Selbstbauversuch Holz-Liegerad

Dieses Thema im Forum "Liegeräder" wurde erstellt von Sssnake, 04.08.2018.

  1. Sssnake

    Sssnake

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    Hallo zusammen. Hab in nem Halben Jahr so nach und nach mir ein Holzliegerad zusammengebaut. Gestern war die Probefahrt und ich bin überhaupt nicht damit klar gekommen. Es war total instabil und ich konnte keine hundert meter geradeaus fahren ohne nen Schlenker mit korrektur drin zu haben. Das Anfahren war das schlimmste, da hats mich paar mal fast gelegt. Jetzt wollte ich das Bike mal hier rein stellen um die erfahrenen Radfahrer zu fragen was da dran falsch konstruiert wurde das es so garnicht geradeaus fahren will bevor ich es vor Frust mit der Kettensäge zerlege.
    Falls gewünscht hab ich auch vom Bau ein paar Detailfotos wenn das bei der Problemlösung weiter hilft. Hier aber erst mal 2 Bilder vom Fahrrad und wo ich kleiner Brocken drauf liege. Sitz und Tretlager ist Fix auf meine Körpergröße (165cm) eingestellt. Kurbeln sind 155er wegen meiner kurzen Beine (Schritt 72cm). Stabil ist es, da hab ich keinerlei bedenken wegen meiner 80 Kilo. Wenn das nix mehr werden sollt dann überlege ich es einfach zum Trike um zu bauen indem ich die "Lenkerhöcker" am Rahmen kappe udn dort den Queerbalken im Doppeldecker-Style einleime. Vielleicht sogar in Tragflächenoptik, weiß noch nicht. Ich sag aber gleich ich hab keinen 3D-Drucker und keine CNC Maschine fals jemand ne idee diesbezüglicher Teile haben sollte, an dem Rad ist alles Handarbeit mit Handmaschinen. Einzige Stationärmaschinen sind Kappsäge, Bohrmaschine (mit leicht labiler Bohrspindel) und Abricht-/Dickenobel kombination mit 20er Breite.

    Falls es jemanden meiner Körpergröße in meiner Umgebung (Rentweinsdorf bei Ebern) gibt der mal testen will, sehr gerne. Bin für jede Lösungshilfe dankbar. Steckt halt viel Arbeit drin und bin gerade extrem frustriert das es nicht so fährt wie ich mir das vorgestellt habe.

    PS: Ja da is ein Motor mit drin weil ich dachte das wäre als Liegeradneuling gerade am Berg für den Anfang angenehmer. Bin seit mind 10 Jahren kein Rad mehr gefahren.
    20180801_192819.jpg IMG-20180803-WA0000.jpg
     
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  2. liegeratt

    liegeratt

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    moin und gratulation zum selbstgebauten lieger !
    wenn du seit 10 jahren kein rad mehr gefahren bist, braucht's sicherlich etwas mehr zeit.
    wackler zu beginn sind ganz normal !
    intuitiv würd ich sagen, dass der motor und die damit verbundenen kräfte gerade für den anfänger ein zusätzlich destabilisierendes moment sein könnten, da sie den anfänglich zwangsläufig verkrampften fahrstil quasi verstärken, du kannst besser auf nem schwein rodeo reiten lernen als auf nem bullen, okay, der vergleich quiekt.
    viel glück und geduld weiterhin, es kommen sicher noch viele konkretere und hilfreichere tips ! gruß bernhard
     
    Zuletzt bearbeitet: 04.08.2018
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  3. HorstM

    HorstM

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    Hallo Sssnake,

    ich denke, die Unsicherheit ist normal, vor allem, da du in den letzten Jahren kaum Rad gefahren bist. Im Prinzip muss man mit einem Lieger das Radfahren erneut lernen.

    Bevor ich meinen Dalli Racer bekam, bin ich relativ viel Rad gefahren (normales Aufrecht-Tourenrad). Mit dem Dalli konnte ich trotzdem zuerst kaum fahren. Beim Start brauchte ich fast die gesamte Straßenbreite, weil ich so heftig nach links und rechts gependelt bin. Kurven fahren ging überhaupt nicht und an einer ganz leichten Steigung anfahren ging ebenfalls nicht. Da muss man dann durch und weiter probieren. Bei mir hatte das ein paar hundert Kilometer gedauert, bis ich mich auf dem Rad sichergefühlt hatte. Dann konnte ich irgendwann auch an einer Steigung ganz locker schnurgerade anfahren

    Als ich ein paar Jahre später einen Challange Fujin mit Tiller-Lenker - das Dalli hatte UDK - gekauft hatte, ging das wieder los: Ich konnte ich zwar halbwegs anfahren, aber Kurven gingen fast gar nicht. Auch da musste ich dann und nach ein paar hundert Kilometern klappt alles wunderbar.

