Studie zum Bau eines Vierrades (Quad)

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Hast Du eine Idee, was die gesamte Verkleidung inklusive des Montagematerials auf die Waage bringt?
Wolf
Heute konnte ich endlich die abmontierte Fronthaube wiegen. Sie wiegt (Alurohre, gebogene PVC Winkelleisten + Schaumplatten) 1380 g.

Morgen werde ich noch die beiden Platten der Seitenverkleidung wiegen.
 
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Hallo Gerhard,

das ist ein gutes Gewicht für einen derartigen Eigenbau, Respekt. (y)

Leichter geht es immer, keine Frage, doch ist bei Aufwand & Material vs. Zeitinvestition & Preis diese Konstruktion interessant.

Viele Grüße
Wolf
 
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Heute konnte ich endlich die abmontierte Fronthaube wiegen. Sie wiegt (Alurohre, gebogene PVC Winkelleisten + Schaumplatten) 1380 g.

Morgen werde ich noch die beiden Platten der Seitenverkleidung wiegen.
Die beiden 10 mm Platten der Seitenverkleidung wiegen zusammen 960 g, ich könnte auch 6 mm Platten nehmen, die würden dann ca 580 g wiegen.

Morgen werde ich versuchen, die Bodenplatte einzubauen.
 
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Die Bodenplatte ist jetzt fertig. Allerdings hält der Klebstreifen,der die Bodenplatte mit der Fronthaube scharniermäßig verbindet, bei der Kälte nicht. Da muß ich noch mal mit Teppichklebeband extra stark klebend und Fön nacharbeiten.
Die Bodenplatte ist mit der Fronthaube derart scharniermäßig mit Klebestreifen verklebt, daß beim Vorklappen der Fronthaube ein Stück mit ca. 90° nach unten fällt und dann im Winkel von ca. 90° nach hinten verläuft.



Die Enden der Bodenplatte werden an den Seiten der Sitze mit Gummiband fixiert, so daß die Bodenplatte dicht an der Seitenverkleidung anliegt.



Hier sieht man, wie die Bodenplatte auf der linken Seite dicht an der Fronthaube anliegt.



Die Windschutzscheibe und die beiden Seitenfenster lassen sich einzeln auf das Dach klappen.



Bei den gegenwärtigen Temperaturen fahre ich lieber mit dem Schutz der Scheiben.

 
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Auf meiner heutigen Tour waren die Wege mit einer dünnen verharschten Schneedecke bedeckt. An den Hinterrädern habe ich Reifen mit grobstolligem Profil. Beim Bremsen beider Hinterräder mit den im Eigenbau gekoppelten Magura HS11 Felgenbremsen bin ich ein wenig zur Seite gerutscht. An den Vorderrädern habe ich Schwalbe Shredda Reifen. Beim Bremsen beider Vorderräder mit den gekoppelten Magura Big Scheibenbremsen bin ich nicht gerutscht.

Das Rückwärtsfahren im Schnee war ein Problem. Das Rückwärtspedalieren überträgt keine Kraft auf die Welle und die Hinterräder, da sowohl der Panasonic Tretkurbelmotor als auch das Rohloff Zwischengetriebe einen Freilauf haben. Zum Rückwärtsfahren lockere ich die Spanngummis der Bodenplatte, so daß diese auf dem Asphalt liegt. Dann kann ich mich mit den Schuhen auf der Bodenplatte abstoßen und ein Stück rückwärts rollen. Beim Anheben der Schuhe rutscht die Bodenplatte dann auch ein Stück rückwärts und ich kann mich wieder abstoßen. Das war auf dem verharschten Schnee eine äußerst rutschige Angelegenheit. Alternativen wären ein Reibrollenmotor an einem Hinterrad oder das Mitführen eines Besenstiels, mit dem man sich abstoßen kann.
 
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Hallo Gerhard,
Alternativen wären ein Reibrollenmotor an einem Hinterrad oder das Mitführen eines Besenstiels, mit dem man sich abstoßen kann.
Danke für den Tipp - das halte ich für eine gute Idee(y).
Ich denke gerade an eine Kombination: Einerseits zum Rückwärtsschieben, andererseits als Zeltstange für unterwegs und als Unterlegkeil ebenso brauchbar.

