Schwalbe Pro One 28-406 Testmuster auf leichter Ryde-Felge

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mit integrierten Haarföhnen die Reifen
In den Radkästen versteckt, integrierte kleine Heizstrahler mit Gaskartusche oder kleine Brennerflamme auf den Reifen bei Fahrt - besonders Vorteilhaft bei kaltem nassen Wetter. Ist sicher regelkonform . Wenn die Radkästen bis unten zu, bleibt warme Luft lange drin.

Gruß Leonardi
 

DanielDüsentrieb

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hallo Blümchenmann
ich möchte bitte eine extrem gewissenhafte Leistungsmessung von Dir und zwar dem pro one mit und ohne Latexschlauch.
Ich wette das er mit Latexschlauch besser rollt.
Sag mir was du Dafür haben willst
 

DanielDüsentrieb

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vielen dank
ich frei mich :D
eines kann dein test ganz gut, und zwar den schlauch raus messen. latex ist unglaublich, allerdings verwende ich es manchmal nicht mal unter Protest
 
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Ich habe es jetzt so gemacht, das gleich aufgrund des von der Waage übergebenen Wertes an das Tablett gleich die Leistung in Watt angezeigt wird. Da die Geschwindigkeit nicht mit erfasst wird, muss man auf dem Tablett nur noch in der richtigen Zeile bei der entsprechenden Geschwindigkeit den Watt Wert ablesen. Die Werte sind Luftwiderstandsbereinigt.

001.jpg


Ich habe drei mal gemessen: von 20 km/h bis 70 km/h und wieder runter zu 20 km/h die Temperaturen wurden immer mit gemessen:
Messung 1 mit Milch
Messung 2 mit Milch (die Temperaturen waren geringfügig tiefer) deshalb ist die blaue Kurve minimal höher
Messung 3 mit Latex (habe Milch ausgewaschen, getrocknet, Latex rein, draußen 30 Minuten abkühlen lassen auf 11 Grad Cels.)

Ergebnis:

002.jpg


Latex vs Milch, die Unterschiede sind aber so gering, das ich sagen würde für den Normalgebrauch gibt es keinen Unterschied, ob Latex drin ist oder Milch.

Die Walkung an der Alurolle (Umfang 1132mm) entspricht einer ziemlich schlechten Straße, denke ich.

Kann sein, das der Wert bei 60 km/h etwas höher ist, weil dort etwas Resonanzen in der Vorrichtung zu hören sind.

Excel.zip anliegend.

Gruß Leonardi

@Lutz/Co wenn kein Einwand, dann werde ich das Laufrad jetzt zurück schicken. Milch tue ich nicht mehr rein. Weil ich Ventil mehrmals raus und reinschrauben musste, ist am Autoventil der aufgeschobene Gummi kaputt gegangen.
 

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Rollwiderstandszahl erhöht sich ja lediglich um 12%
War schon beim One gering, hängt wohl stark vom Reifen ab. Vergleich:

https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?threads/rollwiderstand-mit-rollenpruefstand-nachmessen.41163/page-6#post-664146

Zum Vergleich muss man berücksichtigen, das ich nur von 20 bis 70 km/h also von 5,55 bis 19,44 m/s gemessen hatte. Wenn man zum etwas schlechteren One vergleicht, der war auch noch mit Butylschlauch gemessen worden.

Ob der Rollendurchmesser für die Erhöhung der Rollwiderstandszahl auch eine Rolle spielt ?


Erstmals kann man sehen was Latex kann. ein Schlauch den es nicht gibt.
Wenn der Reifen nur aus der Karkasse und Latex bestehen würde, wie würde dann der Rollwiderstand aussehen ? Ob dann die Karkasse Verluste hätte ? kann man sich schlecht vorstellen, das Bindfäden /Stoffgewebe Verluste hat ... Latex scheint aber keine Verluste zu haben.

Bier trinkt ja nicht oder
doch

Gruß Leonardi
 
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Danke Lars, interessant wäre noch das ganze bei 30, 40,50 ,60 Grad Celsius zu messen indem man mit Heizstrahler erwärmt, oder Pappkarton drüber und Heizlüfter drunter stellen, ob der Rollwiderstand kontinuierlich besser wird. Im Hochsommer auf heißen Asphalt kann es schon 60 Grad Celsius werden.

