas für meinen Jahrgang (1962 > 63 Lenze)) sein könnte.
 
@Trike4Life
Danke.

Aktuell 44 und in In 3 Monaten 45 Jahre.

Ich denke jedoch, dass es weniger das Alter ist was zählt, sondern mehr die Fitness und/oder der Wille etwas zu machen.

Ich bin weder wirklich fit noch gesund. Ich fahre gerne Trike und wenn ich mir was in den Kopf setze, will ich es erreichen.
Muss jedoch nicht immer klappen :D.
 
Danke, stimmt.

Rückweg leider komplett Gegenwind.
Zudem viel Schotterstrecke.
 

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Moin,
Sommersonnenwende heißt maximales Tageslicht, heißt beste Voraussetzung für eine lange Tour . . . habe ich mir gedacht. Die Wettervorhersage war auch gut: niederschlagsfrei, 24 Grad und 3 Beaufort aus West.
Also um fünf aufgestanden, Kaffee, Haferflocken, ein paar Dehnübungen und was es sonst noch für einen guten Tagesbeginn braucht und um sechs ganz gemütlich los.
Büsum - Römö und zurück, macht inklusive drei kleiner Irrwege 353 Kilometer.
Reine Fahrzeit 16 h 40 min und ein paar zerquetschte, 21,7er Schnitt (etwas reduziert durch eine Schiebestrecke über den Sandstrand von Lakolk), 3 Brötchen, 1 Stück Käse, 2 Tafeln Schokolade, 1,75 Liter Wasser und eine kleine Coci, technisch einwandfreier Renner mit Kojaks vorne und hinten einem Durano, Systemgewicht ca. 80 Kilogramm.
Um Mitternacht wieder zu Hause . . . nach 18 Stunden aus dem Lieger aufgestanden, wie aus einem Fernsehsessel nach einer Reisedokusendung.
Fazit:
Der Renner muss laufen und die Sitzposition muss exzellent sein und das auf dem Fundament solider Gesundheit (ab ca. Kilometer 280 haben sich meine Kniegelenke bemerkbar gemacht) . . . dann sind alle anderen Parameter nicht so wichtig und wahrscheinlich sogar Distanzen jenseits der 400 machbar.
Außerdem hilft mir - wie früher schon erwähnt - die Natur . . . schöne Landschaft beflügelt.
Nicht unerwähnt bleiben darf natürlich die Tatsache, dass die Tour sich fast vollständig auf Sealevel abgespielt hat, also quasi ohne Höhenmeter, außer ab und zu mal über den ein oder anderen Deich.
Allzeit gute Fahrt!
 
Moin zusammen.

Es ist unglaublich, was eine vergleichsweise kleine Tour für Eindrücke hinterlassen kann.

Ich schreibe den Text hier, nachdem ich dem Beitrag bereits geschrieben habe.
Dabei könnte ich noch viel mehr und alles im Detail beschreiben.

In jedem Fall viel Spaß an den mir gerade noch im Kopf befindlichen Erlebnissen:


Respekt

@ben t.
Respekt für deine Leistung.

Das gilt für mich für alle, die derartige Touren fahren.
Nach gestern kann ich das umso mehr sagen. Egal ob man trainiert oder untrainiert ist, das ist eine ordentliche Leistung, die man dem Körper und dem Geist abverlangt.


Unsere/Meine 333km-Tour

Vowort

Hier im Thread habe ich bereits einiges zur Vorbereitung geschrieben, daher were ich nicht alles auflisten.
Die Tour bin ich gemeinsam mit einem Kollegen gefahren. Seine bisher längste Tour waren 325km an einem Tag (vor ca. 5 Jahren).

Die haben wir beide zusammen getoppt, was auch ein Ziel sein sollte.


Tourdaten

In Fahrt

Kilometer
333​
Dauer (Fahrzeit)
19:16h​
Durchschnitt km/h
17,3​


Mit Pausen / Stopps

Kilometer
333​
Dauer (Fahrzeit)
26:23​
Durchschnitt km/h
12,6​

Aufgezeichnet mit Komoot.


