Traumtrike gesucht...aber welches?

Tja so kommt jeder zu anderen Einschätzungen:
Wir haben nachdem wir drei Steinteiles "durch" hatten, diese mit viel Verlust los geschlagen und sehr teure Azub Ti-Fly gekauft.
Azub ist Masinenbau vom Feinsten, übertrifft alle anderen in Bezug auf Ūberdimensionierung und Ausführung. Mit dem technisch besten Faltgelenk auf dem Markt wird es so klein, daß wir zwei Ti-Fly in unseren Kombi bekommen.
Alles was gewartet werden muss kann jeder qualifizierte Radladen übernehmen.
Die Vorderradfederung hat weniger Weg, aber wir finden sie besser, weil extrem feinfühlig, ausreichend auch für Offroad und das Trike neigt sich in Kurven nicht so extrem.

Gebrauchte Azub bietet zum Beispiel Fahr3Rad-Saar immer wieder an. Und Probefahren kann Frau gar nicht genug.

"Wer billig kauft, kauft zweimal".

Viel Spaß bei der Entscheidungsfindung und dann mit welchem Trike auch immer, das wird auf jeden Fall gut.

Gruß Stefan
 
Am meisten sind gerade gebrauchte Scorpione auf dem Markt. Bequem sind die Sitze auch, sehr weit einstellbar, es gibt Händler… Und mit Motor spielt deren Bleigewicht keine Rolle…
 
Ich weiß jetzt nicht genau welchen Sitz du hast @Kathi
Bei meinem konnte ich die vordere Sitzkante über die Klettverspannung weicher einstellen.
Das hat mir viel gebracht in Bezug auf eingeschlafene Füße.
Das war das erste was meiner Physio dazu einfiel. Und mal wieder hatte sie Recht ;)
 
Danke für den Tipp. Ich guck nachher mal nach, ich glaube da sind so verrostete Schnallen . Ich hab da auch ein Kissen drauf. Aber das verrutscht gerne mal.
 
Alles was gewartet werden muss kann jeder qualifizierte Radladen übernehmen.

Verliert man dadurch nicht die Gewährleistungsansprüche?

Am meisten sind gerade gebrauchte Scorpione auf dem Markt. Bequem sind die Sitze auch, sehr weit einstellbar, es gibt Händler…

"Sehr weit einstellbar" kann ich nicht bestätigen. Man kann die Sitzfläche (ich habe ErgoMesh Premium) anheben, aber die Rückenlehne lässt sich nur wenig nach hinten verstellen. Auf dem Foto sieht man die weitesmögliche Neigung.

Die Einstellung am Sitz finde ich suboptimal, das hat Azub viel besser gelöst, wie ich kürzlich in einem Video sehen konnte. Und die winzigen "Orthoflex" Sitzpölsterschen halte ich für einen Witz. Angeblich sollen sie Seitenhalt bieten, aber bei einem ca. 3 x 4 x 15 cm kleinen Schaumstoffteil halte ich das für unwirksam. Wegen meiner Steißbeinprobleme habe ich die kleinen Schaumstoffdinger entfernt. Und dann aus einem Lordosekissen aus Memoryschaum zwei Polster geschnitten und reingeschoben. Sie machen fast die ganze Sitzfläche weicher und es fühlt sich für mein Steißbein besser an.


Bildschirmfoto 2026-07-02 um 07.55.06.png
 
Ich muss sicher keine Scorpione verkaufen. Meinungen, Erfahrungen und Ansprüche gehen halt auseinander,
aber der Gebrauchtmarkt - vor allem mit Motoren - spiegelt die Markenverbreitung wider. Wenn man HP ausschliesst,
reduziert man das Potenzial deutlich. Die Überflutung mit dem Modell wird sicher mittelfristig den Preis drücken...
Es gibt doch 5 oder noch mehr verschiedene Sitze dafür?
 
Mit dem Seitenhalt ist halt so eine Sache. Wenn ich an mein Mungo denke, da war eine für mich recht schmale Sitzschale verbaut.
Fand ich aber super, da konnte ich mich gut in die Kurven legen, da mich seitlich nix fixiert hat :).
Wenn ich mit vorstelle, der Sitz hätte mich seitlich festgehalten, da wäre ich sicher aus so mancher Kurve geflogen :sick:.
Es kommt halt, wie so oft, drauf an.
 
