Trike im ICE - es geht, aber....

Dieses Thema im Forum "Trikes / Quads" wurde erstellt von Tüddel, 10.08.2018.

  1. Tüddel

    Tüddel

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    Hallo Ihr,

    @starchaser und ich waren in vom 27.07. - 05.08. in Mecklenburg-Vorpommern und auf Rügen mit unseren Scorpionen unterwegs. Trotz Vorbehalten hinsichtlich Mitnahmemöglichkeiten in Schnellzügen - insbesondere dem ICE - wagten wir es.

    Kurz vorab: Ich werde hier keine wissenschaftliche Abhandlung über das Regelwerk der Deutschen Bahn zu Gepäck- und Fahrradmitnahme beschreiben, da es für unsere Aktion mehr oder weniger ausser Kraft gesetzt wurde - oder wir es - zumindest auf der Rückfahrt schlichtweg "unverschämter Weise" ignorierten. Aber der Reihe nach:

    Bei der Buchung waren bereits alle Fahrradplätze ausgebucht. Daß in der Hauptreisezeit auf einer Strecke zwischen Stuttgart und Hamburg (7 Fahrradplätze für ca. 400 Passagiere) eine Woche vor Reiseantritt in der Hauptreisezeit ausgebucht sind, dürfte jedem klar sein. Es galt also die Zweite Trumpfkarte zu ziehen: In weiser Voraussicht erkundigte sich @starchaser, ob die Mitnahme eines Liege-Dreirades als Gepäckstück zulässig bzw. möglich ist, und demonstrierte den Faltmechanismus bei demontiertem Sitz an einem Service-Schalter der Bahn am Stuttgarter Bahnhof Ich war leider nicht persönlich bei dieser Vorführung anwesend, kann also hier nur die Kernaussage widergeben: "Solange ein Gurtmaß von X x Y x Z (die Zahlen sind nicht wichtig, da das sowieso niemand kontrolliert, solang das Gepäckstück nicht übermäßig überragt) nicht überschritten wird, kann man das Trike (im ICE 4) zusammengefaltet als Gepäckstück mitnehmen, solang keine Gänge versperrt werden.

    Als der diensthabende Zugbegleiter am Stuttgarter Bahnhof unsere vollbeladenen Trikes fahrbereit am Bahnsteig stehen sah, kamen natürlich von seiner Seite die erwarteten Einwände "....geht nicht..., nicht zulässig...". Wir beriefen uns auf den Passus des Gurtmaßes und der Faltbarkeit der Fahrzeuge und er ließ uns als boarden. Wichtig hier: Bei der Fahrt von Stuttgart nach Hamburg handelte es sich um einen ICE4, der neuerdings in JEDEM Wagen in der Mitte eines Großraumabteils über mehrstöckigen Gepäckfächer verfügt. Wir konnten also unsere Trikes zusammengefaltet jeweils in die unteren Gepäckfächer verstauen, ohne dabei nennenswert die Gänge zu blockieren. Auch von den Mitreisenden gab es wenig Protest, obwohl wir mit unseren Trikes mit samt Gepäck 2 von 3 Gepäckfächern auf einer Seite Komplett für uns beanspruchten. Die Fahrt war somit sehr entspannt.

    In Hamburg stiegen wir in einen Regionalexpress um, der uns nach Rostock bringen sollte. RE's verfügen in der Regel über große Fahrradabteile. Hier ließen wir aber für die gesamte Fahrt unsere Trikes in fahrbereitem Zustand, und Ihr könnt Euch vorstellen, daß ein voll beladenes FS 26 und ein voll beladenes FS 20 den kompletten Raum des Fahrradabteils auf einer Seite des Wagens beanspruchen. Glücklicherweise gab es hier keine Diskussionen mit den Mitreisenden, da auf der anderen Seite des Abteils noch genügend Platz für die Fahrräder der Mitreisenden zur Verfügung stand. Somit erreichten wir ohne große Komplikationen und Konflikte unseren Zielbahnhof, Rostock. Die Frage nach einer Fahrradkarte verneinten wir, unter Verweis, daß wir die Trikes als Gepäckstück in den Gepäckfächern verstauten. Der Zugbegleiter des RE wollte uns das zwar nicht wirklich glauben, zog aber vondannen, da er offensichtlich keine Lust auf Diskussionen hatte.

