tretty - Muskelbetriebenes Tretroller Sharing in Münster - Crowdfunding

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Hallo @maxinblack,
wieviele Roller habt ihr denn momentan zur Verfügung? Ich frage, weil größere Firmen immer mal wieder nach "originellen, aber ungefährlichen" Eventmöglichkeiten für "Abteilungs- Events" suchen. Stichworte: "Teambuilding" bzw. "Gesundheitsvorsorge". Sprecht doch mal bei den Top 10 Arbeitgebern in Münster mit ein paar klassichen Flugblättern vor ;)
Damit könntet ihr eventuell mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Bekanntheit von Tretty erhöhen, Geld bei Tagesevents einnehmen + ggf. weitere Sponsoren gewinnen. Nachteil: ziemlicher Zeitaufwand für Dich / Euch...
Ich hatte in Köln an der Radrennbahn darüber auch schon mit @Düsentriebin gesprochen. Da scheitert es am (nicht) Vorhandensein einer VM- "Fahrzeugflotte". Auch ist natürlich der Kapital- Transport- und der Justageaufwand bei "VM- Events" viel höher, als bei Tretties.

Gruss,
Rodge
 
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Der Faden motiviert mich, mir mal einen Tretroller anzuschaffen. Mal sehen, bis zu welcher Steigung die Dinger Spaß machen. rwd
 
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Wieviel kostet eigentlich so ein Roller?
Ich will jetzt nicht gleich in die Carbonklasse oder Keramiklager investieren und rechne mit gut 500 Eur, gerne mit Faltoption um das Ding auf Dienstreise mitzunehmen. Carbon z. Bsp bei Kostka gut über 2000 Eur, Keramiklager gut 1000 Eur. Wenn man tretty kaufen könnte.... rwd
 
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Was mich ja an dem Projekt noch interessiert, wie kommen die Tretties an Ihren Ort? Bei der e Variante haben wir die Juicer, die für das Einsammeln und Neubereitstellen sorgen.

Ich habe gestern gelesen, das der erste Anbieter auch Nutzer für Verstöße gegen Recht in Regress nimmt. Ich stelle mir z. Bsp vor, ein Roller wird achtlos abgestellt, fällt um, und jemand stolpert darüber und bricht sich was. Aus Erfahrung weis ich, die Krankenkasse sucht einen Verantwortlichen, bei meinem Armbruch hat sie versucht die Räumpflicht heranzuz. Oder “normales“ bei Rot über die Ampel zischen, im Falle Trettie fahren auf der Fahrbahn bei vorhandenen Fussweg.

spannend. Rwd
 
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Was mich ja an dem Projekt noch interessiert, wie kommen die Tretties an Ihren Ort?
Ich tippe auf "Sie werden vom vorherigen Benutzer dort abgestellt". ;) Muss ja nichts geladen werden, nur ggf. Platten geflickt o.ä. - und mal nachgeschaut, wenn ein Roller über Tage nicht bewegt wurde oder an komischen Orten steht.
Ich habe gestern gelesen, das der erste Anbieter auch Nutzer für Verstöße gegen Recht in Regress nimmt. Ich stelle mir z. Bsp vor, ein Roller wird achtlos abgestellt, fällt um, und jemand stolpert darüber und bricht sich was.
Wird spannend, das durchzusetzen. Szenario: Nutzer stellt den Roller ordnungsgemäß ab und meldet sich als Mieter ab, jemand anders fühlt sich gestört und stellt den Roller auf den Weg oder schmeißt ihn um. Den Mieter kann man dafür ja schlecht verantwortlich machen, und der eigentliche Verursacher ist nicht greifbar.
Solange der Roller mit einem Mieter verknüpft ist, ist das einfacher, also z.B. bei StVO-Verstößen während einer Fahrt. Auch bei Langzeitmieten dem Mieter für die gesamte Mietdauer die Verantwortung zu übertragen sehe ich als weniger problematisch. So jemand wird den Roller ja ähnlich abstellen wie andere ihr Fahrrad, also bei längeren Fahrtpausen etwas weiter aus dem Straßenraum herausnehmen. Oder zumindest wird so jemand das können - wie sich das tatsächlich entwickelt, wird sich zeigen.
 
