Sommertour 2019 Skandinavien - Begleiter??

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18. Etappe Snäck - Lautern Hamn
Schönstes Wetter. Wir wollen Gotland im Uhrzeigersinn abfahren und einige asphaltierte Stichstrassen abfahren an deren Ende die Sehenswürdigkeiten liegen sollen. So radeln und träumen wir ein wenig in den Tag hinein. Winzige kleine Ortschaften und Häfchen mit zum Teil winzigen Hütten.
Überall der weiße Kalkstein als Schotterstraßen, Begrenzungsmauern und teilweise als Felsen an der Küste. Die Straßenränder sind mit Wildblumen übersät. Schafweiden auf den gerölligen Wiesen voll weißer Kalkbröckchen, mit Kiefern und massenweise Wacholdern bewachsen. Ich habe in meinem Leben noch nie so viel Wacholder gesehen wie hier.
Campingplatz ist heute ein Hafenstellplatz. Es stehen einige Bilhuset (Wohnmobile) herum. Wir suchen uns abseits ein Stückchen grüne Fläche am Wasser mit freiem Blick. Da es hier noch nie Zelter gab, haben sie auch keinen Preis dafür. Da der Platz keinen Luxus bietet, schlage ich 100 Kronen = < 10€ vor. Gebongt.
 

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19. Etappe Lauers Hamn - Ljugarn
Die erste Hälfte an der Nordküste von Fårö war vom fotografieren geprägt. Kein Wunder ständig schöne Motive von Kalksteinfelsen die von Wind und Wetter in verschiedenen Formen erodiert sind. Blicke aufs Meer und die Geröllwüste am Meer. Viele kleine Strässchen führten uns in alle Windungen der Küste.
Besuch des Leuchtturms Fåföfyr. Die Parkplatzbetreiber waren so begeistert von den VMs, dass wir nichts bezahlen sollten.
Von Fårö zurück nach Gotland und an der Ostküste gen Süden.
Heute hörte ich mit einmal ein rhythmisches Pffffttt. Milch die aus einem Loch in den Radkasten spritzte. Kurz gestoppt, so dass das Loch unten war. Gestopft. Alles gut dachte ich bis es nachmittags wieder aufging. Ok Loch flicken. Restliche Milch zuerst heraus holen. Überraschend, es war keine mehr drinnen. War anscheinend heute morgen größtenteils herausgespritzt. Geflickt und neue Milch nachgefüllt.
 

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20. Etappe Ljugarn - Visby

Das Loch von gestern hat dicht gehalten.

Am Morgen besichtigen wir noch weiteres Raukenfeld - erodierte Kalksteinformationen. Und natürlich schießen wir Kalenderfotos mit unseren VMs.


Weiter geht es anschließend auf kleinen Straßen nach Süden. Zwischendurch kommen wir unter eine Regenwolke mit unglaublich dicken Wassertropfen. Einzelne spritzen derartig, dass es fast für eine Gesichtsreinigung reicht. Der Aufprall tut fast weh. Gotland ist irgendwie anders.


Nach einer Zeit höre ich wieder dieses Geräusch am rechten Reifen. Bitte nicht. Zwar nicht ganz so stark, aber es ist zu hören. Soll ich anhalten oder nicht? Einem dicke Gewitterfront kommt näher. Wir sind gerade an einem Unterstand. Nebenan werden ein paar Leute gerade darin unterwiesen, wie man einen echten schwedischen Zaun nur mit natürlichen Materialien baut. Also insgesamt beste Bedingungen für eine Reparatur, verglichen mit einem erzwungenen Stop im Gewitter.

Ok also los. Rad abschrauben, Mantel ist auf, Milch rausziehen, Mantel runterholen mit den zwei eisernen Fäusten, neuen aufziehen, Booster aufpumpen, Mantel will nicht über den Hump springen, eine Seite mit den Hebern über den Hump ziehen, jetzt spring der Mantel, bis auf 7 Bar pumpen, läuft alles super. Doch da - der Mantel wirft Blasen an den Flanken. Der taugt nicht viel. Lieber nicht tubeless. Wir haben tatsächlich Schläuche für alle Fälle dabei. Schlauch rein. pumpen, doch nichts tut sich. Loch im Schlauch. Wieder raus. Kleber - ist alle. Was soll das denn? Zweiten Ersatzschlauch - der ist in Ordnung. Langsam habe ich die Schnauze voll von dem Conti contact speed als tubeless gefahren. Zumindest für die 20 Zoll. Jetzt haben wir ordentlich Zeit vertaddelt. Weiter.

