"SON Nabendynamo" und "Bumm E-Werk" wirkungsgrad?

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Servus,

es soll in die Fremde gehn - so bald wie möglich. Zelt und Schafsack liegen bereits da - bin sozusagen aufbruchbereit natürlich will man, selbst beim Zelten, nicht auf technisches Equipment verzichten. Und hier soll mir das E-Werk (von Müller und Busch) den benötigten Strom liefern - der im Nabendynamo sowieso erzeugt wird, und aktuell keinen Abnehmer findet.

Doch lohnt sich das?
Kann das E-Werk beispielsweise eine PowerBank mit 10.000 mAH voll machen... also über den Tag verteilt bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15-20 km/h und 5 h fahrt?

ca. 10.000 mAH weil: Smartphone 3.500 mAH + 2 x 1.000 mAH + Reserve ...

Wie sind eure Erfahrungen mit derartigen Systemen?
Lohnt sich das?
 
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Kann das E-Werk beispielsweise eine PowerBank mit 10.000 mAH voll machen... also über den Tag verteilt bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15-20 km/h und 5 h fahrt?
Rechne doch einfach selber:
  • Ein Dynamo hat ab einer gewissen Fahrgeschwindigkeit eine elektrische Leistung von 3 W; der Wirkungsgrad ist dabei egal, denn der kommt obendrauf, d.h. bei einem guten Nabendynamo muss man dann um die 6 W zusätzlich treten, bei einem schlechten mehr.
  • Die 10000 mAh beziehen sich üblicherweise auf 3.7 V Nennspannung, also sind das 37 Wh.
  • D.h. ohne Verluste müsstest du schon einmal 12 h treten; mit Verlusten sind es dann eher an die 18 h, grob geschätzt.
  • Es gibt Spannungswandler, die mittels MPP-Steuerung noch etwas mehr Leistung aus dem Dynamo rauskitzeln können. Aber die Größenordnung bleibt ähnlich.
 
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Ein Dynamo hat ab einer gewissen Fahrgeschwindigkeit eine elektrische Leistung von 3 W;
Das ist zumindest für nicht künstlich begrenzte Nabendynamos falsch. Ich habe aus SON schon mehr als 10 W (edit: und das nur fürs Licht;) ) gezogen... Deine Aussagen zum Wirkungsgrad von Nabendynamos sind auch etwas fern der Fakten.

Fahrradzukunft#14 schrieb:
Als höchster Wirkungsgrad wurde 78 % für den SONdelux bei 10 km/h ermittelt und immer noch 70 % bei Tempo 30.
Ähm... dann nicht :)
Lies die oben verlinkten FZ Artikel, statt Dich von der ersten ahnungslosen Antwort entmutigen zu lassen.
 
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Doppeldynamo! Kombiniere das ganze mit einem Velogical oder so. Ja da müsste man bestimmt noch ein bisschen denken, aber mit dem Grundansatz kriegst Du dann 2x3W (also wenn das dann anschließbar ist an dieses E-Werk - mit Strom und Schaltungen hab ichs nicht so)
 
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Doppeldynamo! Kombiniere das ganze mit einem Velogical oder so. Ja da müsste man bestimmt noch ein bisschen denken, aber mit dem Grundansatz kriegst Du dann 2x3W (also wenn das dann anschließbar ist an dieses E-Werk - mit Strom und Schaltungen hab ichs nicht so)
si tacuisses, philosophus mansisses
 
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Leider schreibt @Brathorun nicht zum Fahrzeug. Bei einem Trike könnte man zwei SONs verwenden, braucht dann aber auch zwei E-Werke (oder beim Forumslader wenigstens zwei Eingangsschaltungen, was da etwas mehr als nur Gleichrichter sind). Dasselbe gilt, wenn man zwei verschiedene Dynamos verwendet.
Wenn der SON am Einspurer in einem 20"-Rad sitzt, könnte man trotzdem die 28"-Version nehmen, dann kann man in den ganzen Diagrammen aus den Fahrradzukunft-Artikeln die Geschwindigkeit mit ca. 1,4 multiplizieren, bekommt also bei gut 20 km/h das, was da für 30 km/h angegeben ist.