Trikewahl

Wie oben geschrieben fiel die Wahl auf das ICE Sprint X, was sich als die richtige Entscheidung herausstellte.

Ich konnte soweit alles Notwendige mitnehmen, und der Sitz war ausreichend gemütlich. Lediglich auf den vielen schlechten Wegen habe ich eine bessere Federung vermisst. Bei den Anstiegen kam mir das Gewicht des Trikes jedoch zugute.
Dennoch besteht einiges an Optimierungspotential. Ich komme nicht überall gut dran, wodurch ich für manche Griffe stehenbleiben muss.

Mein kleiner Fehler: Bremsen

Ich hatte bei der Wahl zum ICE Sprint X zwar keine wirkliche Wahl mehr (siehe weiter oben), aber beim nächsten Mal würde ich die Bremsen definitiv vorher machen. Bei allen steilen Abfahrten haben sich die Bremsbeläge negativ bemerkbar gemacht und ich denke, da bremste nur noch Metall auf Metall :D.


Vorbereitung Erholung - beim nächsten Mal anders

Für uns als Nicht-Radsportler war es ohnehin eine Herausforderung. Was dazu kam ist, dass unser Tagesablauf in etwa wie folg ausgesehen hat.

  • Morgens um ca. 4:45 Uhr aufgestanden
  • Regulär arbeiten gewesen (bisschen früher Schluss gemacht)
  • Nach der Arbeit letzte Vorbereitungen getroffen (Rest packen etc.)
  • Danach ca. 1h Napping gemacht (soweit es ging)
  • Dann um 16:37 Uhr los.
Beim nächsten Mal würde ich es so planen, dass man nach einer ausreichenden Nacht startet und nicht vorher noch den ganzen Tag arbeiten war.


Komoot

Der Kollege hatte die Routenplanung mit Komoot vorgenommen. Soweit ging das gut, aber Komoot hat teils so dämlich geroutet, dass es genervt hat. Hin- und her sowie Rerouting waren die Folge. Teilweise sind wir abweichend gefahren, damit wir gefühlt überhaupt den richtigen Weg finden. Neben verzögerten Ansagen/Anzeigen kamen auch Abstürze dazu. Das geht bestimmt besser.


Strecke / Rerouting & erzwungene Stopps

Geplant waren ca. 355km, geworden sind es 333km.

Irgendwann waren wir durch und die eigentliche Streckenführung passte von den Kilometern nicht mehr so richtig.
Hätten wir die geplante Route beibehalten, wären es wohl ca. 380 - 400km geworden.

Wir sind dann ab Bottrop auf dem kürzesten Weg Richtung Neuss gefahren.

Ampelstopps / Kreuzungen
Was besonders genervt hat, das werden sicher viele nachvollziehen können, sind die ständigen Ampel- und Kreuzungsstopps. Gerade im städtischen Bereich. Da gibt es einiges an Verbesserungspotenzial. Das raubt einem so viel Ennergie, wenn man ständig anhalten und wieder starten muss.

Da wünsche ich mir eine bessere Infrastruktur.

Schotterwege
Rückblinkend hatten wir gefühlt viele Schotterwege und auch Waldbodenabschnitte dabei. Das zieht ordentlich den Schnitt runter und treibt die benötigte Energie hoch.
Wenn mein Kollege noch eine Radfuhrt innerhalb des Schotterbereichs nehmen konnte, hatte ich mit dem Trike keine Ausweichmöglichkeit und habe alles an schlechten Untergrund mitgenommen was geht. Das ist definitiv ein Nachteil.

Höhenmeter
Die knallen ordentlich rein. Gerade im Bereich Witten, Dortmund & Co. zu Beginn hat uns das viel Kraft gekostet.
Die nächste Tour geht bestimmt Richtung Niederlande.


Das Wetter

Für uns war das Wetter soweit gut. Am Start der Tour gab es leichten Regen, ansonsten bewölkt und später kam schön die Sonne raus. Einzig der Wind war ein wenig zu stark, da hätte ich mir einen Wind wie beim 201er vom letzten Samstag gewünscht.
Auf den ganzen Rückweg hatten wir fast nur Gegenwind. Sehr anstrengend.