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@maxinblack SUPER!
Nur zwei Bitten:
eine schnelle und kostenlose Meldung von schxxxx geparkten trettys (nicht wie bei tier: minimum 3 Minuten und nicht kostenfrei)​
obligatorisches Anschließen der trettys um rücksichtsloses oder auch Sabotage artiges Quer-auf-dem-Gehweg-Parken zu erschweren​
Werde ich sicher möglichst früh ausprobieren(y)
Viel Erfolg!!!
 

TitanWolf

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Den Mieter kann man dafür ja schlecht verantwortlich machen, und der eigentliche Verursacher ist nicht greifbar.
Das ist richtig.
Da die Freischaltung jedoch über GPS-gestützte Smartphone-"App" bspw. erfolgt und die "Fahrzeugflotte" via GPS/Mobilfunk ihre Position zurückmelden (fast immer der Fall), ist der Nutzer nur für die freigeschaltete Zeit verantwortungstragend.

Er begibt sich demnach zum Roller/Fahrrad/whatever und schaltet dieses frei. Position und Fahrtdauer/-distanz werden geloggt. Er stellt es ab und sperrt es (oder es sperrt sich automatisch, sobald er außer Bluetoothreichweite ist) und hierdurch ist er nicht mehr verantwortlich.

Freundliche Grüße
Wolf
 
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Er begibt sich demnach zum Roller/Fahrrad/whatever und schaltet dieses frei. Position und Fahrtdauer/-distanz werden geloggt. Er stellt es ab und sperrt es (oder es sperrt sich automatisch, sobald er außer Bluetoothreichweite ist) und hierdurch ist er nicht mehr verantwortlich.
Ich meinte die Abgrenzung in die andere Richtung, wo er eigentlich noch verantwortlich sein sollte. Den Standort beim Abstellen sucht ja noch der Mieter aus, und wenn der mitten vor einem Hauseingang oder an einer Ampelfurt liegt, sollte er auch dafür zur Verantwortung gezogen werden können. Wenn aber nur ein GPS dran ist, kommt man gegen Behauptungen wie "hat jemand anders dahin geschmissen, ich hatte ihn 3m weiter ordentlich an den Straßenrand gestellt" schwer an.

Ich mach mal die Ingrid:
Muss ja nichts geladen werden, nur ggf. Platten geflickt o.ä. - und mal nachgeschaut, wenn ein Roller über Tage nicht bewegt wurde oder an komischen Orten steht.
Vielleicht sollte man auch nachschauen, wenn ein Roller über Tage/Wochen hinweg nur wenige sehr ähnliche Routen fährt. Nicht dass der nachts an einem Grundstück oder oder tags an einem Firmengelände auf der "falschen" Seite des Zauns steht oder mit einem zusätzlichen Schloss gesichert wurde. Naja, Menschen sind erfinderisch, und es gibt sicher noch andere überraschende Szenarien.
 

TitanWolf

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Wenn aber nur ein GPS dran ist, kommt man gegen Behauptungen wie "hat jemand anders dahin geschmissen, ich hatte ihn 3m weiter ordentlich an den Straßenrand gestellt" schwer an.
Genutzte Sicherheitsmaßnahmen sind variabel, ein 6- bis 9-Achs-Gyro sowie Rückmeldung / Logeintrag bei starker Erschütterung (Unfällen, Umfallern, Transport) sind nicht selten, schon aus "Unfalleintrag"-Sicht, um Beschädigungen und Vandalismus einer Zeitspanne / Freischaltdauer zuweisen zu können.

Reine GPS-Auflösung ist dafür zu gering, stimmt. Da das "Abschließen" aka Abstellen und "Sperren" praktisch immer geloggt wird, lässt sich über etwaige weitere Sensoren ein nachträgliches Ändern der Position feststellen.