    Also: nicht die Gedult verlieren. Suche dir ein paar ruhige, möglichst flache Landstraßen aus und fahre dort. Wenn du mit dem Start zu große Probleme hast, dann übe das zuerst an Strecken mit leichtem Gefälle und wechsle dann auf flache Strecken. Kurven kannst du eventuell an Wochenenden auf abgesperrten Parkplätzen üben. Nur Mut und verliere nicht die Gedult. Das wird dann schon (y)

    Horst
     
  4. Hein

    Hein

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    Moin!

    Sehr schönes Rad, dem optischen Eindruck nach!

    Auch, wenn Dein Rad vielleicht nicht die optimale Fahrstabilität bietet: Oft ist es so, daß man sich als Fahrer an die Eigenschaften eines Rades gewöhnt und es dann sicher fahren kann.

    Meine Erfahrungen mit einem Liegerad mit "schwieriger" Geometrie habe ich mit meinem Liegebrompton gemacht, das durch ein defektes Federelement nicht dem Standard entsprach und extrem nervös war. Es kippte geradezu in die Kurven hinein und war in jeder Situation ausgesprochen kippelig.

    Nach vielleicht 250 km auf dem Rad konnte ich damit ganz normal und sicher fahren, selbst mit dem defekten Federelement. Nach der Reparatur fuhr es dann richtungsstabiler, aber ich konnte auch vor der Reparatur prima damit umgehen.

    Bei der Geometrie Deines Rades sieht es für mich ein bißchen danach aus, als ob Du einen sehr steilen Steuerrohrwinkel hättest. Das führt zu einem relativ großen Nachlauf, was nach "Das Fahrrad" von Leufen/Möller ein nervöses Fahrverhalten mit geringer Richtungstabilität erzeugen kann.

    Den Steuerrohrwinkel kannst Du wahrscheinlich nicht mehr ändern. Vielleicht gibt es eine Gabel mit mehr Vorbiegung. Zum Experimentieren könntest Du vielleicht sogar einfach den Vorderreifen mal mit sehr wenig Druck fahren, um zu sehen, ob das Fahrverhalten dann besser wird.

    (Nicht, daß ich schon mal selbst ein Fahrrad gebaut hätte ... falls einer der Profis hier mir widerspricht, hör auf ihn und nicht auf mich! ;-)

    Tschüs!

    Hein
     
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  5. HFKLR

    HFKLR

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    mit steilen "Steuerrohrwinkel" ist gemeint, es geht Richtung Senkrecht? Das fände ich dann nämlich gar nicht, sieht für mich eher nach normal bis flach für LR Bereich aus. Raser-Modelle wie Birk scheinen mir deutlich steilere Winkel zu haben ohne dass sich deren Fahrer darüber beklagen
    Nachteil aus meiner Sicht ist beim Stickbike halt der relativ hohe Sitz (Vergleich 2x20 Laufräder beim Toxy ZR, da hockst du fast auf der Straße).
    Flache "Lehne" mit recht großer Sitzhöhe finde ich persönlich schwieriger fürs anfahren und anhalten. Das sieht man auch auf dem "ich mach gleich einen Hochsprung" Foto, wie stark gestreckt schräg runter die Beine müssen; das wäre bei 20 cm tieferem Sitz deutlich entspannter. Vielleicht macht auch die VR Federung unten beim Steuerrohr das Anfahren schwieriger? Aber ansonsten sehe ich es auch so wie die Vorschreiber: das braucht besonders nach langer Fahrradpause erst mal etwas Eingewöhnung, nur Mut. Es ist optisch ein schönes Rad, der Rahmen ist in sich sicher sehr stabil, es fehlt allenfalls eine versteifende Verbinungsstange Hinterbau zu Oberkante Sitz, die mögliche Torsion im Hinterbau muss der Sitz alleine versteifen/verhindern...
     