Verliert man dadurch nicht die Gewährleistungsansprüche?

Nein, Gewährleistung gilt ja für Fehler, die schon beim Kauf da waren, auch wenn sie erst später in Erscheinung treten. Also wenn z.B. die Felge bricht, der Lack abblättert, der Rahmen verzogen ist oder bricht, der CFK / GFK Sitz sich delaminiert, die Getriebenabe zerbröselt, die Blattfedern versagen, etc. Normale sachgemäße Benutzung vorausgesetzt und Hinweise zur regelmäßigen Kontrolle durch den Besitzer beachtet (Haben sich Schrauben gelockert? Haben die Reifen noch genug Luft?).

Wenn die Werkstatt natürlich unqualifizierten Mist macht, die zu Defekten führt, dann greift natürlich nicht mehr die Gewährleistung des Händlers (Verkäufers). Erweiterte Garantie hängt bei manchen Herstellern von regelmäßigen Inspektionen durch Vertragswerkstätten ab, aber bei Azub gibt es das nicht. Da reicht die rechtzeitige Registrierung nach dem Kauf. (soweit ich weiß)
 
Hat jemand eine Idee?
Ich mach nix am Rad, außer Schnellspanner kontrollieren, Luft auf die Reifen, Kettenreinigerspray und Trockenschmierstoffspray. Das ist cool beim Azub mit Middle-Rack, weil man den damit locker einseitig auf einen kleinen Hocker stellen kann und das Hinterrad frei läuft.

Mehr kann ich nicht, mehr will ich nicht und nein, ich will es auch nicht lernen, weil ich da keinen Spaß dran habe.

Wie schon ab und an beschrieben, bin ich vor der Kaufentscheidung zu einem Meisterbetrieb "um die Ecke", der auch Dreiräder in Form von Lastenrädern wartet. Standardbauteile wie Rohloff, Shimano, etc. ja, Motoren Shimano und Bosch, ja, irgendwelche Exoten oder Bafang, nein. Dem habe ich die Konfiguration vorgelegt und mir das OK geben lassen, dass er die Arbeiten übernimmt, wenn ich es mal nicht zu Rüdiger -> schaffe oder es sich schlicht nicht lohnt, weil es nur eine "Kleinigkeit" ist.

Wenn es gebraucht sein soll, ist das vielleicht ein Ansatz: Meisterbetrieb suchen, ein gebrauchtes Trike schnappen das ungeähr deinen Anforderungen entspricht, nach geeigneten Austauschteilen auf dem Gebrauchtmarkt suchen, z.B. eine Rohloff, und das Trike von der Werksatt durchschrauben und umbauen lassen.

Apropo "durchschrauben" - zur großen Inspektion fahr ich zu Rüdiger und das kostet mich schon ein wenig Zeit und Geld, weil ich dafür einen Transporter mieten muss und die Strecke auch gefahren werden will, was ich selbst nicht kann. Die will ich trotzdem nicht von einer Werkstatt machen lassen, die sich nicht mit Trikes und den konkreten Modellen auskennt.

Und sonst so?

Deine Anforderung aufgrund des Geländes kommt mir bekannt vor und ich habe folgende, zusätzliche Umbauten vornehmen lassen:
Kettenleitrolle: Was ordentliches von T-Cycle, das Plastik-No-Name-Original an meinem Trike hatte ich schon nach 500 km an den Steigungen entzahnt, das von T-Cycle hält.
Bremsen: Jetzt, wo ich 4-Kolben-Hydraulik-Bremsen und fette Scheiben drauf habe, weiß ich, dass die 2-Kolben-Standard-Bremsen, die oft an einem Trike verbaut werden, für Gefälle von 18% bei entsprechendem Systemgewicht einfach nicht geeignet sind. Die Teile wurden höllenheiß und die Bremswirkung hat rapide nachgelassen und wurde unregelmäßig (Fading).
Kurbel: Die an vielen Trikes verbaute Standardkurbel ist für Gravel oder Trail mit markanten Steigungen absurd lang - da musste eine kürzere her.
Reifen / Felgen: Ich fahre wegen den Geländeanforderungen 2,5er bzw. 2,4 MTB-Reifen und die bekommt man auf die in der Regel verbauten Standardfelgen mit 25 mm Maulweite zwar gerade so drauf, optimal ist das aber nicht und es entspricht auch nicht der Spezifikation, die Maulweiten ab 30 mm vorsieht.