Nachtfahrt & Bahntrasse & Schnitt

Wir sind relativ spät gestartet und damit durch die Nacht gefahren.
Nachts fahren hat den Vorteil, dass man seine Ruhe hat. Es gibt so gut wie keinen Verkehr, was das Vorankommen beschleunigen kann.

Was die Sicht angeht, ist es jedoch echt schlecht. Zumindest im Bereich der Bahntrassen bzw. in allen Bereichen, die nicht gut oder gar nicht beleuchtet sind.

Auf der Bahntrasse war es teils Stockduster, man konnte die Hand vor Augen nicht sehen. Die Fahrradbeleuchtung (ich habe eine alte SON-Edelux am Trike) ist gut und schön, aber letztlich habe ich gedacht, die müsste weiter und breiter strahlen. Zumindest, damit ich sicher fahren kann. Teils war es einfach "Fahren nach Gefühl".

Wir wahren gezwungen Geschwindigkeit raus zu nehmen, da es zu gefährlich war. Mehrmals knallte es ordentlich, weil wir Kanten und Absenkungen nicht rechtzeitig gesehen haben.

Ich möchte gar nicht wissen wie es z. B. bei einem Platten gewesen wäre. Da ich nicht zu viel Gepäck mitnehmen wollte, hatte ich die Kopflampe nicht eingepackt.



Der 24h-Versuch

Wir wollten die ursprüngliche Tour in 24h schaffen. Das wären, soweit ich mich erinnere, ca. 15,x km/h inklusive Pausenzeiten.
Das hat nicht geklappt.

Die Gründe:

Erschöpfung
Ein großer Teil geht auf Erschöpfung zurück. Mir fiel die Fahrt insgesamt auch nicht leicht, jedoch war ich körperlich ein wenig fitter als mein Kollege. Als wir über ca. 120km waren, benötigte er häufigere Pausen. Die Höhenmeter hatten ihm extrem zu schaffen gemacht. Die Schotterwege im weiteren Verlauf kamen ebenfalls dazu. Unsere Fahrgeschwindigkeit sank stetig.

Mir ging es längere Zeit noch besser, wobei auch bei mir irgendwann die Erschöpfung einsetzte. Die 201 Kilometer vom vorherigem Wochenende waren nicht so anstrengend. Da merkt man, das die Streckenplanung viel ausmacht.

Wir haben überwiegend versucht, dass ich hinter ihm fahre.
Von der Navigation abgesehen, konnte ich mich so an sein Geschwindigkeit anpassen. Sowas klappt natürlich nicht dauerhaft, häufig bin ich doch vorgefahren. Das passiert auch automatisch, wenn man schneller fährt als der andere. Dann habe ich wieder gebremst, ihn vorbei fahren lassen und weiter gings.


Essen & Trinken
Sofern es keine Riegel waren, hatten wir fürs Essen längere Standzeiten. Die Pizza haben wir in Ruhe gegessen, beim Bäcker hat es mit Flaschen auffüllen und Essen ebenfalls länger gebraucht. Am längsten pausiert haben wir bei einem Netto, weil wir nichts mehr zu trinken hatten. Dort haben wir uns dann auch noch mit Eis versorgt.


Der Nachtfahrtanteil
Siehe oben - Nachtfahrt


Der Sekundenschlaf und die Pinkelpausen
Das war definitiv mein Part. Mein Kollege musste relativ wenig pinkeln, ich umso mehr.
Das hat schon für viele Stopps gesorgt. Jedes Mal anhalten, neu anfahren & Co. benötigt echt Kraft.

Auf dem Rückweg kam es dann bei uns beiden zur gleichen Zeit zum Sekundenschlaf.
Ich bin hinter ihm hergefahren und habe gemerkt, wie sich immer häufiger meine Augen geschlossen haben. Komm schaffst du noch habe ich mir gedacht. Der Kampf gegen die Müdigkeit war echt groß. Das ging über viele hundert Meter wenn nicht bis zu 1 - 2 Kilometer. Zum Glück nicht im regulären Verkehr.

