Trigo-Rikscha - Technische Probleme, Wartung, Hilfe

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An anderer Stelle habe ich bereits berichtet: wir haben nun einen Ausflugsdampfer bestehend aus einem E-Trigo von Hase als Zugmaschine und einem Bio-Trigo als Anhänger. Der Anhang wird gezogen, es ist also weitgehend kein Tandem in der Nutzung, sondern eine Rikscha.


Natürlich schafft man sich nicht zwei gebrauchte Trikes an, ohne irgendwelche Probleme mit einzukaufen.

Ein paar Punkte sind nun nach ca. 150 KM offensichtlich und mit dabei sind einige, bei denen ich das Schwarmwissen hier gut gebrauchen kann und um Hilfe und Anworten bitten möchte.

Ein Problem scheint die Nabe(n) zu betreffen am E-Bike, im Bild das große schwarze Teil (3. von rechts), aber das wisst ihr natürlich...

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Unter Antriebslast eher nicht zu hören, macht es im Leerlauf gerne tock-tock-tock am rechten Rad, gerne lauter, je länger wir unterwegs sind. Bei Linkskurven, wenn rechts die Fliehkräfte/Druck stärker werden, ist es lauter.
Wenn ich linkes und rechtes Rad in die Luft hebe und quer zur Fahrtrichtung dran wackele, bemerke ich bei beiden Räder Spiel. Ich kann sie also in beide Richtungen etwas hin und her wackeln. Am baugleichen Biobike ist das so nicht, da bewegt sich so gut wie gar nichts, wenn ich dort die Aktion vollziehe.
Ich tippe auf die Nabe. Kann ich da irgendwas in der kleinen Black-Box festziehen oder tauschen? Sind das Lager, die wackeln, muss ich das ersetzen? Kurz: was könnte da los sein und muss ich mir Gedanken machen, ob das noch sicher auf der Strasse ist?

Danke schon mal für eure Anmerkungen.
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Ein weiteres Problem betrifft die Shimano Nexus 8 -Schaltung, die an beiden Radern verbaut ist. Am Biobike ist es soweit ok, wird auch quasi kaum bis gar nicht genutzt, weil ja nicht mitgetreten wird.
Am E-Bike ist es eine Katastrophe. Nexus 8 gefällt mir auf Anhieb schon mal überhaupt nicht. Aber nun ist sie da und wird erstmal auch bleiben. Total verstellt und mit ziemlichen Krachen, Knacken, Freidrehen, Schaltblockaden ausgestattet, war es Anfangs ein unfahrbares Drama.
Ich habe zunächst mal im 4.Gang (Wartungsgang) die Zugspannung so eingestellt, dass die jeweils zwei gelben Striche (einer unten-hinten, der andere eher Vorne platziert an der Schaltnabe) wieder zueindergefunden haben.
Ich werde aber noch nicht schlau draus. Gänge 1-3 gehen nun überhaupt nicht mehr rein. Die anderen funktinieren so lala. Der Schalt-Drehgriff findet da öfter die richtige Einstellung nicht. Es kommt sogar immer wieder zum kompletten Leerlauf.
Also, richtig eingestellt scheint da nichts zu sein.
Ich habe diverses -auch widerstreitendes- gelesen zum Thema Ölbad, Einfettung,....
Doch würde mir das helfen oder muss erstmal die Schaltung neu justiert werden? Da stehe ich dann nach der anfänglich erfolgreichen Einstellung (die gelben Striche...) aber vor der Schwierigkeit, nicht zu wissen, wie da nun weiterverfahren kann.
 
Shimano empfiehlt ja die Naben nach 1000 km und dann alle 5000 km bzw. 2 Jahre zu warten. Macht aber kaum jemand, daher sind die dann oft nach ca. 15.000 km defekt. Vepaß der Nabe mal eine Ölung und schau was passiert.
 
Vorher aber mal (ggf. von jemanden mit Ahnung) prüfen lassen, ob Geber, Zug etc. noch korrekt und leicht funzen. Die Nabe zu zerlegen ist etwas aufwändiger, aber ggf. sowieso notwendig (sofern das Getriebe nicht durch die Fehleinstellung und Betrieb mit Motor eh völlig geschrottet ist, wovon ich hier fast ausgehen würde).
Ich hatte auch schon Nexus in der Hand, bei denen irgendwer einfach die Grundeinstellung nicht im 4. ,sondern zB im 3. gemacht und den Zug entsprechend eingesetzt hatte...