Brigitte hat die zweite Nacht hintereinander schlecht geschlafen. Entsprechend munter ist sie. Einmal wäre sie fast in den Graben gefahren, sagt sie. Wir halten an einer Kirche und sie legt sich erst einmal auf ihre Sitzmatte. Kirche sind die idealen Pausenstation. Meistens bieten Sie Trinkwasser, Toilette, Bank, Schattenplätze und Ruhe.

Heute wollen wir uns noch Visby anschauen. Deshalb fällt die Etappe kürzer aus. Wir verabreden uns mit @Wikinger und seiner Frau.

Es ist die Woche des Mittelalterfestivals. Die Stadt wimmelt von mittelalterlich gekleideten Menschen. In den Kirchruinen gibt es Konzerte und Vorführungen. Es ist sehr schön durch die Gassen mit zum Teil sehr alten Gebäuden zu streifen, die Musik der Konzerte zu hören und ständig Piraten, Landsknechten, Kaufleuten, adligen Damen und dem gemeinen Volk in ihren Gewändern zu begegnen.

Sehenswert ist auch der botanische Garten.

Insgesamt war Gotland ein Highlight. Insbesondere der nördliche Teil und die Insel Fårö und die Hansestadt Visby mit seinem Stadtbild.
 

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Wir verabreden uns mit @Wikinger und seiner Frau.
Es war ein sehr nettes Treffen mit Dir und Biggi! Wir hoffen, Ihr konntet trotz der feiernder "fröhlichen Menschen" auf dem Nachbargrundstück schlafen und wünschen Euch weiterhin gute Tage auf Öland und während der Heimreise durch Südschweden und Dänemark.
 
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21. Etappe Visby - Lindby/ Öland
Früh aufstehen, um die Fähre um 06:20 h zu bekommen. Nur aus der Stadt hinaus und dann zum Hafen rollen.
3,5 h Überfahrt nach Okarshamn. Dort regnete es und wir vertrieben uns die Zeit im COOP. Kuuup wie die Schweden sagen. Dort gab es Sessel mit Blick auf die VMs, Café und jede Menge zu essen.
13:00 h die Anschlussfähre nach Öland/ Byxelkrok. Noch einmal 2,5 h Fahrt. Eine kleine Fähre. Es dauerte bis alle Autos hineinpassten. Ein überschaubarer und lustiger Aufenthaltsraum. Dann machte eine Crewmitglied eine ironische Sicherheitsunterweisung. U. a. „Wenn jemandem schlecht wird, geht er am besten nach draußen. Wenn jemandem sehr schlecht wird, sollte er nicht auf die falsche Seite gehen.“
Angekommen machten wir uns auf die Umrundung der Nordspitze mit dem Leuchtturm, der lange Erik. Es war weiterhin noch recht bedeckt und sehr sehr windig. Der Wind kam aus Süd Ost teilweise aus Süden.
Öland ist bekannt für Sonne und sehr viel Wind und im Gegensatz zu Gotland flach. Die Insel ist geprägt von Schafzucht, etwas Milchviehhaltung und Getreidefeldern geprägt. Viele Bauernhöfe von klein bis sehr groß.
Wir hatten eine Einladung in der Nähe von Borgholm und wollten nicht zu spät ankommen. Am Ende waren wir froh über eine warme Dusche und zu essen. Mit Andreas redeten wir noch viel über Radtouren. Er machte uns einen leckeren Blaubeerkocgen. Pappkarton legten wir dann ab.
 

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Strahlender Sonnenschein und strammer Wind aus Südwest. Das ist schon mal ein Teil des Tagesprogrammes.
Ein Grund warum wir immer wieder glücklich über unser VMs sind. Der Gegenwind kostet uns vielleicht 1-3 km/h, aber nicht mehr 10. Der zweite Grund der Freude war wieder gestern zutreffend, es regnet und man zieht den Schaumdeckel vorne während der Fahrt raus und alles ist gut. Bloß wieder verstauen kann ich ihn nicht während der Fahrt.
Zuerst schauten wir uns ein wenig in Borgholm um. Der Priester empfing gerade zur Messe und schmückte so das Foto.
Anschließend schaute sich Brigitte Borgholm an, während ich den gestrigen Bericht schrieb.

Ein paar Kilometer bis Färjestaden zur Fahradfähre nach Kalmar. Über die imposante Brücke darf man leider nicht mit dem Rad oder zu Fuß.
Dort intensive Suche nach ihr. Nicht so eindeutig für uns. Auf den Fahrplan geschaut. Sonntag „ Inga turer“??? Keine Fahrten. Hm erst einmal Mittag machen. Dann überlegen. Im Internet schauen. Doch sie fährt, gerade ist Mittagspause.

