Toxy ZR-Optimierung

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Es gibt Kassetten mit 12-fach 11-50 oder 11-52 Zähnen z.B. von Sunrace in günstig oder Garbaruk in leicht, die auf normale HG-Freilaufkörper (Shimano-Standard) passen. Die Breite ist unverändert, die Ritzelabstände sind schmaler (und die Kette). Mein Carbontrike habe ich von 11-fach Shimano auf 12-fach Garbaruk-Kassette umgestellt, funktioniert sehr gut.
Kassetten mit 9 oder 10 Zähnen als kleinstem Ritzel sind auch nicht breiter, brauchen aber einen Freilaufkörper im SRAM XD Standard. Den kann man bei vielen Naben nachrüsten, aber längst nicht bei allen.
Beim ZR würde ich mich eher fragen, ob der Durchmesser der Ritzel Probleme macht (das müssten Andere sagen).
 
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Frage doch mal beim Hersteller an. Ein Problem bei Frontantrieb und 20" ist der Abstand von Hacke zum Schaltwerk.
 
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Nach knapp 50 km mit dem Kettenblatt von Daniel Fenn / Nici Walde (70 Zähne) und 11 - 42, geschaltet mit Zee - Schaltwerk und XT - Shifter: ein Riesengewinn was Steifheit und Effizienz des Antriebes angeht. Ich habe extra das superkompakte Zee - Schaltwerk genommen, um Fersen / Schaltwerk - Kontakt möglichst zu vermeiden - bin ja nicht so groß (174 cm / 82,5 cm Innenbeinlänge). Funktioniert 1a - superleiser Lauf, knackiges Schaltverhalten. Bin begeistert!

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Aber Obacht: die Kettenlänge ist genau (!) abzulängen um im Sweet - Spot zwischen ausreichender Spannung unten und zuviel Spannung oben zu bleiben. Außerdem habe ich die B - Screw durch eine Längere ersetzt. 11 - 42 sind 6 Zähne über der offiziellen Kapazität des Zee, wird aber gerne in der MTB - Szene an Hardtails so gefahren. Die Schwalbe G One tubeless auf den Alexrims MD25 fahren sich traumhaft...
 
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Die Schwalbe G One tubeless auf den Alexrims MD25 fahren sich traumhaft...
So ist es. Der G-One Speed TLE macht sogar im Schnee eine gute Figur. Hätte ich so nie erwartet für einen im Sommer so schnell- und leichtlaufenden Reifen mit dem eher angedeuteten anstatt realen Igelprofil.
 
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So, ich habe im Winter auch etwas am Rad verbessert und teile das nun hier mit euch:
Nachdem ich im November versucht habe mit Toxy Kontakt aufzunehmen (hatte mich nach dem hinteren Schutzblech erkundigt und wollte das eigentlich von denen kaufen) und Herr Klütz bis heute nicht geantwortet hat, habe ich beschlossen meine Probleme selbst zu lösen.

