Der folgende Beitrag aus meiner subjektiven Sicht soll keine Kritik am Ausrichter sein!
W&W haben einen hervorragenden Job gemacht und ich ziehe vor ihnen meinen Hut bis zum Boden. Ich wünsche Ihnen, dass ihre Mühe sich auch in vielen Bestellungen niedergeschlagen hat und dass der Erfolg der Messe so durchschlagend war, dass die Gemeinde Lauchringen gar nicht anders kann, als ihnen künftig und dauerhaft weiterhin großzügige Ausstellungsflächen anzubieten.
Wenn mein "Senf" in diesem Thread stört, dann bitte ich, ihn "umzulagern", da er weder Bilder enthält noch ein Bericht ist.
Vielleicht werde ich mit zunehmendem Alter (Geburtsjahr 1964) zunehmend Gewohnheitswesen, aber einer Messe, die keine Gelegenheit hat, sich über etliche Jahre zurechtzurütteln und heimelige Szenetraditionen auszubilden, weil am Horizont schon die Abrissbagger für den aktuellen Ausrichtungsort dräuen, fehlt für mich irgendetwas, es ist ein Austragungsort auf Abruf. Einfach nur mein persönliches Empfinden.
Ich war auch in Lauchringen, weil ich
a) sowieso zwei Freunde besucht habe, die von Mittelhessen aus gesehen dort relativ nahe wohnen und
b) das Fateba aus der Gegend von Solothurn / Schweiz abgeholt habe.
Sonst hätte ich mir die lange Anfahrt vermutlich aus ökologischen, finanziellen und zeitlichen Gründen verkniffen.
Ich bin kein "Konsument" / Käufer mehr, da ich inzwischen einen nennenswerten Fuhrpark habe, für dessen Teile ich meine Bezugsquellen kenne. Ich komme nicht mehr zur Spezi, um einzukaufen.
Zu einer Veranstaltung wie der Spezi gehört auch, dass sie für den größten Teil der Besucher möglichst zentral ist. Ich weiß nicht, aus welchen Gegenden Europas die Besucher prozentual kamen, eine Besucherbefragung wäre interessant gewesen. Oder gab es die und ich habe sie nicht mitbekommen?
Weiter gehört m.E. auch dazu, dass sie über die Rheinschiene (O.K., war gegeben) oder andere ebene Flusstäler mit dem eigenen nicht motorisierten Gefährt erreichbar sein sollte, da die Anfahrt zumindest einer nennenswerten Teilstrecke mit dem eigenen HPV m.E. eigentlich Ehren- und Stimmungssache ist.
Dahingehend wäre tatsächlich der Rhein-Main Raum ideal, aber der ist gründlichst zersiedelt und dementsprechend teuer, auch dürften großzügige Ausstellungsräume schon lange voraus ausgebucht sein. Gießen oder Marburg wären zentral und über das Lahntal gut zu erreichen, Würzburg wäre dies über den Main. All diese Orte liegen aber in Sachen HPV in ähnlich tiefem Schlummer wie der größte Rest der Bundesrepublik: Cabbike in Gießen als früherer Ausrichter der Velomobiltreffen ist längst Vergangenheit.
Bevor jetzt jemand verständlicherweise fragt: Ich nehme viel zu schnell ehrenamtliche Anfragen an, aber mein Job fordert mich in einem Maße, der die Ausrichtung einer Großveranstaltung unrealistisch macht. Ich kenne mich inzwischen gut genug, um auch mal kultiviert, freundlich und wertschätzend "Nein" sagen zu können.
Käme noch der Bereich nördlich der mitteldeutschen Mittelgebirge in Frage wie Bielefeld, Hildesheim oder Braunschweig. Ebenso wären Münster (wg. der Nähe zu den Niederlanden) oder z.B. Koblenz m.E. eine reizvolle Option, aber wer hätte schon Interesse, es dort zu machen?
Viele Grüße, Martin