    Anders auf der Rückfahrt:
    In einer Bierlaune buchten wir ein Super-Sparpreis-Ticket für eine Fahrt über Nacht mit Umstiegen in Rostock, Göttingen und Frankfurt, Start: Ribnitz, Ziel: Stuttgart Hauptbahnhof. Der RE von Ribnitz nach Rostock war bereits ziemlich voll als wir einstiegen, entsprechend groß war der Unmut der Mitreisenden als wir unsere sperrigen, dreckigen und sandigen Fahrzeuge über die Köpfe der Mitreisenden hinwegbalancierten. Sand rieselte aus den Trikes auf die Köpfe einiger Fahrgäste und beim Verstauen meiner Taschen in die oberen Gepäckfächer wurde ich von einem mitreisenden Rentner angeherrscht "Hören Sie mal, junger Mann, ich bin nicht schwul!!!" als ich ihm wohl doch etwas zu nahe kam.

    In Rostock bestiegen wir einen IC, der uns nach Göttingen bringen sollte. Der IC verfügte ebenfalls über ein großes Fahrradabteil. Wir hatten hier keine Probleme, unsere Trikes nebst Taschen, zusammengefaltet und ohne Gefährdung / Behinderung anderer Mitreisenden zu verstauen. Dennoch wurden wir vom Schaffner nach Fahrradkarten gefragt. Wir weigerten uns Fahrradkarten zu lösen und beriefen uns dabei erneut auf den Passus "Gepäckstück". Nach ein paar hitzigen Wortgefechten gab sich der Schaffner allerdings geschlagen und ließ uns in Ruhe. Die Fahrt nach Göttingen verlief ohne weitere nennenswerte Zwischenfälle.

    In Göttingen hatten wir lediglich 10 Minuten Aufenthalt und mussten unterirdisch die Gleise wechseln. Wir mussten also die Trikes und Gepäck einmal die Treppen heruntertragen und das ganze nochmal die Treppe hinauftragen zum Abfahrtsgleis des Zuges nach Frankfurt. Der Umsteigeprozess glich einer Operation am offenen Herzen in einem Lazarett, das auf einem Minenfeld errichtet wurde. Jeder Handgriff musste sitzen. Von einem Gleis zum anderen Rennen und dabei noch Gepäck schleppen....

    Im ICE 2 erwartete uns dann der schwierigste Teil der Zugreise. Gerade noch rechtzeitig schafften wir es die Trikes und unser Gepäck einzuladen. Selbst dieser (Nacht-) Zug war so voll, daß bereits Leute auf den Gängen standen, mit samt ihren Taschen und Koffern. Bei der Fahrkartenkontrolle gab es natürlich Diskussionen mit der Zugbegleiterin ("....geht nicht..., ist verboten, weil die Gänge versperrt sind.... ) etc. Aus Sicht der Vorschriften, waren ihre Einwände natürlich korrekt. Wir wurden also aufgefordert, am nächsten Halt den Zug wieder zu verlassen. Dies verweigerten wir wehement, selbst unter Androhung, daß notfalls die Bahnpolizei eingeschaltet wird. Die Reaktionen der Mitreisenden reichten von ".....soll ich kurz mit anfassen....?" bis zu "was willst Du!? Willst Du was auf die Fresse, oder was!!!!?" Erstaunlich hier: Die aggressivsten Reaktionen kamen von Passagieren, die von der Situation am wenigsten beeinträchtigt waren.

