Trike Eigenbau aus Sperrholz

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Ich habe jetzt auf die schnelle keinen Link parat, ich habe die Teile vor über einem halben Jahr bei einem Onlineshop bestellt, weiß jetzt aus dem Kopf nicht mehr welcher das war.

Wenn Du mal 'Gelenklager' googelst dann findest Du einige spezalisierte Firmen mit Onlineshop wo Du solche Lager kaufen kannst.
 
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@Spatzentreter
Wie schaut`s aus, kommt Dein Projekt voran?
Danke für deine Nachfrage. Mein Liegetrike Projekt pausiert seit Sommer, das liegt zum einen daran dass manchmal das gute Wetter draußen mehr gelockt hat als der Bastelkeller und zum anderen daran dass ich beruflich und privat einiges um die Ohren hatte was mir Zeit und Nerv geraubt hat.

Dazu kam noch dass ich für ein Geburtstagsgeschenk mal schnell zwischendurch (in 67 Stunden) ein Hängemattengestell aus 4mm Kiefernsperrholz gebaut habe.

In spätestens anderthalb Wochen beginnt in meinem Job die Winterpause, dann werde ich weiter am Liegetrike bauen.
Ich war extra am Samstag noch mal fix im Baumarkt um mir noch ein paar Utensilien zu besorgen - hier in Leipzig sind ja bereits seit heute alle Baumärkte dicht.

Der aktuelle Stand ist in etwa immer noch der von den letzten Bildern die ich hier gepostet habe. Die Hinterradschwinge wurde bereits probemontiert. Als nächstes werde ich die hintere(n) Blattfeder(n) und deren Anlenkung/Befestigung anfertigen, danach werden wohl die Ausfallenden der Schwinge dran kommen.

Die Arbeit an dem Projekt wird mir so schnell nicht ausgehen, denn es sind noch etliche Teile anzufertigen bis alles fertig auf den drei Rädern steht - dazu wird mir dann bestimmt noch die ein oder andere Frage einfallen die ich dann hier stellen werde.

Ach ja, ich habe mir gerade - quasi als Weihnachtsgeschenk an mich selber - ein Penny Farthing / Hochrad (ich hoffe das ist in diesem Forum keine Blasphemie ) bestellt.
Wenn ich mir damit nicht wider erwarten doch den Hals breche dann sollte das den Baufortschritt am Trike nicht wesentlich aufhalten.

Beste Vorweihnachtsgrüße aus Leipzig!
 
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Wenn ich mir damit nicht wider erwarten doch den Hals breche
Das Risiko für einen gebrochenen Hals sollte nicht so groß sein.

Der Standardunfall namens "Kopfsturz" (Engl.: Header) ist der gerade Abstieg nach vorn, bei dem man wegen dem breiten Lenker nicht mit den Beinen, sondern dem Gesicht am Boden aufkommt. Von "Hals" habe ich eigentlich nichts gelesen... ;)

Viel Spaß, Harald
 
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Bei a) "freundllich" oder b) "ehrlich" ist die Wahl halt manchmal schwer.
Dabei hatte ich doch so nett formuliert... :)

Von der Sitzhöhe 2,5 m hatte ich ein paar unfreiwillige Abstiege ohne Verletzungen.
Allerdings ist einem beim Einrad normalerweise halt nichts im Weg, was den Abstieg behindert...

Vom klassischen Hochrad ist die Höhe schon deutlich weniger dramatisch.
Da bist Du mit den Füßen ja nur knapp einen Meter über dem Boden.
Blöd ist halt vor allem der oben genannte Fall...

Wie auch immer, wenn man sich des Themas bewußt ist, ist das Aufpassen schon leichter.

