Sommertour 2019 Skandinavien - Begleiter??

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DE6B8704-1601-455E-9A47-6CA866BCD8EF.jpeg 8. Etappe Frederikshaven - Haven von Frederikshaven
A
Heute war Ausruhtag angesagt. Zelt abbauen, etwas an der Marina und dem Strand abhängen.

Dort wurden wir von einem Dänen angesprochen, der entweder der totale geniale Erfinder ist oder etwas abgedreht.
Zu seinen Vorhaben zählen ein Velomobil als Zweisitzer nebeneinander mit 1,40 m Höhe im 3-D Drucker zu machen. Den Drucker muss er allerdings noch fertig stellen. Viele Extras hat er geplant. Ich kann es nicht mehr alles wiedergeben, was er in 2 Stunden in einer unglaublichen Geschwindigkeit von sich gab. Wie zum Beispiel Reifen in zwei Schichten mit Wabenstruktur die Schock absorbieren selbst herzustellen, Sitze zum umklappen als Liege auf 2 m Länge, Flachbildschirm an der Decke hängen zum Fernsehen gucken, obendrauf ein Solardach mit 100 oder 200 W Leistung, neigungsgesteuerte Räder die in den Kurven sich automatisch neigen so dass man schneller durch die Kurven fahren kann und viele weitere Extras. Unglaublich.
Abends zur Fähre nach Göteborg. Die geht um 0:15 Uhr und kommt um 3:30 Uhr an. Morgens Stadtrundfahrt durch Göteborg bis zu einem Bekannten 50 km weiter nördlich.
 

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9. + 10. Etappe. Absatz
Ich werde jetzt etwas schreibfaul acht. Tag neun war die Nachtfahrt von Frederikshaven nach Göteborg. Von 0:00 Uhr bis 3:30 Uhr Ankunft. Richtig Schlaf gefunden haben wir nicht in den tollen Ruhesesseln. Dann sind wir von der Fähre gerumpelt haben uns ein stilles Plätzchen gesucht und erst mal wieder Fahr Sachen angezogen. Aber ließen wir dann alle anderen Autos Campers, LKWs und Motorräder an uns vorbeiziehen.
Jetzt konnten wir uns auf den Weg durch Göteborg machen. Die Route hatten wir als kleine Stadtrundfahrt angelegt. Das war sehr schön in der Morgendämmerung ohne viel Verkehr einmal in Ruhe eine Stadt anschauen. Von Göteborg ging es immer weiter nach Norden in den Sonnenaufgang hinein.

Wir stellten fest, dass Schweden wesentlich welliger als in Dänemark ist. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist auch prompt gefallen. Gegen 6:00 Uhr erreichten wir Alve, unseren nächsten Warmshowers Gastgeber. Erst einmal duschen und dann frühstücken und dann schlafen bis 12:00 Uhr. Nach einem Schwätzchen machen wir einen gemeinsamen Ausflug in die Umgebung. Dies wurde noch hügeliger. Es gibt hier viele Brücken, die sehr hoch sind.

Am 10. Tag stand eine Tour durch die Schären Landschaft von Bohuslän an. Dies soll Schweden im kleinen sein. Wir sahen uns einige kleine Fischerorte an. Wir haben gelernt, dass man in Schweden mittags in den Restaurants oft Buffet für unter zehn Euro bekommt mit all you can eat. Quasi für Radfahrer erfunden. So gab es heute Thai.
Anschließend ein Abstecher zu einem Park, der jedes Jahr eine andere Kunst Ausstellung hat. Dort stehen verschiedenste Skulpturen in die Landschaft eingefügt herum. Manche hätten wir uns auch in den Garten gestellt. Der Frauenkopf könnte allerdings über unser Haus schauen.

1x Kette gerissen- meine Spezialität.
Abends nach der hohen Brücke auf ein teures Bier in den Pup am Hafen.

Faulenzertag also.
 

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11. Etappe Stenungsund - Hallind
Heute ging es weiter an der Küste entlang durch Bohuslän. Reine Achterbahnfahrten zum Teil. Stark bergauf, stark bergab, kurze Hügel. Viele kleine niedliche Fischerorte, die bei dem schlechten Wetter allerdings nicht ganz so hübsch aussehen. Kalt ist es geworden mit 15°, stürmischen Wind, und teilweise ein bisschen Regen. Viele Überfahrten mit den Fähren. Mehr als 1 % Steigung total.
 