Beste Grüße
Franz
 

TitanWolf

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Sinnvoller als Direktläufernabenmotoren, wenn niedriges Gewicht bei gleichwohl hoher Ausgangsleistung erwünscht ist, ist ein kompakter Motor mit Riemenrad, welcher auf ein größeres Riemenrad (1:10 bis 1:30) am Vorderrad untersetzt das Drehmoment transferiert.

Diese Motoren sind deutlich effizienter bei kompakteren Abmaßen, da im Drehzahloptimum schon bei Anfahrtsgeschwindigkeiten arbeitend und die nach oben gewünschte Geschwindigkeit lässt sich über eine ausreichend hohe Akkuspannung problemlos und ohne größere Ineffizienzbereiche übersetzen. Aber das ist nicht zum Forum passend.. daher nur als Anmerkung am Rande zu verstehen.

Viele Grüße
Wolf
 
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Zur Aerodynamic meiner Quad-Verkleidung möchte ich noch anmerken, daß diese für mich eine untergeordnete Rolle spielt. Am wichtigsten ist für mich der Wetterschutz, nicht nur gegen den Regen, sondern vor allem gegen den Wind, hauptsächlich Seitenwind. Ich hatte mal vergessen die Transportbox hinter dem Sitz mit Spanngurt zu fixieren, da hat mir der Wind die Box auf den Acker geweht.

Ich fahre meist Kurzstrecken von etwa 10 km auf hügeligen und kurvenreichen Wegen und Straßen am westlichen Rand des Vogelsberges, ca. 95% sind Steigungen oder Gefälle; da reicht mir bergab eine maximale Geschwindigkeit von 30/kmh, wenn ich nicht sehen kann, was hinter der nächsten Kurve kommt.
 
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Im Januar habe ich einige Detailverbesserungen vorgenommen.

Die Bodenplatte, die unten scharniermäßig an der Fronthaube verklebt ist, wurde überarbeitet. Die Klebestreifen wurden mit PVC Flachstreifen verstärkt. Unter den Querlenkern und unter dem Sitzkasten wurde eine schwarze 10 mm dicke Platte aus PE Trobloc befestigt, die von der Breite mit den beiden Seitenplatten unten eine geschlossene Verbindung bildet.

Bild006.jpg


Nun ist die Verkleidung rundum geschlossen. Noch vorhandene Ritzen habe ich mit Baumwollwärmedämmung und mit Webpelz verschlossen.

An der rechten Seitenplatte habe ich eine Klappe hergestellt. Ich kann diese Klappe öffnen, um den Arm hindurchzustrecken und meinen freilaufenden Hund am Halsband zu halten oder anzuleinen, wenn dies kurzfristig notwendig wird.

Bild005.jpg


Die rote bewegliche Bodenplatte wurde so gekürzt, dass sie mit einigen Zentimetern unter der schwarzen Bodenplatte anhaftet, wenn sie mit den Gummibändern stramm gezogen wird. Nun kann ich mich wieder bei gelockerten Gummibändern mit den Schuhen vom Straßenbelag abstoßen, wenn ich rückwärts fahren möchte. Die Gummibänder werden am Holzsitzkasten seitlich in verschiedenen Positionen (locker, stramm) an Schrauben fixiert. Dazu sind die Enden der Gummibänder mit Strumpfhaltern http://www.classic-charm.de/d/40/strumpfhalter-metall.html versehen.

Bild003.jpg


Bild013.jpg
 
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Heute habe ich bei einer Windstärke von etwa 40 km/h die Grenzen meiner Schaumplattenverkleidung erlebt. Solange der Wind von vorne oder von hinten bläst, gibt es keine Probleme. Wenn aber der Wind im Winkel von etwa 90° auf die Seiten trifft, wird die Schaumplattenverkleidung nach innen gedrückt. Ich musste mich mit dem Ellenbogen gegen die Seitenplatte stemmen. Der seitliche Druck auf die Fronthaube bewirkte, dass ich mit den Spitzen der Schuhe, die aus anatomischen Gründen mittig auf dem Pedal schräg nach außen platziert sind, bei jeder Pedalumdrehung an eine seitliche Strebe der Fronthaube gestoßen bin, so dass die Fronthaube und die Windschutzscheibe immer einige Zentimeter angehoben wurden. Zum Glück ist die Windschutzscheibe aber nicht auf das Dach geklappt. Die Befestigungsmagnete an den dreieckigen Seitenscheiben haben sie gehalten.

