Stadttaugliches Velocar als Kombi

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Sehr schön!
Ist eig. auch eine Art Dach geplant, z.B. eine Art Spanndach à la Versatile-Dach nur größer?
 
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Ja, es ist ein abnehmbares und/oder faltbares Dach geplant. Allerdings sind wir noch in den Planungen, es sind verschiedene Varianten im Rennen. Auch eine 2cv-Anleihe.

Wobei die Dachkonstruktion bekanntermaßen sehr gut überlegt sein will, da sehr viele verschiedene Anforderungen unter einen Hut (im fast wörtlichen Sinne) gebracht werden müssen - Fahrbarkeit, Abnehmbarkeit/Kombi, Heckklappe, Scheibenkonstruktion/Einbindung/Sichtfunktion, Regenbeständigkeit, Sonnenbeständigkeit, Regenschutz, Sonnenschutz, Abstellfunktion (keine Plane nötig oder extra Plane nötig?), sehr große Personen/Gegenstände auf den Rückbänken, Pflegbarkeit (bei Stoffbezügen Waschbarkeit, gerne ohne Mikroplastikeintrag) etc. pp....
 
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Hallo
@stan wie du evtl. gesehen hattest arbeite ich zur Zeit an einer zwar viel einfacheren aber auch einer Holzkarrosserie für ein Velocar bzw. Tretauto .
Ich stelle mir gerade die Frage wie ich diese , natürlich auch wegen des Wetterschutzes lackieren könnte . Ich hatte ja überlegt es wie im PKW-Bereich mit 2K Lack zu lackieren . Allerdings ist da natürlich die Vorbereitung bis man die doch sehr rauhe Oberfläche des Holzes glatt bekommt mit viel Aufwand verbunden . Aber es ist auch so , das eine sehr schöne Holzstruktur auch sehr schick sein kann und man könnte das sichtbar lassen . Aber was ist dann das richtige Lacksystem dazu so des Wetterschutz und schöne Optik gegeben ist ? Was hast du oder auch Kai für deine Karrosserie angedacht ?
Grüße
 
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Vorerst wohl das zweite oben erwähnte Modell (gibts offenbar auch von Fischer).
Würde an den Scheinwerfern nicht zu sehr sparen. Schau Dir 'mal die Kritiken zu den Fischer Teilen an. Obwohl ich auch eine gewisse Sparneigung besitze, habe ich deshalb die von Herrmans genommen. Der Unterschied beträgt < EUR 10 (es gibt hier im Forum auch mehrere threads zu günstigen Scheinwerfern).
 
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Was hast du oder auch Kai für deine Karrosserie angedacht ?
Für die gesamte Konservierung habe ich Leinölfirnishalböl, evtl. gemischt mit Alkydharzlacken, angedacht. Nach meinen Erfahrungen kann man damit Holz wie Metall gleichermaßen sehr gut behandeln und es ist mit so ziemlich allem überstreichbar. Wobei das weitgehend meine Baustelle ist bzw. sein wird.

Würde an den Scheinwerfern nicht zu sehr sparen.
Völlig richtig, hier war der Knackpunkt das nach oben angeschrägte Glas. Aber dort mal nachzurüsten ist relativ einfach. Es ist auch noch nicht ganz klar, wie Scheinwerfer und Hinterbau (zum Radkasten) hin am Ende aussehen wird und welches Scheinwerfermodell es tatsächlich werden wird.
 
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Leinölfirnishalböl,
wenn ich was empfehlen darf: nimm ein Hartöl, z.B. Livos Arbeitsplattenöl. das ist zwar nicht UV beständig und natürlich auch nicht ewig wetterfest und somit musst du natürlich in Zeitabständen nachölen, aber das ist unproblematisch.
Viel wichtiger in Bezug auf Dauerhaftigkeit ist die Holzauswahl und die Verleimqualität der Platten.
 