Bei größeren Distanzen > 10-20 Meter reicht (A-)GPS aus. Absperren richtet oft virtual walls ein, welche ein Entwenden / gesperrten Transport automatisiert zurückmelden. Zurücktransport zu Leihstationen wird oft ebenfalls über GPS-Abfrage realisiert. Sonst müssten die Angestellten ewig suchen. Alles kein Hexenwerk..
Nicht dass der nachts an einem Grundstück oder oder tags an einem Firmengelände auf der "falschen" Seite des Zauns steht oder mit einem zusätzlichen Schloss gesichert wurde.
Falls er freigeschaltet wird, zwar unschön für andere Nutzer, jedoch keine unzulässige Nutzung (nur unzulässige Sperrung :D).

Einsammelnde "Transportmitarbeiter" checken die Positionen normalerweise auf Tablet/Smartphone via Kartenanzeige. Wenn demnach ein Roller "fernab im Nirgendwo" aka Firmengelände oder privater Adresse steht, fahren sie dort auch vorbei. Ist aber alles leicht OT, da auf die bestehenden eRoller gemünzt. Abwarten, welche Lösung @maxinblack anwendet.

Freundliche Grüße
Wolf
 
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Das Schloss hat, neben GPS Tracking, auch Bewegungsmelder mit integrierter Alarmanlage usw.
Also da lässt sich einiges machen.

Servicearbeiten und Co. werden mit Lastenrädern gemacht. Stinker sollen da nicht eingesetzt werden. Denn eine der drei Grundwerte von Tretty ist: Nachhaltigkeit.
Deshalb sind die Roller auch auf 1-2Jahre Nutzungsdauer ausgelegt, und nicht wie die meisten E-Roller auf weniger als 4Wochen...
 

Gear7Lover

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@Ständer
Der braucht eine grösstmögliche Ausladung weil der Schwerpunkt vom Roller sehr hoch liegt. Höher noch wenn jemand den Korb belädt während der Roller auf dem Ständer steht.

Plädiere daher für die Harley-Version. Vorne links unterm Trittbrett eine Achse ungefähr senkrecht. Daran eine Stange die die gesamte Länge vom Trittbrett ausnutzt. Eingeklappt liegt die Stange parallel zum Rahmen unterm Trittbrett. Ausgeklappt steht er rechtwinklig raus. Die Höhe ist so bemessen dass der Roller sich so weit zur Seite neigt bis der Schwerpunkt mittig zwischen Radaufstandspunkten und Ständer kommt. Eine Zugfeder macht den Schnappeffekt so dass er in beiden Endlagen stabil bleibt, auch beim Abstellen am Gefälle. Ein Giggel (Stängchen) nach oben erlaubt ihn mit der Schuhsohle auszuklappen.
 
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Liebe Leute,
wir stehen aktuell bei über 10.000€, jedoch ist das Fundingziel noch weit entfernt.
Wir sind nach wie vor guter Dinge, dass wir die 50.000€ erreichen und unsere Vision von einem nachhaltigen Tretroller Sharing in Münster umsetzen können.
Gerade für die Werbescheiben sehen wir noch viel Vertriebspotenzial, jedoch haben viele Unternehmen für 2019 ihr Marketingbudget bereits ausgeschöpft.
Wir haben uns daher entschlossen, die Kampagne um 50 weitere Tage zu verlängern bis zum 5. Februar 2020.
Damit verschiebt sich unserer Start auch nach hinten auf den Mai 2020.

Hier nochmal Link zur Kampagne: www.startnext.com/tretty

Anbei ein paar aktuelle Bilder vom letzten Fotoshooting :) (Bildnachweis: Thomas Mohn)
 

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Deshalb sind die Roller auch auf 1-2Jahre Nutzungsdauer ausgelegt, und nicht wie die meisten E-Roller auf weniger als 4Wochen...
Träumer bringen die Welt voran. Ich allerdings würde bei dem Konzept eher in jenen investieren, der die Roller herstellt. Der Dienstleister macht’s bei dem Vorhaben kein Jahr. Wenn man die romantisch idealistische Nerdbrille mal absetzt, erkennt man relativ schnell die konzeptionellen Scheunentore.

Wenn Ihr Geld einwerben möchtet, dann müsst Ihr Euch auch den Schwarzmalern stellen. Als solcher werde ich jetzt hier auftreten.