Ein weiterer Punkt, über den man nachdenken sollte, ist der Zwischenpuffer in manchen Schaltungen. Vom Dynamo aus den Puffer zu laden und dann die Powerbank aus dem Zwischenpuffer, ist vom Wirkungsgrad her nicht gut. Ggf. ist es besser, einen Forumslader mit großen Zellen zu nehmen und den dann auch als Powerbank zu benutzen.
 
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... den benötigten Strom liefern - der im Nabendynamo sowieso erzeugt wird, und aktuell keinen Abnehmer findet....
'Sowieso anfallen' tun nur Leerlaufverluste. Gezogene elektrische Leistung muß erst mal in Form von Bewegungsenergie eingebracht werden. Die Frage ist weniger "was kann der Dynamo? " (Der SON kann locker weit mehr als 10 W abgeben , dokumentiert durch Berichte von kompetenter Seite, z.B. A. Oehler ), als 'wieviel von meiner wertvollen Fahrleistung , z.B. 100W, möchte ich wie lange zum schnöden Laden einer Batterie abzweigen?'
 
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Ich machte zuletzt die doch recht ernüchternd Erfahrung des USB-Werks am SON am 20" VR des Trikes.

Alles widerstandsarm eingebaut, USB-Werk passt IN den Ausleger, USB-Out verlängert und unterm Sitz rausgelegt, tutti.

Aber dann - die Testfahrt offeriert:

Zwei Stunden@18 kmh bekommen grade mal 700 mA in die 4000 mAh grosse Batterie meines Schmartföns.

Macht grob gepeilt nicht mehr als Ladungserhaltung.

Wermutstropfen 2:

Steckts nix am Ausgang des USB-Werks, so schaltet der parallel gehängte IQ-X trotzdem (dauerhaft, bei Dunkelheit!) zwischen Tag- und Nacht LED hin und her. Alle 20-60 Sekunden für 1-5 Sekunden, je nach Ladezustand des
Pufferakku.

Lahm!
Und das bei täglich 2 Stunden, in denen der SON dreht.

Bumm meldet sich nicht seit meiner Anfrage, ob das so "gehört". In der Bedienungsanleitung war lediglich die Rede davon dass der IQ-X in der Leistung fällt aber nicht dass er zwischen Tag und Nachtlicht umschalten würde.

Naja, das USB Werk fliegt bald wieder raus. Oder ich bau mir einen Schalter, mit dem ich entscheiden kann ob ich das Ding mitlaufen lasse oder nicht

Aber 500 Latzen für die Lichtanlage sind nicht das Geld, wo ich dann einen blinkenden IQ-X hinnehmen.
 
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Äh, ja warum gehts denn nicht?
Es geht schon, aber mit höheren Verlusten, größerem Aufwand, Mehrkosten für Gleichrichter &Elektronik, extra Gewicht, etc.
Alles unnötig, wenn es mit einem Generator auch gut geht. Eigenleistung spart es auch nicht ein.
Re: Philosophie:
Der Philosoph genießt und schweigt gelegentlich, wenn er es 'nicht so mit Volta und Watt hat'. Das heißt aber keineswegs, daß jeder ein Philosoph sein muß.
 
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Weiß ich nicht, so langsam bin ich auch damals nicht gefahren. ;) Aber auch da gibt ein SON schon mehr als 3 W ab. Erst recht, wenn man versehentlich einen 28" SON in ein zu kleines Laufrad eingespeicht hat…

edit: Die geforderten 3 W Nennleistung sind jedenfalls auch schon bei niedrigeren Geschwindigkeiten zu leisten. Details sind in der TA 24 zu finden. Nabendynamos wie SON sind praktisch Konstantstromquellen (ca. 0,55 A), die Spannung steigt mit der Geschwindigkeit.
 
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Hallo,

ich nutze den Forumslader in einer älteren Version an einem SON.
Der Wirkungsgrad ist mir relativ egal, weil die Kombination super problemlos funktioniert.
Licht, 12V Hupe und USB Anschluss funktionieren zuverlässig und ohne Probleme.
Den Forumslader habe ich in den Tretlagermast eingebaut.

Die Kombination kann ich nur weiterempfehlen. Die aktuelle Version des Forumslader ist sicherlich noch effektiver.