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  6. berndvonau

    berndvonau

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    Erst mal Gratulation zu Deinem tollen Rad, ich mag Holz sehr als Material für Fahrräder!
    Als "erfahrener" Holzradbauer kann ich dazu folgendes sagen: Ein Rahmen aus Holz mit langer Kette kann durchaus ein Problem darstellen, je nach Konstruktion verhält sich der Rahmen wir ein Flitzebogen. Der Querschnitt des Rahmens scheint mir in Deinem Fall zu gering um auf dieser Kettenlänge dem Zug rechts genug Widerstand zu bieten. Abhilfe kann ein breiterer Rahmen unterhalb des Sitzes schaffen, da ist ja grundsätzlich mehr Platz und das ist ja auch die längste freie Strecke zum Hinterrad.
    Ich habe mein 2tes und drittes Liegerad deshalb mit Frontantrieb und mit recht voluminösen Querschnitten gebaut, die durch das Fehlen der Kette in der Mitte einfacher zu machen sind. Mehrgewicht gibt es nicht, da ich die Rahmen aus 4 dünnen Seiten Holz hohl gebaut habe.

    Ausserdem scheint mir in Deinem Fall die Sitzneigung etwas zu flach, versuche es doch mal aufrechter, ich finde das immer einfacher zu fahren.
     
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  7. Kettenschoner

    Kettenschoner

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    Hübsches Teil! Das mit dem Fahren wird schon. Was du für den Anfang machen könntest, wäre den Lenker etwas mehr vom Körper weg einstellen. Ich glaube, wenn die Arme minimal weniger angewinkelt sind, ist es für den Anfänger leichter. Vielleicht hilft es auch, den schweren Akku anfangs wegzulassen. Ein paar Wochen musst du dir aber schon Zeit geben, bis du dich darauf sicher fühlst. Hände weg von der Säge!
     
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  8. Sssnake

    Sssnake

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    Danke shcon mal für die netten Komentare und Tips.

    Wenn ich den Lenker etwas mehr vom Körper weg stelle dann stoße ich mit den Knien an die Griffe. Ich könnte höchstens mal ne Ahead-Erhöhung probieren um den Lenker höher zu bringen und dann etws mehr nach vorne neigen zu können, wäre das Sinnvoll? Is ja quasi dann wie bei diesen seltsamen Choppern mit ellenlangen Lenkern. Das stelle ich mir nicht gerade bequem vor.

    Bevor jetzt jemand fragt wegen dem Pedalabstand, der ist so eingestellt das ich bei gestrektem Bein mit der Ferse auf dem Pedal eine leichte Spannung habe. Stelle ich den Sitz gerader liege ich mit dem Oberkörper fast auf dem Lenker. Is eben blöd mit den kurzen Beinen :) Hab da auch beim Klamottenkauf immer Probleme.

    Da würde ich wohl noch einige Fahrten im "Trunkenheitsmodus" erledigen müssen. Nein ich trank und trinke keinen tropfen Alkohol :) So eine ruhige gerade Strecke zu finden ist gar nicht so leicht in meiner Gegend, ich wohne direkt an der Hauptstraße (die B279 geht direkt durch das Dorf) ohne Radweg. Da muß ich das Rad immer erst weiter weg transportieren um Fahren zu können. Muß ich mir noch überlegen ob ich mir das antuh, Trike bin ich ja schon mal Gefahren, war aber wegen der Breite und den Drängelgittern auf den Radwegen genervt. durch ABunach beispielsweise geht der Radweg plötzlich auf die Straße, dann wieder auf einen etwas breiteren Gehweg der aber Rad udn Fußgängerweg für beide richtungen sein soll, dann Queert er wieder die Bundesstraße usw.... da dachte ich eben ein einspurer wäre da besser geeignet.
     
  9. BuS velomo

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    Wenn die 20"-Gabel auch ihre üblichen 45mm Vorbiegung hat (bei der M2 der Fall), dann reicht auf dem kurzen Weg der "gute" Steuerkopfwinkel nicht aus, damit unten noch genug Nachlauf ankommt. D.h. diese Gabel müsste flacher stehen. Nachträglich nur noch zu erreichen durch ein größeres Vorderrad, hochgebocktes Steuerrohr, andere Gabel oder Absenken hinten. Der Schwenk-Tiller gibt dem Fahrgefühl dann den Rest. Wenn du da einfach nen UDK und die Hände auf der Lenkachse hättest, wäre es schon viel freundlicher.

    Wir hatten die Erfahrung hiermit mal durch - unfahrbar mit der M2 und Tiller: http://www.velomo.eu/images/velomo/02HiLiner-sunstar.jpg. Die Lösung war dann eine Selbstbaugabel mit nur 1cm Vorbiegung (schon viel besser) und letztlich noch ein UDK (traumhaft).

