Stringbike

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Geht nicht. Du mußt die Schnur bei jeder Umdrehung wieder zurückziehen, das geht nur, wenn sie entlastet ist. Also in der Halbumdrehung, wenn die andere Seite arbeitet. Oder übersehe ich was?
Die Motivation für den doppelten Seilzug sehe ich eher in den Rollen vorn. Hinten gibt's auf jeder Seite zwei Wickel, die synchron auf- und abspulen, deshalb verkantet nichts und vorn reicht ein dünnes Blech.
Es ist eine interessante Idee! Aber irgendwie frage ich mich also Pragmatiker, welche Vorteile so eine Lösung hat.
Über die Kurvenform in den Schwenkhebeln kann man variieren, wie die Kraft über die Kurbeldrehung verläuft.
 
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Das System wird ja, wie's aussieht, nur mit einem kompletten Rad verkauft.
Für Eigenbauten ist das System also nur geeignet, wenn man alles von Grund auf selbst baut.
Hat mal jemand bei Stringbike oder dem Vertrieb für Deutschland nachgefragt, ob es Nabe und Tretlager/Kurbel auch einzeln zu kaufen gibt? Oder steht irgendwo explizit, dass die nicht einzeln verkauft werden? Dass sie die Teile nicht einzeln auf der Website anbieten wundert mich nicht.

Es ist eine interessante Idee! Aber irgendwie frage ich mich also Pragmatiker, welche Vorteile so eine Lösung hat.
Kein Kette, kein Schmier, einfache Wartung und eine Schaltung mit 19 Gängen. Keine hochkomplizierte Nabenschaltung, sauteure 13-Gänge oder 3x7/8/9-fach Kettenschaltungen, die doppelt kaputt gehen und sich verstellen können. Außerdem sieht es schick aus.

Was auch noch eine Rolle spielen kann: Wir fahren in unserer Familie die Räder lange. 20 Jahre und länger sind normal. Wie lange bekommen wir dafür Ersatzteile?
Ich bin positiv überrascht, dass es den Laden immer noch gibt. Bin auf das Stringbike schon vor einigen Jahren gestoßen und war sehr skeptisch, dass sie damit Erfolg haben.
Aber grundsätzlich teile ich auch weiterhin Deine Bedenken. Auch auf einer längeren Tour hast Du bei einem Defekt der Nabe oder Schaltung/Kurbel ein Problem das repariert zu bekommen.
Ich bin noch kein Stringbike gefahren, aber wenn es wirklich taugen sollte, dann würde ich das Risiko vielleicht trotzdem eingehen.
 
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2 * eine Schnur geht grundsätzlich schon statt 2 doppelte Schnüre. (jetzt haben sie ja 4 Schnüre von vorn nach hinten).
Ich seh nicht wie das mit dieser Konstruktion nur mit einem Seil (pro Seite) gehen soll. Die Seile laufen ja links und rechts vom Schaltungsteil (wo sonst das Kettenblatt ist). Wenn man jetzt nur eine Seil nimmt, wirkt ja die Kraft nur auf einer Seite. Oder hab ich da ein Denkfehler?


dafür handle ich ich mir eine Gangschaltung einer nicht unkomplizierten Mechanik ein.
Ist die wirklich so kompliziert? Hier gibt es eine Variante ohne Schalthebel wo man den Gang im Stand mit der Hand ändern kann:
 
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Die Seile laufen ja links und rechts vom Schaltungsteil (wo sonst das Kettenblatt ist). Wenn man jetzt nur eine Seil nimmt, wirkt ja die Kraft nur auf einer Seite. Oder hab ich da ein Denkfehler?
Denk einen Schritt weiter und überleg' Dir eine kleine alternative Konstruktion, die die Kraft mittig an dem Schaltteil einleitet.
Ist keine große Hexerei...
Die Frage ist mehr, mit welcher Schnur man welche Eigenschaften (Dehung, Breite zum Aufwickeln) erreicht.

Ich bin positiv überrascht, dass es den Laden immer noch gibt.
Es könnte sein, dass das Geschäft im Rollstuhlbereich besser trägt?
 

irg

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Kein Kette, kein Schmier, einfache Wartung und eine Schaltung mit 19 Gängen. Keine hochkomplizierte Nabenschaltung, sauteure 13-Gänge oder 3x7/8/9-fach Kettenschaltungen, die doppelt kaputt gehen und sich verstellen können. Außerdem sieht es schick aus.