Ich fahre demnach "indonesische Panzerreifen" ;) und habe mit den Maxxis Minion DHF und DHR mit der DH Karkasse "meinen Reifen" für die 3x26 Räder gefunden. Warum? Ich komm damit überall hoch, runter und durch und vor allem hatte ich trotz hohem Systemgewicht durch Matsch, auf grobem Schotter, Basaltwackern, Dornen und anderem Grobzeug nach dem ersten Satz Reifen nicht einen Schlangenbiss, und nicht einen Platten *klopf auf Holz".

HP Scorpion: Für meine Anforderungen an Systemgewicht und Gelände aus meiner Sicht nicht geeignet.
ICE Advanture HD: Sehr nice, sehr bequem, man steht auf, wie aus einem Sessel und aus meiner Sicht ist der Ergo Luxe Sitz eine Klasse für sich.
Azub Ti-Fly X: Ein wirklich schönes, sehr stabiles Stück Maschinenbau - you get what you pay for (Ich würde aber den EP 801 Cargo dem Bosch vorziehen, auf Anfrage erhältlich).
 
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Reifen / Felgen: Ich fahre wegen den Geländeanforderungen 2,5er bzw. 2,4 Reifen und die bekommt man auf die in der Regel verbauten Standardfelgen mit 25 mm Maulweite zwar gerade so drauf, optimal ist das aber nicht und es entspricht auch nicht der Spezifikation, die Maulweiten ab 30 mm vorsieht.

Laut ETRTO sind 25mm für 2,5" (63mm) Reifen völlig ausreichend. Laut meiner eigenen Erfahrung auch überhaupt kein Problem.
 
Laut ETRTO sind 25mm für 2,5" (63mm) Reifen völlig ausreichend. Laut meiner eigenen Erfahrung auch überhaupt kein Problem.
Laut Spezifikation von Maxxis Deutschland auf direkte Nachfrage mit telefonischem Rückruf nicht und bei Fragen rund um das Thema MTB-Reifen vertraue ich auch ein wenig auf Mr. EIT, von dessen Beiträgen ich als Newbie einiges lernen konnte, auch wenn es da nicht um Trikes geht.
Wie ich geschrieben habe - man bekommt sie drauf, man kann sie fahren, alles kein Problem, aber für die Trümmer von Minion mit DH-Karkasse (Draht, mächtige Seitenstollen), auf die ich mich bezogen habe, sind 30 mm bis 33 mm spezifiziert und der Reifen dafür optimiert (auch wenn da nicht WD dahinter steht, das ist veraltet) und rein subjektiv kann ich das bestätigen.
 
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Du hast natürlich Recht und ich hab nicht sorgfältig gelesen. Die fetten Maxxis Reifen sind für breite Felgen optimiert. Gibt aber auch andere Reifen, die für 25mm gut funktionieren. Downhill Reifen am Trike sind schon sehr speziell.
 
Wenn es gebraucht sein soll, ist das vielleicht ein Ansatz: Meisterbetrieb suchen, ein gebrauchtes Trike schnappen das ungeähr deinen Anforderungen entspricht, nach geeigneten Austauschteilen auf dem Gebrauchtmarkt suchen, z.B. eine Rohloff, und das Trike von der Werksatt durchschrauben und umbauen lassen.
Wobei, es meistens günstiger sein dürfte, ein gebrauchtes Trike mit Rohloff zu kaufen, anstatt diese nach zu rüsten, vor allem wenn dann zusätlich Umbauten wie die Ausfallenden, andere Felge, etc. dazukommen.

Deine Anforderung aufgrund des Geländes kommt mir bekannt vor und ich habe folgende, zusätzliche Umbauten vornehmen lassen:
Kettenleitrolle: Was ordentliches von T-Cycle, das Plastik-No-Name-Original an meinem Trike hatte ich schon nach 500 km an den Steigungen entzahnt, das von T-Cycle hält.

T-Cycle hat da schon richtig gute Teile, mal schauen, ob ich da auch noch "Aufrüste". Icelette freut sich bestimmt, wenn ich wieder vorbeischaue ;)
Bremsen: Jetzt, wo ich 4-Kolben-Hydraulik-Bremsen und fette Scheiben drauf habe, weiß ich, dass die 2-Kolben-Standard-Bremsen, die oft an einem Trike verbaut werden, für Gefälle von 18% bei entsprechendem Systemgewicht einfach nicht geeignet sind. Die Teile wurden höllenheiß und die Bremswirkung hat rapide nachgelassen und wurde unregelmäßig (Fading).