Ich habe mir also ein möglichst schmales 20" Schutzblech bei ebay bestellt, und lange Schutzblechstreben für Blümels. Da in Verbindung mit dem Koffer das Rücklicht an einer unsichtbaren Stelle montiert ist (habe ich selbst in der Dunkelheit erlebt) habe ich es aufs Schutzblech umgesetzt. So wie das Rad mit Beleuchtung+Koffer verkauft wird, ist es nicht verkehrssicher, aber auf der Rechnung steht "perfektes Licht"...naja.
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Nach der ersten Fahrt mit dem neuen Schutzblech hinten habe ich dann gesehen, unter welchem Dreckbeschuss das Schwingenlager und der Dämpfer stehen. Auch wenn das Schutzblech länger wäre, würde das vll nicht viel helfen, aber ich musste es an der Rückseite so weit es ging nach unten ziehen, um das Rücklicht im möglichst sichtbaren Bereich bei Koffermontage zu halten.
Als Reaktion habe ich mir aus einem Stück Edelstahlblech ein allumfassendes Schutzblechzwischenstück geschnitten und gedengelt.
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So funktionell es auf den Fotos aussieht, den Dämpferschützenden Teil musste ich nach ein paar Probefahrten abschneiden: Da sind weniger als 5mm Platz zwischen Dämpfer und Reifen und das habe ich für die Ruheposition auch gebogen bekommen, aber beim Einfedern verschiebt sich alles und dann schleift immer irgendwo etwas und am Ende beschädige ich den Dämpfer damit, statt ihn zu schützen. In vielen MTBs liegt der Dämpfer auch im Dreckbeschuss, also muss es hier auch gehen. Zum Schutz des Schwingenlagers habe ich den Hauptteil aber behalten.
Die Lösung mit dem Schutzblech an sich klappt super: egal ob mit oder ohne Koffer, ich habe immer ein Rad mit Schutzblech und Licht, genau das wollte ich.
Den Kauf des Koffers muss man sich genau überlegen, denn ich fahre viel lieber ohne, er ist aber auch praktisch, leider nicht zu praktisch. Ich habe ihn wie hier im Forum empfohlen mit Fensterdichtungsband entkoppelt und den Deckel ebenfalls.
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Dafür musste ich den Schließriegel neu positionieren, weil er durch den etwas größeren Abstand nicht mehr gegriffen hat. Ich habe auch dieses dicke Dämpfungsklebeband probiert, dass man unter Trockenbauprofile klebt, aber das Fensterband ist besser. Der Koffer ist trotzdem laut, schwer, für ein 20" Rad schrecklich verschwenderisch geschnitten (also für 28"), trotz Schloss kein bischen "sicher", dann noch die Sache mit dem Licht... naja aber er gibt eine homogene schöne Optik in Wagenfarbe. Muss man sich wirklich gut überlegen. Außerdem kann man mit montiertem Koffer das Rad nicht mehr tragen, und dass muss ich im Betrieb immer wieder machen. Deswegen hab ich mir mit der oberen Kofferverschraubung ein Gewebeband eingschraubt, das klappt jetzt prima und stört nicht beim sitzen.
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Ich habe mir in den Koffer 6 Muttern mit Uhu Endfest 300 eingeklebt und an die ein zurechgeschnittenes Alu Lochblech angeschraubt. So habe ich die Möglichkeit Dinge klapperfrei zu befestigen, wie jetzt gerade ein Bügelschloss (bzw dessen Halter).
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Auf die andere Seite kommt dann eine flache Umhängetasche rein und das wars: Koffer ist voll. Richtige Einkäufe kann man voll vergessen, auch wegen der Stabilität.

Das bringt mich zum nächsten Thema: Ständer. Klar die Preise bei Toxy sind gesalzen und der Ständer gehört dazu. Wenn er denn wenigstens funktionieren würde, aber das geht nicht. Er hat keine Drehmomentabstützung. Wieso nicht? Platz genug ist ja in der Nähe, mann müsste nur eine im Rahmen vorsehen oder man improvisiert. Ich habe hier im Forum die Abstützung mit der Schlauchschelle gesehen und eine mit diesem kleinen Blech, das zur Verkantung führt und das Drehen um die eigene Achse verhindern soll. Ich fand die Idee mit dem Blech so gut, dass ich es ausprobiert habe. Ich habe das Blech sogar direkt mit dem Ständer verklebt (wieder endfest) aber das Blech war zu Weich, bzw die Kraft, die der Ständer beim Klappen mit der Feder entwickelt war zu groß. Ich habe mich dann für einen anderen Ständer vorn am Sitz entschieden. Das Rad steht recht stabil, er ist 200% verdrehsicher, aber das aus und einklappen ist nervig, weil man das Rad entweder weit nach rechts neigen oder etwas hochheben muss.
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Naja, ein Kompromiss.

Wenn man glatten Asphalt zur Verfügung hat macht es wirklich Spaß mit dem Rad zu fahren, ich bereue den Kauf noch nicht, wenn man aber bedenkt was Toxy da für rund 6000€ verkauft und wieviel Zeit man investieren muss um zu einer Bastellösung zu gelangen, und wie die null-Supportsituation seitens des Herstellers aussieht...muss jeder selbst entscheiden.
 
