Schlumpf Mountain Drive-wer fährt sorgenfrei?

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Fahre seit Anfang des Jahres ein GFK Quest mit MD. Ich finde das genial zum Anfahren - vergesse manchmal runter zu schalten - Schlumpf rein und es geht locker wieder los. Probleme bisher keine! Höre immer mal von Leuten, die Probleme mit Kettenabwurf beim VM vorne haben - gibts beim Schlumpfgetriebe nicht.
Da muss ich dir widersprechen. Ich hatte schon mehrere Kettenabwürfe vorne.
 
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Hallo! Ich fahre seit 3500 km problemfrei mit MD. Er wird auch desöfteren benutzt (Baden-Württemberg halt).

In der kleineren Übersetzung fühlt es sich ein bisschen weich an. Ich schätze, dass könnte auch teilweise von der Entspannung und darauf folgenden Durchhängung der Kette in den langen Kettenhülsen herstammen. Auf dem Trike habe ich das selbe Problem mit dem kleinen Kettenblatt.
 
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MD im Quattrovelo ohne Probleme; es muss nur richtig eingestellt sein, nicht zu locker und nicht zu fest. Meine persönliche Meinung zu den berichteten Problemen: mindestens 50% der Problemfälle sind das Ergebnis von Schrauberei
 

Urs

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Genau. Und wenn es erst mal jahrelang zu locker eingestellt gelaufen war, kriegst Du es nicht mehr repariert. Ist dann aber die Folge einer fehlerhaften Erstmontage. Ärgerlich, aber nicht Florian Schlumpf in den blauen Schuh zu schieben ; - )

Geschlumpft etwas weicher, das liegt aber teils am VM.

Genau. Wegen des - nach Schaltens - plötzlich zweieinhalbfachen Drehmomentes kommen leichte "imperfections" etwa in der Federkinematik sehr viel offensichtlicher zum Tragen. ... aber auch der Rahmen, die Karosse selbst ...
(wieso liest sich das so komisch, wenn man "imperfections" mit "Imperfektionen" ins Deutsche überträgt? ....)

es muss nur richtig eingestellt sein, nicht zu locker und nicht zu fest.

Ja, und wenn es sich lösen sollte, dass man hurtig nacharbeitet ...
(was ich aber noch nie hatte!)

Da muss ich dir widersprechen. Ich hatte schon mehrere Kettenabwürfe vorne.

Der arme Schlumpf - für was der alles zuständig sein soll ...
Dadurch dass der Umwerfer obsolet wird, ist in Sachen Kettenführung besondere Hingabe nötig </isklaa>
 
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Bei mir ist das MD auch völlig sorgenfrei.

Ich habe aber den Verdacht, dass das MD recht empfindlich reagiert, wenn die Nutmutter etwas zu fest oder zu locker eingestellt ist.
Da diese besonders die ersten paar hundert oder tausend Kilometer mehrfach nachgestellt werden muß, sind Störungen fast vorprogrammiert.
Hinzu kommt, dass schwer zu beurteilen ist, wie diese richtig eingestellt ist.
So, auch aufgrund deines Hinweises habe ich mir bei Haberstock das hierfür passende Werkzeugset ("Einbau und Wartung") gekauft. Nächster Schritt: woher bekomme ich den passenden Drehmomentschlüssel, um die lt. Haberstock nötigen 140 Nm anzuziehen? In diesem Faden werden nur "kleinere" Drehmomentschlüssel empfohlen. Die spezielle Nuss, die man braucht, hat einen Vierkant mit knapp 14 mm Kantenlänge, also 1/4 Zoll?
 
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.... Nächster Schritt: woher bekomme ich den passenden Drehmomentschlüssel, um die lt. Haberstock nötigen 140 Nm anzuziehen? In diesem Faden werden nur "kleinere" Drehmomentschlüssel empfohlen. Die spezielle Nuss, die man braucht, hat einen Vierkant mit knapp 14 mm Kantenlänge, also 1/4 Zoll?
Z.B. hier.
1/4 Zoll Antrieb wäre nur 6,4 mm. 1/2 Zoll (12,7 mm) passt für das hohe Drehmoment deutlich besser.
 

tdt

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Meine Erfahrungen waren sehr positiv, auch wenn ich es kaputt gemacht habe; ich demoliere auch Ketten, Umwerfer, Kettenblätter und mehr. In meinem Fall war die Spinne verbogen, aber der Mechanismus selbst war noch in gutem Zustand, also war er gut gebaut. Und es ist besser, dass die Spinne früher aufgibt als der Mountain Drive selbst.