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@sheng-fui Danke für den Hinweis, das wäre auch eine Möglichkeit. Allerdings ist eine nachträgliche (Teil)Lackierung geplant (ähnlich wie bei Kais Roadstern), und gerade im Spritzbereich bzw. Fußbodenraum (Wasseransammlungen, Dreck etc.) habe ich einen Schlusslack (schwarz bzw. grau) vorgesehen.
Was wären denn die Vorteile von Hartöl ggü. Leinöl?
 
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Für die gesamte Konservierung habe ich Leinölfirnishalböl, evtl. gemischt mit Alkydharzlacken, angedacht.
Als ich erst was von Öl gelesen habe dachte ich , Öl und dann Farbe , das geht doch garnicht . Wieder was gelernt . Laut Beschreibung soll es garnicht so schlecht sein . Leider habe ich nur sehr wenig Erfahrung wie man Holz richtig behandelt um es zum einen dauerhaft zu schützen aber auch so das das doch sehr helle Holz schicker aussieht .
Kann man dieses Leinölfirnishalböl irgendwie etwas einfärben so das das Holz einen etwas dunkleren warmen Farbton bekommt und danach mit Klarlack der Oberfläche etwas Glanz einhauchen ? Innen will ich alles schwarz anmalen .
Grüße
 
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Schau mal hier: https://adler-naturfarben.de/
Da hatten meine Frau und ich vor ner Weile schon mal Leinöllacke für Möbel gekauft (und danach keine Zeit mehr zum Restaurieren gehabt...). Sobald der Verdünner raus ist, sind die nur auf Leinöl und unproblematischen Zusatzstoffen basierenden Mischungen gesundheitlich und ökologisch weitgehend unbedenklich.

Leinöllacke werden mit Benzin/Terpentinersatz verdünnt, sind mit allem beliebig mischbar, was ebenfalls auf diesem Lösungsmittel basiert und unabhängig davon mit allen Lacken überstreichbar. Ich hab die zB auf einem Stahlrahmen nach dem Trocknen des Halböls mit Nitrolack übersprüht oder mit gutem altem DDR-Alkydharzlack gemischt (was dann natürlich nicht mehr ökologisch unbedenklich ist). Wobei normales (Lebensmittel) Leinöl relativ lange zum Trocknen braucht, deswegen die Mischung mit Sikkativen als Firnis usw..

Das Zeug ist nach meinem bisherigen Kenntnisstand (korrigiert mich da gerne) eigentlich die absolute Eierlegende Wollmilchsau im Lackbereich. Klebt auf so ziemlich allem (bei Plastik hab ichs noch nicht probiert, auf altem Lack klebts einwandfrei auch ohne anrauhen), kann durch das Verkleben und Verharzen m.E. gar nicht unterrosten, dringt tief ins Holz ein und lässt zB alte Fenster über Jahrzehnte auch ohne äußere Lackschicht gut durchhalten bzw. verstärkt sogar durchs Verharzen noch die Holzstruktur.

Im Oldtimerbereich gibt es einige 'Geheimtips' wie Owotrol, die wohl letztlich auch nur modifizierter Leinölfirnis sind. Ich hab auch schon alte Küchengeräte aus Gusseisen (Schneckenpresse) mit eingebranntem Leinöl (quasi Brünieren?) lebensmittelecht gegen Rost geschützt. In den Geschirrspüler sollte das dann natürlich nicht.

Ich vermute, dass v.a. die etwas schwierige und zeitaufwändige Verarbeitung (und, dass man mit 'neuen' Lackrezepturen wohl mehr Rendite erwirtschaften kann) der Grund dafür ist, dass es durch (u.a. für die Umwelt) problematische Kunstharze, Acryllacke usw. ersetzt wurde.
 
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Recht detaillierte Ansicht eines Mochet H auf yt (Seriennummer 982, soweit ich das erkennen konnte...) - mir ist v.a. die Ähnlichkeit in der Gestaltung des Kofferraums/Heck zum VC-Kombi aufgefallen:

Der Lenker wird vermutlich am Ende so ähnlich aussehen, evtl. auch MTB-gerade mit Hörnchen an den Seiten. Wegen der Montage der Bedienelemente (Bremsen, LCD-3, Mopedschalter etc.) ist jedenfall nichts rundes angedacht.
 