Es würde mich interessieren, welche Komponenten Du da aktuell verbaut hast.

Reifen / Felgen: Ich fahre wegen den Geländeanforderungen 2,5er bzw. 2,4 MTB-Reifen und die bekommt man auf die in der Regel verbauten Standardfelgen mit 25 mm Maulweite zwar gerade so drauf, optimal ist das aber nicht und es entspricht auch nicht der Spezifikation, die Maulweiten ab 30 mm vorsieht.
Mit den MTB-Reifen am Trike bist Du nicht alleine. Bei uns aktuell die Continental Kryptotal.

Ich würde aber den EP 801 Cargo dem Bosch vorziehen, auf Anfrage erhältlich
Idealerweise die verschiedenen Motoren mal probefahren. Meine Frau ist damals mit dem Anfahrverhalten des EP8 am Berg gar nicht zurecht gekommen.
 
Specbike hat niemanden mehr in D, ich hab angefragt.
Schade, tut mir leid, wusste ich nicht. Wie gesagt, war schon länger nicht mehr da. Dann bringt es wahrscheinlich auch nichts, wenn ich dir eine Probefahrt anbiete. Ich habe den für mich komfortablen ICE-Sitz montiert, allerdings etwas erhöht, weil ich mit Tretlagerüberhöhung nicht so gut klar komme. Muss halt langsamer um die Kurven. Die alten Spec- Rahmen hatten noch tiefer liegende Tretlager, am FAT-Trike ist er höher. Hab noch ein Pony4, dessen Sitzposition ist für mich optimal (ältere Leute eben). Das AnthroTech hat doch auch eine relativ niedrige Tretlagerposition. Würde ich beim längeren Probefahren auch drauf achten. Viel Erfolg bei der Suche.
 
Downhill Reifen am Trike sind schon sehr speziell.
Ohne Frage, Rüdiger -> hat nur den Kopf geschüttelt, als ich "kurz vor knapp" mit der Anforderung kam. :ROFLMAO:
Nette Geschichte...
Ich war sehr verschreckt und verunsichert, als ich von den ganzen Szenarien mit platten Reifen gelesen habe und wenn mir das "Irgendwo im Nirgendwo" passiert, müsste ich den mit mir befreundeten Revierförster anpingen, weil ich im Notfall noch nicht einmal das Pannespray sauber rein bekomme (und den Batz mit Tubeless nicht antun will). Mein Nachbar ist Semiprof im MTB unterwegs und der hat mir Maxxis empfohlen. Ich an einem Freitag ne Mail an Maxxis geschrieben "Trike, MTB, was tun?" und am darauf folgenden Montag ruft ein Mitarbeiter von Maxxis an und geht die Aufgabenstellung Schritt für Schritt mit mir durch, wobei wir dann bei dem Klassiker DHF/ DH / SuperTacky (sehr weiche Gummimischung - für mehr Grip an der Lenkachse) und DHR / DH / MaxxPro gelandet sind (ich rutsch lieber zuerst über die Hinterachse, als über die Lenkachse).

Eine der Herausforderungen ist ja, dass die Hersteller ihre neueste Reifengeneration in der Regel gar nicht mehr als 26er anbieten.

Und die "Panzerkarkasse" hat durchaus den Vorteil, dass man das Teil bei so richtig ekeligen Bedingungen nach längerem Regen immer noch gut mit 1,6 Bar durch den Schlick fahren kann.

Wobei, es meistens günstiger sein dürfte, ein gebrauchtes Trike mit Rohloff zu kaufen, anstatt diese nach zu rüsten, vor allem wenn dann zusätlich Umbauten wie die Ausfallenden, andere Felge, etc. dazukommen.
Ja sicher, war nur so ne Idee...

Es würde mich interessieren, welche Komponenten Du da aktuell verbaut hast.
Dir kann geholfen werden, da hab ich einen Beitrag dazu geschrieben ->...
 
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Danke an alle für die freundlichen Reaktionen. Ich werde, wo möglich, probefahren und gegebenenfalls berichten. Im Moment ist erstmal das Auto kaputt.
 
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