Trigo-Rikscha - Technische Probleme, Wartung, Hilfe

Liebe Leute, was ist da los, was muss ich tun?
Nachdem weder Deine Frustrationsgrenze noch Deiner Erfolgsquote bei den eigenen Reparaturversuchen besonders hoch liegen, würde ich vorschlagen, das beim Gebrauchtkauf gesparte Geld in die Hand zu nehmen und bei einem kompetenten Hase Fachhändler (den musst Du halt finden) beide Trigos in einen funktionstüchtigen Zustand versetzen zu lassen.
Dein Unverständnis gegenüber den zerstörten Kettenschutzrohren ist unangebracht, das sind einfach Verschleißteile. Vielleicht hat der Vorbesitzer auch schon rumgedoktort und Sachen verstellt. Wenn die nicht getauscht wurden vor dem Gebrauchtverkauf, hast Du die Kettenlänge kontrolliert? Verschlissen längt sich eine Kette, und zu lange Nabenschaltungsketten fallen gerne ab. Besonders, falls das Ritzel verschlissen ist, hast Du das kontrolliert? Der schlechtgängige Schaltzug: Hast Du einen Blick auf die Hülle und deren Verlegung geworfen, wie @Fetzer angemerkt hat?
Die ganzen Probleme kannst Du bei der Rohloff übringens auch haben, da würde nur alles einmal gewechselt und eingestellt.

Gruß,

Tim
 
Ein Kettenleitrohr, das so im Leertrum angebaut ist, dass sich die Kette offenkundig darin verfängt, es mitreißt, das Ritzel hinten umwickelt, um dann im Zugtrum das weitere Leitrohr mitzureißen ist kein Verschleiß.

Ich habe ausserdem von meinen Erfolgen der Reparatur berichtet und kontrolliert, was du ansprichst.

Wo ich lebe, muss man vieles selbst lösen. Fachhändler? Die sind hier immer gaaanz weit weg.
 
Ein Kettenleitrohr, das so im Leertrum angebaut ist, dass sich die Kette offenkundig darin verfängt, es mitreißt, das Ritzel hinten umwickelt, um dann im Zugtrum das weitere Leitrohr mitzureißen ist kein Verschleiß.
Auf der Webseite ist das Kettenschutzrohr zur Kettenspannrolle orientiert und dort auch fixiert:
Hier ist eine andere Variante zu sehen, da ist das Kettenschutzrohr hinten an der Umlenkrolle befestigt und am Rahmen geklemmt, das sieht mir nach der Variante für Kettenschaltung aus:
Hier zu erwerben;
Beidesmal gut fixiert. Wie war das bei Dir gelöst?

Die Anleitung sagt leider auch nur das, was ich schon empfolken hatte:
Kettenschutzrohr am TRIGO UP prüfen

Das Kettenschutzrohr (1) hat die Aufgabe ihre Kleidung vor Kettenschmierstoff zu schützen. Im Laufe des Gebrauchs verschleißt
dieses Rohr durch Reibung mit der laufenden Kette. Kontrollieren
Sie das Kettenschutzrohr an den Enden auf Verschleißspuren. Sind
die Enden vollständig verschlissen, lassen Sie das Kettenschutzrohr
von ihrer Fachwerkstatt austauschen.

Hinweis:
Für den Austausch des Kettenschutzrohres muss die Kette am
Verbindungsglied getrennt werden.

Wo ich lebe, muss man vieles selbst lösen. Fachhändler? Die sind hier immer gaaanz weit weg.
Willkommen im Spezialrad-Club.

Gruß,

Tim
 
Das war bei den vorliegenden Modellen aus 2021 anders gelöst. Und das Problem habe ich selbst erledigt durch Anbau einer Rolle.

Was ich wirklich benötige ist aber ein Rat hierzu:
 
Ich fahre selbst Trigo E und hadere auch ab und an mit der Schaltung. Ich denke für Tandembetrieb in teils holperigen Gelände ist das Konzept nicht geeignet. Ich fahre in Berlin. Hier ist alles eher platt. Vermutlich ist die Zielkundschaft mit Trigo E eine Andere als das hier verwendet wird. Der Trigo Trailer (Opi ca. 70~75 Jahre - Geschätzt) wird das eher nicht so belasten...
Aber ist nur eine Vermutung. Fakt ist, es ist nur die ´Einstiegsklasse´ bei Hase. Sieht man auch am Preis.
Radwandern mit Tandemanhengsel und ohne Tretunterstützung - pfff- Das wird nicht ohne dauernden Service am E gehen.

Der typische Trigo E Fahrer...
 
Zuletzt bearbeitet:
Das wird nicht ohne dauernden Service am E gehen.
denke ich auch und werde das weiterhin fleissig machen.

