Tilting Mechanismus bei Trike/Vm

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@Felix Wenn die drehenden und wirbelerzeugenden Räder innerhalb des Hauptkörper des VM sind, können diese aber auch die Aerodynamik des VM sehr verschlechtern, wenn dadurch die Wirbel an der VM-Karosserie entlangströmen.
 
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Wenn man das nicht ganz blöd macht ist es trotzdem um Größenordnungen besser als die Räder draußen.
 
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Felix, das dachte ich auch und hatte es in einer Veröffentlichung nachgelesen. Dort stand, wenn die Räder aussen aerodynamisch verkleidet sind, soll es nicht aerodynamisch schlechter wie die Integration der Räder in den Hauptkörper sein. Übel wird es nur, wenn die Räder nicht verkleidet sind, dann stören die Räder die Aerodyanamik des Hauptkörpers insbesondere dann noch stärker, wenn diese nicht in den Hauptkörper integriert sind.
 
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Ja genau. Was ich gut finde, ist der gekapselte Antrieb ähnlich der Greenmachine von Flevobike. Aber nur 8G Nexus statt Rohoff im Schwingendrehpunkt. und 8K € oder 10K € mit Verkleidung sind schon ganz schöne Preise.

Bei der Gelegenheit, hat hier im Forum schon jemand das Trike Drymer Glider gefahren?
Das würde mich auch interessieren. Bin am Überlegen, ob ich da mal zu einer Probefahrt hinfahr
 
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Warum überhaupt ein mehrspuriger Neiger?

Mir fällt nur ein: um das "schief sitzen" auf schrägen Wegen/Straßen (ich stelle fest, seitdem ich Trike fahre: in irgendeine Richtung schief ist jeder Weg) auszugleichen. Und da frage ich mich, ob es nicht einfacher wäre, nur den Sitz beweglich zu gestalten, so dass er quasi auf einer gebogenen Schiene sitzt und sich auf dieser bewegen kann. Kardanisch montiert sollte es dann doch klappen, dass der Sitz immer in der Waagerechten bleibt (innerhalb des Spielraums der Schiene) und der Fahrer dann eine schiefe Straße nicht mehr durch lehnen des Körpers in Gegenrichtung ausgleichen muss. Oder stelle ich mir das zu einfach vor?
 
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Warum überhaupt ein mehrspuriger Neiger?

Mir fällt nur ein: um das "schief sitzen" auf schrägen Wegen/Straßen (ich stelle fest, seitdem ich Trike fahre: in irgendeine Richtung schief ist jeder Weg) auszugleichen. Und da frage ich mich, ob es nicht einfacher wäre, nur den Sitz beweglich zu gestalten, so dass er quasi auf einer gebogenen Schiene sitzt und sich auf dieser bewegen kann. Kardanisch montiert sollte es dann doch klappen, dass der Sitz immer in der Waagerechten bleibt (innerhalb des Spielraums der Schiene) und der Fahrer dann eine schiefe Straße nicht mehr durch lehnen des Körpers in Gegenrichtung ausgleichen muss. Oder stelle ich mir das zu einfach vor?
ich denk ja, denn es würde der umgekehrte Effekt eintreten, der Sitz würde den Schwerpunkt dann noch weiter nach außen verlagern.
 
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ich denk ja, denn es würde der umgekehrte Effekt eintreten, der Sitz würde den Schwerpunkt dann noch weiter nach außen verlagern.
Das ist Voraussetzung dafür, dass man sich nicht selbst aktiv in die Kurve lehnen muss, der Radius der Schiene muss so groß sein, dass der Kreismittelpunkt oberhalb des Schwerpunkts liegt. Besonders kippsicher wäre so ein Fahrzeug nicht. Bei einem freien Kurvenneiger, der das gesamte Fahrwerk neigt, so wie das Wild Wave, liegt das Pendant zu diesem "Kreismittelpunkt" auf Höhe der Fahrbahn. Damit zu kippen ist schon ziemlich schwierig, aber dafür hat man das Problem, dass man mit den Armen nur kleine Seitenneigungen abstützen kann.

Hat jemand Erfahrungen mit einer Drehachse irgendwo dazwischen, z.B. auf Höhe der Sitzunterkante? Vielleicht gibt's ja einen brauchbaren Kompromiss, bei dem man einerseits die Seitenneigung noch gut mit den Armen aktiv steuern kann, andererseits aber nicht zu leicht umkippt.
 