Viel Spaß beim Üben,
Harald
 
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Keine Sorge Harald, ich weiß schon wie Du es meinst und ich danke Dir für deine Ehrlichkeit. ;) Dieser und anderer Gefahren beim Hochrad fahren bin ich mir bewußt.
Ich hoffe einfach dass ich durch viel üben und trainieren, eine ruhige und Vorausschauende Fahrweise und mit bedacht ausgewählten Strecken diese Risiken zumindest etwas minimieren kann.
Riskant bleibt es trotzdem - ich finde diese Pennyfarthings aber faszinierend und der Wunsch das mal auszubrobieren ist einfach zu groß.
Früher hatte ich mal eine Suzuki Hayabusa, da hat mir fast jeder gesagt das man sich damit ja nur tot fahren kann. Ich glaube das waren die gleichen Leute die einem Liegerad- oder Velomobilfahrer erklären wie gefährlich ihr Gefährt sei. :LOL:
 
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Servus liebe Leute!

Widererwarten bin ich auch in den letzten 2 Monaten nur selten im Keller gewesen um an meinem Liegetrike weiterzubasteln. Ein bissel was hat sich aber dennoch getan und das möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Die zweilagige Hinterradblattfeder ist fertig:

20210209_101752.jpg


Die hinteren Ausfallenden sind ebenfalls fertig so dass ich bereits das Hinterrad probemontieren konnte:

20210208_162155.jpg

20210208_162211.jpg


Mittler Weile (noch nicht auf dem Foto) wurden Schwinge und Hauptrahmen noch hier und da bearbeitet, haben die noch nötigen Löcher bekommen und die Kannten wurden rundum hübsch gemacht so dass ich wohl demnächt die Holzlasur auftragen kann. Aktuell sind gerade Teile der Sitzbefestigung am entstehen.

Ich hatte das Trike eigentlich so entworfen und geplant dass das Zugtrum der Kette genau auf Höhe der Schwingenachse verläuft.

Leider und für mich frustrierender Weise hat es dann aber mit der Umsetzung gehapert. Mir sind am Hauptrahmen und vor allem beim Bau der Schwinge ein paar Fehler unterlaufen die nun dazu geführt haben dass das Zugtrum der Kette je nach Hinterradritzel etwa 2 bis 2,5 cm unter dem Schwingendrehpunkt entlangläuft.

Wirklich ändern kann ich das aktuell nicht mehr, zumindest nicht ohne damit anderen Murks zu verursachen oder eine zweite Umlenkrolle zu verbauen.

Die Umlenkrolle kann ich leider nicht höher montieren da ich damit zum einen drei im Holz versenkte Kabelkanäle anbohren würde und zum anderen würde ich dann weiter vorne mit der Sitzunterseite ins Gehege kommen.

Meine Frage an Euch: Ist bei dem aktuellem Kettenverlauf damit zu rechnen dass ein Teil meiner Beinkraft dafür drauf geht dass sich das Trike bei jedem Trittimpuls hinten aus den Federn hebt? Oder dürfte diese Effekt bei normaler Fahrt eher gering sein? Was meint ihr?

Beste Grüße aus dem eingeschneiten Leipzig!
 
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Bei Kreuzotter gibt/gab es dafur ein schonen calculator, der aber nur mit Java arbeitet, und dass hab ich nicht auf demm rechner. Wenn es mann java hatt geht es ganz einfach, mann kann achse, schwingendrehpunkt und kettenrolle eingeben und dann sehen was passiert. Ich glaub da war auch noch was mit smilies oder so wenn es gut oder falsch war. http://www.kreuzotter.de/deutsch/schwinge.htm

Bei meinem Holzvelomobil lauft die kette etwa 2-3 cm oberhalb vom drehpunkt. Gefedert wird mit ein Quest federbein. Da ist kein bewegung spurbar, fahr allerdings vorne ein 58er blatt. Bei einen 30 blatt vorne sind die zugkrafte deutlich hoher.

Die kette verlauft etwa 4-5 cm aus der rahmen mitte.

Grusse, Jeroen
 
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Danke Dir Jeroen für den Link. Ich habe den Kreuzotter-Calculator am PC leider nicht zum laufen bekommen obwohl ich Java aktiv habe. :confused:

Aber es ist beruhigend zu erfahren dass es bei Dir durch den Höhenversatz zu keinen spürbaren Auswirkungen kommt.
Nun ist halt die Frage ob ein Versatz nach unten wie bei meinem Trike ähnlich harmlos ist. Als Kettenblattgröße vorn ist ein 42er Blatt in Planung.

