VM SA Trommelbremse blockiert

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Ich vermute mal, daß da noch mehr im Argen liegt, darum kann es eine gute Idee sein, die Platten samt Belägen zu tauschen
Ich habe noch eine neue SA-Bremse in meiner Werkstatt gefunden und mich gleich daran gemacht, die alte Bremse zu demontieren und die neue zu montieren. Dummerweise ist das Loch in der Mitte der Bremse Original 14,4mm und das Gegenlager auf der Achse ist 16mm. Wie bohrt man das bloß präzise auf? Wäre es eine Idee stattdessen das Gegenlager auf 14,4mm abzudrehen?
und zu überlegen, wie Du die Verbindungsbleche auf Zug statt auf Druck belastet montierst.
Ich bin mir nicht ganz sicher wie Du das meinst. Die Bleche sind auf Zug belastet, wenn man die Angriffsrichtung des Bremszugs betrachtet. Ich vermute Du meinst auf Zug bzgl. des Moments der beim Bremsen entsteht. Was spricht dagegen die Anordnung von Halteblech und den Bremshebel einfach zu spiegeln? Dann käme der Zug zwar nicht mehr in einem so schönen Bogen, aber das Blech wäre auf Zug belastet.
Die Lenkplatte sieht übrigens verbogen aus, war das so?
Ja. Ich vermute, dass das so ist damit sich die Lenkgestänge die sich ja kreuzen nicht in die Quere kommen (hinzu kommt natürlich auch noch die Kette, die ebenfalls in dieser Ebene verläuft.) .
 
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Wie bohrt man das bloß präzise auf?
Ich behaupte, daß in NL keine Raketentechnik zum Einsatz kommt; Tischbohrmaschine und 16mm Bohrer sollten genügen.
Wäre es eine Idee stattdessen das Gegenlager auf 14,4mm abzudrehen?
Sollte auch gehen.
Ich vermute Du meinst auf Zug bzgl. des Moments der beim Bremsen entsteht. Was spricht dagegen die Anordnung von Halteblech und den Bremshebel einfach zu spiegeln? Dann käme der Zug zwar nicht mehr in einem so schönen Bogen, aber das Blech wäre auf Zug belastet.
Ja, genau. Wenn das paßt, dann mach das so.

War denn das Blech krumm, oder was hast Du herausgefunden?
 
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Sieh mal nach, ob die Hülse die auf der Radachse zwischen Bremsplatte und Bremstrommel sitzt straff auf der Bremsplatte sitzt. Die muss verklebt sein und es darf kein Spiel dort vorhanden sein. Das Blech so zu biegen, dass es ohne Verklebung spielfrei ist, ist zumindest mir nicht gelungen.
Wenn Dein Ks nach rechts ausbrechen will, sieh dir die Hülse in der rechten Trommel an.

...... Ich vermute Du meinst auf Zug bzgl. des Moments der beim Bremsen entsteht.
Die Bleche sind beim Ks auf Druck eingebaut. Das ist laut Allert von Velomobiel.nl falsch. Sie müssen beim Bremsen auf Zug belastet werden.Die Bleche sind für Druck nicht steif genug.
Ich habe die Federbeine von rechts nach links getauscht, dann werden sie auf Zug beansprucht.
 
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Ich habe nichts herausgefunden. Vielleicht wirst Du ja daraus schlau, ich habe mal drei Bilder gemacht:

(die alte Bremse von der Seite)
Sieht schief aus. Was passiert, wenn das Rad angeschraubt ist? Fluchtet die Bremsplatte dann mit dem Blechstreifen?
Die Stahlblechteile sehen auf dem Bild schon unterschiedlich hoch aus. Links scheint keine Sternscheibe auf dem Lagerbolzen für die Backen zu sein?

Sieh mal nach, ob die Hülse die auf der Radachse zwischen Bremsplatte und Bremstrommel sitzt straff auf der Bremsplatte sitzt. Die muss verklebt sein und es darf kein Spiel dort vorhanden sein. Das Blech so zu biegen, dass es ohne Verklebung spielfrei ist, ist zumindest mir nicht gelungen.
Das habe ich zwar noch nie in Natura so gesehen, es wäre aber wohl eine gute Lösung. Besonders in den Fällen, in denen sich das Rad nicht abziehen läßt, ohne die Bremsplatte mitzuziehen.
 

DanielDüsentrieb

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Biege das Blech mal richtig so das es perfekt flüchtet oder sich auf bremsdruck richtig Grade zieht.
Das ist schief ohne ende. Das Alu ist auch nicht gleichmäßig gebogen.
 
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Verdammt @panicmechanic Du hattest recht, warum habe ich das nicht bemerkt. Die Bremsplatte wird durch das Blech komplett schief gedrückt.
IMG_0424.JPG
Ohne Blech läuft das Rad frei. Da muss die Vollbremsung das vorher ohnehin schon leicht verbogene Blech vollständig krumm gebogen haben.
Schön, dass es so eine leicht erklärbare Ursache hatte. Dann werde ich mich mal ans Werk machen, die Bremsen andersherum einzubauen, so dass die Bleche auf Zug belastet werde, und alles schön zu verkleben - wobei, es war jetzt schon ein Akt (Mit Heißluftpistole und Hammer) die verroste Achse aus dem Bein und die Hülsen von der Achse zu bekommen.

Vielen Dank für die Hilfe!
-- Alex
 
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Hallo @gyps, es ist die von @panicmechanic angenommene Ursache. Kauf Dir zwei neue Bremsplatten (je ca 25 Euro) und mache Dir zwei neue Haltebleche, diesmal andersherum (Bremskraft wirkt als Zugkraft auf das Blech).
Grüße, Antoine
 
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Na dann frohes Basteln! Kannst ja mal schauen, ob es die Blockierneigung mit den alten Platten weiterhin gibt. Aber nach 15000 hügeligen km könnten die durchaus reif zum Tauschen sein.
Daß auf dem einen Bild keine Sternscheibe die Beläge der neuen Platte zu halten scheint, gibt mir noch zu denken.
 
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Ja. Das ist eine übermässige Selbstverstärkung. Den gestossenen Belag zieht es rein wie die Klinke eines Freilaufs.
Das wird besser wenn die Beläge eingefahren sind, oder wenn man die entsprechende Kante des Belags mit der Feile flach anfast, also die Kontaktfläche um ca. 1cm verkürzt.

Das ist die plausibelste Erklärung. Das mag bei Dir natürlich auch andere Ursachen haben.
Für solche Beiträge liebe ich dieses Fourm! :love:
Ich hatte nämlich bei meinen Mango dasselbe Problem, und es hat bei dem Marathon Winter-Reifen fast eine komplette Reihe Spikes rausgerissen o_O
Lösung, wie oben beschrieben: Die jeweils auflaufenden Bremsbacken mal abgeschmirgelt und mit der Feile die obere Kante des Belags abgerundet - und schon bremst sie wieder butterweich :giggle:
 
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