    Das Problem mit den "Trikes im Gang" war noch nicht gelöst und nach wie vor weigerten wir uns, den Zug zu verlassen, zumal ein Abteil weiter ein Kontrabass aufrecht und ungesichert an der Tür zum Abteil stand. Dieser Fahrgast musste auch nicht aussteigen, warum also, sollten wir es müssen? Die Zugchefin wurde eingeschaltet, und nach einigen Diskussionen erlaubte sie uns an Bord zu bleiben. Wir mussten aber unsere Trikes auf dem Klo verstauen und folglich die Vorderräder ausbauen - für eine 1,5-stündige Strecke. Um den Konflikt nicht weiter eskalieren zu lassen, willigten wir ein und leisteten den Anweisungen folge. Die Zugchefin warnte uns vor einem Folgekonflikt in Frankfurt und bot uns alternative Verbindungen von Frankfurt an, mit denen wir aber deutlich später in Stuttgart angekommen wären.
    Der Ausstieg in Frankfurt klappte dann unproblematisch. Alle Fahrgäste in unserer Nähe halfen beim Ausladen mit. Zeit zum durchatmen und für einen Kaffee - nachts um 02:00 Uhr am Bahnhof in Frankfurt.

    Eine halbe Stunde vor Abfahrt unseres Zuges nach Stuttgart trafen wir den Zugchef am Bahnsteig, erklärten ihm die Situation und demonstriertem ihm abermals die Faltbarkeit unserer Fahrräder. Er willigte ein uns mitzunehmen, und wies uns zusätzlich noch einen Wagen, der ebenfalls ein eigenes Gepäck-"Abteil" hatte. Hier konnten wir, wie auf der Hinfahrt, unsere Trikes zusammengefaltet in die unteren Regalfächer verstauen. Die restliche Fahrt nach Stuttgart war somit auch unproblematisch und recht entspannt.

    Fazit:
    "Trike im Zug" ist Ermessensache des Schaffners, selbst, wenn man ein Fahrradplatz gebucht hat. Mit dem Trick "Gepäckstück" kann man sich mehr oder weniger im ICE "durchmogeln", sofern man Konflikte mit dem Zugbegleiter und / oder Mitreisenden nicht scheut. Ob man so häufig Umsteigen will / muss hängt einerseits davon ab, wie früh man bucht, oder aber wie viel man für eine Bahnfahrt ausgeben möchte. Direkte Verbindungen in den sog. Kernzeiten sind logischerweise immer teurer.

    Eine entspannte An-/ Rückreise ist allerdings anders. Wenig Umsteigezeit, viel Schlepperei, Auseinandersetzungen mit Fahrgästen, u. U. Sitzplatz weit entfernt vom Trike, das man dann evtl unbeachtet lassen muss, und wahrscheinlich auch ein paar Schrammen im Gefährt nach der Reise gehören dazu. Wem das nichts ausmacht: Gut!

    Trotz aller negativen Begleiterscheinung, die die Anreise mit dem Auto gehabt hätte, wäre es in diesem Fall auf jeden Fall die billigere und wahrscheinlich sogar die bequemere und schnellere Variante gewesen.

    Ich gebe zu: Was wir hier gemacht haben, war nicht ganz sauber, aber irgendwie dann auch nicht verboten. Mit unseren Fahrrädern bewegen wir uns aus Sicht des Bahntransportes immer irgendwie in einer Grauzone, und nach meiner Einschätzung wird sich das auf absehbare Zeit auch nicht ändern.


    Was würde ich beim nächsten Mal anders machen? Wahrscheinlich mit dem Auto anreisen - sofern möglich - zumindest, wenn der Urlaubsort am anderen Ende Deutschlands oder sogar Europas liegt. Ich stelle Euch heute noch ein paar Fotos bereit, die ich von unseren verstauten Trikes gemacht habe.