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Das ist Voraussetzung dafür, dass man sich nicht selbst aktiv in die Kurve lehnen muss, der Radius der Schiene muss so groß sein, dass der Kreismittelpunkt oberhalb des Schwerpunkts liegt. Besonders kippsicher wäre so ein Fahrzeug nicht. Bei einem freien Kurvenneiger, der das gesamte Fahrwerk neigt, so wie das Wild Wave, liegt das Pendant zu diesem "Kreismittelpunkt" auf Höhe der Fahrbahn. Damit zu kippen ist schon ziemlich schwierig, aber dafür hat man das Problem, dass man mit den Armen nur kleine Seitenneigungen abstützen kann.

Hat jemand Erfahrungen mit einer Drehachse irgendwo dazwischen, z.B. auf Höhe der Sitzunterkante? Vielleicht gibt's ja einen brauchbaren Kompromiss, bei dem man einerseits die Seitenneigung noch gut mit den Armen aktiv steuern kann, andererseits aber nicht zu leicht umkippt.
Genau deshalb will ich so ein Teil mal fahren.
Die haben ja nicht nur den Drymer Business, sondern auch Versionen ohne Dach, die nicht so viel kosten, den Basic ohne E-Motor und den Leisure mit..
Ich finds einfach nur interessant, wie die das umgesetzt haben.
 
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ich denk ja, denn es würde der umgekehrte Effekt eintreten, der Sitz würde den Schwerpunkt dann noch weiter nach außen verlagern.
Es geht mir nicht um Kurvenfahrten, sondern lediglich um den Ausgleich einer schrägen Straße (meist nach rechts abfallend, damit Regenwasser abfließt) bei Geradeausfahrt. Das man im Prinzip ständig leicht schräg sitzt, um "aufrecht" zu sitzen, ist das einzige, was ich am Trike-fahren ein wenig stört. Da müsste ein beweglicher Sitz, der pendeln kann, doch helfen, oder?

Vielleicht wichtig: Ich denke dabei vor allem an Delta-Trikes, nicht an Tadpoles. Ein Delta kippt meines Erachtens nach deutlich später als ein Tadpole, da der Fahrer hinten kurz vor den Rädern sitzt. Da sollte das Sizzpendel nixht viel ausmachen, sondern in Kurven sogar helfen, den Fahrerkörper automatisch in die Kurve zu legen. Nur, das man dabei aufrecht im Verhältnis zum Sitz (der sich ja mitbewegen würde) bleibt und sich nicht in diesem aktiv zur Seite lehnen muss.

Schade, das ich mich mit Metallbearbeitung & Co. null auskenne, ich würde die Idee gerne mal an einem alten Delta (Kettwiesel o.ä.) per Selbsttüftelei ausprobieren.
 
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Warum überhaupt ein mehrspuriger Neiger?

Mir fällt nur ein: um das "schief sitzen" auf schrägen Wegen/Straßen (ich stelle fest, seitdem ich Trike fahre: in irgendeine Richtung schief ist jeder Weg) auszugleichen.
Das schätze ich am Culty, dass man auch auf stark zur Seite abfallenden Wegen und Straßen noch gerade sitzen kann. Allein das schnelle Tilting Trike/VM ohne wesentlichen Nachteile muss noch erfunden werden.
 
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Vom Culty hab ich bis zu deinem Post noch nie gehört - das ist ja ein heißes Teil! Werden die noch gebaut?
 
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Soweit ich weiß nicht. Die Website ist seit einiger Zeit kaputt. Ich hätte auch meine Zweifel, dass es sich heutzutage noch so verkaufen würde.
 
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Wenn mann denn Sitz kippt und denn rest vom Trike nicht tritt mann schief in die Pedale. Auf dauer geht das nicht und wird irgend ein teil der antrieb wegen erhohten verschleiss anfangen weh zu tun, vermute ich. In die falle wo beim umkippen das tretlager von meinen lieger ein klein wenig schief stand, fuhrte das innerhalb kurzer zeit zu Knieprobleme.

Meine erfahrungen mit Delta trikes sind mit das Sinner Comfort gemacht, ein trike mit sehr hohen sitz. Das liess sich mit einen kleinen Links Rechts schlenker bei etwa 13 km/ schon auf zwei rader kippen, so konnte ich dann auch ein stuckchen weiter fahren.

Das kipp moment ist das resultat von ein zusammenspiel aus sitzhohe, schwerpunkt, spurbreite, gewichtsverteilung und aufstutzpunkte. Wenn das schwerpunkt kurz hinter die beide vorderräder von ein Tadpole liegt, wird es spater kippen, als beim gleichen trike mit denn sitz 20 cm weiter nach hinten. Die erste version kann aber bei starkes bremsen fruher mit ein abhebendes hinterrad zu kampfen haben.

