Transalp mit Liegerad - Was kann ich schaffen?

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Liebe Liegeradbegeisterte!

Ich ersuche um Rat bezüglich einer geplanten Alpenüberquerung.
Also ich hätte dafür 3,5 Tage Zeit!
Initial habe ich an die Route von Füßen oder Garmisch nach Riva del Garda gedacht. 350 km 3.500 hm. Ich bin nicht der jüngste, also 40 j und relativ sportlich bin Rad erprobt aber nicht auf langen Strecken.
Ist das realistisch zu fahren in der angegebene Zeit ? Ich sehe da in der Routenplanung zwei Max drei kräftige Anstiege und denke das ich das fahren könnte ?
Was meint ihr dazu ?
Wäre es bekloppt vom Bodensee aus zu fahren mit 400 km um 4000 hm ?
Ich würde meinen Wolf und Wolf radeln (also mal seine Heimat zeigen!) mit kleinem Zelt und allem was man braucht radeln !
Würde mich sehr über eure Meinung freuen!

VG und Dank!
 
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Meine Meinung ist, dass das niemand wissen kann, der Dich und Deine körperliche Verfassung nicht kennt.
Zunächst einmal gebe ich @Knarf zu 100% Recht.

Für mich persönlich hielte ich
bei
für machbar, und das, obwohl ich Mitte 50 und auch nur mäßig trainiert bin.

Aus meiner Sicht bist Du mit
ein junger Hüpfer, für den das kein Problem sein sollte, solange er es immer schön gemütlich rollen läßt ;) .
 
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Servus ok, danke für die Rückneldungen, und meinst ihr die 1000hm und 50 km pro Tag, also dann vom Bodensee aus sind auch machbar ?
ich frage das weil ich nicht so bergerprobt bin….
VG
 
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ich würde einfach HEUTE mal losfahren und Langstrecke probieren… Sollte doch am WE machbar sein. Dann kennst Du schon mal eine der zwei Variablen.
 
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Sind die 3,5 Tage fix oder können es auch 3,8 oder 4,1 werden? Oder anders: wenn ich zu einer festen Uhrzeit und Tag definitiv am Ziel sein müsste, weil ich sonst irgendwas verpasse oder die ganze Familie umbuchen muss, würde mich das leicht stressen. Auf der anderen Seite hast Du genug Zeit, um im Schnitt 10 km/h zu fahren und noch genug Pause zu machen und 8 Stunden zu schlafen. Solange man nicht durch Übermut seine Kraft an den ersten Anstiegen vergeudet, sondern sehr gemütlich in kleinen Gängen hochkurbelt, sollte das eigentlich gut zu schaffen sein. Sofern man bereit ist drei Tage auf dem Rad zu sitzen und notfalls auch weiterzufahren, wenn man schon kein Bock mehr hat ;).
 
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Als Mittfünfziger, mit Langstreckenerfahrung, der nicht so viel fährt, würde ich einen Tag verkürzen und wieder mal den Münchner Superrandonee fahren. Nein, im Ernst. Jeder ist anders. Du solltest dir einfach überlegen, was passiert, wenn du dein Vorhaben angehst und nicht in der Lage bist es zu vollenden. Vermutlich nichts. Bei hochalpinen Unternehmungen legt man umkehrpunkte fest, an denen bestimmte Bedingungen überprüft werden. Wenn du genau so an dein Vorhaben herangehst und vorher schon Ausstiegsmöglichkeiten, z.B. Bahnanschluss oder umstieg in die Familienkutsche, zurechtlegst kann dir doch unterwegs nichts passieren.
 
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Aber ein Traum war schon immer einmal mit dem Rad über die Alpen…
Das ist doch auch voll verständlich; hab' es ja selber hinter mir. (Basel -> Nizza via Lausanne; im Forum irgendwo thematisiert).

Aber dennoch, für nur 3,5 Tage ist das nix; die Alpenregion hat diese Hatz nicht verdient.

Wenn der Rest der Familie nicht für das Fahrrad zu begeistern ist, fahren sie eben mit dem Auto hinterher; freilich ist das einfacher gesagt, als letztlich getan. Aber das wiederum eröffnet die Möglichkeit, an einem Ort auch mal längere Zeit gemeinsam zu verweilen, und die Umgebung zu erkunden, bevor es dann via individuell gewählter Art der Fortbewegung weitergeht.

Je nach individueller Interessenlage hat die Alpenregion nicht nur in Belangen der Landschaft und ihrer Historie, sondern auch in Punkto Speise und Trank reichlich und abwechslungsreich zu bieten.

und meinst ihr die 1000hm und 50 km pro Tag, also dann vom Bodensee aus sind auch machbar ?
ich frage das weil ich nicht so bergerprobt bin….
Ja, was aber voraussetzt, daß das Wetter mitspielt, welches sich in den Alpen ständig unvorhergesehen ändern kann, und das Rad über eine Motorunterstützung oder ordentlich Untersetzungen verfügt; bereits 10%-Steigungen schlauchen über mehrerer Kilometer ordentlich.

@Nemberch
Bei hochalpinen Unternehmungen legt man umkehrpunkte fest, an denen bestimmte Bedingungen überprüft werden.
Hab' ich nie gemacht; man kehrt nicht um, wenn der Urlaub noch vor einem liegt. Es geht auch ohne Umkehrpunkte, wenn man sich ein bestimmtes Tageskilometerkontigent vornimmt, die Übernachtung vorplant, sich nötigenfalles von da abholen läßt, und Reservezeit in die eigene Planung aufnimmt.
 