Ich bin positiv überrascht, dass es den Laden immer noch gibt. Bin auf das Stringbike schon vor einigen Jahren gestoßen und war sehr skeptisch, dass sie damit Erfolg haben.
Aber grundsätzlich teile ich auch weiterhin Deine Bedenken. Auch auf einer längeren Tour hast Du bei einem Defekt der Nabe oder Schaltung/Kurbel ein Problem das repariert zu bekommen.
Ich bin noch kein Stringbike gefahren, aber wenn es wirklich taugen sollte, dann würde ich das Risiko vielleicht trotzdem eingehen.

Stimmt, daran habe ich nicht gedacht: Je nach Liegerad können Nabenschaltungen, wenn ein weiterer Schaltumfang gebraucht wird, nötig werden. Und die können ziemlich teuer werden. Auch Kurbeln mit speziell großen Kettenblättern sind sicher nicht billig. Ich bin von meinem aus gegangen, das ließ sich mit lauter Standard-Teilen aufbauen bzw. adaptieren.

Auf Tour sehe ich mit meinem Liegeradl wenig Grund zur Sorge: Irgendein Reifen, so lange er in Rahmen und Gabel passt und 26" hat, reicht. Den Werfer tauschen, der mir auf Tour irreparabel zerfallen ist (ein ganz seltener Schaden!) war einfach wie nur aus gewechselt, auch sonst sind alle beweglichen Teile Standard, wenn man vom Dämpfer absieht.

Ich mag halt Kettenschaltungen: Einfach, günstig, ich kann alles selbst warten und reparieren. Ersatzteile sind leicht zu bekommen. Aber das sehen viele natürlich anders!

lg!georg
 
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Heute habe ich mein erstes Stringbike gesehen und wenn das Wetter nicht so lausig gewesen wäre, hätte ich auch fahren können.

Ich habe einen alten Kollegen das erste Mal seit 30 Jahren wiedergesehen. Er ist ein extremer Tüftler und beschäftigt sich mit allem was fliegt, aber auch mit Fahrzeugen, Möbeln und anderen spannenden Dingen. Die meisten von euch werden schon einmal etwas gesehen oder benutzt haben, an dem er herumgetüftelt hat.
Mein VM hat er erst auf Fotos gesehen, aber das Ding scheint ihn zu faszinieren.

In der Entwicklerbude stand das besagte Stringbike und ich muss sagen, das Ding wirkt in Natura viel normaler und unauffälliger als im Internet. Die "Schnüre" sind aus speziallem Material, dessen Namen ich leider vergessen habe. Das Zeug ist weit entfernt von irgendwelchen Repschnüren; es zeigt praktisch über haupt keine Dehnung und mit einer normalen Schere würde es sich nach Aussage meines Kollegen nicht schneiden lassen.
 
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Die "Schnüre" sind
lt. Website aus Dyneema.

Ob man auch besseres Material nehmen kann, wäre zu klären.
Mein Wissen dazu ist veraltet und ich bin nicht motiviert, da jetzt Arbeit reinzustecken.
Also nehm' ich mal an, dass der Hersteller alle Möglichkeiten recherchiert hat...

Gruß, Harald
 
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ich find es viel Aufwand für "keine schmierige Kette"...
Ist doch kein Wunder, dass der "Kettenantrieb" immer noch die verbreitetste Methode ist im Fahrradbereich, das ist an
Simplizität und Effektivität für den Einsatz nicht zu übertreffen.
 
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ich find es viel Aufwand für "keine schmierige Kette"...
es geht auch um eine alternative Kraftnutzung, ähnlich den ovalen Kettenblättern
Ist doch kein Wunder, dass der "Kettenantrieb" immer noch die verbreitetste Methode ist
Im Upride Bereich haben sich 3 Kurbelarmlängen für Alle etabliert, Das, versuch mal den Herstellern und Kunden von Schuhen für Alle schmackhaft zu machen, das 3 Größen ausreichen würden, und die Schuhe dann auch noch billiger machen würde.

Fahrradfahrern kann man sowas verkaufen,
aber Fussgängern braucht man mit so einem 3Gr. Modell nicht kommen, die wollen sogar Halbgrößen.

Ich sehe den mechanischen Antrieb bei Fahrrädern noch ganz am Anfang und unerfahren.
 
