Seitliches Spiel Quest, Strada, Mango Federbeine

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TheMexican

Guten Abend,

seit ca. 2 Wochen läuft mein Quest nicht so, wie es soll. Einen Fehler habe ich recht zügig gefunden. Es war die verstellte Spur, welche wohl bei den schmalen Mänteln nicht ganz so tragisch war, wie jetzt mit meinen Maxxis DTH. Wahrscheinlich ein Schlagloch oder ähnliches.

Ich habe bei der Gelegenheit alle Kugelköpfe auf Spielfreiheit überprüft und frisch gemacht. Dabei habe ich festgestellt, dass meine beiden Vorderräder ein nicht unerhebliches Spiel haben. Dies bemerkt man aber nur dann, wenn man das Quest einseitig hochhebt und dann quer zur Fahrtrichtung unten an der Felge wackelt.

Ebenso wie meine alten Federbeine in der Leiba, besitzen Velomobiel.nl-Federbeine ja eher eine kurze "Führungslänge" im Tauchrohr.

Kommt daher das Spiel?
Habt ihr das auch am Quest, Strada, Mango?

Es ist halt rechts wie links identisch. Das spricht ja eher gegen Verschleiß... achja... das Spiel ist nicht an der Aluminiumplatte, an der die Kugelköpfe befestigt sind, des Federbeins spürbar. Nur an den Rädern.
 
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Ich würde auf jeden Fall mal die Führungsbuchsen oben in den Federbeinen kontrollieren. Beim Mango hatte ich bei einem Federbein seitliches Spiel, weil die Buchse komplett durch war (und sowohl Stange, als auch Rohr bereits angegriffen).
 
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TheMexican

Danke für Eure Antworten.

Das Quest hat keine 10.000km gesehen und die Führungsbuchsen waren vor einem Monat noch intakt. Ich werd es trotzdem kontrollieren.

Ich habe auch auf kurze harte Federn umgebaut. Vielleicht habe ich damit den "Fehler" eingebaut. Ich werde mal schauen, ob die Gewindestangen noch die richtige Länge haben. Das Rad / die "Anlenkplatte" ist ja doch erheblich (2cm ?!) nach oben gekommen.

Was ich auf jeden Fall schon mal ausgeschlossen habe, war der Produktionsfehler, den es mal bei ein paar Quests gab. Dort war das Gewinde für die Laufräder nicht tief genug reingeschnitten und du die Lager konnten daher auf der Achse tanzen.

Auf jeden Fall nervt das Problem gewaltig. Ich habe einen Streckenabschnitt, auf dem bei Vollgas das Quest "ausfahren" konnte. Dort ist es nach einem kurzen Gefälle fast eben. Vollgas hieß dort, dass 55km/h oder auch mal 58km/h aufgeblitzt sind. Jetzt sind es mit Ach und Krach 52 km/h. Alles mit GPS gemessen.

Was lernt man daraus: Verändere nie zuviel auf ein Mal. Dadurch, dass ich die Tretlagerposition erheblich nach vorne gebracht habe, weiß ich nun nicht, ob mein Quest spinnt oder ich nicht an die Einstellung angepasst bin.

Trotzdem... das Spiel nervt und war vorher nicht da. @fan-dan das Quest hört sich auf Kopfsteinplfaster anders an.
 
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Die Buchsen sind Verschleißteile bei einem frühe beim nächsten später.
Es gibt welche von Igus die sollen länger halten.
Ein Freund hat von Velomobiel.nl kürzlich noch die Buchsen aus weißem Plastik als Ersatzteil bekommen. Im Zweifel bei @ymte / Intercitybike.nl anfragen. Die Igus-Buchsen sind seit einiger Zeit im DF Serie und man schickt Dir sicher welche. Sie sind allerdings im Vergleich zur Plastikversion recht Teuer. Ich meine ca. 6,50€ pro Stück.
 
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TheMexican

Ich hatte den Mist bei der Leiba auch. Ich werde mir dann gleich ein neues Innenleben bauen, welches sich auf mindestens der doppelten Länge im Rohr abstützt. Danach war bei meiner Leiba Schluss mit Buchsenverschleiß. Aber danke für den Tipp.

Mist ist nur, dass der 600er ansteht. Den werd ich wohl so fahren...
 
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TheMexican

Ja dafür ist Platz. Nachteil: Da man die Buchse nicht nach unten verlängern kann und nach oben Verlängern muss, kann man das Federbein nicht mehr so weit herausziehen.
 
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TheMexican

Missverständlich ausgedrückt. Ich meine jenes Stück welches auf die "Kolbenstange" geschraubt wird. Dies muss so gemacht werden, dass es weiter aufgeschraubt werden kann. Dann kann man das Federbein aber zu Wartungszwecken nicht sehr weit herausziehen.
 