    Viele Grüße:

    Tüddel
     
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  2. starchaser

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    Oh Gott..... wenn ich dass so lese.... also wenn ich da dabei gewes.....

    Ich..... äh......

    Ach du Sch*****.

    Ich war ja dabei.
    Muss dermaßen traumatisch gewesen sein, dass ich es einstweilen verdrängt hab.

    Anbei ein paar Bilder.

    Fassungslos, starchaser
     

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  3. connaisseur

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    Stand selbst vor Kurzem auch vor dieser Entscheidung: Also in der "Grauzone" mit dem gefalteten Trike (hier: AZUB Ti-Fly) irgendwie mit ICE- / IC-Zug von München nach Hamburg - zwecks Reise auf dem Elberadweg - zu kommen.

    Habe mich dann für den Mietwagen (ein Mini-Van, war gar nicht so teuer!) entschieden. Bin allerdings alleine gefahren.

    Die Platzverhältnisse im Mietwagen hätten bei mir locker für ein zweites Trike gereicht. Gegebenenfalls muß man die Satteltaschen zum Puffern der Trikes gegeneinander nehmen. Und wenn man sich zu zweit die Kosten für den Mietwagen teilt, ist das definitiv eine Option. Selbst bei der "One-Way-Leihe".

    Übrigens: Der ADAC verleiht Mietwagen auf 24h-Basis. Im Gegensatz zu den anderen Mitbewerbern, die auf Kalendertage-Basis abrechnen. Dadurch konnte ich entspannt die 900 km von MUC nach HAM fahren, und mir eine Zwischenübernachtung auf der Strecke erlauben. Eben mit einem Tag Leihe des Wagens.

    Was sehr teuer (u.U. unmöglich) wird, ist das Leihen eines Mietwagen "One-Way" wenn es über Ländergrenzen geht. Da habe ich Preise gesehen, die sich für Normalverdiener fast verbieten.
     
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  4. Velo68

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    Ich fahre ein HP fs26S und habe mich ebenfalls mit den Bahn Vorgaben (SNCF, SBB, DB, öBB...) für den Transport von Trikes auseinader gestzt.
    Dein Fazit
    "Trike im Zug ist Ermessensache des Schaffners“ steht ganz klar im Wieder spruch zu dem Vorgaben/AGBs der genannten Bahngeselschaften und zwar sowohl als Fahrzeug, wie auch gefaltet, als Gepäck stück.
    Es ist ganz klar verboten so,ein Teil mit zu transportieren. Je hochwertiger die Zugart (TGV, ICE), je verbotener ist es meistens...
    Unabhängig von den ABGs ist ein Trike, gefaltet oder nicht, in einem vollbesetztem Fernzug für die Mitreisenden ein Ärgernis.
    Insofern finde ich ein „mit dem Kopf durch die Wand Vaerhalten“ nicht sonderlich klig noch gut für die Trikerfshrer Komunitie.

    Trotz des Trike Verbotes hab ich mit den oben genannten Bahngeselschaften schon mein Trike auf Fernzügen mit genommen. Folgende Verhaltensweisen haben mir dabei besonders geholfen:

    - Möglichst nicht auffallen, vor allem kurz vor dem Einsteigen am Bahnsteig. Dabei hilft es es mir, wenn ich frühzeitig mit gefaltetem Trike am Bahnsteig erscheine und das Fahrzeug, abseits von meinem Gepäck, dezent in einer Ecke „verstecke“.
    Sehr hilft es am Bahnsteig, wie auch im Zug, wenn das Trike mit einer Plache abgedckt wird, so das nicht erkennbar ist, was es ist.
    Grundsätzlich würde ich auch nicht auf die Idee kommen ohne Fahrschein zu reisen, sofern ein solcher gelöst werden kann, da es dem Goodwill dem Schaffner nicht grade förderlich ist und man ja tatsächlich viel Platz beansprucht.
    Beim nummerierten Veloplatzkarten kaufe ich meitsens zwei davon.