In Kalmar beim Schloss vorbei geschaut. Macht was her. Zeit der Kalmarer Union als Schweden, Norwegen und Dänemark vereinigt waren. Da waren sie der EU voraus.

Danach aus der Stadt raus und langsam ansteigend ins wellige Hinterland. Vorher haben wir noch in diesem Autohaus vorbei geschaut. Die Auswahl ließ zu wünschen übrig. Was vor der Tür stand war besser.

Am See Tjörn zelten wir.
 

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DAF40033-2879-45DA-A5BA-8282136B8876.jpeg 3FD3F2C0-FE2C-4DAA-B00C-2778DB060EB0.jpeg 23. Etappe Fissejärda - Markaryd
Früher schlafen gegangen, früher aufgewacht. Kaffeewasser aufsetzen und kleine Fotorunde am Seeufer.
Heute hat der Wind nachgelassen. Die Wäsche hat er noch getrocknet. Heute geht es immer nach Westen. Gute 800 km bis nach Hause.
Es bleibt wellig. Temperatur um 20 Grad und sonnig.

Am Nachmittag kommen wir zufällig in Älmhult vorbei. Die Keimzelle von IKEA. Wir parken protzig chefmässig vor dem Eingang des Museums. B. geht rein. Ich lümmel mich auf einem garte- Design-Sofa aus einem Edelstahlnetz. Bequemer als man vermutet. Bald stehen zwei IKEA - Angestellte neben mir. Was wollen sie?
Klar reden und offizielle Fotos machen. Vier Seiten Einverständniserklärung haben sie schon mitgebracht. Ich sage klar, wenn die uns das Edelstahlringgartensofa schicken. Nee das geht nicht, da es nicht ihres ist. Aber ein Betonklippan Sofa, die vorne stehen, dürften wir gerne mitnehmen.

Ansonsten konnten wir viele, unendlich viele Erhebungen hinauf kriechen und herrlich herunter brettern. Ein paar Schauer hatten wir auch. Einmal schafften wir es unter einer Wolke tatsächlich wegzufahren und bekamen nur ein paar Tropfen mit.
 

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Zweite Etappe bis nach Dithmarschen.
Hallo ihr Nordland-Tourer, (y) wisst ihr schon bzgl. eurer Rückfahrt genaueres? Kommt ihr wieder wie bei der 2. Etappe an Hamburg vorbei Richtung Bremen? Dann könnte ich euch eventuell etwas begleiten... Je nachdem, ob es mit meiner Arbeitszeit hinkommt.

Liebe Grüße aus Scheeßel
Boris
 
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Heute morgen war alles feucht draußen. Aufgehängte Wäsche ebenso. Aussenhaut des Zeltes innen und aussen. Mit dem Microfasertuch einigermaßen getrocknet bis es wieder regnete. Nochmal das ganze. Etwas feucht eingepackt. Heute Abend nach den Aufbau war es schnell trocken.
Die letzten 80 km in Schweden waren trocken. Eine quer liegende Hügelkette mussten wir noch überwinden. BRouter führte uns bisher meistens immer recht gut äabseits der großen Rennstrecken.
Zum Abschluss gönnten wir uns Pizza Lunch in Helsingborg. Die schwedischen Kronen verbraten. Der Lunch in Schweden soll immer günstig sein. Die Pizza war zwar riesig, aber der Teig zu pappig und zu viel Käse drauf. Das ist unsere Pizza um Klassen besser, auch wenn ich nicht der Weltmeister darin bin.
Überfahrt nach Helsingør geht simpel und schnell ohne lange Wartezeit. Die sind so routiniert (?), dass sie schon bei der Einfahrt in den Hafen die Lucke öffnen. Da war doch mal etwas mit einer Fähre - in Finnland oder Estland. Sie lief voll bei Seegang und ging dann unter. Die Routenführung in DK war etwas verwirrend. Kam mir umständlich vor. Ziemlich bald setzte Regen ein. Es soll hier heute viel geregnet haben. Wir schauten kurz bei Schloss Fredensborg vorbei. Hatten wegen Regen keine Lust auszusteigen. Immer wieder viel Regen und ständig kleine Hügel rauf und runter und viele Kurven. Irgendwann waren wir ein wenig genervt und suchten uns einen Campingplatz. Den überdachten Vorraum haben wir erst einmal in Beschlag genommen.
 

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