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Ebenso wie meine alten Federbeine in der Leiba
Zum einen sollte man die beiden nicht miteinander vergleichen, da sie eine recht unterschiedliche Geometrie haben: Die Leiba hat viel mehr Spreizung. Die Blattfeder-Mimik hat ein anderes Schwingverhalten.
Es war die verstellte Spur,
Das klingt recht seltsam, denn die Spur verstellt sich bei Quest/Strada/Mango/Milan/df/etc..... sicherlich nicht dramatisch innerhalb von Wochen (es sei denn, es wären Schraubverbindungen plötzlich gelockert).
gleich ein neues Innenleben bauen, welches sich auf mindestens der doppelten Länge im Rohr abstützt.
Halte ich für unnötig. Bekannt ist, dass die "weißen Plastikbuchsen", die zeitweise verbaut wurden, nicht lange halten. Die wurden aber ersetzt und werden Dir auch sicherlich ersetzt, wenn Du nett fragst. Dann ist alles in Butter (a propos: Beim Einbau Schmierung ergänzen).
Vollgas hieß dort, dass 55km/h oder auch mal 58km/h aufgeblitzt sind. Jetzt sind es mit Ach und Krach 52 km/h
Das könnte ebenso ein Hinweis auf einen Bruch im Bereich der Aufhängung der Hinterradschwinge sein oder an der Schwinge selbst, denn durch solche Ursachen ergeben sich sozusagen "dynamische Spurfehler" beim kräftigen Pedalieren. Der eine merkt bei Regen Wassereindrang in dem Bereich, bei einem anderen zeigt sich eine zunehmende "Weichheit" der Straßenlage oder anderes. Mittels einer Versteifungsstrebe (siehe Thread Antriebsversteifung Quest) können dynamische Belastungen auf die Hinterradaufhängung dramatisch verkleinert werden und bessere Effizienz erreicht werden. Auch ein möglicher Bruch des HR-Radkastens bei hoher Belastung kann damit ggfs. vermieden werden.
Gruß, Antoine
 
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TheMexican

Zum einen sollte man die beiden nicht miteinander vergleichen,
Ich glaube, dass die interne Funktion der Komponenten identisch ist. Die Aufhängung ist anders. Das stimmt wohl.

Das klingt recht seltsam, denn die Spur verstellt sich bei Quest/Strada/Mango/Milan/df/etc.....
Ich glaube, dass es durch ein Schlagloch passiert ist. Ich habe in letzter Zeit neue Strecken zur Arbeit probiert und errinnere mich, an 2-3 Stöße, die definitiv nicht mehr unter "gesund" durchgingen. Ich hatte eine sehr deutliche positive Vorspur von fast 5mm. Die hat weder Velomobil.nl noch ich eingestellt. Ich meine beim Federntausch auf "Rot + Kurz" sehr penibel auf 0mm gegangen zu sein.

Halte ich für unnötig.
Ich werds testen. Durch die kurzen Federn habe ich ca 2cm Luft im Federbein. Ich kann nicht wirklich was verlieren.

Das könnte ebenso ein Hinweis auf einen Bruch im Bereich der Aufhängung der Hinterradschwinge sein
Oha... da habe ich noch gar nicht geschaut. Das wäre höchst unangenehm.

Mittels einer Versteifungsstrebe
Bei mir stützt sich die Federbeinaufhängung nur auf dem Mitteltunnel ab. Der Radkasten kann nicht dadurch beschädigt werden.

Danke für die Tipps. Ich bewaffne mich gleich mal mit einer Kamera und untersuche die Schwinge. Laut Velomobiel.nl ist dieser Typ AL-Schwinge jedoch noch nie negativ aufgefallen.
 
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Ich glaube, dass die interne Funktion der Komponenten identisch ist.
Die Kräfteverhältnisse sind allein schon anders durch die stärkere Spreizung.
Ich glaube, dass es durch ein Schlagloch passiert ist.
Die Information fehlte bislang. Zu untersuchen wären daher nicht nur die drei Gewindestangen, sondern auch das GFK an den Radkastendomen, was bei Extrembelastung auch kaputt gehen kann (Meist verbiegt vorher Achse oder Federbein). -> Rad ausbauen, Achse demontieren und über einen ebenen Tisch rollen. Federbein auf Verbiegung oder Riss kontrollieren.
Durch die kurzen Federn habe ich ca 2cm Luft im Federbein.
Das ist für die Fahreigenschaften kontraproduktiv. Durch Einbau längerer "Zugfedern" (Elastomerhülsen) oder längerer Buchsen wird eine kürzere Feder ausgeglichen.
Gruß,
Antoine
 
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TheMexican

Das ist für die Fahreigenschaften kontraproduktiv
Kannst du das näher erläutern? Das Fahrzeug ist doch dadurch erst mal nur runter gerutscht. Wie überträgen die Elastomerhülsen die Zugkräfte. Habe gerade echt keine Vorstellung, wo du die hinpackst.
 
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Wenn Du die Druckfedern kürzest, ohne die Zugfedern (Elastomerhülsen) entsprechend zu verlängern, erhälst Du "Klapperspiel" im Federbein in Längsrichtung. Dadurch gibt es keine definierte Mittellage mehr, das schadet der Straßenlage. Im Forum gibt es irgendwo Fotos von zerlegten Federbeinen, auch daran kann man das nachvollziehen.
 
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TheMexican

Shice noch eins... vielleicht ist das das "Klapperspiel"... Jetzt hab ich das Prinzip verstanden. Das Elastomer drückt sich auf der oberen Führungsbuchse ab und "spannt" gegen die Stahlfeder, um Spielfreiheit herzustellen. Andererseits müsste es dann seit dem Umbau schon so sein... echt Mist, dass ich so viele verschiedene Strecken mit und ohne Kopfsteinpflaster etc. getestet habe. Das macht die Erinnerungen sehr unübersichtlich.

Jetzt stellt sich mir nur die Frage: Warum wurde mir das bei der Bestellung der kurzen Federn nicht gesagt?! Oder hast du @AntoineH dir das selber geschnitzt (Elastomere).

Übrigens der Hinweis mit der Schwinge war auch nicht schlecht. Ich hatte hinten tatsächlich auch etwas seitliches Spiel. Es scheint bei mir eine Fest-Los-Lagerung zu sein. Das Festlager wird dabei durch eine Schraube fixiert, die bei mir nicht fest angezogen war und nun etwas Loctite abbekommen hat.
 
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