Im cargobikeforum gibts relativ viel Praxiswissen zum Thema Nexus 7/8 und Wartung.
 
Bei Nexus Naben lässt sich relativ leicht der ganze Getriebeblock von der linken Seite aus ausbauen, weiter zerlegen macht keinen Sinn. Oft sieht man's den Block dann an: entweder er sieht gut geschmiert aus oder er ist rostig, weil Wasser eingedrungen ist. Oder es kommen einem Brösel von Zahnrädern entgegen...

Im vorliegenden Fall würde ich zuerst Schalter, Zug und Hülle genau prüfen. Das muss alles korrekt funktionieren bzw. verlegt sein, keine Knicke, nichts aufgesplissen und es muss gut flutschen.

Ich habe eine Inter 8 am Spirit mit Bafang Motor und das harmoniert nicht gut. Ich muss vor dem Schalten aufhören zu treten, dann warten bis der Motor nicht mehr zieht und dann schalten. Sonst kracht es. Aus meiner Sicht sind diese Naben für den Motorbetrieb nur bedingt geeignet.

Gruß Fetzer
 
Zuletzt bearbeitet:
Das du die Nexus nicht unter Last schalten darfst weißt du oder.
Tausch doch mal die Naben, dann weißt du ob die eine kaputt ist.
 
Im vorliegenden Fall würde ich zuerst Schalter, Zug und Hülle genau prüfen. Das muss alles korrekt funktionieren bzw. verlegt sein, keine Knicke, nichts aufgesplissen und es muss gut flutschen.
Ab Gang 4 abwärts (3-1) kommt am Schalter der Zug rausgedrückt. Habe nun eine Weile rumgemacht, es wurde alles nur viel schlimmer. Also wieder zurück auf die alte Einstellung, so dass ich Gang 4-8 habe. Damit lässt sich vorläufig fahren. Vllt sind es auch Gänge 4-7 oder 5-8. Das ist alles etwas unklar... Nexus 8 ist für die Tonne in dieser Konstellation und dann noch vom Vorbesitzer durchgeritten.

Den Getriebeblock werde ich die Tage mal ausbauen. Das soll nach übereinstimmenden Meldung ja recht einfach sein.
Ich werde vorläufig auch die Bio-Bike Nexus mit der am E-Bike tauschen, weil die weniger gelaufen ist und noch besser schaltet.

Ich betrachte das Zusammenspiel von Motor und Nexus auch als viel zu "dünn". Die nötige Drosselung des Motors rettet nicht einmal die Nexus und am Ende kommt man am Berg nicht von der Stelle.

Womöglich kommt da eines Tages eine gebrauchte Rohloff rein (die hoffentlich einfach eingesetzt werden kan in die vorhandenen Aufnahmen, ohne weitere Scherereien). Da wäre dann spannend, ob der Shimano Steps Motor wieder entdrosselt werden kann. Mit Rohloff geliefert, soll der ja nicht gedrosselt sein ab Werk. Hier die Aufhängung:
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Aber Rohloff ist Zukunftsmusik, erstmal müssen die Nexus weiter rollen. Die am E-Bike bis zum bitteren Ende. Wenn das mal nicht schon erreicht ist...
 
Deine Getriebenabe ist aber als Zwischengetriebe eingebaut, oder? Das erschwert bzw. verteuert den Umbau auf Rohloff (über das normale Rohloff-Niveau hinaus).

Eine Alternative könnte sein, die Nexus 8 gegen eine angeblich E-Bike-taugliche Nexus 5-Gang zu tauschen:


Die gibt es für ca. 150€ im Netz, die Übersetzungsbandbreite ist nur geringfügig kleiner als bei der Nexus 8 (263% zu 303%) und evtl. kannst Du das an den Nabenflansch beschraubte Spezialritzel von der Nexus-8 weiter verwenden.

Gruß Fetzer

Edit: habe nachgeschaut: Nexus 8 und Nexus 5 haben beide einen Flanschdurchmesser von 105,2 mm. Sollte passen. Darauf achten, dass die Nexus-5 dieselbe Anzahl Speichenlöcher hat.
 
Ein Problem scheint die Nabe(n) zu betreffen am E-Bike, im Bild das große schwarze Teil (3. von rechts), aber das wisst ihr natürlich...