Gibt es eigentlich inzwischen weitere Erkenntnisse zum Rollwiderstand der FOSS-Schläuche?
Nach meiner Erinnerung lag der genau so wie beim Leicht-Butylschlauch, ich hatte das mal gemessen. Aber die Lufthaltigkeit war schlechter als bei den Leicht-Butylschläuchen, so das ich insgesamt keinen Vorteil sehe.

Gruß Leonardi
 
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Wenn man die hier gemessenen Werte mit denen von einem anderen nicht untätigem Tester vergleicht finde ich die Unterschiede von @Leonardi zu bicyclerollingresistance.com schon erstaunlich.
Die Auflast ist etwas höher (45 kg) und doch ist der Rollwiderstand beim Pro One Tubeless bei 29 kmh und 8,3 bar bei 11 Watt. Gut die Temperatur liegt bei 21°C, aber in dem Geschwindigkeitsbereich ist der Einfluss ja scheinbar gering. Kommen die 6 Watt (+50%!!!) hauptsächlich aus dem kleineren Durchmesser? Die Werte von bicyclerollingresistance sind ja auf einem anderen Versuchsstand gemacht wurden und die Messmethode ist etwas anders, vielleicht spielt das auch mit rein. Ich habe da keinerlei praktische Erfahrung.

Angenommen die Ergebnisse sind vergleichbar:
Bei 2 Reifen bzw. mit 90 kg Systemgewicht sind das immerhin 12W mehr benötigte Leistung bei ca. 30 kmh nur durch den kleineren Durchmesser. Gut bei VM wird es schwer vorne gräßere Laufräder einzubauen, aber für Liegeräder ist das ja schon interessant.
 
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@Leonardi:

kannst Du mal die Messkurven mit minimaler Auflast die du zur Kompensation des Luftwiederstands aufnimmst veröffendlichen? Mich würde mal die Größenordnung des Speicheneinflusses, den man so mit Hosen erwarten kann interessieren. Mich interessiert da besonders der Unterschied Messerspeichen zu normalen Glattspeichen.
 
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Die Auflast ist etwas höher (45 kg) und doch ist der Rollwiderstand beim Pro One Tubeless bei 29 kmh und 8,3 bar bei 11 Watt. Gut die Temperatur liegt bei 21°C, aber in dem Geschwindigkeitsbereich ist der Einfluss ja scheinbar gering.
Scheinbar geringe Einflüsse sind in Wirklichkeit große Einflüsse?
 
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Mich würde mal die Größenordnung des Speicheneinflusses, den man so mit Hosen erwarten kann interessieren. Mich interessiert da besonders der Unterschied Messerspeichen zu normalen Glattspeichen.
Laut seinem Excel-Sheet in #226 sind es bei 20km/h 17g von 170g gesamt und bei 70km/h 109 von 278g.
Er hat mit einer Messerspeichenfelge gemessen.
 
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Die Auflast ist etwas höher (45 kg) und doch ist der Rollwiderstand beim Pro One Tubeless bei 29 kmh und 8,3 bar bei 11 Watt. Gut die Temperatur liegt bei 21°C, aber in dem Geschwindigkeitsbereich ist der Einfluss ja scheinbar gering. Kommen die 6 Watt (+50%!!!) hauptsächlich aus dem kleineren Durchmesser? Die Werte von bicyclerollingresistance sind ja auf einem anderen Versuchsstand gemacht wurden und die Messmethode ist etwas anders, vielleicht spielt das auch mit rein. Ich habe da keinerlei praktische Erfahrung.
Du hast Recht, durch die höhere Auflast ändert sich der Rollwiderstand ziemlich genau um den Faktor 42,5 kg/35,35kg (ich)=1,202 und die Temperatur hat nicht so einen großen Einfluss. Da ich nur eine Pro One mit Felge hatte, habe ich kurzerhand das andere Laufrad am Motor mit einem Aluband 60 x 3mm umspannt. Mit dem Umfang von 113,2cm/Pi komme ich auf 36,03cm Trommeldurchmesser im Vergleich zum Trommeldurchmesser von Jarno Biermann von 77 cm : http://www.bicyclerollingresistance.com/the-test Seine Trommel hat an der Oberfläche noch eine 2 Strich Riffelstruktur, welches dadurch eine geringfügig höhere Leistung benötigt. Aber 8,3 bar ? zu meinen 6,0 bar da rollt es bei mir wieder viel schlechter. Jarno misst auch 28 Zoll und ich 20 Zoll, was bei gleichem Trommeldurchmesser auch Unterschiede in der Form des Eindrückens ausmacht, die auf ebener Straße nicht vorhanden sind.