...und ich brauche immer noch einen guten Rat, freundlichen Vorschlag oder zielführende Lösungsansätze, was ich mit den tackernden Geräuschen aus dem Bereich der Hinterradnaben mache. Das ist jetzt wirklich laut geworden und geht wohl nicht mehr lange gut. Hilfe.....

Siehe #1 #10 #20 (mit Video)
 
Im Hasevideo auf YT wo das Differential nachgerüstet wird sieht man auch wie alles mit welchem Werkzeug ´bewegt´ wird.
Fürs Problem: Zerlegen (nicht nur bewegen wie im Video), Verschleiß messen, Defektes tauschen und wieder alles zusammenbauen... und hoffen das es OK ist dann.
 
Dahin geht auch meine laienhafte Vermutung. Ist das ein typisches Geräusch?
Das ganze nach nur 1.500 KM Rollleistung? Keine Ahnung, was der Vorbesitzer gemacht, aber ist das wahrscheinlich?
 
Und das Problem habe ich selbst erledigt durch Anbau einer Rolle.
(y) hattest Du geschaut, ob die Kette verschlissen ist?
Mit zerstörten Kettenleitrohren?
Warum dann "nur"?
Die Frage, warum die Kette abläuft ist auch noch nicht geklärt. Bei meinem Vater war das immer eine verschlissene Kette bei der Rohloff. klickmich
Und 1500 km sind ohne Pflege locker über der Verschleißgrenze.

Was ich wirklich benötige ist aber ein Rat hierzu:
Hast Du die Anleitung? Dann schau mal, wie wir gerade beim BB7-Diagnostizieren feststellen durften, ist ohne innige Kenntnis der Materie aus einem Geräusch keine Festlegung der Ursache möglich :notworthy:
Ansonsten hast Du meinen Rat schon mit dem :censored:

Gruß,

Tim
 
Was ich wirklich benötige ist aber ein Rat hierzu

Ein Versuch ist es immer Wert ein Video von klackernden Geräuschen zu machen. Eventuell hat jemand genau die richtige Idee, an was es liegen könnte. Oft ist es aber aus der Ferne einfach nicht zu diagnostizieren und aller Vermutung, die im Forum geäußert wurden waren falsch und es ist doch was ganz anderes. Einfach hinten aufbocken und mit Geduld versuchen die Ursache zu finden oder zumindest mögliche Ursachen auszuschließen.
 
Die Kette fiel ab, weil die zu locker baumelte, keine Leitrohre mehr da waren, es aber nicht reichte, zwei Kettenglieder rauszunehmen, um sie zu straffen. Also hab ich eine Rolle ins Leertrum "gespannt" vorläuftig. Läuft nun auch gut.
Kette sieht gut aus und mein Kettenmaßdings sagt "gut".

Ein Versuch ist es immer Wert ein Video von klackernden Geräuschen zu machen.
Siehe #1 #10 und #20 mit Video

Ich finde das tack-tack-tack ziemlich deutlich. Wenn ich nur einmal so einen Fall gehabt hätte, ich wüsste, was los ist. Ich denke, erfahrere SchrauberInnen kennen das und wissen wo die Ursache ist.

In meinen o.g. Beiträgen sind die Aufbaupläne von Hase zum Trigo zu sehen. Ich dachte, das ist eine große Hilfe, um schnell zu erkennen, was das Problem sein kann.

Und ja, wenn niemand was konkretes für mich hat, werde ich alles in die Montagehalle zur Demontage rollen und die Schraubenschlüssel kreuzen.
 
Vielleicht ist es gar nicht die Nabe, sondern die Bremse?

15-06-2026_18-56-07.png

Auf dem Bild, dass ich deinem Video entnommen habe, sieht es so aus als ob die Bremsscheibe gleichzeitig etwas schräg und sehr weit links im Sattel steht und dadurch links unten am Sattel und rechts oben bzw. flächig am Belag anliegt.
Da Bremsscheiben nie 100% flach sind ist ein hörbarer Schlag pro Umdrehung plausibel.

Der äußere Bremsbelag ist entweder komplett abgefahren, oder der Kolben kommt nicht raus, falls er es sollte - kommt auf die Bremse an.
Die Scheibe sollte mittig zwischen den Sattelflächen stehen und die Beläge beidseitig gleichmäßig über die Sattelflächen überstehen (bei neuen Belägen jeweils > 1mm, eher 2 mm).

Die Schrägstellung der Scheibe kann an der Brems-Sattelausrichtung liegen, oder am Flex der Achse bei Last oder oder weil was an der Verbindung Nabe <-> Achse locker ist, oder allem zusammen.
Daher gilt es die Ursachen methodisch auszuschließen.

Im Tandembetrieb liegen ja ca. 30% des angehängten Systems zusätzlich auf der Achse.
Daher würde ich den Bremssattel in diesem Fall am besten unter Belastung ausrichten.