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Hallo zusammen,

Die bescheidene Julie HP Bremse fliegt jetzt raus. Ich hab die Nase voll von den Ding.
Derzeit ist noch die 160 mm Scheibe vorne und die 160 mm Scheibe hinten verbaut. Ich möchte in dem Zusammenhang evtl. auch die Bremsscheiben wechseln. Welche Scheivengrössen habt Ihr denn drin? 180er scheinen zu gehen. Ich hätte gern vorne eine 200er. Hat das schon jemand verbaut?
(Bremen soll eine Hope Tech3 E4 werden)

Gruß
Ansgar
 
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Hope ist ja sehr exklusiv und schick, hatte ich noch nie. Ich hab die Formula Cura an mehreren Rädern im Einsatz und finde die wirklich gut. Magura MT 5 mit Doppelkolben und MT6 fand ich eher meh.
Zum Thema bescheidener Klump: heute ist mir ein massiver Ölverlust an der Rohloff aufgefallen: Die ist quasi noch neu...
Wollte gleich auf deren Website ein Ticket aufmachen: Die reden nur mit echten Fahrradhändlern, nicht mit Untermenschen wie den Kunden, die deren Ware auch noch bezahlen. Ich werd morgen mal versuchen telefonisch etwas zu erreichen, aber es fängt schon gut an...
 
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Arved Klütz empfahl mir für die Gabel bis 180mm. Das müsste mit der Hope - Bremse eigentlich dicke reichen. Die ist schon sehr cool! Hätt’ ich auch gerne...

Gruß
Ralph
Naja, die 180er hatte er ja auch im Programm :)
Ja, die ist schon interessant. Aber die Lieferzeit...

Blende Rohloff ist ärgerlich. Wenn sie jedoch tut ist sie klasse.
Meine aktuelle Kombination ist ein Schlumph HSD und eine Nuvinci N360.
 
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Was gefällt dir an der jetzigen Bremse nicht?
Bei einer siffenden Rohloff nützen jede andere Bremse nix. Da muss erst das Öl verbrennen bis es wieder bremst...
Auch mehr als 160er bringen nix ausser Gewicht. 4 Kolben gibt teurere Bremsbeläge, nützen aber auch nix.
Du musst erst lernen richtig hart zu Bremsen, dann ist aber das Hinterrad in der Luft.
Gruss Michi
 
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Was gefällt dir an der jetzigen Bremse nicht?
Bei einer siffenden Rohloff nützen jede andere Bremse nix. Da muss erst das Öl verbrennen bis es wieder bremst...
Auch mehr als 160er bringen nix ausser Gewicht. 4 Kolben gibt teurere Bremsbeläge, nützen aber auch nix.
Du musst erst lernen richtig hart zu Bremsen, dann ist aber das Hinterrad in der Luft.
Gruss Michi
Also meine siffende Rohloff hat nichts mit seiner Bremse zu tun, ich hab mir nur meinen Frust mit von der Seele geschrieben.
Aber "Julie" hört sich nach "gabs vor 20 Jahren bei Magura" an, da kann man sich schon nach einer neuen umschauen.
Das bremsen hat auch mit lernen nicht so viel zu tun, da gibt es Unterschiede bei der Bremskraft. Ich kann mir vorstellen, dass wenn man leichter ist oder wenig in den Bergen fährt, dass man diese Unterschiede nie kennengelernt hat, aber ich würde 4 Kolben oder generell hochwertige Bremsen nicht verteufeln.
Zurück zum Thema: Offenbar sind von Toxy nur die 180er und keine 200er Scheiben freigegeben, aber wenn du die 200er fahren willst, dann würd ich persönlich das probieren. Da die Gabel keine Federung hat und außerdem so kurz ist sehe ich da wirklich keine Gefahr, auch mit den 20" Rädern.
 
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Und das sagt du dem vermutlich einzigen der jemals mit dem Toxy ZR den Gavia Pass gefahren ist (mit Magura irgendwas und Rohloff)
 