Außerdem: Kein spürbarer Zusatzwiderstand bei 1:1, und das Steigen mit durchschnittlich 350 Watt war wirklich perfekt.
 
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Zwischendurch ist mal eine Montagsvision der der MD dabei. Meine wurde nach mehrfachen Problemen selbstständig getauscht (y) - seitdem Ruhe :love:.
dazu einige Anmerkungen in Listenform:
- die Untersetzung hat eine gigantische Kraftübersetzung. Eine Nabe hat dran glauben müssen und ein Kettenblatt (daher immer Kettenblatt mit Ringe) (passiert halt). Deswegen ist beim Einbau auch auf euren Einsatz hinzuweisen (zB. Eisen statt Alu-Ring).
- man benötigt bissle Überwindung und Routine, um die Untersetzung regelmäßig und professionell zu benutzen. Im VM nutze ich diese für die ersten 3-5 Umdrehungen zum Anfahren an der Ampel. Für leichte Steigung nehme ich die Funktion inzwischen auch, um die Knie zu schonen. Es ist einfach ungewohnt (fast ein Jahr gebraucht, um die Funktion sinnvoll zu nutzen).
Nachteil: man steht an der Ampel mit zu hohem Gang bei seinen nicht MD Rädern :LOL: und vergißt bei CM nach dem Stopp wieder hoch zu schalten:sleep:.
- jährliches nachschmieren ist einzuplanen!
- angeschafft, um beim DF die Schaltmöglichkeiten zu erweitern. Die lange Kette war ein nervig und daher die MD -> super Entscheidung. Es ist übrigens einfacher, den Schlitten zur Montage einzuschicken, anstatt sich umständlich damit zu beschäftigen. Lediglich die 1,5-Imbus sollte man die Werktasche aufnehmen + Ersatz-Druckknopf bei Fahrzeugen ohne "Druckknopfauffangeinrichtung" kann auch sinnvoll sein.
- bei 8-fach würde ich mir die Anschaffung überlegen. Bei 10fach bedeutet es, das man 20 schaltbare Gänge hat. D.h. eure 10 "Standardgänge" sollten auf euch optimiert sein. Im VM Bereich empfehle ich daher, ggf. entsprechende Ersatzblätter 65-75 oder sogar 85) bereit zu halten. So fahre ich auf Urlaubstouren normalerweise ein anderes Kettenblatt als im Alltag. Bei 4m Kettenlänge muss man da auch nichts großartiges umbauen, nur den Schwenkbereich des Umwerfers ggf ändern und feinjustieren. Was man für Übersetzungsbereiche fährt, muss man austesten (merkt man teilweise erst nach 4 Wochen Betrieb). Die Kettenblattgrösse spielt auch bei der Bestellung eine wichtige Rolle, weil sich der Lochkreis an der MD ab eine bestimmte Grösse ändernd (also gleich den Lochkreis für die Riesen Kettenblätter ordern).
 
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Danke für deine Erfahrungen mit der MD, @Superbär .
daher immer Kettenblatt mit Ringe
Welche Ringe meinst du damit?
VM Bereich empfehle ich daher, ggf. entsprechende Ersatzblätter 65-75 oder sogar 85) bereit zu halten
Wieso empfiehlst du so große Blätter? Du wohnst doch auch in einer bergigen Gegend, ist da 70-er nicht zu groß oder bist du so ein starker Fahrer?
Bin auch noch beim Überlegen was ich ins Snoek einbauen lassen soll.
Habe momentan 61/34 Kb und überlege ob ich eher ein 70-er oder doch ein 65-er +MD bestellen soll.
Aber mich würden deine Gründe für ein großes Kb interessieren.
 