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Der Lenker wird vermutlich am Ende so ähnlich aussehen, evtl. auch MTB-gerade mit Hörnchen an den Seiten. Wegen der Montage der Bedienelemente (Bremsen, LCD-3, Mopedschalter etc.) ist jedenfall nichts rundes angedacht.
Hi Stan,
ich habe für mein Velocar so einen Multifunktionslenker verbaut (ich glaube du liest in meinem Faden ja auch mit...). 1616241822205.pngDa gibt es ja auch verschiedene Varianten mit unterschiedliche Ergonomien. Aber die Bedienelemente passen dran, man kann auch mal umgreifen und ich finde es irgenwie passender als so einen Einfachlenker.

Ich habe auch noch mit anderen Formen und einem Lenkrad experimentiert. Neben den Bedienelementen gibt es dann auch immer das Problem, dass ich mit den Beinen nicht genügend Platz habe, wenn der Lenker nicht absurd hoch stehen soll (bei einem Lenkrad), oder beim Lenken der Bügel seitlich gegen die Beine kommt (bei einem sehr gekrümmten Bügel).
 
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@Velonova : Gute Punkte, danke. Letztlich werde ich schauen, wie die Lenkstange in Relation zu Beinen etc. positioniert sein wird und dann schauen. Es ist ne ganz normale 1"-Innenklemmung vorgesehen, da passt dann wirklich alles dran.

Ehrlich gesagt bin ich ja auch ein Riesenfan von schicken Kippschaltern am Armaturenbrett: Trafo, Motor, Tagfahrlicht - *klick klick klick* Hier liegt irgendwo auch noch ein Plastebrett mit Druck/Zugschaltern und LEDs aus 6V-Trabizeiten rum...
Bin da sehr Retro-SciFi geschädigt - bspw. der Darsteller von Wash/Firefly hatte auch immer 'seine drei Schalter'. :cool:
 
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Das Projekt hat nun seine eigene Seite und Marke:

Nach und nach gibts dort, unabhängig vom Forum aber im Regelfall hier verlinkt, Beiträge zum aktuellen Stand, beginnend mit aktuellen Fotos zur Gesamtansicht und einem kleinen Rundumvideo von Kai. Der englische Seitenteil wird parallel bestückt, bisher ist nur auf Deutsch Inhalt vorhanden.

Falls jemand Hinweise zur Webseite selbst hat - gerne her damit, ist jetzt meine erste bilinguale...
 
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Kai hat mich auf einen weiteren designmäßigen Vorläufer (wenngleich eher seiner Roadster) hingewiesen - den Schweizer Volkswagen des Ur-Käfer-Erfinders Josef Ganz (der dann dem deutschen Faschismus und später auch dem schweizer Antisemitismus zum Opfer fiel):
15909771-v5-josefganz-swissvw-1.jpg


Lesenswerter Artikel mit Bilderserie dazu:


15909767-v5-standard-superior-brochure.jpg


 
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Ich habe mir nun doch mal die Zeit genommen, das Antriebskonzept nochmal komplett zu überarbeiten. Ursprünglich angedacht war eine Sammelwelle für Kettenantriebe von Fahrer und Beifahrer. Da dies unnötig komplex würde und ich auf Beifahrerseite eigentlich gar keine offenen Kettenteile (Kleider etc.) sowie eine maximale Verstellbarkeit (von 1,40m bis 2,00m) möchte, bin ich (wieder) beim seriellen Hybrid, integriert in den Fahrerstrang, gelandet. Effizienz im Beifahrerstrang ist sekundär, wenn die bei 60-70% landet, bin ich zufrieden. Gewichtsmäßig könnte der Hybrid sogar die Nase vorn haben, trotz zweier Motoren und Verkabelung. Nabenschaltung im Kettenstrang, da ich eine solche rumliegen habe und ich diese gut gegen Dreck kapseln kann.

