Stringbike

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Über diesen Beitrag bin ich auf Stringbike aufmerksam geworden.
Ein spannendes, von mir noch nie gesehenes Antriebskonzept!

Die Forumssuche findet bereits einige Beiträge, in denen diese Firma zitiert wird.
Daher ist's wohl einen eigenen Thread wert.

Nachdem das Konzept anscheinend schon mal bei RAAM mitgefahren ist, scheint's ausreichend zu funktionieren.

Spezielle Rahmen und Antriebsachsen, offensichtlich ein großer Q-Faktor.

:)
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Mal schauen, ob aus der Sache etwas wird...

Gruß, Harald
 
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Die Dehnung der Schnüre ist wohl auch ein interessanter Faktor.
@seilsteiger kann das wahrscheinlich einschätzen? Allerdings nimmt er wahrscheinlich andere Schnüre, wenn er sie als Federung einsetzt.

Stringbike hat meines Wissens Dyneema.
Da gäb's auch noch Fasern mit geringerer Dehnung.

Recht irritierend finde ich die gewählte Flechtart der Schnur.
Bei so schräg verlaufenden Fasern wird die Dehnung rein aufgrund der Flechtart spürbar größer?

Was nehmen die Ruderräder?
Allerdings hinkt dieser Vergleich wohl, weil bei Stringbike die Wege kürzer und die Kräfte größer sein müssen.
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Na für's Liegerad dann doch bitte gleich als Linearantrieb (schieben statt kurbeln) ;)

Kann man hier den gesamten Kurbelkreis ausnutzen? Wenn ich rechts am Pedal ziehe, wird das durch die Kurbelwelle auf den linken Faden übertragen, richtig?
 

roland65

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Etwas viel Teile im Kurbelbereich auf den ersten Blick. Den Q-Faktor würde ich gerne wissen. Wenn das auf der Spezi auftaucht, schau ich mir das aber sicher an.
 
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Die klingen zwar vielleicht amerikanisch, kommen aber aus Ungarn.
Sind also nicht soooo weit weg, vor allem aus Grazer Perspektive.

Auch auf der Strecke Rumänien-Deutschland werden sie kein so großer Umweg sein...
 
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Für's Forum hier ist die Haltbarkeit der Schnur anscheinend sehr kurz.
Sie schreiben von 500-1500 km...
Allerdings kostet sie sehr weing und ist auch schnell getauscht.

Statt Nachpumpen also Schnur wechseln... :)
(Wie beim alten Auto, wo man den Benzinstand kontrolliert, wenn man wieder Motoröl nachfüllt...)
 

roland65

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Hier mal auf die Schnelle ein Video zur Funktion.
Aber das älteste ist schon von 2014 o_O
 
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Spezielle Rahmen und Antriebsachsen, offensichtlich ein großer Q-Faktor.
Der Q-Faktor wird vermutlich weniger von den Kurbeln bestimmt, sondern hat mit den breiten Naben zu tun. Vielleicht ließen sich die für kleinere Laufräder auch schmaler bauen …?

Oder man baut die Nabe zum Zwischengebtriebe um und nimmt fürs letzte Stück aufs Hinterrad eine Kette / Riemen.
 
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Q-Faktor ... hat mit den breiten Naben zu tun.
Ja, klar.

Aber schwer zu sagen, dass sie das mal ändern sollten, wenn sich schon mehrere Jahre am Markt sind...

Die Änderung auf nur eine Schnur pro Seite würde am meisten Platz einsparen.
Eine dünnere Schnur wäre ein nächster Schritt.
Aber natürlich muss die Dehnung möglichst gering bleiben.

In Summe eine ganz ordentliche Optimierungsaufgabe.
 
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Aber schwer zu sagen, dass sie das mal ändern sollten, wenn sich schon mehrere Jahre am Markt sind...

Wenn ich mich richtig erinnere (ganz sicher bin ich mir nicht), kann man die beiden Schnurauf/abspuler links und rechts von der Nabe abnehmen. Eine andere Nabe zu bauen dürfte nicht das größte Problem sein.

Wie groß ist der Q-Faktor eigentlich? Zu breit, dass es ein K.O.-Kriterium ist?

Ansonsten hatte ich mich damals schon gefragt, wie gut man die Seile umlenken und verdrehen kann, z.B. für einen gelenkten Vorderradantrieb (wie beim Zox)?
 