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Und das sagt du dem vermutlich einzigen der jemals mit dem Toxy ZR den Gavia Pass gefahren ist (mit Magura irgendwas und Rohloff)
Ich will ja deine Erfolge nicht schmälern oder in Frage stellen, aber alle Bremsen sind nunmal nicht gleich gut. Ich hab schon am MTB viele ausprobiert und Licht und Schatten gesehen. Wenn man sich, wie der Kollege oben, für ne Hope entscheidet, dann spielt die Ästhetik sicher auch nochmal eine Rolle.
Und das mit dem Hinterrad in der Luft kann ich nicht ernst nehmen: Eine Bremse kann nicht stärker bremsen, als dass die Räder sofort blockieren, und das geht mit den schmalen Reifen eher einfach, aber mit dem niedrigen Schwerpunkt wird der Reifen nur über den Asphalt rutschen. Der Vorderreifen bräuchte ja bei der Bremsung eine enorme Haftung auf dem Asphalt, damit trotz des niedrigen Schwerpunktes das Hinterrad in die Luft geht. Selbst wenn du das irgendwie mit einer Gewichtsverlagerung hinbekommst: Warum sollte man das machen? Sobald das Rad Bodenkontakt verliert, verliest du sowohl Bremswirkung als auch Führung.
 
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Klar bremsen zwei Räder am Boden besser, nur kannst du den Körperschwerpunkt nicht hinter den Sitz bringen wie am MTB. Also versuchst du so stark zu bremsen, dass das Hinterrad gerade nicht abhebt (was mit Kojak und Magura problemlos geht) um die maximale Bremsleistung zu erzielen. Wenn du das geschafft hast, wie kannst du dann mit einer besseren Bremse noch besser bremsen?
Von mir aus kannst du ein Vermögen in eine bessere Bremse investieren - das Schleifen der Hinterbremse wirst du damit auch nicht los.
 
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Hallo,
Also fahre selber eine mt5 vorne mit 180er Scheibe. Hinten wirkt eine mt4 ebenfalls mit 180er Scheibe. Da ich etwas verrückt bin und auch im Hochgebirge damit fahre, wollte ich eigentlich eine 200er montieren. Da ging aber nicht. Die Scheibe schliff an der Gabel. Von daher sind 180mm glaube ich Maximum.
Bin mit der Kombi aber auch sehr zufrieden.
Gruß
Stefan
 
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das Schleifen der Hinterbremse
... wenn das das Problem ist, ist evtl. eine (mit Swisstop Green und top Jagwire - Zügen und Zughüllen) gepimpte BB7 die Lösung. Durch die halbkugeligen U-Scheiben kann man die schräg einjustieren, so daß die Belagsausrichtung zum belasteten Hinterrad bzw. der Scheibe passt. Ich würde aber eher zu Shimano Bremsscheiben tendieren, die sind planer...
 
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Hallo,
Also fahre selber eine mt5 vorne mit 180er Scheibe. Hinten wirkt eine mt4 ebenfalls mit 180er Scheibe. Da ich etwas verrückt bin und auch im Hochgebirge damit fahre, wollte ich eigentlich eine 200er montieren. Da ging aber nicht. Die Scheibe schliff an der Gabel. Von daher sind 180mm glaube ich Maximum.
Bin mit der Kombi aber auch sehr zufrieden.
Gruß
Stefan
Hallo Stefan, das ist genau die Antwort die ich gesucht/befürchtet habe. Dann wird es wohl auf 2x180 raus laufen. Danke!

Um die Frage zu beantworten was mir an der derzeitigen Konfiguration nicht gefällt ist, das sie wiederholt Luft im System hatte/hat und damit die Bremswirkung gegen Null geht. Das ist bei der Vorderbremse "ungünstig". Hier in Vorarlberg kann ich dann auch nicht einfach "ausrollen" lassen. :cool:
Und ehrlich, es hat sich bei Bremsen eine Menge getan. Da muss ich nicht unbedingt auf "altbewährtes" setzen.

Bei meinen Modifikationen an meinen Motorrädern haben die jeweiligen Bremsmodifikationen (größere Scheibe und 4 statt 2 Kolben) auch im Dosierverhalten soviel gebracht ...

Also bestell ich mal weiteres "Spielzeug".
Danke für Eure Beiträge!

Gruß
Ansgar
 
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wieviel Zeit man investieren muss um zu einer Bastellösung zu gelangen
Ich hätt noch einen Vorschlag:
Bei der Dämpferbefestigung tät ich nochmal Zeit investieren und eine längere Schraube montieren, die in den Sicherungsteil der Mutter reicht. Die Öse der Strebe hätt ich dabei andersrum gebogen, so dass sie sich eher zu- anstatt aufbiegt, wenn man die Mutter anzieht. :unsure:

Grüße!
Fred

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