    Ich glaub, das Holz kann da grad gar nix für... Schönes Finish, mit welchen Material/ Stärken haste das denn aufgebaut?

    VG Steffen
     
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  10. Hein

    Hein

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    Moin!

    Meine Erfahrung mit dem Liege-Brompton war, daß das Rad rollend ohne zu treten weit einfacher zu beherrschen ist als beim Treten.

    Die ungewohnte Geometrie, das mögliche Anstoßen der Hacken am Vorderrad beim Lenken und das mögliche Einklemmen der Finger zwischen Griff und Knie hat meine ersten Fahrten sehr wackelig gestaltet :)

    Als ich aber gemerkt habe, daß Rollenlassen hilft, wenn es zu sehr wackelt, war ich dann entspannt genug, um auch mal längere Touren zu machen.

    Tschüs!

    Hein
    --- Beitrag zusammengeführt, 04.08.2018 ---
    Moin!

    Oh, dann war mein Tip "vorne weniger Luft" also genau verkehrt? :zurückruder:

    Tschüs!

    Hein
     
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  11. chrischan

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    Wirklich, ein hübscher Eigenbau, Respekt!
    Die Lenkgeometrie ist immer eine Sache für sich, gut fahrende Liegeräder sind keine Selbstverständlichkeit.
    Sachdienliche Hinweise beachten:

    Viel Erfolg, es gibt keine unfahrbaren Fahrräder (sogar Einräder sind prinzipiell fahrbar :p )

    Gruß Krischan
     
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  12. Sssnake

    Sssnake

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    Dann probiere ich erst mal das einfachste....den Lenker anpassen. Paar Kupferrohre und Löt mir nen passenden das er nicht mehr so "gedrungen" am Körper ist.
     
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  13. Sssnake

    Sssnake

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    Hab mal ne kleine skitze gemacht wie ich das vor habe. Bin grad durch die Werkstatt gegeistert und hab ne andere Idee gehabt. Also das selbe nur aus Holz und paar Rohrbügeln die ich noch hab. Zur Veranschaulichung hab ich ne kleine Skitze gemacht. Der obere Teil des Vorbaus fliegt raus (rotes X) Dann eine Verlängerung aus Holz bis zum Lenkerbügel. (Das kann ich nun mal besser als Metallarbeiten) Als Lenkerbügel hab ich zum Testen einen Stahlrohrbügel von nem alten Fahrradheckklappenträger. Was haltet Ihr von der Idee?
    Ach da jemand fragte welches Material ich verwendet habe. Das hellere Holz ist Bangkirai und das dunkle ist Mandioqueira. Is beides ausgewählt aus dem Terassenbau wegen der Witterungsbeständigkeit. Der Rahmen ist stückweise hohl gefräst und dann mit PU-Leim verleimt. (ich füg auch da mal Bildchen ein) Die Wandung ist nicht so dick geblieben wie auf den Bildern zu vermuten, sondern wurde nach dem verleimen dann erst auf das Fertigmaß runter gehobelt. Dürfte dann so 3mm übrig sein von der Wandung seitlich und 8mm oben und unten. Hab alles 2 mal mit Leinöl eingelassen und zum Schluß mit selbst hergestellter Wachspolitur versiegelt. (Inhaltsstoffe Bienenwachs, Carnaubawachs, Leinöl und Orangenöl) Das nehm ich für alle Holzbehandlungen. Sollte vielleicht noch erwähnen das ich vor tausend Jahren mal Industrieschreiner gelernt habe. Also kaum auszumahlen was ich mit ner CNC Oberfräse anstellen würde :D
    Wenn von Interesse, ich hab auch von allen anderen Arbeitsschritten noch Bilder gemacht für mein eigenes kleines Projekte-Album, dann einfach sagen was gewünscht ist, dann lad ich die auch hoch.
    Lenkeränderung.jpg Rahmen hohl fräsen und verleimen (3).jpg Rahmen hohl fräsen und verleimen (2).jpg Rahmen hohl fräsen und verleimen (4).jpg
     
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  14. Dan

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    Also was bei unserem HP Wavey mit annähernd der gleichen Geometrie half, war
    den Lenker verkehrt herum zu montieren, so dass die Oberschenkel/Knie zwischen Vorbau(zeigt weiter nach hinten als bei dir) und der Krümmung der Lenkstange Platz haben,
    und die Lenkergriffe dann neben den Knien parallel zur Lenkachse nach unten Zeigen, quasi wie UDK/open Cockpit, nur von der anderen Seite.
    Das macht es leichter weil die Hände nicht entgegen der Lenkrichtung schwenken müssen wie beim Tiller.
    Alles Andere muss man lernen, ich habe bei meinem Eigenbau 100km lernen müssen.
     