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Unter Antriebslast eher nicht zu hören, macht es im Leerlauf gerne tock-tock-tock am rechten Rad, gerne lauter, je länger wir unterwegs sind. Bei Linkskurven, wenn rechts die Fliehkräfte/Druck stärker werden, ist es lauter.
Wenn ich linkes und rechtes Rad in die Luft hebe und quer zur Fahrtrichtung dran wackele, bemerke ich bei beiden Räder Spiel. Ich kann sie also in beide Richtungen etwas hin und her wackeln. Am baugleichen Biobike ist das so nicht, da bewegt sich so gut wie gar nichts, wenn ich dort die Aktion vollziehe.
Ich tippe auf die Nabe. Kann ich da irgendwas in der kleinen Black-Box festziehen oder tauschen? Sind das Lager, die wackeln, muss ich das ersetzen? Kurz: was könnte da los sein und muss ich mir Gedanken machen, ob das noch sicher auf der Strasse ist?

Hier noch die gesamte Aufhängung. Kann da das Flanschlager rechts und links vllt. die Wackelei am Rad auslösen?
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Da wäre ich nach wie vor interessiert, ob mir da wer weiterhelfen kann


Zur Fehlerbeschreibung hinzufügen kann ich noch, dass die lange Antriebs-Achse nicht zu wackeln scheint, wenn ich am Rad wackle. Das Spiel müsste sich demnach zwischen Nabe und Flanschlager räumlich eingrenzen lassen.
 
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Deine Getriebenabe ist aber als Zwischengetriebe eingebaut, oder? Das erschwert bzw. verteuert den Umbau auf Rohloff (über das normale Rohloff-Niveau hinaus).

Eine Alternative könnte sein, die Nexus 8 gegen eine angeblich E-Bike-taugliche Nexus 5-Gang zu tauschen:


Die gibt es für ca. 150€ im Netz, die Übersetzungsbandbreite ist nur geringfügig kleiner als bei der Nexus 8 (263% zu 303%) und evtl. kannst Du das an den Nabenflansch beschraubte Spezialritzel von der Nexus-8 weiter verwenden.

Gruß Fetzer
Ah, danke für den Tipp. Das Schaue ich mir mal genauer an. Ich denke, die hält dann den Kräften des Motor besser stand?

Und ja, das ist ein Zwischengetriebe. Die Nexus treibt eine zweite, kurze Kette an, die die Achsen dreht.
 
b Gang 4 abwärts (3-1) kommt am Schalter der Zug rausgedrückt.
Da ist dein Fehler, das darf nicht sein. Ich würde dann den Zug wechsel. und oder schaun ob der Zug an der Nabe richtig geklemmt bzw eingebaut ist.
Prüfe mal ob der Zug abgehängt von der Nabe leicht läuft.
Bei meiner Nexus 8 haben auch andere Drehmomentstützen geholfen weil sich der Zug immer verklemmt hatte.
 
Ich habe den Zug gewechselt. Der alte sah noch gut aus und ist jetzt raus. Schaltung funktioniert ab 4/3. Gang abwärts zu 1 weiterhin nicht. Der Zug drückt am Schaltgriff weiterhin raus.

Die Faxen dicke, habe ich die Nexus im E- und Bio-Bike ausgebaut und getauscht. Die scheinbar kaputte Nexus vom E läuft im Bio augenscheinlich einwandfrei und die noch gut schaltende aus dem Bio läuft im E nicht mehr und zeigt das gleiche Problem wie die vorher im E.
Ab 4. Gang abwärts drückt der Zug raus und es schaltet nicht runter.

Ich schließe daraus, dass der Schaltgriff hinüber ist. Gäbe es noch andere Schlußfolgerungen? Muss ich noch was anderes prüfen?

Kommt gut ins Wochenende!
 
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Ich schließe daraus, dass der Schaltgriff hinüber ist. Gäbe es noch andere Schlußfolgerungen?
Klingt erstmal plausibel. Beim Nexus Drehschaltgriff kann man ja die Hälfte der Abdeckung abschrauben. Ich würde dann den Innenzug hinten an der Nabe aushängen, an der auf dem Zug geklemmten Mutter ziehen und dabei am Griff vor und zurück schalten. Da erkennt man dann i.A. schon, ob der Innenzug alle Bewegungen flüssig mitmacht.