Ach übrigens, falls ich es nicht schon mal an anderer Stelle erwähnt habe: Dein Holzvelomobil schaut einfach geil aus! (y):)(y)
 
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Danke fur die komplimente!

Wenn mann die drei punkte, kettenrolle, drehpunkt und hinterradachse (besser ist das angrifspunkt vom kette auf das ritzel zu nehmen) mit linien verbindet entsteht ein stumpfen dreieck. Das gelenk in dieser konstruction ist das drehpunkt vom hinterbau. In meinen fall befindet sich das gelenk unter die kette. Wurde man lange linie, die kette, verkurzen, bewegt das drehpunkt sich nach unten. Das velomobil zieht sich in die federung.

In deinen fall befindet sich das drehpunkt oberhalb der kette, und wurde das trike sich aus der federung ziehen.

Es geht um denn abstand zwischen kette und drehpunkt, um so grosser die ist, um so grosser auch denn hebel die zur verfugung steht um eine bewegung zu verursachen. Oberhalb oder unterhalb vom drehpunkt gibt nur die richtung der bewegung.

Hier mal zwei bilder von ein m5blueglide mit ahnlicher problematik. Die blaue version hatt die kette weit vom drehpunkt, was eine pogobewegung verursacht. Die grune hat eine kettenrolle am drehpunkt, so das die kette nur im abstand vom kettenrollen radius am drehpunkt vorbei lauft. Damit ist das wippen so ziemlich behoben.

Da dein holzhinterbau ziemlich voluminös ist, kann ich mir kaum vorstellen wo die kette dann in drei cm unterhalb vom drehpunt ( die sichtbare mutter im loch? ) vorbei passt. Das sieht schon eher nach 4-5 cm aus vom drehpunkt bis zur unterseite. Die kettenrolle moglichst weit nach hinten schieben, kann helfen. Also so weit nach hinten das die obere kette so grad nicht an die sitzunterseite kommt. Ich nutze gern von diese 1cm x100 cm holzstabchen, dübel, um die kettenlinie zu visualisieren. Etwas ahnliches geht naturlich auch.


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Genau so sehe ich es halt auch, mein Trike wird bei heftigem Tritt wohl dazu neigen sich hinten aus den Federn hochzudrücken. Fragt sich halt nur wie stark.

Die Kette läuft tatsächlich gemessene 2 bis 2,5 cm unterm Schwingendrehpunkt entlang. Auf dem letzten Bildern war die Aussparung für die Kette noch nicht vorhanden deswegen täuscht das bestimmt etwas. Auf folgenden Bildern sieht man mehr. An der Kante wo sich die Schwinge verjüngt läuft die Kette entlang wenn hinten das große 50er Ritzel genutzt wird und die Schwinge bis zum Anschlag eingefedert ist. (Kette hat dann noch ca. 0,5 bis 1 cm Luft nach oben zur Kante)

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Heute hätte ich mal eine Frage an die Lackspezialisten unter Euch.

Und zwar möchte ich demnächst die vorderen und hinteren GFK Blattfedern meines Trikes lackieren.
Da es in der Natur einer solchen Blattfeder liegt sich biegender Weise zu bewegen ist nun die Frage welcher Lackauftrag das mitmacht.

Aus Zeit- und Budgetgründen kommt pulvern lassen nicht in frage, professionell lackieren mit Lackpistole und Kompressor ebensowenig.

Es wird also eine Spraydosen-Lackierung und ich habe folgende zwei Sorten bereits daheim:

1. ein 2 K Autolack auf Acrylbasis (mit integriertem Härter im Dosenboden)

2. "Aparoli Kunststoff-Lackspray" , laut Beschreibung angeblich sehr elastisch, aber eben nur 1 K Lack.

Welches von den beiden eignet sich für mein Vorhaben besser?
 
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