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12. Etappe Hallind - Åmål
Heute hatten wir genug von der hübschen Küste. Deshalb wendeten wir uns Richtung Nordost. Von Hallind über Ed am Stora Le führen wir durchs Dalsland Richtung Åmål. Das Seengebiet habe ich mit dem Kanu vor über 30 Jahren einig Male befahren. Sehr zu empfehlen.
Wie gestern hatten wir auch heute sehr viele Hügel. Sie waren allerdings viel länger. Auf- und Abfahrten von einigen Kilometern Länge.
Der Wald besteht vor allem aus Fichten, Birken und Eichen. Viele Seen von groß bis klein.
Einen schönen Zeltplatz haben wir direkt am Vänern.
Schön zu sehen die Größenverhältnisse neben dem Holzlaster.
 

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13. Etappe Åmål - Munkfors
Åmål ist Eine der größeren Städtchen am großen Vänern See. Die Straße führte auf einer vielbefahrenen Strecke Richtung Karlstadt. Doch dann sind wir bald abgebogen auf Nebenstrecken, die oft identisch mit dem Sverigeleden sind. Diese Straßen waren in der Regel sehr ruhig, dass alle Viertelstunden mal ein 2, 3 oder vier Autos kamen. Die Landschaft ist nicht mehr ganz so hügelig wie gestern. Immer wieder kommt man an Seen entlang.
In Borgvik Rast mit Blick auf den Vänern.

In Karlstad sprach uns ein Radfahrer an und wollte alles über die VMs wissen. Dafür führte er uns durch die Stadt auf schönsten Wegen direkt bis zu der still gelegten Bahnlinie, die jetzt als Radweg ausgebaut ist. Die Klarälvbanan.
Auf dieser Straße fuhren wir dann bis nach Munkfors, wo wir bei Ingrid und Armin übernachteten. Die Bahnlinie hat natürlich kaum Steigungen. Sie führt durch Wälder und Felder relativ abgelegen vom übrigen Verkehr am Klarälven entlang flussaufwärts.
Was war sonst noch?
Einmal die Motorhaube öffnen bitte.
Mit dem Velomobil zur Tankstelle und Benzin nachfüllen – für den Kocher.
Ein kleines Monster haben wir auf der Straße getroffen. Was ist das? Wer weiß es?.
Und am Abend im Fluss gebadet. Dieser soll das sauberste Wasser haben.
 

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350A6154-538D-4BEC-9C09-E7575F1A59D5.jpeg 14. Etappe Munkfors - Grangärd
Aufbruch bei schönsten Wetter. Die ersten 35 km weiter auf der ehemaligen Eisenbahnstrecke. Ich wundere mich warum es so zäh geht, bis ich feststelle trotz Eisenbahnstrecke geht es stetig aber langsam bergauf.
Eine Frau will uns anhalten und weist uns darauf hin, dass hier keine Motorfahrzeuge erlaubt sind. Sie will nicht glauben, dass das Fahrräder sind. Einige Skilangläufer auf Rollen kommen uns entgegen, die die ganze Arbeit nur mit den Armen machen. Später eine kleine Rennradtruppe, davon einer mit seinem Handbike mit flotten Tempo. Der Mann hat einen Wahnsinnsbrustkorb.

Irgendwie sind wir heute etwas schlapp. In Hagfors machen wir eine Kaffeepause. Da wir in in West Ost Richtung fahren, müssen wir immer wieder längere Hügelketten überwinden - 200 m, 300 m und auf 400 m Höhe. Oft kommen uns alte amerikanische Oldtimer entgegen und eben so ein paar alte schwedische Volvos. Zum Teil mit ebenso alten Wohnwagen. Später erfahren wir, es ist das größte schwedische Oldtimertreffen in dieser Gegend. Zum Ende des Nachmittages kommt Regen auf. Gottseidank haben wir den höchsten Punkt schon geschafft und ziehen unsere Schaumdeckel auf. Jetzt rullern wir größtenteils nur noch bergab. Es bleibt bei Schauern, die zum Teil sehr stark sind. Gegen 18:00 Uhr erreichen wir unseren Campingkram am See.
 