Die meiste Deltatrikes habe ein hohen sitz, und damit ein hohes schwerpunkt. Ein Kettwiesel ist dabei die gunstigste version die ich kenne. Bei 50 cm sitzhohe braucht mann nur sehr wenig und das ding kippt um.

Grusse, Jeroen
 
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Meine Frau und ich fahren beide ein Hase Lepus mit hoch eingestelltem Sitz (rund 60 cm). Um die Gefahr des Kippens kennen zu lernen haben wir, nachdem wir die Räder gekauft haben, versucht, sie ABSICHTLICH zum kippen zu bringen - hat nicht geklappt, selbst auf sehr schrägen Wegen nicht. Man bekommt sie dazu, ein Rad anzuheben, aber nicht lange, dann senkt es sich wieder. Mag aber im Vergleich zum Sinner auch am deutlichen Sturz der Hinterräder liegen, der bei Hase vorhanden ist.
 
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Nicht umkippen, evtl. trotz geringerer Spurbreite und fahren ohne Seitenkraft sind die Gründe.
Moin zusammen,

dankbar für die anregende Lektüre möchte ich auch meinen Groschen zum Thema beitragen:
Die beiden zitierten Gründe weisen für mich genau auf die beiden grundverschiedenen Fahrzustände des mehrspurigen Neigers hin - seitenkräftefrei *oder* kippsicher.

Warum *oder*?
Kleiner Exkurs: ich hatte mal das Vergnügen, ein Kabinenmotorrad fahren lernen zu dürfen, mit elektrisch ausfahrbaren Stützrädern (ecomobile bzw. monotracer). Fahren mit *oder* ohne Stützräder war beherrschbar, knifflig war der *Übergang* zwischen den beiden Fahrzuständen. Man musste dazu mehrspurig eine gewisse Grundgeschwindigkeit erreichen (Lenker nach links bedeutet Linkskurve) und dann in Geradeausfahrt das Fahrwerk einfahren, elektrisch in etwa 0,5s. Ab dann fuhr man ein Einspurfahrzeug: Lenker nach links leitet eine Rechtskurve ein!
Das ist fast keinem Einspurfahrer klar,
er kann es aber:
man lenkt mit kleinen Korrekturen das Fahrzeug neben seinen Schwerpunkt, um in die Kurve zu kippen und stabilisiert dann laufend, indem man die Aufstandslinie wieder unter seinen Schwerpunkt bringt (in der Kurve genaugenommen zum Fußpunkt des Vektors aus Normal- und Fliehkraft).

Uff. Wenn ich das während der Fahrt bedenke, haut's mich um.
Aber für den mehrspurigen Neiger ist dieser Übergangspunkt ebenfalls Reiz und Fluch zugleich.

Darüber ist es m.E wie Fahrradfahren, eine schmale Spur und ein hoher Schwerpunkt sind kein Problem (letzteres evtl. sogar von Vorteil, ein langer Bleistift lässt sich einfacher auf dem Finger balancieren als ein kurzer),

Darunter muss ich entweder den Kippmechanismus blockieren oder per Hebel halten (dann ggf. mit Seitenkräften) oder führen (weiter keine Seitenkräfte) bis zum Stillstand.

Das Umdenken zwischen diesen zwei Zuständen, im Grenzbereich auch noch blitzschnell, macht m.E. den mehrspurigen Neiger für nur wenige interessant.
(Zu denen zähle ich mich auch: leichte Fahrwerksteile aus Carbon, spielfreie, leichtgängige Lager mit möglichst nur einer Drehachse, Pedelec gleich mitgedacht... ;-D
Wo kann ich ein Tripendo ausprobieren? :p)


Spannende Einwände?
Gruß Hein :)
 
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Das Umdenken zwischen diesen zwei Zuständen, im Grenzbereich auch noch blitzschnell, macht m.E. den mehrspurigen Neiger für nur wenige interessant.
Man würde die Neigung natürlich nur bei geringen Geschwindigkeiten blockieren, ich denke das hat man schnell raus.

Spannend wirds eventuell bei viel Wind und höheren Geschwindigkeiten, da hat man dann einen Einspurer mit viel Angriffsfläche.
 
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Fand die Fahrt in einer Art Kettkar mit Neigetechnik (vorne á la Flevobike, wobei der Sitz mit der Gabel mitschwingt) vor allem SEHR spaßig. Ob einem dass dann der Aufwand / das Geld / das Mehrgewicht,… wert ist, ist eine andere Frage.
 
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