Aktuell sammle ich verschiedene Teile zusammen und teste diese aus. Einen uralten Yamaha PAS für Generator oder Motorbetrieb habe ich zB schon fast ausgeschlossen (der, den ich hierhabe, ist mir deutlich zu schwergängig), aktuell finde ich die billig zu kriegenden älteren Panasonic Mittelmotoren (quasi Kettenmotoren) und diese simplen DC-Kettenmotoren a la Cyclone als Versuchskaninchen sehr interessant. Lautstärke wird noch ein Thema sein, aber eins nach dem Anderen.

edit: Als Fahrertretkurbel ist eine Freilaufkurbel vorgesehen, bspw. aus einem Panasonic MM. Ggf. kann an dieser Stelle auch gleich ein kompletter Panasonic (oder anderer MM) verbaut werden, bei dem die Phasen direkt mit den Generatorphasen verbunden sind - ich würde das allein schon neugierdehalber mal ausprobieren wollen.

Schematische Skizze an Hand eines alten Fotos:
Antriebskonzept Velowing Stand Nov 21 - Hybrid.jpg

(Da wir dazu im Gespräch sind @Fripon @bbike )
 
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In den Antriebsstrang (Kette) würde ich den Motor einbauen (normaler Radnabenmotor geht auch etwas modifiziert, hat dann schon Getriebe und Freilauf). Das wäre bei dem zu erwartenden Gewicht am Berg auf jeden Fall besser. Und warum nicht doch rechte Kette auf rechtes Hinterrad im Schutzrohr, linke Kette auf linkes Hinterrad, jeweils mit eigener Gangschaltung? Motor dann rechts, nur hier mit Freilaufkurbel (PAS linke Pedal-Kurbel). Im Winter auf glatter Straße würde das eine sehr gute Traktion ergeben, auch wenn einer alleine fährt.

Beim Betrachten deiner Spurstange bzw. deren Winkel zu den Rädern stellt sich die Frage, ob Ihr da den üblichen Ackermann eingeplant habt? Sie scheinen sehr steil zu sein, dann wären Probleme in der Kurve die Folge.
 
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In den Antriebsstrang (Kette) würde ich den Motor einbauen (normaler Radnabenmotor geht auch etwas modifiziert, hat dann schon Getriebe und Freilauf). Das wäre bei dem zu erwartenden Gewicht am Berg auf jeden Fall besser.
'Berge' in deinem Sinne gibts hier nicht, maximal Brücken - dafür viel märkischen Sandboden. Und da willst du soviel Allradantrieb wie möglich, glaub mir. ;)
Und warum nicht doch rechte Kette auf rechtes Hinterrad im Schutzrohr, linke Kette auf linkes Hinterrad, jeweils mit eigener Gangschaltung? Motor dann rechts, nur hier mit Freilaufkurbel (PAS linke Pedal-Kurbel). Im Winter auf glatter Straße würde das eine sehr gute Traktion ergeben, auch wenn einer alleine fährt.
Das ist Kais Präferenz und der Klassiker. Man hat dann aber auch zwei Ketten im Schmodderbereich, insg. 3-4 Kettenstränge, zwei Gangschaltungen, kann das Beifahrertretlager schlecht verstellen, muss die Kette dort kapseln etc.

Es gibt noch was, was hier reinspielt: Die Variante serieller Hybrid mit Generator und Motor vorne im Tretlagerbereich bedeutet, dass Gewicht von hinten nach vorne verlagert wird (ca. 5-10 kg, je nachdem) - was im Sinne der Gewichtsverteilung definitiv erwünscht ist.

Es gibt hier keine perfekte Lösung, aber m.W. hat die Variante oben noch niemand ausprobiert - und allein deswegen finde ich die spannend.
Beim Betrachten deiner Spurstange bzw. deren Winkel zu den Rädern stellt sich die Frage, ob Ihr da den üblichen Ackermann eingeplant habt? Sie scheinen sehr steil zu sein, dann wären Probleme in der Kurve die Folge.
Das Foto ist wie gesagt ziemlich alt - und gerade bei der Lenkung vertraue ich Kai als Fachmann blind. Ist jetzt nicht sein erster Ackermann. (y)
 
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