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wie gut man die Seile umlenken und verdrehen kann,

Das System wird ja, wie's aussieht, nur mit einem kompletten Rad verkauft.
Für Eigenbauten ist das System also nur geeignet, wenn man alles von Grund auf selbst baut.

Und zur Frage "Umlenken und verdrehen":
Was sollte besser geignet sein, als ein Seil... Das ist sicher kein Problem.
 

roland65

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Wie groß ist der Q-Faktor eigentlich?
Ohne das weiter auszubreiten - das Optimum hängt hier meiner Meinung nach an der individuellen Hüftbreite. Obwohl ich nicht besonders breit gebaut bin, finde ich zu schmal genauso wenig angenehm, wie zu breit. Zu schmal macht das Problem, dass der Schleimbeutel über dem Knochen, den wir beim Tasten spüren stärker belastet wird. Der Muskel muss beim Treten darüber gleiten und das kann im ungünstigen Fall zu einer Reizung führen. Zu breit ist mir eher im Bezug auf die Effizienz unangenehm. Vmtl. kann man das trainieren. Mein Ergobike (dürfte im Bereich von 160-170 mm liegen) ist mir diesbezüglich nicht sehr angenehm, aber nach einigen Einheiten geht es schon. Im Bereich von 145 fühle ich mich am wohlsten. Ich hab noch ne 130mm breite Rotor hier liegen. Die werde ich wohl in mein Sitz-Test-Trainingsrad einbauen und mal schauen, wie das funktioniert.
 
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Ja, klar.

Aber schwer zu sagen, dass sie das mal ändern sollten, wenn sich schon mehrere Jahre am Markt sind...

Die Änderung auf nur eine Schnur pro Seite würde am meisten Platz einsparen.

Geht nicht. Du mußt die Schnur bei jeder Umdrehung wieder zurückziehen, das geht nur, wenn sie entlastet ist. Also in der Halbumdrehung, wenn die andere Seite arbeitet. Oder übersehe ich was?

Eine dünnere Schnur wäre ein nächster Schritt.
Aber natürlich muss die Dehnung möglichst gering bleiben.

Was evtl. ginge:

Den "Wickelflansch" der Nabe extrem vergrößern, sodass nie mehr als eine Umdrehung Schnur abrollen muß. Dann braucht sie nur eine Schnurbreite Platz. Es wird natürlich die Übersetzung sehr klein, also irgendwie (?) ein Getriebe zwischenschalten.
Das ist aber wie mit der Kirche dreimal ums Dorf fahren.

Oder anstatt der Schnur ein breites, flaches Band nehmen, das übereinander aufgewickelt wird. Da es beim Stringbike anders gemacht wird, könnte es Gründe geben, die dagegen sprechen.

In Summe eine ganz ordentliche Optimierungsaufgabe.

Zumindest ist es ein witziges Konzept.

bergauf
 

irg

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Es ist eine interessante Idee! Aber irgendwie frage ich mich also Pragmatiker, welche Vorteile so eine Lösung hat. Es fallen ein paar Teile wie die klassische Gangschaltung in der Nabe oder mit der Kette weg, dafür handle ich ich mir eine Gangschaltung einer nicht unkomplizierten Mechanik ein. In einen üblichen Rahmen wird das Hinterrad nicht passen, denke ich. Aber für Liegeräder mit Vorderradantrieb ist das sicher eine interessante Lösung!

Was auch noch eine Rolle spielen kann: Wir fahren in unserer Familie die Räder lange. 20 Jahre und länger sind normal. Wie lange bekommen wir dafür Ersatzteile?

lg!
georg
 
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2 * eine Schnur geht grundsätzlich schon statt 2 doppelte Schnüre. (jetzt haben sie ja 4 Schnüre von vorn nach hinten).
Die werden sich aber bei der Dimensionierung schon etwas gedacht haben.
Nur spekuliert, ohne Auslegung dazu, läuft man leicht in irgendeinen Fettnapf rein...
Gruß, Harald
 
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2 * eine Schnur geht grundsätzlich schon statt 2 doppelte Schnüre. (jetzt haben sie ja 4 Schnüre von vorn nach hinten).
Die werden sich aber bei der Dimensionierung schon etwas gedacht haben.

Ja, stimmt, das habe ich falsch interpretiert.

Der Doppelstrang ist wartungsfreundlicher. Nur ein Knoten, und der kommt in die Nabe. Dann die beiden Stränge auf die Nabe wickeln und einfach vorne einhängen.

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