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Beim Kajak, Wandern aber auch bei Rennen ist es eigentlich üblich, zu planen was passiert wenn, und dies gedanklich durchzuspielen. Was spricht dagegen, Bahnhöfe rauszusuchen, Übernachtungsmöglichkeiten zu planen etc. Wichtig ist derzeit die Coronalage im Blick zu behalten.

Die Planung macht doch auch Spaß, und dann kann es entspannt losgehen. Wir sind doch mitten in Europa, Viel schief gehen kann da nicht.
 
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Wichtig ist derzeit die Coronalage im Blick zu behalten.
Eben, und deswegen ist "Urlaub in der Ferne" als solches gestrichen, ersatzlos, jedenfalls, solange die Urlaubsregion nur per ÖTV erreichbar ist; stundenlang 'ne Maske in Bus, Zug oder gar Flugzeug setze ich jedenfalls nicht auf. Alleine auch deswegen, da nicht privat sinnvoll sein kann, was arbeitsschutzrechtlichen Tragezeitvorgaben unterfällt und bei Mißachtung dieser verboten ist.

DGUV Regel 112-190 „Benutzung von Atemschutzgeräten“ (bisher BGR/GUV-R 190) - r-190.pdf
 
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denke, über das Maskentragen brauchen wir hier nicht zu diskutieren, was @Nemberch und @runwithdog zu Recht angesprochen haben: was ist, wenn ich mich falsch einschätze oder sich die äusseren Bedingungen unerwartet ändern (Wettersturz in den Alpen usw.). Bin ich bereit, umzukehren bzw. Plan C oder D zu wählen.... oder will ich mein Vorhaben auf jeden Fall durchboxen.
 
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Für dich zur Info: das https://www.fidlock-bike.com/rad-race-tour-de-friends-2019/ bin ich mitgefahren, allerdings nur bis Brixen. Mit einem Velomo GTI, Übersetzung 50/34 und 11/34. Abgebrochen habe ich, weil ich mit den Gruppen nicht mitkam und der Gravelanteil mit gefühlt 20% mir soviel Körner gekostet hat, dass zwar angekommen wäre, aber so spät, Etappe 200 km, dass keine Zeit zu Regeneration geblieben ist. Außerdem hatte ich die Abbiegehinweise mangels Erfahrung auf stumm geschaltet, was mir manchen Umweg eingebracht hat. Das ganze solo zurück, allerdings eine andere Route. Das war schöner, bin allerdings überzeugter Alleinfahrer. Da das Ganze Gepäcktransport drin hatte, war ich froh, dass ich mich auf 10 kg ( von Anfang an) beschränkt hatte, dann war auch die Rückfahrt ok.Karte musste ich unterwegs dann kaufen. Wenn du nur eine begrenzte Zeit hast, halt den Point of no return festlegen. Allerdings : ab Bozen ist das alles Autobahn, den Weg nach Riva kannst du dir ggf sparen, wenn du privat zurückkommst.
Alternative wäre https://www.radtouren.at/?wso_cycling_tour=alpe-adria-radweg, da gibt es einen Shuttle .
Wichtig ist: Energiezufuhr, halt Riegel peinlich beachten, sonst droht Hungerast und Essenspause ist zäh fürs weiterkommen. Notfalls lauwarmes Cola, aus medizinischen Gründen. Wasser kriegst du immer, etwas Salz rein. Mache ich, ist ev. oldfashioned.
Mit dem Wettersturz auf dieser Strecke würde ich mir keine Gedanken machen, außer es ist sowas angekündigt. Hatte ich mal bei einem GF in den Alpen, da war aber der Termin fix. Du musst ja nicht fahren, wenn das Wetter riskant wird. Die Strasse ist ja nicht wirklich hochalpin, da kann man einen Starkregen auch unter der Brücke abwarten. Nass wirst du sowieso.
Viel Erfolg und nimm Schläuche mit. Flicken kannst du abends, ev. auch CO2
 
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Ich glaube, du verwechselst da was ... :rolleyes:
Nö, aber es ist sicher nicht Gegenstand der Diskussion hier im Thema? (Das verlinkte Dokument enthält Tragzeitvorgaben mit notwendiger Pause im Anschluß, bis die Atemschutzmaske auch einfacher Art erneut getragen werden darf).

@schlawag
Sicherlich ist seitens des TE nichts anderes gefragt, gerade weil sich das Wetter in den Alpen von Jetzt auf Gleich unangekündigt ändern kann. Kritisch wird das aber "nur" auf Paßstraßen, denn da sollte außerorts keiner in ein Gewitter reinkommen.

Außerhalb von Paßstraßen ist das relativ unkritisch, hat es doch durchaus die Möglichkeit des Sich-Unterstellens in wind- und wasserdichten Buswartehäusschen, (oder eben unter Brücken), die dann auch genutzt werden sollte; in denen kann man übrigens auch mal unbehelligt von anderen Leuten übernachten, wenn dieses notwendig werden sollte; war bei meiner damaligen Alpentour sowohl in der Schweiz, als auch in Frankreich notwendig.

Das Bergvolk jedweder Nationalität tickt weltweit anders, weil dieses Bergvolk weltweit weiß, daß sie selbst zu jederzeit auf die Hilfe anderer angewiesen sein könnten.

Da das Trinken angesprochen worden ist; Eistee nach individuell bevorzugtem Geschmack ist keine schlechte Wahl, davon eher 4 denn 3 Liter und zudem wegen der sofortigen Energieverfügbarkeit genug Bananen zum Unterwegsverzehr.
 
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