Ich müßte daher die Spur von derzeit 80 cm auf ca. 85 cm bis 90 cm verbreitern und die Fronthaube verbreitern, damit meine Schuhe nicht mit der Seitenstrebe kollidieren. Vielleicht würde es auch reichen, die Seitenstrebe rechts und links um einige Zentimeter zu versetzten oder die Seiten der Fronthaube aus Sperrholzplatten ohne Metallstreben anzufertigen. Eine Option wäre auch, die Seitenplatten aus 10 mm PE Trobloc sowie die Transportbox aus 30 mm PE Trobloc durch Sperrholzplatten zu ersetzen. Ich habe allerdings noch keine Sperrholzplatten gefunden, die dünner als 8 mm sind.
 

TitanWolf

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Hallo Gerhard,

Ich habe allerdings noch keine Sperrholzplatten gefunden, die dünner als 8 mm sind.
hmm? Das kommt mir merkwürdig vor. Flugzeugsperrholz ist zwar sicherlich nicht preisgünstig, jedoch bis zu 1,8mm Stärke hinunter locker zu erhalten..

Viele Grüße
Wolf
 
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Ich müßte daher die Spur von derzeit 80 cm auf ca. 85 cm bis 90 cm verbreitern und die Fronthaube verbreitern, damit meine Schuhe nicht mit der Seitenstrebe kollidieren. Vielleicht würde es auch reichen, die Seitenstrebe rechts und links um einige Zentimeter zu versetzten oder die Seiten der Fronthaube aus Sperrholzplatten ohne Metallstreben anzufertigen. Eine Option wäre auch, die Seitenplatten aus 10 mm PE Trobloc sowie die Transportbox aus 30 mm PE Trobloc durch Sperrholzplatten zu ersetzen.
Nachdem ich verschiedene der erwähnten Varianten probiert habe, habe ich mich entschlossen, die Spur einige cm zu verbreitern. Dazu habe ich etwas längere Querlenker gebaut. Diese Gelegenheit habe ich im Juni 2017 genutzt und die von Lutz übernomme einzelne Anordnung der Gelenkköpfe übereiander



an den Achsschenkeln durch eine Klemmverbindung zu ersetzen:

IMG_0011.JPG


IMG_0014.JPG


An den Enden der 4 vorderen kurzen Rohre sind innen Gewindereduzierbuchsen https://www.ebay.de/i/262999497306?chn=ps&dispctrl=1 mit M10 M6 Innengewinde eingefügt. Die Gelenkköpfe sind auf der M10 Seite eingeschraubt, die M6 Seiten sind mit einem Gewindestab M6 verbunden. Damit habe ich zusätzlich zur Klemmung und Verklebung mit Loctite ein direkte Verbindung der Gelenkköpfe über die Gewindestäbe.
M8 Gelenkköpfe konnte ich nicht verwenden, da ich dazu keine passenden M8 Gewindereduzierbuchsen mit 13 mm Außendurchmesser gefunden habe, die in die oberen Rohre mit 15 mm Außendurchmesser und 1,5 mm Wandstärke gepaßt hätten.

Durch die Klemmverbindungen habe ich jetzt weniger Spiel an der Verbindungsstelle Gelenkkopf - Achsschenkel. Das merke ich besonders beim Bremsen mit den vorderen Scheibenbremsen: bei Bremsen ist jetzt eine leichte Drehbewegung der Achsschenkel nicht mehr zu beobachten.
 
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Hallo Gerhard,

schau mal nach bei "Sperrholzshop.de" (Zembrod). Dort im Shop findest Du alles, was das Leichtbau-Herz begehrt... Ich habe da gute Erfahrungen gemacht.

Gruß
Holli
 
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