1. Ihr lebt nicht im luftleeren Raum. Es gibt hunderte von Mobilitätsangenoten - auch in Münster. Ich bin da echt auf die Sparte Wettbewerbsanalyse im Businessplan gespannt. Als Produkt für die letzte Meile eignet sich der Roller auch nicht sonderlich. Ganz am Ende des Tages besteht der Wettbewerb aus anderen Hardware-Herstellern und das Projekt ist eben.... ein Produkt, dass man kaufen kann.

2. Das ein Rollerkunde die Roller immer genau dort abstellt, wo es wirtschaftlich sinnvoll für den Dienstleister ist.... naja halte ich für sehr stark optimistisch.

3. Das ein Tretroller zwei Jahre im Verkehr sein soll halte ich für eine sehr optimistische Annahme. Kunden, die etwas leihen und dessen Wert sich nicht durch den Verleihpreis wieder spiegelt, neigen dazu dieses nicht sonderlich pfleglich zu behandeln. Auch das charmant, nachhaltige Nerdimage des Unternehmens wird nicht mehr ganz so charmant sein, wenn dann erstmal die Klagen auf Schadensersatz bei den letzten Mietern steigen....

4. 100 Roller für eine Stadt mit 300k Einwohner sind geradezu nix. Ich rechne damit, dass etwa 20% der Roller nach den ersten vier Wochen entweder verschwunden, defekt oder ansonsten in der Wartung sind.... auch ansonsten stelle ich mir das Reifenflicken bei etwa 100 Rollern als spannenden Zeitvertreib vor.

5. Ich lehne ein Invest grundsätzlich ab, welches sich durch ‘Werbung’ refinanzieren will. Der Werbemarkt ist stark fragmentiert. Dazu sind die Werbeflächen winzig - erst recht wenn das Teil fährt. Ihr setzt ja auf eine nerdige Zielgruppe... ob die wohl die nicht immer vornehm schwarzem Werbeflächen (wie auf den Bildern) positiv wahrnehmen?

Also.... wer wird die Roller herstellen? In den - und nur in denjenigen würde ich investieren. Den Roller kann man vermarkten, die Dienstleistung ist - sorry - nicht sonderlich zu Ende gedacht.
 
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@eddywhy : Wie meinst du das, mit "in den Hersteller investieren" ? Tretty ist der Hersteller?
1. Die E-Roller werden auch überraschend gut angenommen. Nur sind diese im Unterhalt so teuer, und in der Haltbarkeit so schlecht, das es dennoch ein Minusgeschäft ist. Für den Businessplan wurden recht konservative Zahlen bzgl. "Ausleihvorgängen pro Tag" angekommen, welche von anderen (E)Rollern, sowie Fahrradverleihunternehmen kommen. Aus der Luft gegriffen ist das nicht

2. Das braucht der Kunde doch auch nicht? Man könnte über einen Preisnachlass reden wenn der Kunde es an bis zu einer Sammelstelle bringt, ansonsten müssen die Roller, wenn zu sehr verstreut, wieder gesammelt werden. Ist aber mit nahezu jedem Sharing so.

3. Ja, Leihfahrzeuge werden richtig mies behandelt. Aber das ist hier auch eingeplant. Alle Komponenten sind so ausgelegt das auch x Stürze oder "hinschmeißen" ohne funktionellen Schaden überstanden werden kann. Bremsen sind Wartungsfrei, Reifen solide (Auf Vollgummi soll vorerst nicht gegangen werden), Schutzbleche aus Edelstahl und im Rahmen integriert (Version2). Ein Tretroller ist kein E-Roller und kein Fahrrad. Es sind extrem viel weniger empfindliche Teile dran die Kaputt gehen könnten.

4. Die 100 Roller sind eine Pilotstaffel!

5. Da lass ich Max und Amir mal machen... So abgeneigt sind da nämlich auch größere Firmen nicht. Die Teile sind "UFOs" und eigenen sich erheblich besser als Werbeplattform als z.B. Plakate oder Werbung in Printmedien.

Der Roller wird, wie bereits oben erwähnt, von Tretty hergestellt. Ein direkter Verkauf kann als Option angedacht werden (mit anderen Ausstattungskomponenten), ist aber vorerst nicht geplant.

Gruß,
Patrick (derjenige der den Roller entworfen hat...)
 
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