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15. Etappe Grangärde - Västerås
Die höheren Hügel haben wir leider hinter uns gelassen. Die Landschaft wird flacher und etwas langweiliger. Dafür größere Seen, größere Straßen und auch vielbefahrener.
Der Brouter macht seine Arbeit gut und findet immer wieder gute Nebenstrecken. Aber wie uns schon Alve, ein Schwede sagte, es ist schwierig gute VM-Routen zu finden. Entweder sind es Gravelroads und ruhig oder gute Straßen, aber stark befahren. Aber dazwischen gibt es auch was.
Interessanterweise haben wir schon einige Leute kennengelernt, die aus Deutschland kommen und ewig in Schweden leben und nicht mehr zurück möchten.
Jetzt fahren wir die Conti contact Speed tubeless einige Wochen und immer noch muss man immer welche am nächsten Tag nachpumpen. Teilweise auch am selben Tag. Nur die 20er. Die 26er gar nicht. Dichtmilch hatten wir auf Stans Race sealant umgestellt, was besser geht als doc blue. Dann ist einer wieder über zwei Tage dicht. Und am nächsten Tag sind nur noch 2 bar drinnen. Austritt meistens an den Seitenwänden. Habe mehr Milch reingelacht, weil es einiges verlor. Insgesamt jeweils ca. 70 ml.
Gelandet sind wir auf einem privaten Caravan Campingplatz. Mit reden ging es doch. Und ganz viele haben sich um uns gekümmert.
 

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16. Etappe Västerås - Stockholm
Regen in der Nacht. Das Zelt haben wir morgens nicht ganz trocken bekommen. Das liebe ich, Zelt feucht einpacken. Wir lagen ganz gut in der Zeit, bis wir feststellen, dass wir den Toilettenschlüssel verlegt haben. Alles ab- und durchsuchen. Nach einer Stunde findet B. Ihn in der Fototasche.
Die Landschaft ist relativ flach bis kurz vor Stockholm. Vergleichbar mit Lüneburger Heide.
Stockholm scheint in den Bergen zu liegen. Brutal viele und steile Hügel. Eine einzige Baustelle der Zubringer. Radwegen ebenso und ständige Sperrungen, Schotter, super Asphalt ...
wir wohnen direkt auf dem Unigelände neben dem Institut für Suizidforschung.
 

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Erholungstag in Stockholm. Immer wieder erstaunlich, man fährt 100.te vom Kilometern. Doch kaum muss man ein paar Kilometer gehen, erzeugen ein paar Treppen bleierne Müdigkeit in den Beinen. Startpunkt von unser Quartier ist der Nobelvägen. Vielleicht hätte ich mal in der Administration vorstellen sollen.
Angesehen haben wir uns das Vasamuseum, die Altstadt, die Ritterinsel und Södermalm mit einer alten Arbeitersiedlung.
 

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FFC014C5-AA2E-4912-BCFD-38B7A6071881.jpeg 17. Etappe Stockholm - Nynäshamn
Nach der ermüdenden Latscherei endlich wieder durch die Landschaft gleiten. Erst einmal jedoch aus der Stadt hinaus. Dieses Mal habe ich ein paar Punkte in Brouter gesetzt, nachdem ich mir Brouters Vorschlag angesehen hatte. Nach der Stadtbesichtigung war meine Feststellung, an den großen Straßen durch die Stadt gab es meistens breite Radwege. Dies funktionierte gut.
In der Stadt hatte ich mit einmal schnell nachlassenden Luftdruck vorne links. Hörte sich an, als ob ein Zweiglein irgendwo eingeklemmt war. Mit tubeless kein Problem oder? Aufgepumpt und etwas später wieder auf 2 Bar. Mittlerweile goß es ganz gut. Unterstand aufgesucht und Mantel untersucht. Es steckte ein längerer spitzer Stein drinnen. Den habe ich heraus gepult und dann konnte die Milch auch wieder abdichten. Darauf muss man erstmal kommen.
Geile Verkehrsberuhigung gesehen. Wenn man da nicht aufpasst, kann es böse enden.
Die restliche Fahrt lief problemlos parallel zur großen Straße bis zum Hafen.
Dort Wartezeit bis 16:45 h in der Marina bei Sonne und immer wieder interessierten Schweden.
20:00 h Ankunft auf Gotland der Trauminsel eines jeden Schweden. Sie soll so ganz anders sein als jede andere Ostseeinsel.
 

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