So aus meiner Erinnerung hat mir Jarno Biermann einmal mitgeteilt (irgend wo habe ich noch die email), das er vom Gleichstrommotor zur Trommel zwei ich glaube Riemenuntersetzungen hat und so insgesamt einen festen Wirkungsgrad incl. Motorverluste von 85 % annimmt. Bei Ihm wird ja die Strom- und Spannungsaufnahme vom Arduino gemessen und die daraus multiplizierte Leistung *0,85 genommen. Er misst auch den Luftwiderstand vorher raus.

Ich halte auch den kleinere Trommeldurchmesser für ausschlaggebend für die Unterschiede. Ich habe noch eine kleinere schwarze Trommel und zusammen mit der Möglichkeit Reife gegen Reifen könnte ich mal versuchen die Abhängigkeit Rollwiderstandes vom Trommeldurchmesser darzustellen, hätte da schon drei Punkte. Aber das hängst strenggenommen auch von der Reifenbreite und Reifendurchmesser ab. Letztendlich kann man damit trotzdem nur beschränkte Aussagen treffen (z.B. Vergleich zu anderen die messen), denn jede reale Straße ist für sich immer individuell.

Vorläufig führe ich meine Messungen unabhängig, ohne vielleicht noch vor Veröffentlichung mit anderen zu vergleichen durch. Die 250mm vom der Motorachse wo der Faden hängt sind auf +-0,5mm genau, der Reifenumfang auf 1mm genau, die Geschwindigkeit auf 0,1 km/h genau und der Waagenmittelwert schwankt von Messung zu Messung max. um 0,3 Gramm. Ich messe auch möglichst direkt, also aus der Rückstellkraft im Radius 250mm der Geschwindigkeit und dem Reifenumfang wird ohne weiteren Fehler die Leistung errechnet. Genauer geht es meiner Ansicht nach erst mal nicht, macht auch keinen Sinn. Und die Auflastgewichte 10;10;10;5;5;1;1;1;1;1;0,35 Kg incl. Farbe sind alle auf ein Gramm genau gemacht.

Angenommen die Ergebnisse sind vergleichbar:
Bei 2 Reifen bzw. mit 90 kg Systemgewicht sind das immerhin 12W mehr benötigte Leistung bei ca. 30 kmh nur durch den kleineren Durchmesser. Gut bei VM wird es schwer vorne gräßere Laufräder einzubauen, aber für Liegeräder ist das ja schon interessant.
Ja ich denke im großen und ganzen, liegt es am kleineren Trommeldurchmesser das mehr Leistung benötigt wird. Im letzten Satz ist allerdings ein Denkfehler. Durch eine Messtrommel mit kleinerem Durchmesser muss sich ein Reifen ständig zusätzlich mehr nach innen umformen, walken - als bei einer Messtrommel mit größerem Durchmesser durch welche sich der Reifen viel weniger nach innen umformen, walken lassen muss. Das macht viel aus.

Aber ein großes oder kleines Laufrad wird an einer geraden Straßenoberfläche von der Form und der Tiefe etwa gleich weit eingedrückt. Deshalb ist die Walkarbeit bei einem großen Laufrad etwa gleich dem eines kleinem Laufrades, beim Abrollen auf der Straße betrachtet.

Mich interessiert da besonders der Unterschied Messerspeichen zu normalen Glattspeichen.
Dann werde ich noch mal bevor ich das Laufrad zurückschicke, bei 0,35 kg zum Vergleich mit meiner Felge mit den runden Speichen messen. Nabe mit 70mm ist gleich mit meiner, nur meine Felge ist geringfügig anders. Mal sehen was herauskommt, interessiert mich auch.

***
Interessant finde ich noch die Überlegung, das man lieber einen dickeren z.B. grünen Latexschlauch nehmen soll der fast ohne Dehnung innen anliegt und auf die dünnen Latexschläuche verzichten sollte - da ein Latex sowieso keine Verluste bringt, nicht mal der grüne dicke Latex war zu messen. Ein ganz dünner der nicht so Lufthaltig ist, kann also auch keine weitere Verbesserung bringen, die dünnen Latex sind auch empfindlicher und gehen doch mal schneller kaputt.

Gruß Leonardi
 
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