Evtl. liegt der Innenzug im Drehgriff ganz falsch (z.B. neben der Nut bzw. Führungsrinne), auch das erkennt man im Allgemeinen gut durch genaues Hinschauen.

A propos Führungsrinne: auch hinten an der Nabe muss die auf den Innenzug geklemmte Mutter genau in der Aussparung der Schalteinheit sitzen und der Zug über ca. 120° korrekt in der Rinne der Schalteinheit liegen. Auch das wäre noch eine Fehlerquelle.

Wenn's am anderen Rad funktioniert, kannst Du Dir ja da abschauen, wie es aussehen muss.

Gruß Fetzer
 
Der Schaltgriff ist von Mircoshift, das Fahrrad wurde 2021 auf den Markt geworfen.
Aber auch den schaue ich mir an, ob da was zu öffnen ist.
Danke für Deine Hinweise!
 
Ich habe mir den Drehgriff vorgenommen. Am Ende hat es eine lange Weile gedauert und einiges An- und Abbauen gebraucht, bis ich die kleine Blattfeder wieder an der richtigen Stelle hatte. Die fiel mir nämlich beim Ausbauen entgegen und ich hatte keine Ahnung, wo sie wieder eingebaut werden sollte. Irgendwann war das geschafft, die Schaltung funktionierte! Alle Gänge gingen rein.

Große Freude..... 700 Meter lang. Dann flog auf einem Feldweggerumpel die Kette ab, riss den Schaltzug aus der Verankerung an der Nabe (was bauartbedingt kein Wunder ist bei der Nexus 8 und bei den Schaltproblemem vorher eigentlich ständig passierte) und schedderte ihn. Damit war alles dahin. Die Schaltung macht nicht mehr viel, das Rad ist kaum noch zu fahren.

Ich würde jetzt gerne über Shimanos Nexus-Müll und das tiefe Unverständnis über Hase abwügen, warum die so einen Sch... an ihre Räder bauen, aber ich will lösungsorientiert bleiben.

Ich könnte nun einen neuen Schaltzug kaufen, den Drehgriff wieder einstellen, nochmal an der Kettenspannung arbeiten. Doch Nexus 8 macht mir nicht nur Sorgen, das Gelumpe geht mir gehörig auf den Geist. Zu viel Störanfälligkeit, üble Performance...

Um die nächsten Tage zu überstehen, wird es wohl temporär darauf hinauslaufen.

Aber langfristig will ich ein Fahrrad, keinen nervenaufreibenden Schrott.


Deine Getriebenabe ist aber als Zwischengetriebe eingebaut, oder? Das erschwert bzw. verteuert den Umbau auf Rohloff (über das normale Rohloff-Niveau hinaus).

Gibt es eine Einbauanleitung und Teileliste für den Einbau einer Rohloff an das Trigo?

Mir war klar, dass das Trigo kein Hi-End-Trike ist. Es dient einfach nur dazu, Samstags einem Menschen, der gesundheitlich bedingt nix mehr von der Welt sieht, eine große Freude zu machen, indem ich ihn auf´s Bio-Trigo als Anhänger an das E-Trigo hänge. Für mich waren die vergangenen 130 KM (nach Anschaffung der Gebrauchträder) aber eine einzige Katastrophe mit Wartungsstops alle 10 KM und vielen langen Nachmittagen in der Werkstatt. Das Ergebnis ist ein Rad, das immer noch nur Ärger macht. Da ich an dem Plan aber festhaten möchte, diese Art Touren weiterhin zu machen, muss ein Rad aufgebaut werden, das funktioniert. Ein andres habe ich nicht für die "Tandem"-Zwecke. Und abgesehen von Rohloff weiss ich nichts über andere funktionierende Schaltnaben.

Wie sieht ein Rohloff-Umbau aus?
Gibt es andere funktionierende Schaltnaben?
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei allem Verständnis für Deinen Frust, aber wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist am letzten Desaster nicht die Nexus, sondern eine unzureichende Kettenspannung Schuld (?). Das ist dann (leider) eine zweite Baustelle, die Du bearbeiten musst.

Ich würde erstmal reparieren und mich zeitgleich nach Alternativen umsehen, das wird ohnehin dauern, bis Du alle Informationen und Materialien zusammen hast. Anleitung für den Einbau einer Rohloff wird es am besten bei Hase selbst geben.

Gruß Fetzer
 
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