Gruß
TomTom
 
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Das ist zumindest für nicht künstlich begrenzte Nabendynamos falsch. Ich habe aus SON schon mehr als 10 W (edit: und das nur fürs Licht;) ) gezogen... Deine Aussagen zum Wirkungsgrad von Nabendynamos sind auch etwas fern der Fakten.
Äh ja ... und was stimmt jetzt daran nicht? In der alten StVZO stand ja drin, dass die Nennspannung 6 V sein muss, und irgendwo war auch noch geregelt, bei welcher Geschwindigkeit das erreicht sein musste (waren das nicht ungefähr 15 km/h?); und deshalb sind praktisch alle Dynamos auf dem Markt auf die damalige Regelung ausgelegt. Also weiß ich, dass ich bei dem genannten Reisetempo 3 W sicher habe; ob es mehr werden kann, hängt vom jeweiligen Dynamo und der Radgröße ab.

Wie ich schon schrieb, kann man mit MPP meist mehr Leistung rausholen; aber bei 15–20 km/h sind da auch keine Wunder zu erwarten, jedenfalls nicht, was dann noch hinter Wandler und Ladeelektronik effektiv im Akku landet. Mir ging es ja auch nicht um exakte Werte (dafür müsste man mehr Parameter kennen), sondern um die überschlagsmäßige Betrachtung, ob man täglich so eine Powerbank füllen kann.

Und zum Wirkungsgrad: Da gibt es diverse Messungen (siehe z.B. hier); kaum ein Dynamo kommt auf über 60%, und je höher die Geschwindigkeit ist, desto mehr Leistung kann man entnehmen, aber bei sinkendem Wirkungsgrad. Dass man grob das Doppelte von dem, was elektrisch rauskommt, treten muss, halte ich für ziemlich unstrittig.
 
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...Wie ich schon schrieb, kann man mit MPP meist mehr Leistung rausholen; aber bei 15–20 km/h sind da auch keine Wunder zu erwarten, jedenfalls nicht, was dann noch hinter Wandler und Ladeelektronik effektiv im Akku landet. ...
Naja, mit "etwas" Aufwand geht schon mehr, die 6W bei 10km/h bei meinem Versuch (der immer noch seinen Dienst am Alltags Up tut) waren geregelte Leistung an der LED. Bei unter 20km/h ist die Regelung in die 10W Begrenzung gegangen.
Der Aufwand ist aber bzgl. SW beträchtlich, Phasenkompensation durch SC, phasenwinkelbasierte MPP (d.h. bei einer Halbwelle=1/32 Umdrehung des Rades bei 30kmh werden noch 90 MPP Regelungen durchgeführt).
Da ließen sich schon bei "Kriechtempo" in 5h 30Wh zusammenbringen, wenn die Energie direkt in den Akku geht.

Wirkungsgradmessungen habe ich nicht durchgeführt, dafür fehlt mir der Aufbau mit Motorantrieb;) Aber durch die Phasenverschiebung sollte auch der Wirkungsgrad steigen, da die Sättigung des Weicheisens verringert wird.

Der Nikolauzi
 
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es soll in die Fremde gehn - so bald wie möglich. selbst beim Zelten
Geht es völlig abseits der Zivilisation mitten in die Walachei? Mehr als eine Woche lang nur Waldwege? Wirst Du nur an einem Ort zelten und von der Energie der Powerbank so lange wie möglich auskommen wollen? Wenn nein, Du also täglich 4-6 Stunden auf dem Rad sitzen wirst, hier mein Radschlag:
Hin und wieder eine längere Pause in einer Bäckerei oder Restaurant machen. Handy und Powerbank an zwei Steckdosen ranhängen. Nach halber bis ganzer Stunde sind da einige mA rein geflossen. Diese Taktik kann Gewicht für Koch-Utensilien sparen, geht allerdings an den Inhalt des Sparstrumpfs. In den Corona-Zeiten können da allerdings kontraproduktive Gegenmaßnahmen der Regierung einen Strich durch die Rechnung machen.

Außerdem möchte ich auch den http://www.forumslader.de/automatiklader/ empfehlen. Zusammen mit oben genannter Taktik wirst Du recht gut über die Runden kommen.

Viel Spaß
 
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