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lt. Website aus Dyneema.

Ob man auch besseres Material nehmen kann, wäre zu klären.
Dyneema ist ungefähr 15 Mal stärker als Stahl, ist fast das stärkste was es gibt. Ist Schnittfest und resistent gegen UV, und Chemikalien. Wiegt ein Bruchteil von Stahl.
Ich glaube die nützen aber einen sehr dünnes Draht davon in deren String, sonst würde es viel länger halten.
Da es in ein Velomobil das Antrieb viel besser beschützt ist gegen Schmutz würde so ein String bestimmt länger halten. Aber selbst jeder 2000km ein String zu ersetzen wäre nervig.
Vielleicht für ein ultraleichte Velomobil zum Rennen wäre das interessant wegen Gewicht Ersparnisse, aber längere Touren und Alltag ehr nicht. Zumindest bis die eine längere Lebensdauer der Strings erhöhen.
 
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Dyneema ist ungefähr 15 Mal stärker als Stahl,
Das stimmt nicht, selbst wenn man es aufs Gewicht beziehen würde. Aber es wird z.B. für Startwinden im Segelflugbereich eingesetzt, das Zeug ist gut.

Ich glaube die nützen aber einen sehr dünnes Draht davon in deren String, sonst würde es viel länger halten.
Nein, die Härte ist einfach viel geringer als Stahl, daher der große Verschleiß. Vorteil ist der Verzicht auf Schmierstoffe.


Gruß,

Tim
 
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DSM Dyneema is the inventor and manufacturer of the UHMWPE fiber (Ultra High Molecular Weight PolyEthylene), which is marketed under the brand name Dyneema®, the world's strongest fiber™. Dyneema® offers maximum strength combined with minimum weight. For the same weight it is 15 times stronger than quality steel and up to 40% stronger than aramid fibers. The Dyneema® fiber floats on water and has an extremely high resistance to abrasion and cutting as well as being resistant to moisture, UV light and chemicals.
Das stimmt nicht, selbst wenn man es aufs Gewicht beziehen würde. Aber es wird z.B. für Startwinden im Segelflugbereich eingesetzt, das Zeug ist gut.
Und warum diese PDF der nur Stahl-Seile zeigt und keine Vergleich zum Dyneema gibt?
 
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Und warum diese PDF der nur Stahl-Seile zeigt und keine Vergleich zum Dyneema gibt?
Weil die Werte von Dyneema im Link darüber sind.
Zugfestigkeit 300 N/mm²
Das verlinkte Stahlkabel 8mm Durchmesser hat real mit allen Lücken 1270 N/mm² Mindestbruchkraft in der höchsten Festigkeitsklasse bei einer realen Dichte von 6,8. Dyneema hat ohne Lücken knapp 1.

Das ist auf die Dichte bezogen etwa ein Faktor 2 zu Stahl, das ist schon sehr gut.

Gruß,

Tim
 
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Wenn man genau anschaut, die werte sind 300daN/mm² und 1270N/mm² laut die Website.

Obwohl ich würde das am besten nicht in einer Velomobil nützen wollen der im Sommer in die Sonne gestellt würde. Das zeug schmilzt um 70°C.
 
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Interessantes Konzept!
Was ich mich frage: Wie groß ist die Reibung zwischen der Kurbel und diesem gelaserten Schwenkhebel? Müßten diese Gleitflächen nicht eigentlich auch geschmiert werden? Und wie sieht es bei größeren Laufleistungen aus - kann bzw. muß man diese Schwenkhebel als Verschleißteil betrachten und dementsprechend austauschen?
 
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Wenn man genau anschaut, die werte sind 300daN/mm²
Tatsache. Immer diese Leute, die keine SI-Einheiten verwenden :mad:. Also diesmal richtig...
Auf der Suche, was das bedeutet, bin ich über Wikipedia gestolpert, da steht ein Vergleichswert eines 8 mm Seils mit 58 kN "Festigkeit" bei ca. 50g/m. Der Faktor steigt auf 6,2. besser als ich dachte, aber noch keine 15.

Gruß,

Tim
 
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Na ja, wenn man das "Fine Print" liest ist es im Vergleich zu Kabel von gleicher Gewicht, heißt man muss mit einen Stahldraht von einer stärke aus 4mm vergleichen ( 0,05 Kg/m, was ungefähr 540kg halten kann).
 
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