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  15. DanielDüsentrieb

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    Wenn ich das richtige Sehe hast Du ein mehrlenker. Spanne mal den Rahmen ein und wackle oben am Sitz hin und her.
    Lasse mal einen Erfahren Einspurfahrer fahren
     
  16. Sssnake

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    Ich habe einen WAS??? Mehrlenker??? Hab zwar keine Ahnung was das is, aber ich kann das ding mal einspannen und von meinen Wackeltests berichten :) LOL
    Ich kenne leider hier keinen Fahrer der meine Körpergröße hätte um das testen zu können. Und habe auch noch nie einen Liegeradler hier in der Gegend gesehen. Wenn das einer in der Gegend um Ebern liest dann können wir uns gerne mal für ne Proberunde treffen.
    Da ich wie gesagt schon ewig nicht mehr gefahren bin und 2012 hier her gezogen bin kenne ich offen gesagt gar keinen Radler hier. Bin kein geselliger Typ, gibt keinen Verein der mir hier zusagt, und wüßte auch nicht das es einen Fahrradverein oder ähnliches hier gibt. Da ich keinen Alkohol trinke und sich mir bei deutschsprachicker Musik wie sie hier leider bei Veranstaltungen gespielt wird (Technofreak) die Nackenhare stellen, hab ich hier keine Kontakte außer eine 40km entfernte Arbeitskollegin mit der ich bestens auskomme (solange sie nicht Ihre Schlager spielt, dann suche ich das Weite) und auch die ein oder andere Grillaktion abhalte. War schon immer ein eigenbrödler mit EINEM sehr guten Freund, der Rest war mir egal.
    Will jetzt hier keinen sozialen Exkurs abhalten, nur meine Gewohnheiten etwas darlegen um miene Möglichkeiten abwägen zu können.
    Einzig ein Steintrike-Fahrer ist mir gelegendlich auf dem Weg zum einkaufen nach Ebern auf dem Radweg aufgefallen, aber der hilft mir hierbai leider auch nix.
     
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  17. DanielDüsentrieb

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    Der Hinterbau ist nicht steif genug. Das Heist hier kommt Bewegung auf Hinterrad vom Rücken. Es lenkt hinten demnach oder destabilisiert hier zusätzlich
     
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  18. Sssnake

    Sssnake

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    Jap, das is wie Du sagtest, die Drehbewegung überträgt sich auf das Hinterrad, wobei ich beim Testfahren extra auf einen möglichst bewegungsfreien Rücken geachtet habe um eine Zusatzbewegung des Lenkers über eine Schulterbewegung zu vermeiden. Vielleicht denke ich auch einfach zu viel und sollte einfach losfahren :)
    Hab den Wackeltest mit nem kleinen Clip dokumentiert und wollte es hochladen, er nimmt aber nur Bilder ^^ Kann Ihn DIr höchstens per mail schicken wenn Du das sehen willst.
     
  19. liegeratt

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    Hi Sssnaker,

    Bevor Du die Kettensäge anwirfst, wirst Du für dieses schöne Rad hier im Forum ein paar Interessenten finden die's gratis abholen würden... :)

    Zum Steuerkopfwinkel und Nachlauf:
    Am einfachsten ist's wohl, wenn Du einfach die Gabel mal umdrehst. Das ist dann wahrscheinlich zu viel Nachlauf, würde Dir aber die Veränderung des Verhaltens klar zeigen. Dann ggf. eine gerade Gabel besorgen oder bauen. (Eine 28" Gabel abgeschnitten müsste bereits sehr gerade sein und kostet praktisch nichts)
    (@Hein: Ein Gabel mit mehr Vorbiegung würde den Nachlauf verringern. Das wäre grad verkehrt.)

    Zum Hinterbau (bzw. Daniels Wortschöpfung "Mehrlenker"... :)):
    Den kannst Du leicht versteifen, indem Du 2 weitere Streben spendierst.
    Dies geht zum Probieren sogar in angeklemmter, provisorischer Form.

    Unbenannt.jpg

    Gruß, Harald
     
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