Gerade als ich eine Pause machen wollte, rief mein Kollege von vorne "Wir müssen Pause machen". Ich sagte ihm, perfekt, ich penn gerade ein. Er sagte, ja er auch, ihm fallen die Augen schon länger zu.

Leider haben wir nur eine Bank direkt in der Sonne erwischt. Ich habe ein 10 Minuten Powernap gemacht, sofern das ging. Er hat sich ebenfalls erholt. Dann haben wir uns beide Koffeein-Pulver-Sticks riengezogen und sind weiter.

Ab da war es noch mehr um mich geschehen. Ich musste fast alle 10 - 20 Minuten pinkeln. Das Koffeein hat anscheinend so den Harndrang befeuert, das war ätzend. Das hat sehr viel Zeit und Kraft gekostet.

Was ich definitiv sagen kann ist, dass es mir fast egal war wo ich pinkeln musste. Man hat irgendwann keine Wahl mehr.
Einfach an den Rand ans Gebüsch und los.


Der Schmerz

Irgendwann, ich weiß nicht mehr ab wie vielen Kilometern, kam der Schmerz. Bei uns beiden zu unterschiedlichen Zeitpunkten, aber er kam.
Die Fußsohlen, die Knie und auch die Sehne/n schmerzten bei mir auf einmal. Gerade die Fußsohlen waren sehr unangenehm, da jeder Druck auf die Pedale weh tat. Dabei hatte ich schon die Einlagen meiner normalen Schuhe genommen und die dünnen Lammfelleinlagen von der 201er-Tour entfernt. Ich muss mir wohl doch mal neue Schuhe kaufen und passende Einlagen verwenden, wenn ich weitere Touren in der Form machen möchte.

Bei meinem Kollegen kam irgendwann der Hintern dazu, er hatte es da nicht so gemütlich wie ich.

Letztlich haben er und ich jeweils eine Ibu genommen, in der Hoffnung sie wirkt. Half aber nur sehr bedingt :D.


Die Route selbst

Die Route hat, bis auf den rein städtischen Anteil, viele schöne Wege und Passagen.

Gerade an der Ruhr, Lippe, dem Datteln-Hamm-Kanal und dem Rhein-Herne-Kanal hat man schöne Fahranteile und tolle Aussichten.
Dafür hat es sich bereits gelohnt. Die Wege auf den jeweiligne Bahntrassen sind auch klasse.
Man kann gemütlich fern ab vom Autoverkehr fahren.

Solche Trassen würde ich mir für ganz Deutschland wünschen. Eigene Fahrradbahnen mit einzelnen Abfahrten. Das wäre ein Traum.
Jedoch mit einem ordentlichen Asphalt und nicht zu viel Schotter :D.


Zurück zu Hause

Als ich Zuhause war, war ich mega müde und erschöpft. Habe mir erste inmal eine kleine Wassermelone reingeknallt. Danach ging es zur Pommesbude und es gab Pommes mit Currywurst und eine Pizza mit Salami und Pilzen. Ich hatte zwar recht viel während der Fahrt gegessen, aber da war noch Platz :D.

Getrunken habe ich auch auf die Schnelle ca. 2 Liter, bevor am Abend dann weiteres folgte.


Der Tag danach

Heute merke ich, was mir alles weh tut. Ich denke es wird ein paar Tage dauern, bis es nachlässt. Aber das war es wert.
Zudem plagt mich noch eine große Müdigkeit und Erschöpfung. Auch bin ich sehr hugrig und durstig.


Fazit

Es war einfach eine geile Tour und wir werden es wieder machen.

Wir haben einiges gelernt und wissen jetzt, worauf wir uns besser vorbereiten. Wobei der Hauptpunkt die Streckenplanung ist. Zumindest, wenn man sehr lange Strecken plant. Zudem die ausreichende Erholung vor dem Start. Ich denke, das hat uns beide zu Beginn schon unterbewusst belastet. Auf Koffeein werde ich versuchen so wenig wie möglich zurückzugreifen, zumindest wenn ich nicht alle paar Minuten pinkeln möchte :D.
 

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