Schlimmer kann das Geräusch geworden sein, weil der möglicherweise etwas lockere Bremssattel durch den sich weiter abnutzenden linken Belag nach rechts gedrückt wurde.
Vielleicht ist auch was an der Verbindung zwischen Nabe und Achse locker(er) geworden und hat somit die Schrägstellung verstärkt.


Kurz gesagt:
Bau den Bremssattel mal ab und höre, ob das Geräusch immer noch da ist.
Dann prüfe den Zustand der Bremsbeläge und die Funktion des(r) Bremskolben(s).
Prüfe die Achskonstruktion und ziehe ggf. gelockerte Verbindungen mit Augenmaß nach.
Bei der Montage des Bremssattels auf korrekte Ausrichtung achten und am besten unter Last montieren.
 
Die Scheibe sollte mittig zwischen den Sattelflächen stehen und die Beläge beidseitig gleichmäßig über die Sattelflächen überstehen (bei neuen Belägen jeweils > 1mm, eher 2 mm).
Nicht bei jeder Bremse, bei der Avid BB7 wird nur der äußere Belag ausgefahren und die Scheibe in Richtung des inneren Belags verbogen, weshalb der innere Abstand ca. ein Drittel des Gesamtspaltes sein sollte.
 
Kurz gesagt:
Bau den Bremssattel mal ab und höre, ob das Geräusch immer noch da ist.
Dann prüfe den Zustand der Bremsbeläge und die Funktion des(r) Bremskolben(s).
Prüfe die Achskonstruktion und ziehe ggf. gelockerte Verbindungen mit Augenmaß nach.
Bei der Montage des Bremssattels auf korrekte Ausrichtung achten und am besten unter Last montieren.

Das klingt nach einem sehr guten Vorgehen. Freitag nehm ich mir das Trigo vor. Damit habe ich schon mal einen guten Plan!

So ein Video frei Hand bei voller Fahrt ist natürlich visuell nicht sehr aussagekräftig, aber Danke für Dein genaues Hinschauen @JaRy
 
Moin
das Problem mit der Nabe besteht noch?
Ist das die Variante, die man zwischen Normalbetrieb und fixiertem Freilauf umschalten kann?
Ich hatte für einen Nachbarn so ein Modell weiterverkauft, nachdem wir das Problem mit Jan vom Velowerk Nordwest lösen konnten.
Dann ist außen ein Ring auf der Nabe zum Umschalten, gehäuseartig. Wenn der Schalter nicht richtig sitzt, greift der Antrieb nicht sauber.

Wenn, denn, dann ....
 
Nicht bei jeder Bremse, bei der Avid BB7 wird nur der äußere Belag ausgefahren und die Scheibe in Richtung des inneren Belags verbogen, weshalb der innere Abstand ca. ein Drittel des Gesamtspaltes sein sollte.
Du hast recht, habe meine BB7s (Trike & Pedelec) trotzdem immer so eingestellt, dass die Bremsscheibe in der Sattelmitte steht und den feststehenden Belag mit dem Justierrad entsprechend Richtung Spaltmitte gesetzt.
Theoretisch könnte wohl so zum Lebensende des Bremsbelags hin der Nachstellweg des festen Belags ausgehen, aber so oft wird das Rad nicht bewegt und wenn, dann tausche ich die Beläge lieber früher als nötig.

Verbogen wird die Bremsscheibe beim Bremsen bei korrekter Einstellung sowieso nur wenige zehntel mm, egal wo im Spalt sie positioniert ist - der einseitige Kolben bedingt nicht zwingend eine außer mittig stehenden Bremsscheibe.

Aber von diesem Punkt abgesehen können wir uns hoffentlich darauf einigen, dass mit der Bremse im Video was im argen ist, oder? :notworthy:
Ist auch keine BB7, wenn ich es richtig sehe.
 
Die Kette fiel ab, weil die zu locker baumelte,
Also erstmal muss ich @rowdytherednose etwas in Schutz nehmen, die ersten Trigos waren eine ziemliche Katastrophe. Ich wundere mich, warum du dich nicht beschwerst, dass die Rahmen an der Verbindungsstelle klappern wie ein Lämmerschwanz. Da kann man für hunderte von Euro das Verbindungsteil beim Fachhändler wechseln lassen, keine vier Wochen später ist alles wieder klapprig.

Hase Händler sind leider rar und kompetente leider noch seltener...

Die Ketten kann man aber doch beide durch spannen festziehen. Für die hintere, kurze Kette, wird die Nabe nach vorn gezogen. Die lange Kette ist dann nach vorn durch Verschieben des Tretlagers zu spannen (geht blöd, weil eine Schraube hinter dem Kettenblatt versteckt ist, da braucht's einen kurzen Torx, bzw. ersetzt man die durch eine Sechskantschraube).

Am die Radlager habe ich bis jetzt noch nicht gemusst, daher kann ich hier leider nicht helfen...
 
Zurück
Oben Unten