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das sich kein Gang Überschneidet
Nicht ganz. Es hängt von der Kassette ab. Genaugenommen "Keine" Überdeckung hat man bei einem größten Ritzel von <28Z. Ist das größte Ritzel größer, hat man eine Überdeckung.
Bei einer Neuinstallation kann man - bei leicht reduzierter, aber noch großer Spreizung - für einen sehr geringen Gangsprung sorgen. (28Z max oder 34Z)

Manche - wie ich - installieren den MD nachträglich und lasen die Ursprungskassette einfach drin. (52Z)
Dann sind die Gangsprünge etwas größer, aber die Spreizung ist wahrhaft riesig. bei mir knapp 1.200%

In jedem Fall sorgt die MD für eine sehr große Spreizung. Und das empfinden manche als sehr vorteilhaft. z.B. ich :cool:
 
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Und das kann durchaus N
Die Differenz zwischen direkt und Untersetzung ist so groß das sich kein Gang Überschneidet und somit die komplette Kassette nochmal in einer Bergversion zur verfügung steht
Bei meiner 11-28-Kassette ist das fast so (Verhältnis 1:2.5, also 1 Gang Überschneidung). Aber so ganz sehe ich den Nutzen dieses riesigen Verhhältnisses noch nicht, es hat ja schließlich auch Nachteile: durch die starke Untesetzung steigt die Kettenspannung massiv an. Das führt zu einer starken Beanspruchung der Kette und kann in weicheren (älteren) Velomobilen auch zu Problemen führen, wie ich sie ja bereits mit einem 30er Blatt (1:1.73 gegenüber 52Z) deutlich bemerke. Wer vorne weniger als, sagen wir mal 60Z fährt, würde sich eine geringere Untersetzung wünschen, so irgendwas um die 1.7-1.8. Wer einen stärker gespreizten Kranz fährt - bei 10- oder 11-fach ja kein Thema - benötigt eigentlich eher noch etwas weniger.
 
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@susisorglos
Kettenblatt mit Kettenblattschutzring stabilisiert das Kettenblatt und erschwert das umknicken/verbiegen des Kettenblatts (besonders wenn Superbärenkräfte wirken ;)). Nicht immer sind diese mit zwei Schutzringen verfügbar.

Ich meinte verschieden grossen Kettenblätter und zählte als Beispiele Grössen auf, die ich fahre (nach einigen Versuchen). Leider muss sich da selbst versuchen, was paßt. Bei mir hängen also Kettenblätter verschiedener Grösse rum (50-80 oder so), die ich erstmal nicht gebraucht werden.
 

wolfram

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Hallo, eine Pinion ist auch ganz schön toll.
Ich habe eine C 1.6 verbaut, der Fahrer ist sehr zufrieden.
Liebe grüße wolfram
 
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Ich fahre ein Muontaindrive im Quattrovelo und möchte nicht mehr ohne sein. Anfangs dachte ich mal ich hätte ein Problem, das MD hat bei jeder Kurbelumdrehung geknackt, und ich habe deshalb eine Reise abgebrochen. Ursache war am Ende nicht das MD selber, sondern der Einbau im Tretlagerschlitten. Da war ein kleines bisschen Spiel, das beim Einbau mit dünnen Blechstreifen ausgeglichen wurde (bzw. hätte werden sollen). Das sass aber alles nicht richtig. Seit das korrigiert wurde, ist alles ok.
 
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das MD hat bei jeder Kurbelumdrehung geknackt,
Ganz allgemein betrachtet:
Weil die Kräfte an der Kette mit dem MD deutlich höher werden, wird die gesamte Kraftübertragung höher belastet als bei Fahrrädern sonst üblich.

Man sollte daher erst mal die Gänge der Kettenschaltung ausnutzen und erst wenn man da am Ende ist, das MD schalten.

Ich hatte mal an einem 28" UP ein viertes Kettenblatt vorne. Das habe ich genau in diesem Modus verwendet.
Mit 20 Zähnen vorne, 32 hinten, kurbelt man dann recht gemütlich alle Steigungen rauf... und wechselt oben sofort wieder in eine weniger belastende Schaltungsstellung.
 
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