    - „tiefe Zugkategorieren“ benutzen, da hier die ABGs und das Zugpersonal relaxter ist.
    IC, EC und Reginalexpreszüge fahren oft auch sehr weite Strecken ohne Umsteigen. Nach deren Lauf plane ich meine Triketouren durch Europa ganz gut.
    Ähnliches gilt übrigens für die Bahnhofgrösse. In kleinere Vorortsbahnhöfe kann man sehr viel unauffäliger in den Zug schlüpfen als in grossen Hauptbahnhöfen von Megacitys, die rigoros überwacht werden.

    - Wagenmaterial vorher auskundschaften. Es gibt Wagenkompositionen, die sich einfach nicht für das Verladen eignen. Davon sollt man nicht am Bahnsteig überrascht werden.

    ach ja, hilfreicht ist auch immer „nett bleiben“ und nicht auf Provokationen reagieren...
     
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  5. Cars10

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    Ja das klappt sehr gut. Habe einmal im IC allen anderen Radfahrern am Bansteig angeboten beim einladen zu helfen, bevor die unsere Trikes sahen (Frau bewachte die mit leichten Abstand) So für zügiges Beladen und ausreichend Platz im voll reservierten IC Radabteil gesorgt, so dass noch 2 Trikes Platz fanden. Beim Aussteigen habe ich auch geholfen. Einige der Gäste dachten sogar ich wäre Personal der DB :LOL:

    Mit zwei Trikes geht platzsparend übrigens so sehr gut KLICK
     
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  6. Raton

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    Ich finde es echt cool das Ihr euch diesen Stress ausgesetzt habt.
    Zeigt aber mal wieder wie wenig die DB auf Trikes ausgelegt ist was ich durchaus nicht als Vorwurf meine. Eure Erfahrungen decken sich mit meinen und es ist immer von Vorteil wenn man den Zugbegleiter zu überzeugen vermag. Natürlich kann ich auch genervte Mitfahrer in vollen Zügen verstehen wer läßt sich gerne mit Sand berieseln die haben evt. auch viel Geld für ihr Ticket bezahlt.
    Jo würde ich auch so sehen, hilft auch den Schaffner zu überzeugen.

    Als Frage an euch: Haben eure Trikes diese Falt-Quetsch,Trag-Orgie gut überstanden?

    Als zusätzliche Info: Nicht alle Regios evt. auch Ice's fahren unter der Flagge der DB. Bei den ICE's weiß ich es nicht genau. Der VBB verbietet Trike's generell im Ganzen also ungefaltet.
    Und weil ich deshalb schon regen Briefverkehr mit der DB und dem VBB hatte und immer wieder die gleiche Antwort bekam.
    Die letzte Entscheidungsinstanz ist der Zugbegleiter. Der kann sich immer auf versperren von Fluchtwegen etc. berufen und dann ist Ende.
    Wer es riskiert sich dem Ausstieg zu verweigern falsches Packmaß, Trike im Fluchtweg ... kann für alle Folgekosten die durch Verspätung eines Zuges entstehen belangt werden so die direkte Drohung die ich von der DB und VBB schriftlich bekam.

    Trotzdem 3(y)(y)(y) für diese Aktion.
     
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    In dem Bericht wird ja durchaus auch sehr viel guter Wille vom Bahnpersonal erkennbar, auch wenn es Konflikte gab.

    Bisher habe ich mich auf Regionalzüge beschränkt. Das ging immer gut und das Personal war sehr kooperativ. Auch richtig volle Züge waren dabei - und da ist es tatsächlich hilfreich und auch durchaus angemessen, wenn man, wie @Cars10 beschreibt, durch Mithilfe dafür sorgt, dass alles gut läuft.
     
