Ich würde möglichst verhindern, dass die Schraube überhaupt abreißt. Das macht weniger Arbeit, als sie anschließend wieder herauszubekommen.
Bei Edelstahl-Schrauben in Aluminiumgewinden würde ich die Schrauben grundsätzlich mit einem geeigneten Schmierstoff bzw. einer Schraubenpaste versehen, vorzugsweise einer Anti-Seize-Paste mit Festschmierstoffen. Bei Anwendungen, die Feuchtigkeit oder Salz sehen können, möglichst metallfrei, damit Edelstahl und Aluminium voneinander getrennt werden. Kupferhaltige Pasten würde ich dafür eher nicht verwenden, weil bei eindringendem Elektrolyten die galvanische Korrosion des Aluminiums ungünstiger werden kann.
Eine passende Paste wäre z. B. WEICON Anti-Seize High-Tech ASW.
Wichtig: Die Schmierung verändert den Reibwert erheblich. Das Anziehdrehmoment muss deshalb für die geschmierte Verbindung festgelegt werden. Wird einfach das für eine trockene Verbindung vorgesehene Drehmoment übernommen, kann die Vorspannkraft deutlich zu hoch werden und die Schraube plastisch gedehnt, eingeschnürt oder im Extremfall abgerissen werden.
Bei Schrauben, die häufiger gelöst und wieder angezogen werden, kann zusätzlich ein regelmäßiger Austausch sinnvoll sein. Ansonsten regelmäßig auf Gewindeschäden, Einschnürung, Späne, Korrosion und sonstige Beschädigungen kontrollieren und im Zweifel ersetzen. Bei Wiederholmontage die Verbindung reinigen und die Schraube neu schmieren.