Sneak Preview - Krischans Rahmenschmiede

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Kannst bei Segelflugvereinen mal nachfragen, ob die noch Reste Windenstartseil herumliegen haben. Die nutzen fast alle Dyneemaseile mit etwa 4,5 mm bis 5 mm Dicke. Bruchlast ist neu typischerweise zwischen 20 und 30 kN.
Wenn die richtig verschlissen sind und aussehen wie Plüsch, halten sie immer noch knapp so etwa 8 bis 10 kN, und werden dann langsam ablegereif.
Das sind im Grunde Flechtschläuche, die sehr einfach zu spleißen sind.

Allerdings kann ich nicht sagen, ob deren Dämpfung reicht, oder ob sie schon zu steif sind.
Aber man könnte sogar mal probieren eine Art Schaumschnur als Kern hineinzuschieben. Das könnte Federkonstante und Dämpfung positiv beeinflussen. Über Länge, Durchmesser und Material des Kerns kann man das wahrscheinlich gut einstellen.
 
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Was spräche denn gegen Angelschnur, da kurz zwei Öhrchen reinspleißen und fertig aus?

Mein erster spontaner Gedanke war dazu: "Vielleicht mit Hochseeangelschnüren?" - im Sinne von große Fische, mehr Belastung.

Aus Interesse, was Angelschnüre so aushalten, habe ich mal gegoogelt, und habe ein Wiki zu Drachenschnüren gefunden, laut dem die Zugfestigkeit von Schnüren durch Knoten teilweise auf bis zu 30% Reißfestigkeit reduziert wird. Ich nehme mal an, dass das auch für Angelschnüre gilt. Sollte man also mit einberechnen, wenn man so eine Zug-Lösung konstruiert. Auch ein Drahstseil wird durch Klemmen irgendwie belastet/beinträchtigt werden. Ich bin kein Ingenieur, aber wenn da die Gesundheit dran hängt, muss man halt mit enstprechender Sicherheit konstruieren.

Auf der Angelschnur-Wikipediaseite ist das bereits angesprochene Dyneema auch direkt verlinkt. Klingt nach etwas querlesen nach einer guten Wahl. Eine Reißfestigkeit von 3000 bis 4000 N/mm² ist da angegeben - das schließt die oben von mir verlinkten Drachenschnüre mit Reißbelastungen im niedrigen dreistelligen Bereich direkt aus.
 
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Dyneema ist doch besonders dehnungsarm-
hat das denn genug sproing für diesen Zweck?
Muss man probieren. Die Flechtung und ein ggf. eingelegter Kern dürften da mehr Einfluss haben, als alleine die Faser.

Es hindert einen übrigens niemand daran, ein eher überdimensioniertes zweites Seil einzubauen, das so lang ist, dass es erst beim Versagen des ersten Seils zu tragen beginnt.
Der Dyneemakram wiegt nicht viel!
 
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6m/€, Traglast 34kg/Strang, also 4Strang in Grün und 4 Strang in Orange pro Seite und zack kostet der Spaß nen Zehner. Je nachdem, was für Garn und woher du letztlich es kaufst sollte das also für weniger als nen Zwanni easy machbar sein. Ists zu straff nimmst du einen Strang raus oder dazu. Einzig doof wäre, wenn du 9Strang bräuchtest und dann aus drei Bündeln spleißen würdest. Naja, was heißt doof, das ist bloß etwas schwieriger, das wars.
 
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hab ich als Brückenseil für Grille 1 benutzt- kaum Reck/ Dehnung, super!
Völlig ungeeignet als Federungsersatz!
Fallschirmleine ist erprobt, ich vergesse aber immer Johannes Quelle...
Ich bekomme jetzt ein Muster von der Hamburger Tauwerkefabrik, dort habe ich bereits mehrfach Seile und Schnüre in hervorragender Qualität und besten Preisen bestellt.
Bis dahin verwende ich die rosa Strippe, die hält gut.
Angelschnur ist jetzt nicht so mein Vertrauensbildner, ich beherrsche die Knotentechnik, weshalb ich sie ausschließe ;)
Flechtschnur wird durch Einziehen gespleißt, wenn das wegen des Kerns nicht geht, wird geknotet, z.B. mit Webleinstek/Mastwurf oder Rundtörn mit halben Schlägen. Da entsteht wenig Bruchlastverlust.
Gruß Krischan
 
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Intermezzo:
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Und jetzt schnell
noch ein Tor... :)
1 1/4"x2-Rohr, 90*-Bögen, 5mm "Draht"-Schlaufen ergibt 2 Tore 80x80x120.
Material ohne Netz €200,-
Für unsere Achtklässler :)
Gruß Krischan
P.S.: Grille 2 weint zwar schon ob der Baupause und morgen geht der nächste Anhänger auf den Tisch, aber Grille 1 läuft wider Erwarten unzerbrochen weiter :)
 
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