  8. Velo68

    Velo68

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    Mein HPfs26S ist zwar theoretisch fürs Falten ausgelegt. Trotzdem kann dabei, sowie beim anschliessenden Bewegen und Verladen viel kaputt gehen.
    Dass schlimmste was passieren kann ist, dass der Rahmen am Faltgeleck Risse bekommt, was schon bei kleinen Fehlern durchaus im Bereich des Möglichen liegt (Hebelefekt) vorallem wenn man das gefaltete Trike mit mit geführten Fahrradtaschen belädt und dabei über Bordsteinkanten oder solstige spalten „rollt“.
    Anfällig ist auch der BodyLink sitz. Bei mir verbiegen sich regelmässig die Haltezähne. Zweimal, sind auch schon in der Mitte Risse aufgeregten.
    Weiter verbiegt sich bei mit der Abstandhalter Dorn, der das Hinterteil auf dem Vorderteil abstützt. Der Dorn ruscht seitlich ab. Auch das Velkroband kann das nicht verhindern.
    Das im Rahmen verlegte Stormkabel fürs Licht ist mir beim Entfalten auch schon mal eingequetscht und musste repariert werden.
    Die vorderen Schutzbleche sind auch gefärdet und wer die neuen HP Blinker montiert wird sicher auch damit probleme bekommen.
    Sehr exponiert ist ebenfalls die vorderen Leuchte. Schon an meinem ersten Bahn Transport im gefaltetem Zustand ist mit das vordere Positionslicht (das unter dem Scheinwerfer) vollkommen zerstört worden.
    Aufpassen muss man bei den Kabeln des hinteren Rücklicht, die wenige cm vir dem Rücklicht ofen verlaufen. An dieser Stelle halte und steure ich mein gefaltetes Trike, wenn ich es durch den Bahnhof rolle.
    Alles in allem sollte man das Trike sehr sorgsam falten und es im gefaltetem Zustand wie ein rohes Ei behandeln.

    Trotz alle dem bin ich sehr glücklich, dass man das HP Trike so falten kann und finde, dass der Faltmechanismuss grossmehrheitlich gut gelöst ist.
    Das Zusammenfalten des beladenen Trikes bekomme ich in 3 Minuten hin.
    Das Entfelten geht etwas länger, da man alle mögglichen Schrauben vorsichtig wieder andrehen muss und vieles kontrolieren muss.

    Beim Bahnreisen muss auch man aufpassen, dass das gefaltete Trike nicht umher rollt, was auch für Andere richtig gefährlich werden kann.
     
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  9. Christoph Moder

    Christoph Moder

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    Also wie im Flugzeug. Dort zählt auch das Gurtmaß, das aber niemand kontrolliert.

    Aber gut zu wissen, dass man grundsätzlich mit dem Gurtmaß argumentieren kann.
    Das ist ja genau der Punkt: Auf dem Papier hat man sehr wenig Anspruch. Aber in Realität hängt es vom Personal ab. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen: Man kann sich zwar auf nichts verlassen, aber wenn man keinen Ärger macht, niemanden behindert, keine Fluchtwege blockiert, und sich höflich verhält, ist erstaunlich viel möglich. Setzt aber eben voraus, dass man dann fährt, wenn der Zug nicht vollbesetzt ist.

    Es ist eben ein grundsätzliches Problem, dass man mit einem größeren Gepäckstück von sämtlichen öffentlichen Verkehrsmitteln im Stich gelassen wird, selbst wenn man bereit ist, entsprechend Geld auf den Tisch zu legen. Da bleibt fast nur noch ein Mietwagen.

    Zu den Fotos von @starchaser :
    • Beeindruckend, wie gut das gefaltete Trike in das Gepäckfach des ICE 4 passt! Da soll sich niemand beschweren.
    • Das blaue Trike halb im Gang und die Trikes auf der Toilette sind aber schon unverschämt, da könnt ihr froh sein, dass das Zugpersonal beide Augen zugedrückt hat.
     


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